Quellen Highlights  

Verstand, Gehirn und Bewusstsein

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Eine Gruppe renommierter Neurowissenschaftler und Ärzte präsentierte ihre neusten Erkenntnisse bezüglich Verstand, Gehirn und Bewusstsein bei den Vereinten Nationen in New York. Ihre Forschungsergebnisse sind revolutionär und deuten auf das Entstehen eines neuen wissenschaftlichen Paradigmas hin. Einige sehenswerte Videos wurden deutsch synchronisiert.

Link zu einigen ausgewählten Videos des UNO Symposiums

Holographisches Universum

00156eAutor Michael Talbot interessierte sich für Parallelen zwischen Mystik und Physik. Ein von Wissenschaftlern entwickeltes holographisches Realitätsmodell kann zahlreiche bisher unerklärliche Phänomene erklären. Michael stellt das Modell vor und spricht über persönliche Erfahrungen, die seine Weltsicht diesbezüglich geprägt haben. Das Interview wurde komplett deutsch synchronisiert.

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Untersuchung von Nahtod-Erfahrungen

00102cDr. Pim van Lommel ist holländischer Kardiologe und hat begonnen Nahtod-Erlebnisse mit wissenschaftlichen Methoden zu erforschen, nachdem zahlreiche seiner Herzstillstands-Patienten ihm von Beobachtungen erzählten, die sie machten, als sie klinisch tot waren. Das gesamte Interview wurde deutsch synchronisiert.

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Wissenschaftswahn

00325tBiochemiker Dr. Rupert Sheldrake untersuchte irre- führende Aspekte der Wissenschaft, speziell Annahmen auf denen die moderne Wissenschaft basiert. Dafür erforschte er die Historie einiger wissenschaftlicher Dogmen und präsentiert seine unbequemen Entdeckungen dazu. 30 Minuten seines englischen Vortrags wurden deutsch synchronisiert.

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Die Macht des Unterbewusstseins

00103dBruce Lipton war Biologie-Professor. Während seiner Forschung mit Genen machte er beeindruckende Entdeckungen. Seine Kernbotschaft : Ihre unterbewussten Überzeugungen bestimmen ihr Leben. Die ersten 24 Minuten des Interviews wurden deutsch synchronisiert.

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Struktur der Realität

00136kThomas Campbell ist Physiker und arbeitete für die NASA. Während der letzten 30 Jahre entwickelte er seine "Theorie von Allem" in der er Physik und Metaphysik in einer ganzheitlichen Theorie zusammenführt. 18 Minuten seines englischen Vortrags wurden deutsch synchronisiert.

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PSI-Forschung

00224vDr. Dean Radin hat sowohl Elektro-technik als auch Psychologie studiert und erforscht seit 12 Jahren PSI-Effekte wie Telepathie und Vorahnungen über die Zukunft. Die von ihm dokumentierten Messergebnisse zeigen, dass diese Phänomene real sind. Ein Interview mit Dean wurde deutsch synchronisiert.

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Wege zum Erwachen

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In diesem englisch-sprachigen Vortrag identifiziert Neil Kramer unterschiedliche Bewusstseinsfilter, die unsere Wahrnehmung der Welt, wie sie wirklich ist, verschleiern und er gibt Hinweise, wie man die Filter abbauen kann Die interessantesten Teile des Vortrags wurden deutsch synchronisiert.

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Kinder erinnern frühere Leben

00101bDr. Jim Tucker ist Psychiater an der Universität von Virginia. Er hat insgesamt 2500 Fälle von Kindern untersucht, die detailierte Erinnerungen an frühere Leben haben. In diesem komplett deutsch synchronisierten Interview spricht er über Fälle, wo Kinder überprüfbare Informationen wie Namen und Lebensumstände genannt haben.

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Erlebnisbericht eines Schlaganfalls

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Neuroanatomistin Jill Bolte Taylor bemerkte eines morgens, dass sie gerade einen massiven Schlaganfall erlitt. Während des Schlaganfalls studierte und merkte sich jeden Augenblick dieser Erfahrung. Dieser englische Vortrag mit deutschen Untertiteln ist ihr Erfahrungsbericht.

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Informationsfilterung im Internet

00118sIn diesem englischen Vortrag spricht Eli Pariser über Internetfilter, die eine nutzerspezifische Vorselektierung von Informationen bei Suchmaschinen oder auch bei Facebook durchführen. Diese Vorfilterung stellt nur solche Informationen bereit, die zum Verhaltensprofil des Nutzers passen und bestätigen somit sein bestehendes Weltbild.

Link zum Vortrag im Quellen-Bereich

Kornkreise

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Dieser prämierte englische Dokumentarfilm untersucht das Kornkreisphänomen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Präsentiert wird wissenschaftliche Forschung zusammen mit Videos und Bildern der eindrucksvollsten Kreise.

Link zum Dokumentarfilm im Quellen-Bereich

The Day Before Disclosure

02063mDieser englische Dokumentarfilm behandelt das Thema der Präsenz von UFOs und außerirdischer Intelligenz auf der Erde. Es werden Beweise der letzten 60 Jahre zusammen mit Interviews von Zeugen aus Militär und Regierung gezeigt. Eine Sammlung ungewöhnlicher Informationen. Teile des Films stehen auf deutsch zur Verfügung.

Link zur Dokumentation im Quellen-Bereich

   

00136k

Thomas Campbell ist sowohl Physiker als auch Forscher in den Bereichen Bewusstsein und Struktur der Realität. Während der letzten 35 Jahre hat er seine "Theorie von Allem" entwickelt, in der er sowohl Physik als auch Metaphysik in einem ganzheitlichen Modell zusammenbringt.

Dies ist das fünfte Matrixwissen-Interview vom 31. März 2017. Es wurde am Tag vor Tom's zweitägigem Cultural Connection Tour Workshop in Frankfurt am Main aufgezeichnet.

 

Menschen, die noch kein anderes Material von Tom kennen, können sich das Interview zwar problemlos anhören, aber zumindest werden ein paar Begriffe, die Tom verwendet, dann eher unverständlich bleiben. Deshalb ist das Ansehen einiger der Einführungsvideos von Tom zur Vorbereitung sinnvoll. Von daher ist dieses Interview vielleicht primär für Menschen interessant, die Tom's My Big TOE-Theorie bereits kennen, aber gerne mal Tom über ein paar neue Themen sprechen hören wollen.

Für Menschen die Tom's Theorie noch nicht kennen, ist es vielleicht eine gute Idee sich die Sammlung seiner auf deutsch übersetzten Antworten auf frühere Fragen anzuschauen. In der Liste findet man auch ein Video zur Frage "Wer ist Thomas Campbell ?" - eine 13-minütige Vorstellung zu seiner Person.

Tom's (englische) Webseite ist : http://www.my-big-toe.com

Tom's (deutsche) Webseite ist : http://www.meine-grosse-theorie-von-allem.de

Tom's Youtube Kanal : http://www.youtube.com/twcjr44

 

Das Interview wurde auf englisch geführt, liegt aber inzwischen als deutsche Synchronfassung sowie als Übersetzung in Textform vor.

 

Zeitmarken für die deutsche Synchronfassung:

0:00:05 Demokratie - Wie sieht Tom die Demokratien unserer modernen Welt? Die Rolle des Internets dabei
0:14:45 Politische Systeme in anderen virtuellen Realitäten
0:16:25 Beziehungen zwischen dem Bewusstsentwicklungszustand der Bevölkerung und der Weise, wie politische Entscheidungen getroffen werden
0:22:55 Welche Veränderungen im Bewusstseinszustand der Bevölkerung reflektiert die Reihe an US-Präsidenten von John F. Kennedy bis zu Donald Trump
0:30:45 Ist es problematisch, wenn eine politische Führungspersönlichkeit ein spirituelles Erwachen durchlebt, weil er/sie danach nicht länger ein Repräsentant der Durchschnittsbevölkerung ist?
0:36:40 Die Rolle unserer Vorstellungskraft, Vorteile die Vorstellungskraft bei Kindern aufrecht zu erhalten, 3 unterschiedliche Realitätskanäle
0:48:00 Haben Menschen mit geistigen Behinderungen häufiger einen höheren Bewusstseinszustand?
0:53:20 Zusammenhang zwischen Sexualtät und Realitäten mit engem Regelsatz, in nicht-physischen Realitäten ist Sexualität kein Thema 
0:56:45 Sexueller Missbrauch - Ängste und unklare Botschaften rund ums Thema Sexualität in stressigen und neurotischen Kulturen
1:09:40 Ende des Interviews

 

Tut mir leid, dass die Beleuchtung während des Interviews nicht gerade optimal war, aber ich musste das Interview in einem Hotelzimmer mit den wenigen vorhandenen Lampen filmen...

 

 

Download MP3 (deutsch): 5tes-Matrixwissen-Interview-mit-Tom-Campbell.mp3 (verwenden Sie "Speichern unter" um die MP3-Datei herunterzuladen)

 

 

Zeitmarken für die englische Fassung des Interviews:

0:00:05 Democracy - What is Tom's view on democracy in the modern world? The role of the internet
0:14:45 Political systems in other virtual realities
0:16:25 Relationship between level of consciousness and the way political decisions are being made
0:22:55 What changes in consciousness are reflected by the US presidents reaching from John F. Kennedy to Donald Trump
0:30:45 Is a political leader that raises his level of consciousness and thus starts to act differently a problem because he is no longer a reflection of the average citizen?
0:36:40 The role of imagination, benefits of keeping imagination alive in children, 3 channels of reality
0:48:00 Do people with mental disabilities tend to have a higher state of consciousness?
0:53:20 Relationship of sexuality and a tight ruleset reality, in non-physical realities sexuality is not an issue
0:56:45 Sexual abuse - fear and mixed messages around the subject of sexuality in stressful and neurotic cultures
1:09:40 End of interview

 

 

Download MP3 (englisch): 5th-Matrixwissen-Interview-with-Tom-Campbell.mp3 (verwenden Sie "Speichern unter" um die MP3-Datei herunterzuladen)


Deutsche Übersetzung (Text) 

1. Demokratie - Wie sieht Tom die Demokratien unserer modernen Welt? Die Rolle des Internets dabei

Matrixwissen: Ich würde das Interview gerne mit einer Frage zum Thema Demokratie beginnen. Die im Westen gängige Demokratieform ist die repräsentative Demokratie, in der wir etwa alle 4 Jahre offizielle Vertreter wählen, die dann alle Entscheidungen in unserem Namen treffen. Mich würde Ihre Meinung dazu interessieren, ob diese Form der Demokratie in einer Weise verbessert werden könnte oder sollte, die die Bevölkerung direkter am Entscheidungsprozess beteiligt - beispielsweise durch Volksabstimmungen. Durch das Internet wäre dies aus rein techischer Sicht deutlich leichter umsetzbar. Speziell in Europa sind Volksabstimmungen bei der politischen Elite aber nicht sehr beliebt, denn die Völkerung ist nicht besonders gut darin, im Einklang mit der [aus Brüssel] vorgegebenen politischen Agenda abzustimmen. Wie stehen Sie zu dieser ganzen Thematik?

