Quellen Highlights  

Verstand, Gehirn und Bewusstsein

02026a
Eine Gruppe renommierter Neurowissenschaftler und Ärzte präsentierte ihre neusten Erkenntnisse bezüglich Verstand, Gehirn und Bewusstsein bei den Vereinten Nationen in New York. Ihre Forschungsergebnisse sind revolutionär und deuten auf das Entstehen eines neuen wissenschaftlichen Paradigmas hin. Einige sehenswerte Videos wurden deutsch synchronisiert.

Link zu einigen ausgewählten Videos des UNO Symposiums

Holographisches Universum

00156eAutor Michael Talbot interessierte sich für Parallelen zwischen Mystik und Physik. Ein von Wissenschaftlern entwickeltes holographisches Realitätsmodell kann zahlreiche bisher unerklärliche Phänomene erklären. Michael stellt das Modell vor und spricht über persönliche Erfahrungen, die seine Weltsicht diesbezüglich geprägt haben. Das Interview wurde komplett deutsch synchronisiert.

Link zum Interview im Quellen-Bereich

Untersuchung von Nahtod-Erfahrungen

00102cDr. Pim van Lommel ist holländischer Kardiologe und hat begonnen Nahtod-Erlebnisse mit wissenschaftlichen Methoden zu erforschen, nachdem zahlreiche seiner Herzstillstands-Patienten ihm von Beobachtungen erzählten, die sie machten, als sie klinisch tot waren. Das gesamte Interview wurde deutsch synchronisiert.

Link zum Interview im Quellen-Bereich

Wissenschaftswahn

00325tBiochemiker Dr. Rupert Sheldrake untersuchte irre- führende Aspekte der Wissenschaft, speziell Annahmen auf denen die moderne Wissenschaft basiert. Dafür erforschte er die Historie einiger wissenschaftlicher Dogmen und präsentiert seine unbequemen Entdeckungen dazu. 30 Minuten seines englischen Vortrags wurden deutsch synchronisiert.

Link zum Vortrag im Quellen-Bereich

Die Macht des Unterbewusstseins

00103dBruce Lipton war Biologie-Professor. Während seiner Forschung mit Genen machte er beeindruckende Entdeckungen. Seine Kernbotschaft : Ihre unterbewussten Überzeugungen bestimmen ihr Leben. Die ersten 24 Minuten des Interviews wurden deutsch synchronisiert.

Link zum Interview im Quellen-Bereich

Struktur der Realität

00136kThomas Campbell ist Physiker und arbeitete für die NASA. Während der letzten 30 Jahre entwickelte er seine "Theorie von Allem" in der er Physik und Metaphysik in einer ganzheitlichen Theorie zusammenführt. 18 Minuten seines englischen Vortrags wurden deutsch synchronisiert.

Link zum Vortrag im Quellen-Bereich

PSI-Forschung

00224vDr. Dean Radin hat sowohl Elektro-technik als auch Psychologie studiert und erforscht seit 12 Jahren PSI-Effekte wie Telepathie und Vorahnungen über die Zukunft. Die von ihm dokumentierten Messergebnisse zeigen, dass diese Phänomene real sind. Ein Interview mit Dean wurde deutsch synchronisiert.

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Wege zum Erwachen

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In diesem englisch-sprachigen Vortrag identifiziert Neil Kramer unterschiedliche Bewusstseinsfilter, die unsere Wahrnehmung der Welt, wie sie wirklich ist, verschleiern und er gibt Hinweise, wie man die Filter abbauen kann Die interessantesten Teile des Vortrags wurden deutsch synchronisiert.

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Kinder erinnern frühere Leben

00101bDr. Jim Tucker ist Psychiater an der Universität von Virginia. Er hat insgesamt 2500 Fälle von Kindern untersucht, die detailierte Erinnerungen an frühere Leben haben. In diesem komplett deutsch synchronisierten Interview spricht er über Fälle, wo Kinder überprüfbare Informationen wie Namen und Lebensumstände genannt haben.

Link zum Interview im Quellen-Bereich

Erlebnisbericht eines Schlaganfalls

00125z

Neuroanatomistin Jill Bolte Taylor bemerkte eines morgens, dass sie gerade einen massiven Schlaganfall erlitt. Während des Schlaganfalls studierte und merkte sich jeden Augenblick dieser Erfahrung. Dieser englische Vortrag mit deutschen Untertiteln ist ihr Erfahrungsbericht.

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Informationsfilterung im Internet

00118sIn diesem englischen Vortrag spricht Eli Pariser über Internetfilter, die eine nutzerspezifische Vorselektierung von Informationen bei Suchmaschinen oder auch bei Facebook durchführen. Diese Vorfilterung stellt nur solche Informationen bereit, die zum Verhaltensprofil des Nutzers passen und bestätigen somit sein bestehendes Weltbild.

Link zum Vortrag im Quellen-Bereich

Kornkreise

01092p
Dieser prämierte englische Dokumentarfilm untersucht das Kornkreisphänomen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Präsentiert wird wissenschaftliche Forschung zusammen mit Videos und Bildern der eindrucksvollsten Kreise.

Link zum Dokumentarfilm im Quellen-Bereich

The Day Before Disclosure

02063mDieser englische Dokumentarfilm behandelt das Thema der Präsenz von UFOs und außerirdischer Intelligenz auf der Erde. Es werden Beweise der letzten 60 Jahre zusammen mit Interviews von Zeugen aus Militär und Regierung gezeigt. Eine Sammlung ungewöhnlicher Informationen. Teile des Films stehen auf deutsch zur Verfügung.

Link zur Dokumentation im Quellen-Bereich

   

Beim diesem Matrixwissen-Interview vom 21. Dezember 2018 hatte ich zwei Gäste: Jim Elvidge und Tom Campbell

00136kTom Campbell ist Physiker und Bewusstseinsforscher. Er hat sein Berufsleben als Wissenschaftler und Physiker in den Bereichen innovativer Techologien, komplexer Systemsimulationen, Technologieentwicklung und Integration sowie der Risikoanalyse komplexer Systeme gearbeitet. In seiner Freizeit hat Tom in den 70er Jahren mit Robert Monroe Forschung im Bereich außerkörperlicher Erfahrungen betrieben. Er hat seine außerkörperliche Erfahrungen als Forschungswerkzeug genutzt, um mehr über die Natur unserer Realität herauszufinden. Nach vielen Jahrzehnten an Experimenten hat Tom dann seine My Big TOE Theorie entwickelt, die ein Realitätsmodell liefert, das sowohl die gängige Physik als ungewöhnliche Erfahrungen und Phänomene erklären kann - alles basierend auf der Annahme, dass Bewusstsein einen fundamentaler Aspekt unserer Realität ist.

