Dr. Leanna Standish (2003) : Beweise für korrelierte fMRT Signale zwischen 2 Gehirnen

Beweise für korrelierte fMRT Signale (funktionelle Magnetresonanztomographie) zwischen zwei voneinander räumlich getrennten menschlichen Gehirnen

Leanna J. Standish, ND, PhD, L. Clark Johnson, PhD, Leila Kozak, MS, Todd Richards, PhD

(publiziert im Journal Alternative Therapies, Ausgabe 9, Nummer 1, Januar 2003)

 

Autoren:
Jeanna J. Standish, leitende Forscherin, Bastyr Universität (USA)
Leila Kozak, Projektleiterin, Bastyr University (USA)
L. Clark Johnson, wiss. Mitarbeiter, Universität von Washington (USA)
Todd Richards, Radiologie-Professor, Universität von Washington (Seattle/USA)


Zusammenfassung:
Die Hypothese, dass es zu einem Informationsaustausch zwischen den Nervensystemen von Organismen (in diesem Fall zwei menschlichen Gehirnen) kommen kann, die über keinerlei physische Verbindung verfügen, wurde zwar mehrfach postuliert, jedoch nie exakt überprüft.

Der erste wissenschaftliche Bericht über das Phänomen korrelierter Signale zwischen voneinander entfernten Gehirnen (“Neurologischer Energietransfer”) wurde in der Zeitschrift Science im Jahr 1965 veröffentlicht. Duane und Behrendt untersuchten eineiige Zwillingspaare. Dabei erzeugten sie im Gehirn des einen Zwillings durch direkte Stimulation einen EEG Alpha-Rhythmus, beim zweiten Zwilling - der sich in einem 6 Meter entfernten anderen Raum befand - wurden zeitgleich die EEG Gehirnwellen gemessen. Duane und Behrendt berichten, dass "außersinnliche Anregung" - wie sie es nannten - (also dass Anregung des einen Zwillings beim zweiten Zwilling im Nebenraum die gleichen Gehirnwellenmuster auslöste) bei 2 von 15 Zwillingspaaren nachgewiesen werden konnte.

Im Jahr 1994 berichtete eine Forschergruppe um Prof. Grinberg-Zylberbaum dass optisch - durch Lichtblitze - angeregte Gehirnwellenmuster von einem Probanden zu einem anderen 14,5 Meter entfernten Probanden übertragen wurden, obwohl sich beide in elektromagnetischabgeschirmten Räumen befanden. Diese Autoren behaupten, dass das "übertragene Potenzial" nur beobachtet werden konnte, nachdem die zwei Probanden - die sich vorher nicht kannten - 20 Minuten in gemeinsamer Meditation verbracht hatten, um einen "Sinn von Verbundenheit" herzustellen.

Die Forschungsinstitute für Bewusstsein an der Bastyr Universität und der Universität von Washington haben eine ausgeklügelte EEG Technologie entwickelt, die statistische Signalauswertung nutzt, um diese früheren Ergebnisse zu replizieren. Wir berichteten bereits in einer früheren Studie, dass korrelierte EEG Gehirnwellen bei 5 von 60 gesunden Probanden-Paaren nachgewiesen werden konnten. Dabei wurde das Gehirn eines Probanden optisch angeregt, während beim zweiten Probanden - der sich 10 Meter entfernt in einem anderen Raum befand - nur die Gehirnwellen gemessen wurden.

Im nächsten Schritt unserer Forschung wollten wir untersuchen, ob auch mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) ähnliche Messergebnisse gewonnen werden können. Wir berichten hier über das erste Ergebnis unserer Studie korrelierter metabolischer Gehirnwellensignale zwischen zwei Menschen, die sich in unterschiedlichen fMRI-Scannern im Abstand von 10 Metern befunden haben.

 

Auszug aus dem Fazit der Studie:

Nach unserem Wissen ist dies die erste fMRT-basierte Demonstration von korrelierten ereignis-basierten Signalen zwischen zwei menschlichen Gehirnen über eine räumliche Distanz. Die aktivieren Gehirnregionen - wie in dieser Veröffentlichung ausführlich ausgeführt - sind die selben Gehirnregionen, die aktiviert werden, wenn ein Proband direkt mit einem Schachbrettmuster optisch stimuliert wird (in diesem Fall wurde es aber bei Proband 2 gemessen obwohl nur Proband 1 im Nebenraum stimuliert wurde).

 

Download: http://www.deanradin.com/evidence/StandishfMRI2003.pdf (englisch)

 

Kommentare   

0 #1 A.Nowak 2013-08-24 13:47
Ein sehr interessanter Beitrag, allerdings ist die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Auswertbarkeit von f-MRT`s unter Neurowissenschaftlern umstritten, beispielsweise existiert nicht einmal eine einheitliche Methodik, diese Bildgebung wissenschaftlich fundiert zu lesen. Dies wäre sicherlich ein weiters spannendes Thema, finde ich.
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