Tom Campbell: Ok, also das politische System, das wir im Westen haben - und ich kann hier primär für die USA sprechen - also dieses System eine Demokratie zu nennen, bedeutet das Wort Demokratie soweit zu verbiegen, dass es gerade noch nicht völlig auseinanderbricht.

Eine Regierung durch Volksvertreter zu bilden, ist an sich erstmal eine gute Idee, aber die Bevölkerung wird dabei eher oberflächlich und indirekt als direkt vertreten. Zumindest in den USA - und vermutlich überall sonst - ist die tatsächliche Kraft hinter Gesetzgebung und von der Regierung festgelegten Richtlinien - typischerweise eine heimliche Absprache oder auch Kooperation zwischen Regierung und Industrie - weniger zwischen Regierung und Bevölkerung.

In jeder Form von Organisation geht die Macht vom Kapital aus. Wer Ressourcen beziehungsweise Kapital hat, der hat die Macht. Wir können zwar versuchen, diesen Zusammenhang zu kaschieren, aber sobald man genauer hinschaut und hinterfragt, wieso Dinge auf diese oder jene Weise getan werden, dann wird man feststellen, dass die alte Formel "Macht folgt dem Kapital" weiterhin gilt. Wenn Sie wissen wollen, wer die Entscheidungen trifft, dann folgen Sie dem Geld. Geld hat mehr Macht als die Stimme der Bevölkerung. Ich denke das ist so und im amerikanische System ist es vermutlich noch ausgeprägter als in anderen westlichen Systemen.

Wir haben in Amerika "Political Action Committees", das sind Lobbyorgansiationen, die das alleinige Ziel haben, die Regierung zu beeinflussen. Solche Lobbygruppen geben Milliarden an Dollars aus, um sicherzustellen, dass neue Gesetze mit ihren Interessen im Einklang stehen. Wie soll da ein Normalbürger mithalten?

Ich bin mir also nicht so sicher, ob wir überhaupt in einer Demokratie leben, es ist eher eine Oligarchie, wo die Geschäftswelt - oder bessergesagt Reichtum an sich - was auch immer Reichtum repräsentiert - also Großkonzerne und kommerzielle Interessen - die haben alle großen Einfluss auf Entscheidungen der Regierung - auf jeden Fall mehr Einfluss als die Bevölkerung.

Andererseits hat jede repräsentative Demokratie *eine* Anforderung, die erfüllt sein muss, damit sie funktioniert: Man braucht informierte und intelligente Wähler. Wenn man keine informierten und intelligenten Wähler hat, verliert die Demokratie an Bedeutung, denn man braucht Wähler, die gute Entscheidungen treffen und kritisch denken können. Für unsere Wählerschaft trifft dies offensichtlich nicht zu.

Wir wachsen in einer Kultur mit einem öffentlichen Schulsystem auf, das den Schülern im Wesentlichen beibringen soll, sich hinzusetzen und still zu sein. Es gibt einen Lehrer für 30 Schüler und still sitzen und zuzuhören ist so ziemlich das einzige, was ein Lehrer in so einer Lernsituation durchsetzen kann. Wenn ein Lehrer gleichzeitig 30 Schüler unterrichten soll, dann machen Diszipin und stillsitzen vielleicht 80% dessen aus, was der Lehrer erstmal erreichen muss, denn ohne beides kann gar kein Lernen stattfinden. Wenn man aber 80% in diese Aspekte investieren muss, dann verbringt man als Lehrer die meiste Zeit nicht mit Wissensvermittlung sondern mit Babysitting.

Im Schulsystem herrscht die Ansicht vor, dass kritisches und kreatives Denken - also Denken außerhalb vorgegebener Normen - unerwünscht ist und dass Schüler gefälligst Wissen, welches ihnen vom Lehrer vermittelt wurde, nach Aufforderung möglichst exakt wieder ausspucken können sollten. Dabei geht es aber nur ums Auswendiglernen - das hat allerdings nichts mit echtem Lernen zutun, sondern dabei geht es um Indoktrination.

Unser politisches System als Demokratie zu bezeichnen ist vielleicht etwas überzogen, wir haben eine Bevölkerung, der in weiten Teilen die Fähigkeit zum kritischen Denken fehlt. Diese Fähigkeit wurde der Bevölkerung den ersten 6 oder 7 Schuljahren durchs Bildungssystem abtrainiert. Es ist also problematisch, wie wir uns selbst verwalten. Außerdem war Politik vor 60, 70 oder vielleicht eher 100 Jahren noch im Wesentlichen aufs lokale Umfeld bezogen. Das lag daran, dass es damals keine Massenmedien gab. Vor 100 Jahren gab es vielleicht ein Radio, aber das wars dann auch. Ohne Massenmedien sind das eigene Wissen und die eigenen Probleme im Wesentlichen aufs lokale Umfeld bezogen.

Heute ist das anders, die Menschen verbringen heute täglich zwischen 5 und 6 Stunden mit irgendeiner Form von Massenmedien. Wenn man dann von der Annahme ausgeht, dass diese Menschen nicht in der Lage sind, kritisch zu denken, weil dies im Bildungssystem unerwünscht ist, dann treffen Indoktrination und Propaganda in so einem Umfeld auf fruchtbaren Boden. Man kann dann Menschen stundenlang mit einer gewünschen Gesinnung bombardieren.

Eine weitere Auswirkung des Einsatzes der Massenmedien auf der politischen Bühne ist, ... naja ... lassen Sie mich das vielleicht etwas anders formulieren: In unserer Kultur gibt es viele Menschen, die gerne Kontrolle ausüben. Das sind Leute, die Dinge verkaufen wollen - sei es eine politische Idee, eine neue Seife oder irgendein Produkt. Das Rechtssystem, das politische System, viele religiöse Systeme oder auch Vermarkungssysteme - alle wollen die Meinung der Bevölkerung kontrollieren.

Der beste und sicherste Weg der Kontrolle eines anderen Menschen ist der über Angst. Angst ist ein großer Griff am Rücken der Geängstigten über den man sie dazu bringen kann, zu der Melodie zu tanzen, die ihnen ein Manipulator vorgibt, einfach indem er ihre Ängste ausnutzt. Nachdem diese Mechanismen verstanden wurden und die Massenmedien als Werkzeug zur Verfügung standen, leben wir nun in einer Kultur in der die Angsttrommel zu jedem erdenklichen Thema zum Einsatz kommt.

Man braucht sich nur Werbung zu bestimmten Produkten anschauen: Nutz dieses supertolle Produkt oder lebe mit furchtbaren Konsequenzen, wenn du es nicht machst. Trink dieses Bier oder die Mädls werden Dich nicht mögen. Das sind alberne Botschaften, wenn man sie intellektuell analysiert, aber die Botschaften wirken nicht auf intellektueller sondern auf emotionaler Ebene. Die Leute, die sich mit Angst und Propaganda auskennen, wissen, dass sie auf der emotionalen Ebene arbeiten müssen und sie verstehen ihr Handwerk.

Wir müssen also diese ganzen Aspekte gemeinsam betrachten, wenn wir über die Bedeutung von Demokratie sprechen. Was ist eine Demokratie in unserer modernen - und speziell in der westlichen - Welt? Sie ist etwas völlig anderes als die der griechischen oder römischen Republik in ihrer Anfangszeit.

Aber in Ihrer Fragestellung haben Sie aber etwas sehr interessantes erwähnt: Durch das Internet werden - was Demokratie betrifft - die Karten neu gemischt, denn das Internet erlaubt es Individuuen direkt vertreten zu sein. Zumindest in Zukunft - noch sind wir nicht so weit. Diejenigen, die vom Status Quo profitieren, die die Bevölkerung über Ängste manipulieren und die sich in Machtpositionen befinden, wollen natürlich nicht, dass sich irgendwas daran ändert. Sie wollen, dass der Status Quo beibehalten wird.

Diese Veränderung wird also Zeit brauchen, aber jetzt haben wir das Potenzial zur Veränderung. Referenden waren bisher furchtbar unbeliebt, weil es so aufwändig war, für Millionen von Menschen so eine Abstimmung durchzuführen. Referenden sind teuer, zeitaufwändig und am Ende stimmt trotzdem nur ein Bruchteil der Bevölkerung ab, weil viele keine Zeit haben, irgendwie verreist sind oder die Thematik nicht verstehen. Durch das Internet kann sich das alles ändern, denn es stellt ein Medium zur Kommunikation und zur Abstimmung dar. Das ist viel einfacher, man braucht nicht morgens um 6 Uhr in irgendwelchen Schlangen zu stehen, stattdessen könnte man von zu Hause vom eigenen Computer aus abstimmen. Man hätte auch genügend Zeit, sich in Ruhe mit den unterschiedlichen Argumenten und Optionen auseinanderzusetzen.

Außerdem bietet das Internet jedem die Möglichkeit, sich auf eine Weise weiterzubilden, die uns das Schulsystem nicht ermöglicht. Es gibt uns Zugriff auf so viel unterschiedliches Wissen, anstatt nur die "eine richtige Antwort" zu liefern, die jedem bekannt sein sollte. Dadurch lernen die Menschen selber und kritisch zu denken. Selbst Videospiele erfordern kritisches Denken, auch ein Dreizehnjähriger, der sich den Weg aus einem Labyrinth voller Monster freischießt, braucht kritisches Denkvermögen, er muss Bewegungsabläufe beherrschen und Strategien und Prozesse entwickeln. Allein dass das Internet existiert und die ganzen Informationen, die es uns bereitstellt, verbessern unsere Fähigkeit kritisch zu denken.