00449qJim Elvidge hat einen Master-Abschluss in Elektrotechnik von der Cornell Universität. Er hat als Softwareingenieur gearbeitet und Führungspositionen in unterschiedlichen Unternehmen innegehabt. Jim ist ein Befürworter der Theorie digitalen Bewusstseins. Er hat zwei Bücher geschrieben: Sein erstes Buch heißt "Die Rätsel des Universums - Gelöst!" und ist 2008 erschienen. Das zweite Buch heißt "Digitales Bewusstsein" und ist auf englisch im Dezember 2018 erschienen. Es zeigt schlüssig, wieso die Digitale-Bewusstseins-Theorie das beste Modell zur Erklärung von Realität darstellt, einfach weil sie die Realität samt aller ungewöhnlicher Phänomene deutlich besser erklären kann als alle anderen Realitätsmodell. Außerdem erfolgen alle Erklärungen dabei in einfach verständlicher Sprache.

Link zu Jim's Webseite: http://www.theuniversesolved.com

Link to Tom's englischer Webseite: https://www.my-big-toe.com

Link zu Tom's deutscher Webseite: https://www.tom-campbell.de


Die deutsche Fassung dieses Interviews wurde in drei Teilen veröffentlicht.


Zeitmarken für Teil 1 der deutschen Fassung des Interviews:

00:00 Vorstellung von Jim und Tom
03:15 Jim: Persönlicher Entwicklungsweg, Erlangen von Einsichten über die Eigenschaften von Bewusstsein
05:35 Tom: Verbreitung von Ideen über digitale Realität und digitales Bewusstsein
07:00 Jim: Alteres Wissen über die diskrete Natur von Realität
08:00 Jim: Vergleiche von diskreten mit kontinuierlichen Realitäten (bezüglich Raum und Zeit)
14:50 Tom: Das Unendlichkeitsproblem in kontinuierliche Systemen - Auflösung und Pixelgröße unserer Realität
19:10 Jim: Die vier Grundsätze einer bewusstseinsbasierten digitalen Realität
21:50 Tom: Spekulation, die subjektive Natur von Bewusstsein, Realitätsmodelle
25:30 Jim: Mengendiagramme zur Fähigkeit von Theorien um Anomalien zu erklären
26:00 Tom: Digitales Bewusstsein als bessere Theorie
26:45 Jim: Nick Bostrom‘s Simulationshypothese: "Leben wir in einer Computersimulation?"
31:35 Tom: Unterlegene Realitätsmodelle, schwache Argumente für die Frage nach dem Warum
35:15 Jim: Die gegenwärtige Technologie virtueller Realitäten wird irgendwann langweilig
35:50 Tom: Die Ressourcenanforderungen um unsere virtuelle Realität zu erzeugen
36:45 Jim: Das Konzept eines "Gefängnisplaneten"
37:40 Tom: Verschwörungstheorien als angsterfüllte Erklärung von Realität, Flache-Erde-Theorie

 

Download MP3 (deutsch): 2018-12-21_Matrixwissen.de_J-Elvidge-T-Campbell_deutsch_Teil1.mp3 (Rechte Maustaste und dann "Ziel speichern unter" um die MP3-Datei herunterzuladen)

 


Zeitmarken für Teil 2 der deutschen Fassung des Interviews:

00:00 Jim: Materie als Information, Mainstreamwissenschaft zur Änderung der Dichte von Materie
04:20 Tom: Wissenschaftler messen nur Effekte, wir haben Teilchen nur erfunden
12:10 Jim: Wahrscheinlichkeitsfunktion in berechneten Realitäten, Modellierung eines Elektrons
13:40 Tom: Wheeler's Schlussfolgerungen zu einer informationsbasierten Realität
15:00 Jim: Forschung von Physikprofessor Anton Zeilinger über die Objektivität der Realität
20:00 Jim: Erklärung des Quanten Zeno Effekts, dynamische Realitätserzeugung
24:45 Tom: Wahrscheinlichkeitstheoretische Top-down-Simulationen, bisher unbekannte Realitätsaspekte entdecken
29:40 Jim: Die ungewöhnliche Intelligenz von Schleimpilzen und wie man sie erklären kann
33:05 Tom: Physischer Körper als Limitierungsfaktor für Bewusstsein
34:15 Jim: Die Rolle des Unterbewusstseins als Portal zum größeren Bewusstseinssystem
36:20 Tom: Intellekt versus Seinsebene, zwei unterschiedliche Verstandesebenen
38:20 Jim: Angeborenes vs. Umwelteinflüsse - Aspekte die von Leben zu Leben mitgenommen werden

 

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Zeitmarken für Teil 3 der deutschen Fassung des Interviews:

00:00 Tom: Bewusstwerdung von Teilnehmer einer virtuellen Realitätssimulation über den virtuellen Charakter ihrer Realität
03:40 Jim: Informationen erhalten, wenn man für sie bereit ist, als Teil des Evolutionsprozesses
05:40 Jim: Das "30 Jahre bis zur Anerkennung Syndrom" und Tom's Physikexperimente
09:15 Tom: Umso mehr man weiß, umso einfacher ist es Neues zu lernen, Beschleunigung der Akzeptanzgeschwindigkeit
11:45 Jim: Vermutlich keine Beschleunigung, Kalte Fusion als Beispiel für Akzeptanz
13:30 Tom: Eine hypothetische Frage: Aufspaltung einer virtuellen Realität in zwei parallele Realitäten
20:40 Jim: Der Ausgleichseffekt von Weltuntergangsszenarien, den "anderen Bereich" erleben
23:25 Jim: Parallelen zwischen digitalem Bewusstsein und östlicher Spiritualität
27:30 Jim: Was bedeutet es für uns in einer virtuellen Realität zu leben?
29:10 Tom: Ähnlichkeiten zwischen den antiken Philosophen, die Innenwelt erforschen
31:40 Tom: Es geht nicht nur um Realitätsmodelle, es geht um individuelle Leben, Sinn und Glücklichsein
33:40 Tom: Neue Infos zu Tom's Physikexperimenten
37:30 Ende des Interviews, Buchinfo von Jim und Tom
38:25 Kurze Aussschnitte vom Gespräch nach dem Endes des Interviews

 

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Zeitmarken für die englische Fassung des Interviews:

