Dr. Julie Beischel (2007) : Informationsübermittlung von Verstorbenen durch Medien

Ungewöhnliche Informationsübermittlung durch die Forschung mit Medien unter Verwendung eines neuen Dreifach-Blind-Protokolls

Dr. Julie Beischel, Dr. Gary E. Schwartz

(publiziert in Explore, Ausgabe 3, Nr. 1, Januar 2007)


Autoren:

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Dr. Julie Beischel, Fachbereich Psychologie, Universität von Arizona (USA)

Dr. Gary E. Schwartz, Professor für Psychologie, Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Chirurgie,
Universität von Arizona (USA)

 


Zusammenfassung:

  • Inhalt: Die Erforschung von Informationen, welche durch medial begabte Menschen empfangen werden, spielt eine wichtige Rolle bei der Erforschung der Beziehung zwischen Gehirn und Bewusstsein. Weiterhin ist das Thema von wesentlicher Bedeutung für die Bevölkerung.
  • Ziele: Diese Dreifach-Blind-Studie wurde entwickelt, um den ungewöhnlichen Empfang von Informationen über Verstorbene durch medial begabte Menschen unter Laborbedingungen - wodurch alle konventionellen Erklärungen ausgeräumt werden sollen - zu erforschen.
  • Teilnehmer:
    • Acht Studenten der Universität von Arizona fungierten als "Sitter" (ein Sitter ist eine Person, über deren verstorbenen Angehörigen das Medium Informationen herausfinden soll). Vier der Studenten hatten Vater oder Mutter verloren, vier weitere Studenten einen gleichaltrigen Freund.
    • Weiterhin acht Medien, die bereits mehrfach unter Beweis gestellt hatten, bei "Readings" (das "Lesen" im spirituellen Sinne von Informationen über Verstorbene) zutreffende Informationen unter Laborbedingungen liefern zu können.
  • Vorgehensweise:
    • Um mögliche identifizierbare Unterschiede bei den Sitzungen zu optimieren, wurde jeweils ein verstorbener Elternteil der ersten 4 Studenten einem der 4 gleichaltrigen verstorbenen Freunde der anderen 4 Studenten zugeteilt (In jedem Team hatten beide Personen stets das gleiche Geschlecht).
    • Die Sitter waren während des gesamten Experiments nicht anwesend
    • Ein Experimentator, dem keine Informationen über die Sitter und die Verstorbenen bekannt waren, fungierte als "Proxy Sitter" (Der Experimentator agierte stellvertretend für den Sitter, obwohl er nichts von ihnen oder den Verstorbenen wusste. Dadurch sollte sichergestellt werden, dass das Medium auf diesem Weg keine Informationen erhalten konnte).
    • Die Medien, wussten nichts über die Sitter oder die Identität der Verstorbenen. Sie führten zwei Readings durch - jeweils eins für jede Person der zusammengruppierten Verstorbenen.
    • Jeweils zwei Medien führten ein Reading für jedes zusammengruppierte Verstorbenen-Paar durch (Es wurden also für jedes Verstorbenen-Team zwei Readings von zwei unterschiedlichen Medien durchgeführt - insgesamt 16 Readings)
    • Die Sitter erhielten nach dem Ende der Readings die beiden Beschreibungen der Medien für beide verstorbene Personen und sie mussten bewerten, welche der beiden Beschreibungen auf ihren Verstorbenen besser zutraf. (Das eine Reading beschrieb also den verstorbenen Elternteil des Studenten, das andere Reading den verstorbenen gleichaltrigen Freund eines anderen Sitters)
  • Ergebnisse: Die Bewertungen der Sitter für ihren verstorbenen Angehörigen lagen deutlich höher als die für den nicht zutreffenden Verstorbenen (p=0.007, effect size=0.5). Die Bewertung zutreffender Aussagen war ebenfalls signifikant (p=0.01).
  • Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse deuten an, dass bestimmte Medien auf unerklärliche Weise zutreffende Informationen über Verstorbene erhalten können. Diese Studie war explizit so angelegt, um konventionelle Erklärungsmodelle oder auch Telepathie für die Informationsübermittlung auszuschließen. Aber die Ergebnisse können nicht zwischen alternativen paranormalen Hypothesen unterscheiden - wie z.B. dem Überleben des menschlichen Bewusstseins (Fortbestand eines individuellen Bewusstseins unabhängig vom physischen Körper nach dessen Tod) oder Super-PSI (Informationsabruf über einen übersinnlichen Informationskanal oder das Quantenfeld).

 

Zusätzliche Bemerkung zum Ergebnis:

Die Sitter mussten die Readings auf einer Skala von 1 bis 6 beurteilen (1=unzutreffend, 6=perfekt zutreffend). Jeder Sitter musste zwei unterschiedliche Readings bewerten (wie unter Vorgehensweise beschrieben).

Hier die Ergebnisse im Detail:

  • Medium 1: Zielperson: 5,5  Kontrollperson: 2,0
  • Medium 2: Zielperson: 5,0  Kontrollperson: 1,5
  • Medium 3: Zielperson: 5,0  Kontrollperson: 2,0
  • Medium 4: Zielperson: 3,5  Kontrollperson: 2,0
  • Medium 5: Zielperson: 3,5  Kontrollperson: 2,5
  • Medium 6: Zielperson: 1,5  Kontrollperson: 1,0
  • Medium 7: Zielperson: 3,0  Kontrollperson: 3,0
  • Medium 8: Zielperson: 1,5  Kontrollperson: 1,5

Wie zu sehen ist, lag in keinem einzigen Fall die Bewertung für die Kontrollperson (die falsche Person) höher als für die Zielperson (die richtige Person) aber in zwei Fällen wurden sie gleich hoch bewertet. Speziell Medien 1-5 lieferten signifikant höhere Unterschiede zwischen beiden Readings.

 

Download: http://www.deanradin.com/evidence/Beischel2007.pdf (englisch)


Weiterführende Informationen:

Prof. Gary Schwartz hat einen ausführlichen Vortrag über seine mehrjährige Forschung im Bereich medial begabter Menschen und zu einem Leben nach dem Tod gehalten. Sein Vortrag fand am Rhine Research Center statt: http://vimeo.com/15571724

Dr. Julie Beischel bereitet zur Zeit eine weitere umfangreichere Studie zum selben Thema vor. Mehr Informationen darüber findet man unter: http://www.afterlifescience.com