Wenn einem immer nur die eine richtige Antwort mitgeteilt wird, lernt man kein kritisches Denken, aber wenn man einhundert widersprüchliche Informationen vorliegen hat, dann ist kritisches Denkvermögen erforderlich. Die Sintflut an Daten, die uns das Internet vor die Füße wirft, verlangt uns kritisches Denken ab. Ich bin zuversichtlicht, dass sich Vieles verbessern wird und das Internet ist dabei ein zentraler Aspekt der Lösung. Das funktioniert aber nur, wenn das Internet offen und frei bleibt, damit sich alle Stimmen gleichermaßen Gehör verschaffen können.

Deshalb denke ich, dass wir in den nächsten Jahrzehnten eine Wendung hin zu echter Demokratie vollziehen werden. Auf jeden Fall mehr als die nominelle Demokratie, die wir heute haben. Ich habe also Hoffung, dass es besser wird, aber ich denke wir haben heute keine Demokratie, wie viele es gerne hätten, wo die Bevölkerung das Handeln der Regierung bestimmt. Das funktioniert nämlich nur, wenn die Bevölkerung gut informiert ist und kritisch denken kann und beides trifft heute nicht zu.

Wir haben noch einen langen Weg vor uns. Hoffentlich gelingt es uns, dorthin zu gelangen, wo wir gerne wären. Häufig muss es erst schlimmer werden, bevor es besser wird, denn die etablierten Machtstrukturen werden dafür kämpfen, den Status Quo zu erhalten. In den jetzigen Machtstrukturen geht es primär darum, so viel Macht wie möglich zu erlangen. Gerade Veränderungen, die die Frage betreffen, wer die Zügel der Macht in der Hand hält, sind besonders schwierig. Die, die über Macht verfügen, wollen sie behalten, deshalb brauchen diese Veränderungen viel Zeit.

 

2a. Politische Systeme in anderen virtuellen Realitäten

Matrixwissen: Ich habe eine damit in Bezug stehende Frage: Was können Sie uns über gängige politische Systeme in anderen virtuellen Realitäten sagen und in welcher Beziehung steht die durchschnittliche Bewusstseinsqualität der Bevölkerung mit der Art und Weise, wie soziale und politische Entscheidungen in diesen Gesellschaften getroffen werden?

Tom Campbell: Zum ersten Teil der Frage: Ich weiß nicht wirklich viel über die politischen Systeme in anderen virtuellen Realitäten, denn ich bleibe immer nur kurz in anderen Realitäten, obwohl ich sie oft mehrfach besuche. Aber um das politische System wirklich zu verstehen, muss man dort länger leben und das mache ich fast nie. Meine Vermutung ist, dass sich einige Details deutlich von unserem System unterscheiden, aber was das Generelle betrifft, sind sie vermutlich sehr ähnlich, einfach weil beide auf einem ähnlichen Bewusstsein und auf freiem Willen basieren.

Auch die Qualität des Bewusstseins ist ähnlich. In einigen Realitäten ist sie deutlich niedriger, in anderen etwas höher als bei uns. Aber grundsätzlich ist alles sehr ähnlich, da alle Realitäten auf Bewusstsein und freiem Willen basieren. Dadurch entwickeln sich einige Menschen über ihre Entscheidungen zum Negativen und andere zum Positiven. Einige wollen dabei andere Menschen kontrollieren, aber das ist einfach der natürliche Evolutionsprozess von Bewusstsein. Aufgrund dieser Ähnlichkeiten im Generellen, dürften auch die politischen Systeme ähnlich aussehen und werden sich nur geringfügig unterscheiden. Was war nochmal der zweite Teil Ihrer Frage?

 

2b. Beziehungen zwischen dem Bewusstsentwicklungszustand der Bevölkerung und der Weise, wie politische Entscheidungen getroffen werden

Matrixwissen: In welcher Beziehung steht die durchschnittliche Bewusstseinsqualität der Bevölkerung mit der Art und Weise, wie soziale und politische Entscheidungen in diesen Gesellschaften getroffen werden?

Tom Campbell: Das ist eine sehr gute Frage. Die sozialen Institutionen, die wir haben - und das beinhaltet die politischen Institutionen genauso wie unternehmerische Institutionen - im Grunde alle unsere Institutionen - egal ob sie auf Angst oder Liebe basieren - repräsentieren die durchschnittliche Qualität der Menschen, die das System bilden. Im morgigen Workshop werden wir so ein System eine Kultur nennen. Eine Kultur ist ein System, welches durch Individuuen gebildet wird, die die gemeinsame Absicht teilen, zu dieser Kultur dazugehören zu wollen.

Die Kultur wird sich deshalb so entwickeln, dass sie zu einer zutreffenden Verkörperung der durchschnittlichen Bewusstseinsqualität der Bevölkerung wird. Wenn wir also unzufrieden mit dem sind, was wir in unserem politischen, sozialen und wirtschaftlichen Umfeld vorfinden, wenn wir dort Ungerechtigkeit und Gier entdecken und sehen wie Gewalt und Macht am Werk sind, dann ist das so, weil es den Seinszustand der Bevölkerung verkörpert.

Wenn wir die Macht dazu hätten, das System zu verändern, indem wir einen bestimmten Regierungsvertreter durch eine andere Person ersetzen oder indem wir der Beeinflussung der Gesetzgebung durch Großkonzerne einen Riegel vorschieben - all das können wir tun - aber wir doktern damit nur an Symptomen herum. Das sind alles nur Symptome, denn es liegt nicht an der Person des Präsidenten oder daran dass Großkonzerne die Gesetzgebung beeinflussen, das sind schlicht Symptome eines Systems mit niedriger Bewusstseinsqualität. Wenn man diese Aspekte verändert, kann dies kurzfristig zu einer Verbesserung führen, aber langfristig wird sich alles wieder dahin zurückentwickeln, wie es vorher war.

Sobald man die Spielregeln verändert, werden die Menschen Wege finden, diese Veränderungen zu umgehen und sie irgendwie zu überlisten. Wenn man sie dann erneut verändert, wiederholt sich das Spiel. Das liegt einfach daran, dass die Menschen eben so sind und sie werden diesen Seinszustand und ihre Bewusstseinsqualität in der Welt manifestieren. Die Umgestaltung von politischen und wirtschaftlichen Systemen oder auch die Veränderung Funktionsweise des Geldsystems oder von Gesetzen wird für sich genommen keine langfristigen Veränderungen bewirken. Es ist nicht effektiv und gleicht eher einem Verband, den man jemandem anlegt - man fühlt sich danach zwar besser und das System wird für eine Weile netter und sanftmütiger sein, bis das wirkliche System - das den Seinszustand der gesamten Bevölkerung reflektiert - wieder durchbricht und diesen Seinszustand zum Ausdruck bringt.

Viele Menschen sind der Meinung, dass alles besser wäre, wenn man nur diesen oder jeden Aspekt im System ändert, wenn man bestimmte neue Gesetze einführt und andere dafür abschafft oder wenn man die gesamte Regierung austauscht. Aber langfristig macht das alles keinen Unterschied. Nach ein oder zwei Generationen wird sich alles wieder dahin zurückentwickelt haben, wo es vor den Veränderungen war, außer wenn sich die Bevölkerung während dieser Zeit auf der Seinsebene weiterentwickelt.

Der einzige Weg, der zu fundamentalen und dauerhaften Veränderungen führt, liegt in der Weiterentwicklung der gesamten Bevölkerung, die das System bildet. Die Verbesserung der Bewusstseinsqualität ist die einzige Lösung, die dauerhaft funktioniert. Alles andere bedeutet nur die Sitzordnung auf der Titanic neu zu organisieren. Danach sieht es vielleicht schöner aus, aber aus Sicht des großen Ganzen ist es eigentlich irrelevant. Das betrifft alle Themenbereiche wie Politik, Gesetze oder Führungspersönlichkeiten. Alles was wir gerne verändern würden, hilft vielleicht kurzfristig etwas, aber eben nicht langfristig.

Vergleichen wir die heutige Menschheit doch mal mit unseren Vorfahren vor 1000, 5000 oder 10000 Jahren. Da sind wir doch wirklich zivilisiert, wir kommen gut miteinander aus und verhalten uns kooperativ. Aber diese Zivilisation, die wir so sehr schätzen, stellt nur eine dünne Fassade vor dem dar, was wir vor einigen Tausend Jahren mal waren. Es bedarf aber nur einer wirklich herausfordernden Situation, um diese Zivilisations-Fassade beseite zu schieben und schon kommen die alten Verhaltensmuster zum Vorschein, denn sie haben sich seit Jahrtausenden nicht wirklich verändert. Aber wir verhalten uns heute besser, wir sind netter zueinander. Wir geben uns gegenseitig mehr Raum und sind verständnisvoller. Wenn es aber hart auf hart kommt oder wir verzweifelt sind, brechen die alten Verhaltensmuster durch die dünne Fassade unseres zivilisierten Verhaltens.

Vom kollektiven Seinszustand her betrachtet haben wir uns in den letzten Jahrtausenden nicht allzusehr verändert. Wir verhalten uns nur etwas besser, aber es geht nicht darum, wie wir uns geben, sondern darum wie wir sind. In unserer Zivilisation geht es aber im Wesentlichen ums Handeln. Wir haben gelernt, unser Verhalten besser zu kontrollieren, das ist aber kein Zeichen höherer Bewusstseinsqualität. Diese hat sich zwar über lange Zeiträume betrachtet etwas erhöht, aber das ist ein extrem langsamer Prozess. Wie wir miteinander umgehen, hat sich in den letzten 300 Jahren nicht wirklich viel geändert, wir verhalten uns zwar zivilisierter, aber wir haben eben nur gelernt besser zu handeln. Das ist schön, aber eben nicht wesentlich.

 

3. Welche Veränderungen im Bewusstseinszustand der Bevölkerung reflektiert die Reihe an US-Präsidenten von John F. Kennedy bis zu Donald Trump 

Matrixwissen: Meine nächste Frage passt perfekt zu dem, was Sie gerade gesagt haben. Ich habe Sie oft sagen hören, dass politische Führungspersönlichkeiten den Bewusstseinszustand der Durchschnittsbevölkerung widerspiegeln. Können Sie eine kurze Einschätzung dazu abgeben, wie die US-Präsidenten beginnend mit John F. Kennedy bis hin zu Donald Trump mit einer - naja - hoffentlichen Erhöhung des Bewusstseinsniveaus der US-Bevölkerung zusammenpassen?