0:00:00 Vorstellung von Jim und Tom
0:03:15 Jim: Persönlicher Entwicklungsweg, Erlangen von Einsichten über die Eigenschaften von Bewusstsein
0:05:35 Tom: Verbreitung von Ideen über digitale Realität und digitales Bewusstsein
0:07:00 Jim: Alteres Wissen über die diskrete Natur von Realität
0:08:00 Jim: Vergleiche von diskreten mit kontinuierlichen Realitäten (bezüglich Raum und Zeit)
0:14:55 Tom: Das Unendlichkeitsproblem in kontinuierliche Systemen - Auflösung und Pixelgröße unserer Realität
0:19:10 Jim: Die vier Grundsätze einer bewusstseinsbasierten digitalen Realität
0:21:55 Tom: Spekulation, die subjektive Natur von Bewusstsein, Realitätsmodelle
0:25:35 Jim: Mengendiagramme zur Fähigkeit von Theorien um Anomalien zu erklären
0:26:05 Tom: Digitales Bewusstsein als bessere Theorie
0:26:50 Jim: Nick Bostrom‘s Simulationshypothese: "Leben wir in einer Computersimulation?"
0:31:45 Tom: Unterlegene Realitätsmodelle, schwache Argumente für die Frage nach dem Warum
0:35:25 Jim: Die gegenwärtige Technologie virtueller Realitäten wird irgendwann langweilig
0:36:00 Tom: Die Ressourcenanforderungen um unsere virtuelle Realität zu erzeugen
0:36:55 Jim: Das Konzept eines "Gefängnisplaneten"
0:37:50 Tom: Verschwörungstheorien als angsterfüllte Erklärung von Realität, Flache-Erde-Theorie
0:40:20 Jim: Materie als Information, Mainstreamwissenschaft zur Änderung der Dichte von Materie
0:44:40 Tom: Wissenschaftler messen nur Effekte, wir haben Teilchen nur erfunden
0:52:25 Jim: Wahrscheinlichkeitsfunktion in berechneten Realitäten, Modellierung eines Elektrons
0:53:55 Tom: Wheeler's Schlussfolgerungen zu einer informationsbasierten Realität
0:55:20 Jim: Forschung von Physikprofessor Anton Zeilinger über die Objektivität der Realität
1:00:25 Jim: Erklärung des Quanten Zeno Effekts, dynamische Realitätserzeugung
1:05:10 Tom: Wahrscheinlichkeitstheoretische Top-down-Simulationen, bisher unbekannte Realitätsaspekte entdecken
1:10:05 Jim: Die ungewöhnliche Intelligenz von Schleimpilzen und wie man sie erklären kann
1:13:25 Tom: Physischer Körper als Limitierungsfaktor für Bewusstsein
1:14:35 Jim: Die Rolle des Unterbewusstseins als Portal zum größeren Bewusstseinssystem
1:16:45 Tom: Intellekt versus Seinsebene, zwei unterschiedliche Verstandesebenen
1:18:45 Jim: Angeborenes vs. Umwelteinflüsse - Aspekte die von Leben zu Leben mitgenommen werden
1:21:50 Tom: Bewusstwerdung von Teilnehmer einer virtuellen Realitätssimulation über den virtuellen Charakter ihrer Realität
1:25:25 Jim: Informationen erhalten, wenn man für sie bereit ist, als Teil des Evolutionsprozesses
1:27:25 Jim: Das "30 Jahre bis zur Anerkennung Syndrom" und Tom's Physikexperimente
1:31:00 Tom: Umso mehr man weiß, umso einfacher ist es Neues zu lernen, Beschleunigung der Akzeptanzgeschwindigkeit
1:33:30 Jim: Vermutlich keine Beschleunigung, Kalte Fusion als Beispiel für Akzeptanz
1:35:20 Tom: Eine hypothetische Frage: Aufspaltung einer virtuellen Realität in zwei parallele Realitäten
1:42:30 Jim: Der Ausgleichseffekt von Weltuntergangsszenarien, den "anderen Bereich" erleben
1:45:15 Jim: Parallelen zwischen digitalem Bewusstsein und östlicher Spiritualität
1:49:25 Jim: Was bedeutet es für uns in einer virtuellen Realität zu leben?
1:51:00 Tom: Ähnlichkeiten zwischen den antiken Philosophen, die Innenwelt erforschen
1:53:30 Tom: Es geht nicht nur um Realitätsmodelle, es geht um individuelle Leben, Sinn und Glücklichsein
1:55:30 Tom: Neue Infos zu Tom's Physikexperimenten
1:59:20 Ende des Interviews, Buchinfo von Jim und Tom
2:00:15 Kurze Aussschnitte vom Gespräch nach dem Endes des Interviews

 

Download MP3 (englisch): 2018-12-21_Matrixwissen.de_J-Elvidge-T-Campbell.mp3 (Rechte Maustaste und dann "Ziel speichern unter" um die MP3-Datei herunterzuladen)


Teil 1 der deutschen Übersetzung des Interviews als Text:

Matrixwissen: Willkommen zum heutigen Matrixwissen-Interview. Heute haben wir zwei Gäste: Jim Elvidge und Tom Campbell.

Tom Campbell ist Physiker und Bewusstseinsforscher. Er hat fast seine gesamtes Berufsleben als Wissenschaftler und Physiker in den Bereichen Simulation komplexer Systeme, Technologieentwicklung und -integration, sowie der Schadens- und Risikoanalyse komplexer Systeme verbracht. In seiner Freizeit hat Tom in die 70er Jahren Forschung mit Robert Monroe zu außerkörperlichen Erfahrungen betrieben. Dabei hat er seine außerkörperlichen Erfahrungen als Forschungswerkzeug verwendet, um auf diesem Weg mehr über die Struktur unserer Realität zu erfahren. Nach mehreren Jahrzehnten dieser Erfahrungen hat Tom seine MyBigTOE-Theorie entwickelt, die ein Realitätsmodell darstellt, welches sowohl gängige Physik also auch alle möglichen ungewöhnlichen Erfahrungen und Phänomene integriert - alles unter den Annahme, dass Bewusstsein die Grundlage unserer Realität darstellt.