Tom Campbell: Naja, wenn man Veränderungen am Bewusstseinsniveau der Bevölkerung feststellen will, muss man in der Regel sehr lange Zeiträume betrachten. Aber in den USA habe ich schon einige Veränderungen beobachten können und ein paar davon sind wirkliche Veränderungen, ein Beispiel dafür sind die veränderten Beziehungen zwischen ethnischen Gruppen in den USA.

Als ich jung war, also zwischen 10 und 13 Jahre alt, da gab es getrennte Toiletten für Weiße und Schwarze. Schwarze mussten im hinteren Teil von Bussen sitzen und konnten nicht an den gleichen Tischen in Restaurants sitzen wie Weiße. Damals gab es erheblichen Rassismus und er existierte völlig offen und unverblümt. Die Bevölkerung hatte auch nicht das Gefühl, dass Rassismus etwas Schlechtes wäre, denn für die Allgemeinheit war Rassismus völlig normal, so waren die Dinge eben und so sollten sie auch sein und die meisten waren sich nicht darüber bewusst, dass Rassismus ein Problem darstellt.

Dann kamen die 60er Jahre und vieles begann sich zu verändern. Das verdanken wir zu einem erheblichen Teil Martin Luther King. Er war so erfolgreich, weil er nicht die Rassenthematik an sich ins Zentrum stellte sondern die Qualitäten und Eigenschaften des Individuums. Er zog die Trennungslinie nicht zwischen Schwarz und Weiß sondern zwischen moralisch und unmoralisch, zwischen dem, was für alle Menschen richtig und falsch ist. Das war eine sehr kraftvolle Botschaft und die Gesellschaft hat sich dadurch verändert. Die ganzen Einschränkungen durch den Rassismus haben sich aufgelöst.

Inzwischen sind rassistische Äußerungen ein Zeichen dafür, dass es jemand an Niveau mangelt und er nicht "normal" ist. Wenn heute wer etwas Rassistisches sagt, dann blicken andere eher von oben auf ihn herab. Solche Äußerungen sind heute also etwas Negatives während sie früher neutral waren. Rassismus war damals einfach normal, heute ist er hingegen Unrecht. Das ist eine große Veränderung, deshalb würde ich sagen, wir sind in dieser Hinsicht erwachsen geworden.

Aber wenn man die zunehmende Bewusstheit über die Rassismusproblematik aus Kennedy's Zeiten und in den Jahrzehnten danach genauer analysiert, dann muss man - jetzt wo Trump im Amt ist - sagen, dass viel davon ziemlich oberflächlich war. Es gibt eben doch immer noch viele Menschen, die rassistisch sind, es sind aber auf jeden Fall deutlich weniger als früher. Früher hielt die gesamte Kultur Rassismus für normal, weil es eben immer schon so war - heute sind es vielleicht noch 20 oder 30 Prozent der Bevölkerung, die so denken. Es sind zwar deutlich weniger geworden, aber diese Gefühle existieren immernoch unter der Oberfläche.

Durch Trump haben nun jedoch mehr Menschen das Gefühl, wieder offen ihre Meinung sagen zu können, während sie vorher lieber ihren Mund gehalten haben und so getan haben, als wären sie nicht rassistisch. Die heimlichen Rassisten, die diese ganzen rassistischen Gefühle und Gedanken in sich getragen haben aber fürchteten alle würden schlecht über sie denken, wenn sie offen aussprechen, was sie denken, die können nun wieder offen ihre Meinung sagen, denn dank Trump ist es jetzt wieder ok, das zu tun und rassistisch zu sein. Trump hat aber nichts wirklich Neues erschaffen, denn der Rassismus war auch vor ihm noch vorhanden. Trump hat nur ermöglicht, dass der Rassismus wieder an die Oberfläche tritt und sich offen zeigt.

In vieler Hinsicht sehe ich diese Entwicklung als positiv, denn Probleme, die für uns unsichtbar unter der Oberfläche gären, setzen sich dort fest und sind heimtückisch. Da ist es besser das Problem wird sichtbar gemacht. Die Phase, die wir gerade mit Trump durchlaufen, wo rassistische und andere unschöne Gesinnungen hochkommen und öffentlich sichtbar werden, die ist notwendig, damit wir sehen, was da noch unter der Oberfläche geschlummert hat und von dem wir so getan haben, als wäre es nicht mehr da. Diese Dinge waren aber nur unsichtbar, weil man sich nicht entsprechend äußern durfte. Jetzt wo diese Dinge wieder artikuliert werden können, sind sie wieder auf dem Tisch und man kann über sie diskutieren und sich dadurch weiterentwicklen. Langfristig gesehen ist das positiv.

Menschen müssen authentisch sein und ihren Seinszustand zum Ausdruck bringen können. Nur wenn sie so sein dürfen, wie sie sind, haben sie die Chance sich zu verändern. Rassisten sind in diesem Fall einfach ein schlechtes Vorbild für den Rest von uns. Aber langfristig sehe ich diese Entwicklung als Vorteil und nicht als Nachteil. Wenn etwas für uns unsichtbar unter der Oberfläche gärt, führt das nicht zu den notwendigen Veränderungen. Wenn es hingegen für alle sichtbar gemacht wird, müssen wir uns damit auseinandersetzen und das ist etwas Gutes.

Es gab also Veränderungen und Rassismus hat deutlich abgenommen, verglichen mit den 40er oder 50er Jahren der letzten Jahrhunderts. Wir sind also nicht auf das damalige Niveau zurückgefallen, denn Schwarze haben seit dem deutliche Verbesserungen erreicht. In weiter Teilen der Wissenschaft, sieht man Schwarze einfach als Menschen anderer Hautfarbe, was keinerlei Konsequenzen hat. Das sind deutliche Verbesserungen gegenüber den 60er Jahren und die werden auch nicht mehr zurückgedreht werden, denn die Menschen haben sich in dieser Hinsicht wirklich verändert.

Damals haben die Menschen einfach nie darüber nachgedacht, weil sie in einer rassistischen Kultur aufgewachsen sind und den Rassismus nicht wahrgenommen haben. Aber in den 60ern wurde der Rassismus für die Menschen sichtbar gemacht, während sie vorher einfach nicht darüber nachgedacht haben. Durch Trump wird also ausgelöst, dass wieder mehr Menschen über diese Dinge nachdenken und dadurch realisieren, dass wir einige Probleme aus den Augen verloren haben. Auf unser kollektives Wachstum wird sich das positiv auswirken.

Das gleiche gilt auch für Bewusstheit und kritisches Denken. Ich denke die USA werden durch Trump eine Lektion darin erteilt bekommen, was passiert, wenn man vergisst kritisch zu denken. Die Bevölkerung wird das zur Kenntnis nehmen und es hat etwas Gutes, wenn die hässlichen Dinge an die Oberfläche kommen, wo alle sie sehen können, denn dann können wir alle gemeinsam etwas daraus lernen, was wir sonst nie lernen würden.

 

4. Ist es problematisch, wenn eine politische Führungspersönlichkeit ein spirituelles Erwachen durchlebt, weil er/sie danach nicht länger ein Repräsentant der Durchschnittsbevölkerung ist? 

Matrixwissen: Meine nächste Frage: Wenn einer sehr materialistischen politischen Führungspersönlichkeit plötzlich eine Bewusstseinserweiterung widerfahren würde, die ihn für Spiritualität öffnet und ihn mitfühlender und umsichtiger handeln lässt, würde das nicht zu einem Problem führen, weil er dadurch nicht länger stellvertretend für die Normalbevölkerung stehen würde? Könnte so eine Veränderung von Persönlichkeit und Handlungen - obwohl sie eigentlich positiv sind - dazu führen, dass ihm irgendetwas widerfährt, wodurch er sein Amt verliert - einfach weil er zu weit von der Rolle des Normalbürgerrepräsentanten abweicht?

Tom Campbell: Ja, wir sprechen jetzt hier sowohl über praktische Anwendung als auch über die theoretische Ebene. Im Inneren sind wir einfach so wie wir sind, aber wir interagieren auch mit anderen Menschen. Wenn man mit anderen Menschen interagiert, muss man stets berücksichtigen, auf welchem Stand der Entwicklung *sie* sich befinden.

Wenn Interaktion darauf beschränkt ist, auf welchem Stand man sich selber befindet und man diesen Stand und die eigenen Ansichten einfach anderen kund tut, nach dem Motto: Die anderen müssen mich verstehen und selber von dort, wo sie sind, dahin gelangen wo ich bin - dann ist mit so einer Einstellung niemandem geholfen und man ist dadurch auch nicht Teil der Lösung. Um Teil der Lösung zu sein, reicht es nicht aus, sich hinzustellen und zu sagen, ich bin so viel weiter entwickelt als du, sei doch einfach so wie ich. Damit hilf man niemandem - eher im Gegenteil, damit weist man andere zurück und drängt sie in eine falsche Richtung.

Man muss andere dort abholen, wo sie sich geistig befinden, man muss lernen die Realität des anderen durch seine Augen wahrzunehmen und sich in ihn einzufühlen. Dann kann man dem anderen vielleicht dabei helfen, einen kleinen Schritt in eine positive Richtung zu gehen. Danach muss man erstmal etwas abwarten, bis diese Veränderung integriert wurde bevor man den nächsten kleinen Schritt angeht. Auf diese Weise kann man jemandem bei der eigenen Weiterentwicklung behilflich sein.

Wenn man also in der Politik arbeitet und sich während man mittendrin im Geschehen steckt auf einmal über spirituelle Werte und größere Zusammenhänge bewusst wird, wenn man auf einmal die Welt sehen würde, wie sie wirklich ist, mit all der Korruption und den negativen Dingen, die man bisher in diesem System getan hat, dann wäre es nicht wirklich hilfreich, wenn man einfach sagt, ich halte es hier nicht mehr aus, ich steige aus. Das wäre eine sehr egozentrische Reaktion, denn dabei geht es nur um einen selber. Man fühlt sich da nicht mehr wohl, also legt man seine Ämter nieder und geht einfach. Es wäre besser sich zu fragen, wie kann ich dabei helfen, dass sich das System weiterentwickelt, wie kann ich all den Menschen um mich herum dabei helfen, auch diese größere Zusammenhänge wahrzunehmen.

Den anderen einfach diese Zusammenhänge direkt zu erklären, ist allerdings der falsche Ansatz. Der richtige Ansatz wäre sich zu überlegen, wie man das System, in dem man sich befindet, so anstupsen kann, dass es sich in eine positivere Richtung entwickelt. Das ist das maximale, was man tun kann, alles darüberhinaus führt zu einer Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung. Wenn man jemandem direkt vorwirft, dass er falsch liegt, unmoralisch ist und die größeren Zusammenhänge nicht sieht, dann drängt man dadurch diese Person nur noch tiefer in ihre bisherigen Ansichten, weil sie sich in die Defensive gedrängt fühlt und damit ist niemand geholfen. Statt sie in die Defensive zu drängen, sollte man Vertrauen aufzubauen und sie dann in kleinen Schritten zu besseren Ansichten gelangen lassen. Diese Veränderungen müssen aus dem anderen selbst kommen, man kann sie nicht von außen erzwingen.

Eine politische Führungspersönlichkeit, die plötzlich zu tieferen Einsichten gelangt und erkennt, dass Liebe das Wesentliche ist, sollte also nicht einfach ihr Amt niederlegen oder versuchen anderen ihre neu erlangten Einsichten aufs Auge zu drücken. Im System zu verbleiben und es von innen heraus in kleinen Schritten zu verändern, das wäre der beste Ansatz, denn es ist das einzige, was funktionieren wird, alles andere verändert das System in die entgegengesetzte Richtung. Das System von innen heraus zu verändern ist hundertmal wirksamer, als sich von außen über das System zu beschweren. Wenn wir also spirituelle Menschen haben, die weiter im System arbeiten, um es zu verändern, wird das den Veränderungsprozess deutlich beschleunigen, verglichen damit, dass sie alle das System verlassen, um sich danach von außen darüber zu beschweren.

Mit dem Finger von außen auf andere zu zeigen, selbst wenn sie völlig recht mit ihren Anschuldigungen haben, bewirkt weniger als im System zu verbleiben und es von innen heraus zu verändern, einfach indem sie die Menschen so annehmen wie sie sind, sie aber dazu ermutigen, bessere Menschen zu *werden*. Viele Menschen würden vermutlich diese Veränderung gar nicht bemerken, aber ihre Wahrnehmung würde langsam beginnen sich zu verändern und sie würden beginnen sich über neue Themen zu unterhalten, speziell solche, die wirklich wichtig sind. Wenn die Mehrheit davon nichts hören will, muss man das akzeptieren und man versucht es beim nächsten Mal eben auf eine andere Weise oder mit einem anderen Thema. Auch wenn diese Versuche keine Früchte tragen, dann hat man zumindest den Weg beschritten, der die höchste Wahrscheinlichkeit hatte, eine positive Veränderung zu bewirken. Das ist das beste, was man in dieser Situation tun kann.

 

5. Die Rolle unserer Vorstellungskraft, Vorteile die Vorstellungskraft bei Kindern aufrecht zu erhalten, 3 unterschiedliche Realitätskanäle 

Matrixwissen: Meine nächste Frage: In westlichen Gesellschaften sind wir stets sehr bodenständig und realistisch, egal worum es auch geht. Aber welche Rolle spielt Fantasie bzw. Vorstellungskraft in unseren Leben? Würden wir davon profitieren, wenn wir Kinder dabei unterstützen würden, sich ihre Fantasie zu erhalten, anstatt sie während des Erwachsenwerdens aufzugeben?

Tom Campbell: Ja natürlich. Die Bedeutung unserer Fantasie bzw. Vorstellungskraft wird in der westlichen Kultur deutlich unterschätzt. Wir sehen nur eine Realität und das ist die physische Realität. Alles andere ist nicht real. Unsere Träume, die wir nachts haben, werden als nicht real angesehen. Das sind nur Träume. Unsere Innenwelt wird als etwas rein Subjektives und im Wesentlichen als Blödsinn angesehen. Unser Innenleben ist quasi nur eine Selbsttäuschung, durch die wir uns selbst vorgaukeln, dass Dinge, die in uns geschehen, real wären. Nach dem Motto: Das sind alles nur Meinungen und nichts wirklich Wesentliches. Wir haben diese Einstellung, dass nur die physische Realität die einzig wahre Realität ist und alles andere ist sekundär und nicht real. Das ist aber nicht so.

Es gibt 3 Wege bzw 3 Informationskanäle über die wir Informationen über unsere Realität erhalten. Ich springe hierbei gedanklich zu dem Teil meines Modells, nachdem wir in einer virtuellen Realität leben und einen Datenstrom erhalten, den wir dann als die von uns erlebte Realität interpretieren. Ich hab die genaue Herleitung dazu jetzt übersprungen, aber wer mein Modell kennt, weiß, was damit gemeint ist. Man kann auf diesem Weg Daten vom größeren Bewusstseinssystem erhalten, welche die erlebte Realität beschreiben.

Die Realität, in der wir uns jetzt gerade befinden, also unser physisches Universum, basiert auf einem Datenstrom, der von dem "Computer" stammt, der diese Realität erzeugt. Als zweite Quelle kann man aber auch Daten direkt von einer anderen Bewusstseinseinheit erhalten. Das wäre ein anderes bewusstes Wesen, genau wie wir selbst, mit dem wir kommunizieren können. Und als dritte Quelle kann man auch Informationen durch die eigene Fantasie erzeugen. Das sind die drei Quellen, die es gibt: Eine andere Bewusstseinseinheit, das größere Bewusstseinssystem oder man selbst.

Alle drei Quellen sind gleich real. Es ist nicht so, dass eine der Quellen realer oder fundamentaler als die anderen ist. Unsere Fantasie ist in dieser Betrachtungsweise genauso real wie das physische Universum, denn es geht hier nur um Daten, die man erhält. An den Daten selbst kann man nicht erkennen, welcher Teil der Daten unserer Fantasie entsprungen ist und welcher von einer anderen Bewusstseinseinheit oder vom größeren Bewusstseinssystem stammt. Wir erhalten diese Daten alle gemeinsam und vermischt und müssen sie deshalb interpretieren und selbst zerpflücken.

Daten sind Daten und wir müssen sie interpretieren. Unsere Fantasie ist ein sehr mächtiges Werkzeug, denn wir können sie z.B. nutzen, um zu lernen. Viele Menschen sind z.B. nervös, wenn sie eine Rede vor vielen Menschen halten müssen. Wie bereitet man sich darauf vor? Man kann nicht mal eben so 100 Leute finden, die einem beim Üben der Rede zuhören, deshalb übt man die Rede in der eigenen Fantasie. Man nimmt sich seine Notizen zur Hand und beginnt die Rede vor einem imaginären Publikum zu halten. Nachdem man das 20 mal gemacht hat, ist nicht nur der eigene Vortragsstil flüssiger, sondern man ist auch deutlich entspannter dabei, weil man weiß, "ich kann das" und eine Rede zu halten ist danach weniger beängstigend.

Fantasie ist deshalb nützlich und man kann durch sie etwas lernen, genauso wie man in anderen Realitäten Dinge lernen kann. Man lernt auch etwas durch die eigenen Träume, denn ein Traum ist ein anderes Realitätssystem, in dem man Entscheidungen treffen kann, durch die man sich weiterentwickeln oder durch die man Rückschritte bei der Entwicklung machen kann. Daten, die aus unserer Fantasie stammen, sind deshalb nicht "falsch" oder "nicht real", denn man kann durch sie genauso etwas lernen wie in jeder anderen Realität. Unsere Fantasie ist also wirklich wertvoll.

Diese strikte Trennung zwischen unserer Fantasie und der Echtheit der physischen Realität führt zu einer ganzen Reihe an Problemen, wenn es ums Verständnis einer umfangreicheren Realität geht. Denn wenn wir zum Beispiel Informationen über unsere Intuition erhalten, dann bewerten wir diese Informationen sofort und fragen uns "Ist das jetzt real oder hab ich mir das nur selbst ausgedacht?" Dabei haben wir stets die Idee im Hinterkopf "Wenn ich mir das nur ausgedacht habe, dann ist es nutzlos und nichts wert. Nur wenn es aus der physischen Realität stammt, dann könnte es nützlich sein". - Aber das stimmt nicht, auch wenn es aus unserem Inneren stammt, könnte es nützlich sein.

Deshalb seinen Sie aufmerksam. Die eine Quelle ist nicht automatisch nützlicher, wahrer oder valider als die andere. Wir schaden deshalb unseren Kindern, wenn wir sie dazu anhalten, ihre Fantasie zu unterdrücken. Vermutlich schadet unsere gesamte Kultur den Kindern, wenn wir sie zu früh zu linearem logischem Denken drängen. Bei Kindern müssen bestimmte Entwicklungsaspekte in der richtigen Reihenfolge erfolgen. Man muss erstmal krabbeln können, bevor man laufen lernen kann. Wenn man nie gekrabbelt hat und direkt auf die Füße gestellt wird, um laufen zu lernen, dann kann das zu Entwicklungsdefiziten führen, weil man einen Schritt übersprungen hat.

Die Entwicklung von Gehirn und zentralem Nervensystem hängt wesentlich davon ab, dass bestimmte Dinge in der richtigen Reihenfolge erfolgen, weil sie aufeinander aufbauen. Wenn man die Reihenfolge durcheinander bringt oder einzelne Schritte dabei überspringt, kann das langfristige Folgen haben. Wenn man die Entwicklung von Bewusstsein bei einem Menschen betrachtet, dann befindet sich unmittelbar nach der Geburt noch etwa 80% des Bewusstseins im Nichtphysischen und nur zwischen 10 und 20% befinden sich in der physischen Welt. Dieses Verhältnis ändert sich, umso älter das Kind wird. Im Alter von 2 Jahren befinden sich etwa 50% im Nicht-Physischen und 50% in der physischen Realität. Deshalb haben Kinder im Alter von 3, 4 oder 5 Jahren auch nicht-physische [für die Eltern unsichtbare] Freunde. Kinder in diesem Alter wissen viele Dinge einfach, sie sind sehr intuitiv.