Unser zweiter Gast ist Jim Elvidge. Jim hat einen Masterabschluss in Elektrotechnik von der Cornell Universität, er hat sowohl als Softwareingenieur gearbeitet, als auch unterschiedliche Führungspositionen in verschiedenen Unternehmen innegehabt. Jim hat sich von früh für Physik interessiert und hat an der Universität auch Kurse in Quantenmechanik belegt. Jim ist ein Anhänger der Digitalen-Bewusstseins-Theorie, was im Grunde nur ein anderer Begriff für das ist, was Tom Campbell mit seiner MyBigTOE-Theorie vertritt. Im Grunde sagt die Digitale-Bewusstseins-Theorie, dass Bewusstsein fundamental ist, dass Materie aus Information erzeugt wird und dass die physische Realität einer digitalen Simulation entspricht.

Jim hat zwei Bücher geschrieben: Sein erstes Buch heißt "Die Rätsel des Universums - Gelöst!" und ist 2008 erschienen. Das zweite Buch heißt "Digitales Bewusstsein" und ist auf englisch im Dezember 2018 erschienen. Sein zweites Buch zeigt schlüssig, wieso die Digitale-Bewusstseins-Theorie das beste Modell zur Erklärung von Realität darstellt, einfach weil sie die Realität samt aller ungewöhnlicher Phänomene deutlich besser erklären kann als alle anderen Realitätsmodell. Außerdem erfolgen alle Erklärungen dabei in einfach verständlicher Sprache.

Eine kurze Anmerkung zum heutigen Interviewformat: Ich werde heute primär Jim Fragen zu den in seinem neuen Buch behandelten Themen stellen und ich möchte dass Tom danach seine Gedanken zu Jim's Antworten mit uns teilt und seine eigenen Ideen dazu einbringt. Dieses Format mag leicht einseitig erscheinen aber Tom hatte mir vorab gesagt, dass es kein Problem damit hat und ich bin sicher dass Tom's Einsichten eine wertvolle Ergänzung zu dem sein werden, was Jim zu sagen hat.

Hier ist meine erste Frage: Tom Campbell's Entwicklungsweg zur Einsicht, dass Realität mehr umfasst, als er ursprünglich dachte, begann mit einigen ungewöhnlichen Kinderheitserlebnissen, die allerdings mit seinem Eintritt in die Schule nicht länger auftraten. Erst durch die späteren Experimente mit Robert Monroe in den 70er Jahren zu außerkörperlichen Erfahrungen stellte sich dann eine tiefgreifende Veränderung in Tom's Realitätsverständnis ein. Dabei wurde sich Tom über nicht-physische Realitäten bewusst, die parallel zu unserer normalen physischen Realität existieren. In über 30 Jahre regelmäßiger Erforschung dieser anderen Realitäten untersuchte Tom ihre Struktur und die Regeln auf denen diese Realitäten basieren. Dies führte dann zur Entwicklung seines persönlichen Gesamtbildmodells, welches er in seiner MyBigTOE-Triologie beschreibt. Jim, mich würde interessieren wie sich Ihr persönlicher Entwicklungsweg von dem von Tom Campbell unterscheidet und wie sie zu ähnlichen Einsichten wie Tom gelangt sind. Dabei würde mich insbesondere interessieren, ob Sie auch ungewöhnliche Lebenserfahrungen gemacht haben, die Ihr Leben nachhaltig beeinflusst haben.

Jim Elvidge: Danke Oliver, also ich hatte keine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und ich bin froh, dass Tom solche Erfahrungen gemacht hat, denn dadurch hat er erfahrungsbasiertes Wissen, das ich nicht habe. Wie Sie es beschrieben haben, war mein Entwicklungsweg sehr logisch und wissenschaftlich. Ich habe mein Ingenieurstudium an der Hochschule absolviert, wodurch ich eine Wissenschaftler-Mentalität entwickelt hatte aber im Lauf der Jahre, habe ich mich immer wieder für alternative Theorien interessiert und war von ihnen fasziniert.

Mein erstes Buch sollte eigentlich am 100ten Geburtstag von Einsteins spezieller Realitivitätstheorie erscheinen und sich mit ihr auseinandersetzen aber umso tiefer ich in die Materie eingestiegen bin umso mehr kam ich zu der Überzeugung, dass da mehr dahinter steckt als ich zunächst dachte und dass Realität in Wirklichkeit digital und programmatisch ist. Das hat mich fasziniert und ich habe begonnen viel metaphysische Literatur zu lesen. Ich habe mich auch mit Telepathie und anderen paranormalen Erfahrungen auseinander gesetzt - immer mit dem Ziel, ein Erklärungsmodell für diese Phänomene zu finden. Aber erst vor dem Hintergrund des digitalen Realitätsmodells begannen diese ganzen Dinge endlich Sinn zu machen. Der Fokus meines Buchs war also diese Prämisse zu vertreten und darauf hinzuweisen, dass damit die ganzen Anomalien in der Wissenschaft wie Quantenanomalien oder auch in der Metaphysik erklärt werden können.

Erst nachdem mein erstes Buch erschienen war, hatte ich meine erste außerkörperliche Erfahrung. Ich habe diese Erfahrung durch eine Reihe von Meditationsübungen erzielt und habe dafür die Gateway Methodik des Monroe Institut genutzt. Im Grunde war es ein Abschnitt von Tom's Buch über die Wichtigkeit von Meditation, der mich dazu inspiriert hat überhaupt mit dem Meditieren anzufangen und ich habs dann einfach mal ausprobiert. Ich habe dann mehrere Monate bzw. eher Jahre meditiert und das hat für mich die Türe für einige ungewöhnliche Erfahrungen geöffnet - zwar bei weitem nicht in dem Ausmaß wie Tom, aber ich habe dadurch gespürt, dass da mehr existiert als nur das Physische.

Tom Campbell: Es ist sehr erfreulich für mich das zu hören, denn ich habe meine Triologie im Jahr 2003 veröffentlicht. Damals gab es nur mich ein eine Handvoll anderer Leute wie Bostrom und Fredkin, die der Meinung waren, dass ein digitales Realitätsmodell einen guten Ansatz darstellt. Den anderen ging es allerdings nicht ums Thema digitales Bewusstsein sondern nur im digitale Realität und ich war der einzige der den Ansatz digitalen Bewusstseins vertreten hat. Jetzt 15 Jahre später gibt es Leute wie Jim Elvidge, der die ganzen einzelnen Aspekte des Themas miteinander verknüpft und es dadurch einer größeren Gruppe von Menschen auf verständliche Weise zugänglich macht.

Das freut mich riesig, denn genau das brauchen wir. Wir brauchen mehr Verbreitung dieser Ideen zum digitalen Bewusstsein und wir müssen dies aus vielen unterschiedlichen Perspektiven angehen. Jim hat klasse Arbeit dabei geleistet alles zusammenzufassen und seine Einsichten von seinem eigenen Standpunkt aus zu beschreiben.

Das ist wunderbar und ich bin froh heute hier mit Jim zusammen zu treffen und ein oder zwei Stunden gemeinsam zu verbringen. Ich finde die Idee klasse, dass wir über Ihr Buch sprechen und ich wünsche Ihnen, dass das Buch sich gut verkauft.

Jim Elvidge: Vielen Dank Tom, ich bewundere auch Ihre Arbeit, denn sie hat mich wirklich inspiriert. Wenn ich darf, würde ich gerne kurz auf das altertümliche Wissen zur diskreten Natur unserer Realität hinweisen. Selbst die alten Griechen sprachen von Atomen als Realitätsbausteinen - und die Begriffe diskret und digital sind eng miteinander korreliert. Auch östliche Religionen hatten ähnliche Ansichten.

Das Konzept von Maya entspricht der Idee, dass wir in einer Illusion leben. Einige dieser Ideen sind also sehr alt und wenn man mit Menschen spricht, die in östlicher Kultur verwurzelt sind, dann sind die nicht wirklich überrascht von diesen Ideen, während Anhänger der westlichen Kultur da sehr überrascht reagieren. Die Modelle, die von mir und Tom als westliche Menschen entwickelt wurden, erscheinen vielen im Westen daher etwas fremdartig.

Matrixwissen: Ok mit der Antwort sind sie im Grund schon zu meiner übernächsten Frage vorgeprescht, die ich jetzt einfach vorziehe. Wir werden jetzt einige Themen aus Jim's Buch besprechen. In Kapitel 5 liefern sie eine lange Liste mit Beweisen, warum eine digitale auf Bewusstsein basierende Realität mehr Sinn macht als der Materialmus.

Ein dabei behandeltes Thema ist der Vergleich von einer diskreten mit einer kontinuierlichen Realität. Können Sie kurz erklären, wie sie zu der Schlussfolgerung gelangt sind, dass Zeit und Raum diskret sein müssen? Beginnen Sie dabei vielleicht zunächst damit die Begriffe diskret und kontinuierlich zu erklären, damit die Zuschauer wissen, worüber wir hier sprechen.

Jim Elvidge: Ja klar, der Begriff kontinuierlich kann sowohl räumlich als auch zeitlich verwendet werden und nach Einstein stehen Raum und Zeit in engem Bezug zueinander. In räumlicher Hinsicht bedeutet kontinuierlich, dass egal wie klein der Abstand zwischen zwei räumlichen Punkten ist – egal mit welchem noch so hochauflösenden Elektronenmikroskop sie etwas beobachten – es wird sich immer noch etwas zwischen diesen beiden räumlichen Punkten befinden. Dadurch gibt es ein Element der Unendlichkeit bei Realitätsmodellen mit kontinuierlichem Raum. Im Grunde ergibt sich daraus eine unendlich hohe Auflösung für alle Objekte, was sich intuitiv falsch für mich anfühlt.

Bei diesem Ansatz wären auch viele Dinge aus dem Bereich der Physik infrage zu stellen, die dann einfach keinen Sinn machen, denn bei Messungen physikalischer Experimente beobachten wir keine unendlich hohe Auflösung. Unendlichkeit scheint grundsätzlich verhindert zu werden.

Ein Beispiel dafür wäre, dass man keine Hawkinsche Strahlung oberhalb von Eins geteilt durch die Planck‘sche Länge beobachtet und diese liegt bei 10 hoch minus 35 Metern, also ein extrem kleines Quant einer Längeneinheit.

Wir beobachten also keine Strahlung unterhalb dieses Grenzwerts und deshalb ist zu vermuten, dass sich unterhalb der Planck-Länge nichts mehr bewegt und es keine kleineren Raumstrukturelement gibt. Es könnte kleinere Strukturen geben, die wir einfach nicht messen können, aber das wäre ein Beispiel aus der experimentellen Physik dafür dass keine unendlich kleinen Abstände existieren. Das deutet also auf eine Raumstruktur hin, die auf unterster Ebene diskret ist.

Diskret bedeutet, dass aus räumlicher Sicht betrachtet auf unterster Ebene alles auf einem Gitternetz basiert. In zeitlicher Sicht gilt dasselbe. Wenn Zeit kontinuierlich abläuft, gibt es zwischen zwei Zeitpunkten immer noch ein Spektrum weiterer Zeitpunkte. Die Alternative dazu wäre, dass es einzelne diskrete Zeitschritte gibt, wie wir das von Computersystemen kennen. In Computer läuft Zeit aufgrund der Taktzyklen der CPU in kleinsten Einzelschritten ab. Obwohl eine Bewegung auf dem Bildschirm z.B. bei einem Video flüssig abzulaufen scheint, besteht das Video aus einer Abfolge von Einzelbilden, also etwas diskretem.

Es gibt keine Messdaten, die dafür sprechen, dass unsere Realität kontinuierlich ist, aber es gibt massenhaft Messdaten die dafür sprechen, dass Realität auf unterster Ebene diskret ist. Dass es keine unendliche Auflösung in der Physik gibt, hatte ich schon erwähnt, außerdem gibt es ein faszinierendes Modell nach dem Realität durch Gleichungen erzeugt wird.

Bezüglich der Maxwell‘schen Gleichungen gibt es etwas Interessantes: Erinnern Sie sich mal an Mathe in der Schule zurück: Wenn man die Wurzel aus der Zahl 9 berechnet, gibt es dafür zwei Lösungen: Plus 3 und minus 3. Wenn wir nach einer Lösung für ein Matheproblem in der Alltagswelt suchen und z.B. die Seitenlänge eines Quadrats mit 9 Quadratmeter Flächeninhalt wissen wollen, verwerfen wie die Lösung mit der minus 3 weil die keinen Sinn als Länge macht.

Bei den Maxwellschen Gleichungen gibt es aber Lösungen mit negativen Frequenzen, die eigentlich auch keinen Sinn machen, aber die negativen Frequenzen erzeugen messbare Artefakte in unserer Realität, die ohne die negativen Frequenzlösungen nicht existieren würden.