Sie wissen, wie andere sich fühlen, ohne dass man ihnen das erklären muss. Kinder sind sehr intuitiv in dieser Hinsicht, sie haben eine Verbindung zur umfassenderen Realität und nehmen mehr als nur die physische Realität wahr. Wenn wir ihnen dann jedoch das Lesen beibringen, beginnen logische Prozesse in den Vordergrund zu treten. Nach dem Lesen, bringen wir ihnen Rechnen bei - das sind beides sehr logische Prozesse. Wenn wir aber meinen, wir tuen unserem Kind einen Gefallen, indem wir ihm bereits mit 4 Jahren das Lesen beibringen, damit es dann im Alter von 5 oder 6 zu den hochentwickelten Kindern zählt, dann bin ich mir nicht so sicher, ob wir Kindern damit wirklich einen Vorteil verschaffen.

Es könnte gut sein, wir sie dadurch unbeabsichtigt dazu gebracht haben, ein paar Entwicklungsschritte zu überspringen, z.B. den des intuitiv und verbunden seins und den der Nutzung der rechten Gehirnhälfte, um größere Zusammenhänge wahrzunehmen. Das ist ein wichtiger Teil der Entwicklung und wenn wir diese Entwicklungsphase frühzeitig abbrechen, dann kommt dabei ein extrem linkshirn-lastiger Mensch heraus, der keine größeren Zusammenhänge erkennt und über keine intuitive Wahrnehmung verfügt. Wahrscheinlich wird so jemand abstreiten, dass er je über Intuition verfügt hat. So jemandem fehlt eine holistische Wahrnehmung dazu wie alles miteinander verbunden ist. Alles was so jemand sieht sind logische Prozesse.

So jemand ist exzellent darin von A nach B zu gelangen sowie Anweisungen und Vorschriften zu folgen. Aber selber denken, größere Zusammenhänge erkennen, außerhalb vorgegebener Normen zu denken oder kreativ zu sein, darin ist so jemand nicht besonders gut. Wenn man unsere Kultur betrachtet, dann sieht man, dass bei uns die linke Gehirnhälfte in erheblichem Maße dominiert. Ganz besonderns gilt das für diejenigen, die Verantwortung tragen: Die Ärzte, die Rechtsanwälte, die Wirtschaftsprüfer, die Gesetzgeber, diejeniger, die die Regeln unserer Gesellschaft durch das Rechtssystem festlegen, die sind alle sehr linkshirnlastig, da dominieren überall logische Prozesse.

Wenn man allerdings seine rechte Gehirnhälfte nicht entwickelt, um dadurch größere Zusammenhänge wahrzunehmen, dann befindet man sich nicht im Gleichgewicht, es fehlt einem an Empathie, denn man achtet nicht wirklich auf andere Menschen, man orientiert sich nur an logischen Prozessen und alles dreht sich um einen selbst. Wenn ich dies mache, dann wird jenes passieren. Der Gedanke, wie wirkt sich was ich tue auf andere Menschen aus, ist einem fremd, denn das Wohl der anderen ist ein Aspekt des großen Ganzen und rechten Gehirnhälfte, die uns als eingebettet in etwas Größeres sieht, während die linke Gehirnhälfte uns in einem Prozess einzelner Schritte sieht.

Unsere linkshirn-lastige Kultur tut sich deshalb schwer damit, sich als in Beziehung zu anderen stehend wahrzunehmen. Das schadet uns und wir sollten Kinder dazu ermutigen, kreativ und intuitiv zu sein und ihre Fantasie zu nutzen. Wir sollten sie nicht zu früh in logische Prozesse zwängen, bevor sie die andere Seite von sich entwickeln konnten. Sonst befinden wir uns bald alle eine Stufe niedriger auf dem Autismus-Spektrum, wo wir zwar exzellent mit logischen Prozessen umgehen können, aber immer schlechter Beziehungen mit anderen Menschen aufbauen oder größere Zusammenhänge wahrnehmen können.

Wir sind dann nicht sehr erfinderisch oder kreativ und interessieren uns nicht fürs große Ganze. Wir sind völlig auf das fokussiert, was als nächstes getan werden muss. Das ist ein echt großes Problem. Wir drängen Kinder in logische Prozesse bevor sie alt genug dafür sind und wir denken, wir fördern sie dadurch aber in Wirklichkeit bringen wir sie dadurch aus dem Gleichgewicht. Das ist keine gute Idee.

 

6. Haben Menschen mit geistigen Behinderungen häufiger einen höheren Bewusstseinszustand? 

Matrixwissen: Sie haben mal erwähnt, dass eine Seele sich entscheiden kann, nicht in den für sie vorgesehenen Körper zu inkarnieren, falls bei diesem Körper durch Zufallsprozesse plötzlich ein Geburtsfehler entsteht, der zu einer geistigen Behinderung führt. Kann man aus diesen Überlegungen ableiten, dass Menschen, die mit einer geistigen Behinderung geboren werden, tendenziell über ein höheres Bewusstseinsniveau verfügen, obwohl sie diese höhere Bewusstseinsqualität dann aufgrund der Behinderung ihres Körpers nicht auf intellektueller Ebene zum Ausdruck bringen können?

Tom Campbell: Nein, ich würde nicht voreilig so einen Schluss ziehen. Es ist schon möglich, dass das in einigen Fällen zutrifft, aber generell ist es eher so, dass noch nicht so weit entwickelte Bewusstseinseinheiten, einfach in irgendeinen verfügbaren Körper inkarnieren. In diesem Prozess gibt es viel Ungewissheit und im biologischen Entwicklungsprozess passieren einfach bestimmte Dinge. In dem Prozess können viele Dinge auf die eine oder die andere Weise eintreten, die Chromosome haben viel Spielraum, wie sie sich zusammenfügen. Dabei können Eigenschaften, die seit 3 Generationen unsichtbar im Genpool geschlummert haben, plötzlich hervortreten, dadurch hat ein Kind vielleicht plötzlich rote Haare obwohl es in dieser Familie seit 4 Generationen niemand mehr mit roten Haaren gegeben hat. Aber vor 5 Generationen gab es eben mal jemand mit roten Haaren.

Da können viele Dinge passieren, weil so viel Ungewissheit vorliegt und wenn daraus eine geistige Behinderung oder eine andere Erkrankung entsteht, dann muss die Bewusstseinseinheit typischerweise lernen damit umzugehen, denn wir leben auf einem Planeten, wo Bewusstsein in einen Körper inkarniert und wenn dieser stirbt, sucht es sich eben den nächsten Avatar. Das ganze wiederholt sich immer wieder und man muss die Lebensumstände nehmen, wie sie kommen. Wenn man diesen Zyklus oft genug durchlaufen hat, geht es nicht mehr nur darum irgendwelche Erfahrungen zu machen, sondern ganz bestimmte Erfahrungen. In diesem Fall ist man etwas wählerischer, um Situationen zu erleben, die bestimmte Wachstumserfahrungen ermöglichen, die man benötigt.

Menschen entwickeln sich nicht in allen Bereichen gleichmäßig weiter. Manchmal ist ein Bereich extrem weiter entwickelt und ein anderer ist total unreif. Dann kann man darauf fokussieren, genau solche Erfahrungen zu machen, welche die Entwicklung des unreifen Aspekts fördern. Dadurch wird man etwas wählerisch, was die nächste Inkarnation betrifft. Solange man aber nicht an dem Punkt ist, wo es darum geht ungleich ausgeprägte Wachstumsbereiche der Persönlichkeit auf ein ähnliches Niveau zu bringen, dann spielt die Wahl der nächsten Inkarnation keine wesentliche Rolle. Man braucht dann einfach Erfahrungen und nimmt die Umstände an, wie sie eben kommen.

Es gibt also einzelne Fälle, wo es so abläuft, wie Sie es in Ihrer Frage beschrieben haben, aber das ist eher die Ausnahme. Der Normalfall ist, dass man einen Avatar annimmt und dann lernt mit der jeweiligen Situation umzugehen. Wir denken da schnell, oje das arme Bewusstsein, jetzt muss es mit einem Körper klarkommen, der nur ein Bein hat oder keine Arme oder sonstwie geistig behindert ist, aber aus Sicht des großen Ganzen sind diese Dinge überhaupt nicht furchtbar, denn jede Behinderung bietet eine ganze Reihe von ungewöhnlichen Entscheidungsmöglichkeit und man kann durch diese Erfahrung etwas lernen und daran wachsen. Das sind einfach unterschiedliche Erfahrungen - wenn man ohne Arme geboren wird, muss man andere Entscheidungen treffen, wie jemand der zwei funktionierende Arme hat.  
 
Man kann sich durch einige dieser scheinbar furchtbaren Behinderungen genauso gut - vielleicht aber sogar schneller - weiterentwickeln, denn man steht dabei vor größeren Herausforderungen. Man muss dabei lernen anders mit Menschen in seinem Umfeld umzugehen, als jemand der nicht behindert ist und deshalb nie über bestimmte Dinge nachdenken muss. Man muss dadurch einige schwierige Entscheidungen treffen und bestimmte Dinge eben einfach hinnehmen. Einiges davon kann eher zu einer Lernerfahrung auf der Überholspur als zu einer furchtbaren Erfahrung werden, einfach weil man dazu gezwungen ist, anders über Beziehungen zu anderen Menschen und die eigenen Prioriäten nachzudenken.

Wenn man hingegen ein durchschnittliches und normales Leben führt, dann gleitet man eher durchs Leben, ohne allzu viel und allzu tiefgründig über diese ganzen Dinge nachzudenken. Behinderungen sind also nicht nur von Nachteil, das scheint nur auf den ersten Blick so. Man kann in so ziemlich jeder Situation nützliche Entscheidungen treffen. Es geht nicht darum ein möglichst angenehmes Leben zu führen, es geht darum wieviel man sich in diesem Leben weiterentwickeln kann.

 

7. Zusammenhang zwischen Sexualtät und Realitäten mit engem Regelsatz, in nicht-physischen Realitäten ist Sexualität kein Thema

Matrixwissen: Im ersten Jugend-Kamingespräch, das wir letzten Dezember durchgeführt hatten, haben Sie in einer Antwort gesagt, dass ein enger Zusammenhang zwischen Sexualität und Realitäten mit striktem Regelsatz besteht. Haben Sie das primär vor dem Hintergrund des Aspekts biologischer Reproduktion gesagt, weil diese Form der Reproduktion nur in Realitäten mit engem Regelsatz überhaupt notwendigt ist - oder meinten Sie damit wirklich, dass das ganze Thema Sexualität und alle damit verbundenen Energien und Gefühle von uns abfallen, sobald wir in der physischen Realität sterben?