Es scheint eher so als ob diese Gleichungen Realität erzeugen als andersrum. Es gibt dazu auch Forschungsergebnisse von James Gates, der in den Gleichungen der Stringtheorie sowas wie Fehlerkorrekturcodes entdeckt hat. Fehlerkorrekturcodes sind etwas, das in der Kommunikationstechnik eingesetzt wird, um erkennen zu können, wenn bei einer Datenübertragung einzelne Bits falsch übertragen werden. Dadurch können diese Fehler auf Empfängerseite korrigiert werden. Wenn sie Fernsehen schauen, merken sie nichts von einem falsch übertragenen Bit aber bei einer Banktransaktion kann ein falsches Bit hunderte Millionen Dollar bedeuten. Diese Fehlerkorrekturcodes sind also wichtig, um Daten fehlerfrei zu übertragen. Nach James Gates sieht es danach aus, dass solche Fehlerkorrekturcodes in unser Realitätskonstrukt eingebaut sind, was auch für eine digitale Basis unserer Realität spricht.

Als letzten Punkt wäre ein Wettbewerb zu nennen, bei dem unterschiedliche Wissenschaftler Argumente für eine kontinuierliche als auch welche für eine diskrete Natur unserer Realität auf unterster Ebene gesammelt haben. Der zweite Platz ging an David Tom von der Universität Cambridge. Dabei ging es darum, dass bestimmte Teilchen um 720 Grad rotieren und dann wieder in den Ursprungszustand zurückkehren. Solches Verhalten lässt sich sehr einfach auf einem Computer programmieren, aber es ist extrem schwer dafür einen Mechanismus in einer kontinuierlichen Realität zu beschreiben, der solches Verhalten sinnvoll erklärt.

Ein anderes Beispiel wäre das Spin-Attribut eines subatomaren Teilchens. Der Spin kann nur ganzzahlige Werte bzw. halbe Integer-Werte annahmen, aber nie irgendwelche Werte dazwischen. Bei einer nuklearen Reaktion kann sich der Spin des Teilchens von -1/2 auf +1/2 verändern, aber das erfolgt schlagartig ohne dass dabei Werte zwischen -1/2 und +1/2  durchlaufen werden. In einer kontinuierlichen Welt springt nichts übergangslos von einem Zustand in einen anderen um.

Ich zähle hier einfach ein paar Fakten aus Wissenschaft und Mathematik auf, die darauf hindeuten bzw Beweise dafür liefern, dass unsere Welt auf unterster Ebene digital und diskret ist. Es gibt absolut nichts, das dafür spricht, dass Realität kontinuierlich ist, außer dass sie uns in unserer Alltagswahrnehmung kontinuierlich erscheint.

Realität erscheint aber nur kontinuierlich auf makroskopischer Ebene, genauso wie die Erde flach erscheint, wenn wir nur auf ihr herumlaufen. Erst wenn man sich ins Weltall begibt oder zumindest hoch genug, kann man sehen, dass sie in Wirklichkeit rund ist. Es gibt dafür auch andere Wege das zu messen, aber wenn man nur so herumläuft erscheint die Erde flach. Man muss also genauer hinschauen, um das zu erkennen.

Tom Campbell: Ich hab ein paar kleine Ergänzungen dazu. Jim hat gesagt, dass Unendlichkeit ein Problem darstellt. Wenn ein System kontinuierlich ist, muss es immer kontinuierlich sein, egal wie tief man in die Realität hineinzoomt. Man muss also unendlich tief hineinzoomen können.

Das führt aber direkt ins Unendliche. Es macht aus rein logischer Sicht keinen Sinn zu glauben, dass ein reales System unendlich sein kann. Unendlichkeit ist eine Idee, eine Abstraktion, ein Konzept, sie kann aber nie real existieren.
 
Nichts was real ist, so wie die Realität, die wir erleben, kann jemals kontinuierlich sein, denn dann wäre sie automatisch auch unendlich und eine Realität, die unendlich viele Aspekte umfasst, ist einfach unlogisch.

Das ist einfach eine aus Logik ableitbare Begründung dafür, dass eine kontinuierliche Realität kein gutes Modell darstellt. Das wäre unlogisch und genau dies hat Zenon vor 2000 Jahren dazu geführt, durch seine Gedankenexperimente zu folgern, dass Realität diskret sein muss und nicht kontinuierlich.

Darum ging es also bei seinen Experimenten wirklich und wir sprechen da vielleicht später nochmal ausführlicher drüber. Er kam zur selben Schlussfolgerung: Eine kontinuierliche Realität existiert nur in unserer Fantasie, sie kann nicht wirklich existieren.

Ich stimme Jim also zu: Jedes Mal wenn die Wissenschaft tiefer in unsere Realität eintaucht, entdecken sie immer neue Realitätsbausteine. Sie finden keine kontinuierlichen Dinge sondern nur Diskretes. Anfangs dachte man zwar Materie wäre kontinuierlich aber dann entstand die Vorstellung, dass alles aus Teilchen besteht. Für diese Teilchen stellte sich irgendwann heraus, dass sie auch nur aus noch kleineren Teilchen bestehen.

Das einzige, was uns daran hindert in den kleinsten bekannten Teilchen noch kleinere Teilchen zu entdecken, sind fehlende Messgeräte, um diese Dinge zu messen. Der Prozess immer kleinere Teilchen zu entdecken, wird sich so lange fortsetzen bis wir an der Planck-Länge angekommen sind. Die Planck-Länge stellt die Pixelgröße unserer Realität dar.

Die Pixelgröße wäre eine Analogie zum kleinsten diskreten Punkt auf einem Computerbildschirm. Die Planck-Länge wäre vergleichbar zu einem Pixelabstand bzw. auch ein Pixel-Volumen im Raum.

Dass die Planck-Länge dabei den kleinstmöglichen Abstand auf der untersten Realitätsebene darstellt ist zumindest gegenwärtig unsere beste Vermutung. Wenn wir an der Planck-Länge ankommen, wird sich nichts mehr weiter aufspalten lassen und wir sind beim kleinsten existierenden Realitätsbaustein angekommen, genauso wie es auf einem Bildschirm eine bestimmte Auflösung gibt. Man kann keine Auflösung darstellen, die höher ist, als die Anzahl der vorhandenen Pixel. Ich vermute wir werden an dieselbe Auflösungsgrenze in unserer Realität stoßen, falls wir jemals Messgeräte entwickeln, die es uns erlauben, so genau zu messen. Aber alles was wir messen, scheint diskret zu sein. Das entspricht der Erkenntnis der Wissenschaft und eine kontinuierliche Realität ist unlogisch. Bei der Frage, ob Realität diskret oder kontinuierlich ist, liegt also wenig Spielraum vor.