Tom Campbell:  Ja, beides - ich denke nicht, dass beides sich ausschließt. Die Biologie unserer Körper hat sich aufgrund des geltenden Regelsatzes [also unter anderem der Naturgesetze] so entwickelt. Es gibt also diesen Regelsatz und wir leben in einer Simulation. In dieser Simulation haben sich Avatare in Form unserer Körper entwickelt und um erfolgreich zu existieren, mussten diese Avatare überleben und sich deshalb fortpflanzen. Sexualität ist Teil dieses Prozesses. Das ist ein natürlicher Prozess und ein Teil der Evolution unseres Avatars. Das liegt daran, dass unsere Realität über einen strikten Regelsatz verfügt. Ohne ihn, wäre Fortpflanzen und Überleben überhaupt kein Thema.

Wenn man im Nicht-Physischen lebt und es dort keine Bedrohung für die eigene Existenz gibt, dann ist Überleben kein relevantes Thema - es ist unwichtig. Und Fortpflanzung ist im Grunde nur ein Aspekt des Überlebens. Dabei geht es nicht ums Überleben des Individuums sondern ums Überleben der Spezies Mensch. Wenn man in einer nicht-physischen Realität mit lockerem Regelsatz lebt, dann ist Fortpflanzung ebenfalls kein Thema. Man ist dann nicht Teil einer Spezie, die überleben muss und die durch Gefahren bedroht ist. Eine bedrohte Spezies muss sich auf eine Weise weiterentwickeln, um Gefahren meistern zu können, damit sie überlebt. Naja das sind alles Dinge, die mit dem Regelsatz der Realität zutun haben, denn der Regelsatz hat diese Lebensumstände herbeigeführt.

In vielen nicht-physischen Realitäten ist das alles unwichtig. Dort sind Sexualität, Fortpflanzung und Überleben auch alle unwichtig. Diese Aspekte sind dort einfach kein Thema und niemand würde jemals über diese Aspekte nachdenken. Deshalb hatte ich bei meiner Antwort die Verbindung zwischen Sexualität und dem Regelsatz der Realität hergestellt. Der Regelsatz erzeugt die Bedingungen, die erst dazu führen, dass Sexualität einer der Gründe für Entscheidungen ist. Es geht ums Überleben und Fortpflanzen. Daher rührt also die Verbindung zwischen beiden. Man denkt nicht in den Kategorien Sexualität und Überleben, solange man nicht in einer Realität mit einem Regelsatz lebt, wo beides wichtig ist.

 

8. Sexueller Missbrauch - Ängste und unklare Botschaften rund ums Thema Sexualität in stressigen und neurotischen Kulturen 

Matrixwissen: Ich habe mir eine schwierige Frage fürs Ende des Interviews aufgehoben, dabei geht es ums Thema sexueller Missbrauch. Diese Form des Missbrauchs trifft oft Kinder und drückt sich in einer sehr dysfunktionalen Mischung aus Zuneigung, Sex und Gewalt aus. Nach meinem Wissen wird von der Psychologie der Standpunkt vertreten, dass man Täter nicht wirklich heilen kann, sondern dass sie höchstens lernen können, nicht auf ihre inneren Triebe zu hören und nicht entsprechend zu handeln. Dazu habe ich zwei Fragen: Wieso hat sich ein so weit verbreitetes Muster in der ganzen Welt entwickelt, wenn es doch Kindern so extremen Schaden zufügt? Und zweite Frage: Ist die Ursache für sexuellen Missbrauch eher auf einer transpersonalen Ebene als menschheits-übergreifendes Meme zu suchen oder ist es einfach eine unglückliche Fehlfunktion auf der Ebene des physischen Gehirns der Täter?

Tom Campbell: Ok, die Grundursache des ganzen Problems ist natürlich Angst. Angst führt dann zu Strategien, die unser Ego benutzt, um uns dabei zu helfen, mit diesen Ängsten umzugehen. Wenn wir Ängste haben, haben wir auch ein Ego, das uns dabei hilft, mit den Ängsten umzugehen. Das Ego kann einfach versuchen, die Ängste zu ignorieren, es kann die Situation beschönigen und so tun als wäre alles nicht so schlimm, dadurch sagt man sich dann "Ach alles halb so wild" und man findet Wege sich vor sich selbst dafür zu rechtfertigen.  

Unsere Ego hilft uns dabei mit unseren Ängsten umzugehen, naja besser gesagt es hilft uns mit ihnen zurechtzukommen, denn wir werden die Ängste dadurch nicht los, aber es sorgt zumindest dafür, dass die Ängste uns keine großen Schmerzen bereiten. Praktisch jeder Mensch in unserer Kultur hat irgendwelche Ängste - und diese Ängste tendieren dazu sich zu verfestigen und zu wachsen. Solange man ein Teenager ist, unterdrückt man diese Ängste einfach, alles was einen stört wird einfach unterdrückt. Man kommt ja auch so zurecht und ignoriert das alles einfach. Wenn man dann 20 oder 30 Jahre alt ist, dann beginnen unterdrückte Ängste an der Substanz zu knabbern. Mit 40 oder 50 wird es immer schwieriger sie zu unterdrücken und ist man erst mal 60, dann wird es extrem schwierig, sie weiter zu unterdrücken.

Ängste wachsen und man kann sie einige Zeit unterdrücken, aber irgendwann brechen sie durch und das Spiel sie nicht ernst zu nehmen funktioniert nicht mehr. Es bedarf dann immer stärkerer Maßnahmen. In unserer westlichen Gesellschaft drehen sich viele unserer Ängste ums Thema Sexualität und Menschen aus diesen Gesellschaften - speziell wir in den USA - sind ziemlich neurotisch wenn es um Sexualität geht. Wir haben so viele Ängste, wenn es um die Frage geht, was dabei angemessen ist und was nicht. Bei Beziehungen zum anderen Geschlecht macht Sex einen großen Anteil aus. Für die Jüngeren ist Sex das große Mysterium über das niemand sprechen will, es ist etwas, das die Erwachsenen machen, dadurch wird ihm ein besonderer Zauber verliehen.

In den Medien, in Filmen oder in Büchern wird Sex glorifiziert und steht im Zentrum von Allem. Obwohl Sex im Zentrum steht, glorifiziert wird und ein so wesentlicher Teil des Lebens ist, erhält man gleichzeitig Botschaften wie "Finger weg", "Mach das nicht". Wir erhalten diese widersprüchlichen Botschaften und das macht uns ein bisschen verrückt. Wir werden dadurch neurotisch, wenn es um Sexualität geht. Diese Neurose ist im wesentlichen Angst. Wir haben Angst, unzulänglich zu sein. Wir fürchten, nicht gut genug zu sein und dass unsere Bedürfnisse nicht befriedigt werden.

Teile unserer Instinkte, die sich - wie vorhin gesagt - aus dem Regelsatz der Realität entwickeln, sind sexuelle Instinkte - dabei geht es um Fortpflanzung und ums Überleben. Ohne den Instinkt zur Fortpflanzung wäre die Menschheit längst ausgestorben. Das ist Teil unserer Veranlagung. Wir haben Instinkte wie jedes andere Tier aber wir sind uns nicht darüber bewusst, wie sehr diese Instinkte unser Handeln beeinflussen, genauso wie dies für Hunde oder Katzen gilt. Bezüglich dem Instinktverhalten sind wir ihnen ziemlich ähnlich. Wir gestehen uns nur nicht ein, dass unser Handeln so stark durch Instinkte beeinflusst wird. Wir sehen das einfach nicht, denn wir rechtfertigen all unsere Entscheidungen. Wir haben schließlich dieses große Gehirn mit dem wir alles rechtfertigen können. Wenn ein Mensch älter wird, arbeiten diese Ängste in ihm und es wird immer schwieriger mit ihnen umzugehen. Dadurch wandeln sie sich von etwas, dass man erfolgreich in Schach halten konnte zu etwas, das immer schwieriger kontrolliert werden kann.

Wenn man Sexualstraftäter betrachtet, dann würde man ja eigentlich vermuten, dass das Menschen auf dem Gipfel ihres Sexualtriebs - also so zwischen 15 und 30 - sind. Weil in dieser Altergruppe der größte Sexualtrieb vorliegt, würde man natürlich vermuten, dass sie auch die meisten Straftaten begehen. Das trifft aber nicht zu, die Probleme liegen bei einer anderen Altergruppe: Sexualstraftäter sind häufiger 40, 50 oder 60 Jahre alt - also ein Alter, wo der Sexualtrieb sich etwas abgekühlt hat im Vergleich zu älteren Teenagern und Zwanzigjährigen. Das Verhalten der älteren Straftäter ist aber noch mehr getrieben. Da passt doch was nicht zusammen. Mit 65 sollten sie doch etwas abgedämpft sein.

Der Grund liegt daran, dass diese Ängste so lange in ihnen gearbeitet haben und dadurch gewachsen sind und die Neurose ist dadurch immer größer geworden. Umso mehr man etwas verleugnet, umso stärkeren Druck übt es auf einen aus. Zwischen 15 und 30 konnte man das problemlos unterdrücken. Aber umso älter man wird, umso schwieriger wird es. Wenn man immer mehr Sachen unter den Teppich kehrt, sammelt sich dort immer mehr an. Es wird dann immer schwieriger das zu ignorieren und man fühlt sich irgendwann genötigt deshalb zu handeln und irgendwas dagegen zu tun. Das Grundsatzproblem ist also unsere eigene Neurose, unsere eigene Geisteskrankheit und unsere Ängste rund um Sexualität. Die Ängste sind das Problem.

Problematisch ist auch, dass unsere gesamte Kultur neurotisch ist. Um ein gutes vorbildliches Mitglied der Gesellschaft zu sein, muss man eben etwas neurotisch sein, wenn es um Sex geht, denn wir haben diese ganzen Regeln, die nicht zu unseren Instinkten passen. Wir haben diese Regeln und Erwartungen, die sagen, "Du musst so sein", aber unsere Instinkte sagen uns "Sei anders". Immer wenn es solche Widersprüche gibt, erlebt man einen inneren Kampf und dadurch Stress, Sorge und Angst.

Man kann nicht einfach so sein, wie man ist, man muss so sein, wie man es von der Kultur vorgeben bekommt. Diese Ängste zehren an Menschen, sie wachsen und in einigen Fällen werden sie zu einer Zwangsvorstellung. Eine Angst, die zur Zwangsvorstellung wird, ist eine Angst über die man nicht mehr aufhören kann nachzudenken und die man nicht mehr unterdrücken oder unter den Teppich kehren kann. Das ist speziell ein Problem unserer westlichen Gesellschaft. Ich denke, wenn man Gesellschaften untersuchen würde, wo Sexualität ein normaler Teil des Menschseins ist und wo kulturelle Erwartungen und die Instinkte der Individuuen miteinander in Einklang sind, dann würde man vermutlich fast keinen Missbrauch dort finden. Die Menschen dort wären besser angepasst und hätten weniger Ängste bezüglich ihrer Sexualität, wie wir sie haben.

Die Ängste rund um Sexualität in unserer Kultur stammen unter anderem aus der Religion. Religion hat viele dieser Vorurteile gegenüber Sexualität geprägt, aber es gibt auch noch andere Ursachen. Aber darin liegen die Gründe, wieso Missbrauch in unserer heutigen Zeit so weit verbreitet ist, während es vor 60 Jahren noch nicht so schlimm war. Die Menschen sind in sexueller Hinsicht neurotischer geworden, weil unsere Kultur hektischer und stressiger geworden ist und mehr Erwartungen an uns stellt. Das alles macht die Menschen ein bisschen verrückt, weil sie nicht sie selbst sein können. Der Grund, warum sich das Problem auf sexueller Ebene ausdrückt, liegt einfach daran, dass dort der erhebliche Drang unserer Instinkte auf Widerstand in Form von kulturellen Erwartungen trifft.

Wir haben in unserer Kultur eine ganze Reihe an verdrehten Ideen dazu, was die Begriffe männlich und weiblich bedeuten und das alles zusammengenommen führt dazu, dass die Menschen ein bisschen neurotisch werden und sich unwohl fühlen. Diese Probleme akkumulieren sich über die Zeit, wodurch Straftäter bei sexuellem Missbrauch im wesentlichen ältere Menschen sind. Sexueller Missbrauch tritt auch in Familien auf - manchmal zwischen Eltern und ihren Kindern. Das hängt einerseits mit den erwähnten Zwangsvorstellungen zusammen aber in diesem Fall auch mit Macht, Kontrolle und Ich-Bezogenheit. Dieselben Dinge, die überall zu Problemen führen.

Das Sexuelle steht bei diesen Problemen jedoch aus zwei Gründen hervor: Einmal sind in diesem Bereich besonders starke anziehende und abstoßende Kräfte am Werk und zum anderen sind wir in besonderem Maße gestresst und angespannt oder fokussiert auf Sexualität, sodass das Thema unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht. Nachrichten, bei denen es um sexuellen Missbrauch geht, gehen uns näher und machen uns betroffener als andere Nachrichten. Wenn jemand überfallen und ausgeraubt wird, da sagen wir uns einfach "naja das passiert eben, man sollte dort nachts nicht rumlaufen". Aber Sexualstraftaten treffen uns an einer empfindlichen Stelle, nämlich bei unseren eigenen Ängsten und Problemen, deshalb reagieren wir stärker auf solche Nachrichten.

Das Problem ist heutzutage größer, weil unsere ganze Kultur angespannter ist als das früher der Fall war. Wir durchleben eine Zeit großer Veränderungen und stehen an der Schwelle tiefgreifender Veränderungen in unserem persönlichen Leben und unserer Kultur und die Menschen sind deshalb ziemlich angespannt. Wir leben heute sehr stressreiche Leben, verglichen mit vor 100 Jahren, wo die meisten von uns irgendwo auf dem Land gelebt und einen Acker bestellt haben, um dadurch zu überleben. Damals war das Leben zwar hart, aber eben nicht so stressig und der Stress fordert seinen Tribut. Die schwächsten Glieder in der Kette, die dann brechen, sind solche, die in Verbindung zur Sexualität stehen.

Matrixwissen: Ok vielen Dank Tom

Tom Campbell: Sind wir schon mit allen Ihren Fragen durch?

Matrixwissen: Ja ich habe Ihnen ja schon vorher gesagt, wir brauchen so etwa eine Stunde

Tom Campbell: Ja das war gut, Sie wissen schon in etwa, wie lange ich brauche, um Fragen zu beantworten und waren darauf vorbereitet. Das waren sehr gute Fragen. Unser letztes Interview war, als ich in Stuttgart war und ich erinnere mich noch daran, dass Sie etwas andere aber sehr interessante Fragen gestellt haben, als sie mir sonst gestellt werden. Deshalb hab ich mich auf das Interview heute gefreut, denn letztes Mal waren das klasse Fragen

Matrixwissen: Ja ich versuche immer, mit neuen Fragen aufzuwarten, denn ich kenne halt die meisten Standardantworten von Ihnen schon relativ gut.

Tom Campbell: Ja die haben sie schon mehr als einmal von mir gehört. Die Fragen waren interessant und es hat mir Spaß gemacht.

 

 

Kommentare   

+3 #1 Tom 2017-05-11 12:10
Ich wollte einfach mal Danke sagen!
Finde es super das Du dir die Arbeit hier machst!
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Zitat  

Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben muß man es aber vorwärts

00254c

 

Søren Kierkegaard

(1813-1855)

 

 

 

 

   

Sonnenaktivität  

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Im Rampenlicht  

00129d

Mirin Dajo ließ auf über 500 öffentlichen Vorführungen seinen Oberkörper von einem Florett und Schwertern durchbohren, um seine Unverwundbarkeit unter Beweis zu stellen. Seltenes Videomaterial aus dem Jahr 1948 ist davon verfügbar.

Link zur Kurzbiographie

   

Quellen Highlights  

Wie funktioniert Geld ?

00398rBernard Lietaer war belgischer Zentralbanker, Hedgefondsmanager und Professor für Finanzwirtschaft. Er verfügt über 30 Jahre an Erfahrung im Finanzbereich. In diesem deutschen Interview spricht er Klartext zu Geld, Euro, Dollar und deren Zukunft.

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Fließband-Journalismus

00390jNick Davies arbeitet seit über 35 Jahren als investigativer Journalist. In diesem deutschen Vortrag spricht er über seine Einsichten dazu, wie das Pressegeschäft wirklich abläuft. Er zeigt, wieso objektive Berichterstattung unmöglich ist und welche Interessenskonflikte wahrheitsgemäßen Journalismus zunehmend torpedieren.

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Geld & Zeitenwende

00108iIn seinem Vortrag spricht Autor Charles Eisenstein über die Funktion von Geld und wie es die Beziehung der Menschen zur Welt verändert hat. Er teilt seine Vision über eine Gesellschaft, in welcher die Menschen ihre Beziehung zur Natur neu entdecken und Wertschätzung nicht mehr nur in Geld ausgedrückt wird. Ein Teil wurde deutsch synchronisiert.

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Wirtschaftsmafia & globales Imperium

00100a 120John Perkins arbeitete viele Jahre als Chef-Ökonom eines großen Be- ratungsunternehmens. Im Lauf der Jahre wurde er sich immer mehr über die massive Korruption bewusst, auf der das Imperium der USA basiert. Einige Zeit spielte er das Spiel mit, schließlich kündigte er und erzählte, was er erlebt hat. Ein wirklich sehenswertes englisches Interview !

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9/11 - Untersuchung eines schweizer Historikers

00104e

Dr. Daniele Ganser ist schweizer Historiker, der an der Universität Basel unterrichtet. In diesem Vortrag stellt er die Ereignisse von 9/11 aus Sicht eines Historikers vor. Ein sehenswerter Überblick zu Themen und Beweisen, welche die Massenmedien nicht erwähnen.

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Crashkurs

00106gChris Martenson's "Crashkurs" aus dem Jahr 2009 wurde vor kurzem komplett deutsch synchronisiert. In diesem Vortrag werden die systemimmanenten Probleme von Wirtschaft, Finanzsystem und Gesellschaft auf verständliche Weise erklärt.

Link zum Vortrag im Quellen-Bereich

The Story of Stuff

02016p
The Story of Stuff ist ein deutsch-synchronisierter 20-minütiger Dokumentarfilm, der einen kritischen Blick auf die westliche Konsumkultur wirft und dabei auch das Thema versteckter Kosten bei der Produktion billiger Waren beleuchtet.

Link zur Dokumentation im Quellen-Bereich

Problema - 100 tiefgründige Fragen

02055e
Im September 2006 trafen sich über 100 große Denker zu einem Gespräch in Berlin. Während dieses 9-stündigen Tages wurden allen Teilnehmern 100 tiefgründige Fragen gestellt und ihre Antworten wurden gleichzeitig gefilmt.

Link zur Dokumentation im Quellen-Bereich

Wahrheitssuche

02006f
In dieser englischen Vortragsreihe gibt Mark Passio eine umfassende Übersicht über seine Suche nach Wahrheit. Mark deckt dabei ein breites Spektrum ab, er ist ein exzellenter Sprecher und die Vorträge sind übersichtlich strukturiert. Sehr empfehlenswert !

Link zur Vortragsreihe im Quellen-Bereich

Propaganda in einer Demokratie

02058hDer englisch-sprachige Dokumentarfilm Psywar untersucht wie Propaganda und Öffentlichkeitsarbeit zu einem machtvollen Werkzeug westlicher Demokratien geworden sind. Die Beeinflussung der Wahrnehmung ersetzte ausgewogene Berichterstattung in den Medien und Sie sollten verstehen, wie Sie manipuliert werden.

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9/11 - Brisante Beweise - Experten sagen aus

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Die Gruppe "Architekten und Ingenieure für die Wahrheit zu 9/11" produzierte diesen Dokumentarfilm, in dem 53 Experten zu den wissenschaftlichen Fakten bezüglich 9/11 interviewt werden. Das Ergebnis ist eine fesselnde Sammung an Beweisen, warum die Regierungsversion der Ereignisse nicht stimmen kann.

Link zum Dokumentarfilm im Quellen-Bereich

Architekten zu 9/11

00160iRichard Gage arbeitet seit über 20 Jahren als Architekt und hat in dieser Zeit mehrere Hochhäuser gebaut. In seinem deutsch-synchronisierten Vortrag informiert er über Nachforschungen zu 9/11, die er gemeinsam mit 1900 anderen Architekten angestellt hat. Dabei ist er auf erhebliche Widersprüche gestoßen.

Link zum Vortrag im Quellen-Bereich

   

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