Die Weiterentwicklung der Wissenschaft läuft praktisch auf eine Tautologie hinaus. Wir – also alle Wissenschaftler – werden irgendwann erkennen und sich dabei einig sein, dass wir in einer diskreten auf Information basierten Welt leben. Und Information kommt in diskreten Blöcken, weshalb wir die Welt auch digital nennen können. Digital bedeutet, dass etwas aus diskreten Blöcken besteht. Es ist also logisch gesehen unausweichlich, dass wir uns diesbezüglich einig sein werden, wenn wir denn irgendwann Messgeräte haben, die Realität bis auf die Pixelgröße in ihre Bestandteile zerlegen können.

Matrixwissen: Ok jetzt würde ich gerne zu meiner vor dieser Frage geplanten Frage zurückkehren: Jim könnten Sie uns kurz ihre 4 Grundsätze einer bewusstseinsbasierten digitalen Realität erklären.

Jim Elvidge: Ja klar, Tom hat dazu schon einiges gesagt. Der erste Grundsatz ist, dass Bewusstsein fundamental und primär ist. Es ist *keine* vom Gehirn erzeugte Eigenschaft, sondern mehr. Wenn wir über das Wort Bewusstsein sprechen, dann gibt es dafür keine einheitliche Begriffsdefinition. Das ist eine etwas unglückliche Situation, denn wenn jemand die Worte Simulation, Gott oder Bewusstsein verwendet, rufen diese beim Gesprächspartner alle möglichen Ideen und Assoziationen hervor. Wenn man Bewusstsein aber als Grundbaustein der gesamten Realität ansieht, Tom hat dazu mal die Analogie angebracht, dass ein Fisch sich keine Gedanken über das Wasser macht, in dem er schwimmt. Hinsichtlich jeglichem Realitätsaspekt schwimmen wir im Meer des Bewusstseins.

Der zweite Grundsatz ist: Materie ist Information. Ich verwende für die virtuelle Realität, in der wir leben, gerne den Begriff scheinbar physische Realität. Unsere Realität ist zwar keineswegs physisch und ich möchte deshalb nicht diesen von vielen Menschen gebrauchten Begriff verwenden, aber sie *scheint* eben physisch und wenn ich nur sage sie ist „virtuell“ dann verbinden viele damit andere Assoziationen, deshalb sage ich „scheinbar physisch“. Was wir als Materie ansehen, wird sich irgendwann als reine Information herausstellen. Die physikalischen Gesetze nach denen Materie sich verhält, werden sich einfach als die Regeln erweisen, nach denen diese Daten über Materie miteinander interagieren.

Der dritte Grundsatz ist: Unsere Realität ist eine Illusion. Sie ist eine Art Simulation, die als Umfeld dient, um darin unser Bewusstsein weiterzuentwickeln.
 
Der vierte Grundsatz basiert teilweise auf Spekulation, denn einige Bewusstseinsreisende haben dies so erlebt andere eher weniger. Der Grundsatz besagt, dass die wirkliche, tiefere Realität digital ist und aus der Gesamtheit aller in ihr lebenden Bewusstseinseinheiten sowie dem gesamten Realitätsgerüst besteht. Das Realitätsgerüst entspricht unserer erlebten Realität und unsere Realität folgt dem Prinzip kontinuierlicher Weiterentwicklung.

Tom Campbell: Ich würde allen 4 Punkten zustimmen, denn sie geben meine eigenen Ansichten ziemlich genau wieder. Jim hat gesagt, dass die Grundsätze teilweise auf Spekulation basieren und Spekulation bedeutet, dass viel Ungewissheit bezüglich dieser Ideen vorliegt.

Bewusstsein ist nichts Objektives, es ist subjektiv und etwas, das wir erleben, nichts dass wir direkt messen. Unsere akkumulierten Erfahrungen enthalten relativ viel Ungewissheit speziell solange wir noch nicht wirklich viele Erfahrungen gemacht haben. Es liegt viel Ungewissheit bezüglich unserer Bewertung von Bewusstsein vor, solange wir Bewusstsein noch nicht in seinem ursprünglichen Zustand reinen Bewusstseins erlebt haben – im Vergleich zu Bewusstsein, das unsere gesamte Realität als Erfahrungswelt erschaffen hat.

Diese Erfahrungen können aber von jedem Menschen gemacht werden. Sie stehen nicht nur den wenigen Menschen zur Verfügung, die in der Lage sind, ungewöhnliche Dinge mit ihrem Bewusstsein zu vollbringen. Jeder Mensch kann Bewusstsein von innen heraus erleben, damit meine ich, man kann seine Innenwelt erforschen, wodurch die Ungewissheit verringert wird, die dazu führt, dass wir nur Vermutungen über Bewusstsein anstellen können.

Das ist ein Gedanke dazu und der zweite betrifft, dass es sich bei dem worüber Jim und ich sprechen nur um ein Modell handelt. Es ist ein Realitätsmodell genauso wie viele andere der tiefgründigen Ideen aus der Welt der Physik. Physiker sprechen über Quantenmechanik und Relativität als Modell. Das sind alles Modelle. Was aus einem Modell ein gutes Modell macht, ist, dass es alle ungelösten Fragen beantwortet.

Es kann logische Antworten auf alles liefern, was wir erleben. Mit dem Modell von Bewusstsein, das Jim in seinem Buch beschreibt, können wir nicht nur alle objektiven Aspekte unseres Erlebens erklären, sondern – was viel wichtiger ist – auch die subjektiven Aspekte. Die subjektiven Erfahrungen sind viel umfangreicher und sie basieren mit dem digitalen Bewusstseinsmodell nun auch auf einem logischen Fundament.

Dieses Modell nimmt die bisherige Wissenschaft, die nur die objektive Welt und die Logik innerhalb der objektiven Welt berücksichtigt und ergänzt die Logik der subjektiven Welt. Was bedeuten diese Erfahrungen, in welcher Beziehung stehen sie zum großen Ganzen und zur Struktur unserer Realität? Ein Modell ist nur so gut wie seine Fähigkeit Dinge vorherzusagen und bereits gemachte Erfahrung rückblickend zu erklären.

Soweit ich das beurteilen kann, erklärt das digitale Bewusstseinsmodell diese ganzen Dinge. Ich habe viel gesucht und bisher nichts gefunden, das nicht durch dieses Modell erklärt werden kann. Der Materialismus hingegen kann nur eine ganz kleine Untermenge der beobachteten Realität und unseres Erfahrungsschatzes erklären und es gibt ziemlich viel, was der Materialismus nicht erklären kann.


Jim Elvidge: Ich stimme dem vollkommen zu und ich weiß nicht, ob wir da später nochmal drauf zu sprechen kommen, aber es war ziemlich aufwändig, die in meinem Buch präsentierten Mengendiagramme zu erstellen. Die Diagramme zeigen, welche Realitätsmodelle welche Anomalien erklären können. Der Materialismus fällt dabei fast komplett durch, alles was er erklären kann, ist das Verhalten von Materie auf einer bestimmten Realitätsebene.

Tom Campbell: Wir brauchen also gar nicht behaupten, dass das digitale Bewusstseinsmodell richtig und wahr ist, aber wir können behaupten, dass das Modell eine viel bessere Alternative darstellt, im Vergleich zu allen anderen Modellen. Das digitale Modell sagt uns deutlich mehr über die Fakten des Lebens als alle anderen Theorien. Aber man wird das Modell in Zukunft weiterentwickeln und Details hinzufügen. Der wertvolle Beitrag sind die allumfassenden Ideen und Konzepte, die Jim und ich anzubieten haben – und es handelt sich dabei um die bessere Theorie, einfach weil sie mehr der Fragen beantwortet. Selbst die tiefgründigen Fragen.

 

Matrixwissen: Ok, kommen wir zur nächsten Frage: Ein anderes Thema, das Sie im Buch in Kapitel 5 behandeln ist Nick Bostrom‘s Simulationshypothese. Bostrom ist Professor für Philosophie an der Universität von Oxford und er hat drei Antworten auf die Frage geliefert, ob wir alle in einer Computersimulation leben. Können Sie seine 3 Antworten kurz zusammenfassen?

Jim Elvidge: Klar, ich glaube er hat diese Abhandlung im Jahr 1999 publiziert, in der aktuellen Version steht zwar als Publikationsjahr 2003, aber ich erinnere mich daran, davon schon vor 2003 gelesen zu haben, also die Originalversion wurde nochmal überarbeitet.

Bostrom spricht über ein posthumanes Modell - Wir können heute bereits in gewissen Grenzen Realitätssimulationen auf dem Computer erschaffen. Nehmen wir Computerspiele oder auch Simulationen, wo wir uns 3D-Brillen aufsetzen, als Beispiel. Unsere technische Entwicklung erlaubt es uns, diese Dinge zu erschaffen. Wir sind auch in der Lage Erinnerungen von Menschen zu manipulieren. Man hat es geschafft falsche Erinnerungen in den Gehirnen von Mäusen zu speichern, um sie danach entsprechende Versuchsaufgaben lösen zu lassen.

Wenn man diese Technologien gemeinsam mit dem Moor‘schen Gesetz betrachtet, welches besagt, dass unsere technologischen Fähigkeiten sich alle 18 Monate verdoppeln, dann werden wir irgendwann an dem Punkt ankommen, wo wir virtuelle Realitäten erschaffen können, die wir nicht mehr von unserer normalen Realität unterscheiden können, dahingehend wie alles wirkt und dass wir uns nicht mehr an ein „davor“ erinnern können. Ob das noch 20 oder 50 Jahre dauert, macht keinen Unterschied, aber Bostrom nennt diesen Zeitpunkt den posthumanen Zustand. Die Frage ist, sind wir heute vor dem posthumanen Zustand oder sind wir schon mittendrin und Bostrom skizziert 3 wahrscheinliche Szenarien:

  • 1. Wir befinden uns noch dem posthumanen Zustand und gelangen auch nie dorthin, weil sich unsere Zivilisation vorher selbst zerstört.

  • 2. Wir entscheiden uns bewusst dafür, diese virtuelle Realitäts-Technologien nicht weiter zu verfolgen. Diese Option habe ich direkt verworfen, denn wann hat die Menschheit jemals eine neue Technologie bewusst nicht weiter verfolgt, sei es Nano-Technologie, Nukleartechnik oder das Klonen. Die Wahrscheinlichkeit ist extrem gering, dass wir uns sagen, lassen wir das besser mit den lebensechten virtuellen Realitätssimulationen.

  • Und die dritte Option ist: Wir sind mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit bereits selbst in so einer virtuellen Realitätssimulation einfach weil wir Millionen dieser Realitätssimulationen erschaffen hätten und die Wahrscheinlichkeit in einer davon zu leben ist viel höher als die in der einen einzigen echten nicht-virtuellen Realität zu leben.

Bostrom argumentiert also über Logik, dass wir wahrscheinlich in einer virtuellen Realität leben. Ich gehe nicht ganz konform mit dieser Argumentation, denn die ganze Thematik hat sich in der populär Kultur verselbstständigt – etwa durch Kinofilme wie „Matrix“ oder dadurch das Elon Musk ein Anhänger dieser Idee ist und viel darüber spricht.

Dieses Modell impliziert aber, dass es einen Designer unserer Realität gibt, das wären wir in der Zukunft. Eine andere Sichtweise wäre, dass der Designer auch ein Hacker von einem anderen Planet sein könnte, der unser gesamtes Universum erschaffen hat.

Ich gehe mit diesem Ansatz nicht konform, denn er kann eine Vielzahl von Anomalien einfach nicht erklären. Tom hat bereits gesagt, dass eine Theorie Anomalien erklären können müssen und Bostrom‘s posthumanes Modell kann keine Nahtoderfahrungen oder spirituelle Erfahrungen erklären.

Es kann auch keine Vorahnungen oder wissenschaftliche Experimente erklären wie das Delayed-Choice-Quantum-Eraser-Experiment. In dieser Hinsicht macht das Modell keinen Sinn, das heißt nicht, dass es ausgeschlossen ist, dass es zutrifft und es einen externen Designer gibt, aber es ist schon sehr seltsam, dass die ganzen ungewöhnlichen Lebenserfahrungen, die Menschen nun mal haben, von dem Modell nicht wirklich erklärt werden können.

Es ist also ein interessantes logisches Argument, welches nahelegt, dass wir vermutlich in einer Simulation leben. Aber Simulationen können auch auf andere Weise realisiert werden und das „digitale Bewusstseinsmodell“, worüber Tom und ich sprechen, unterscheidet sich von Bostrom‘s posthumanem Modell.

Tom Campbell: Ich stimme all dem zu. Das Modell kann diese Fragen nicht beantworten, wodurch es zu einem schlechteren Modell wird als ein Modell, dass alles andere und zusätzlich auch diese Fragestellung beantworten kann. Deshalb ist es ein unterlegenes Modell und ich halte die Argumentationskette für eher schwach, denn etwas, das so riesig und komplex wie unsere Realität ist, muss einen Zweck verfolgen.

Man erzeugt eine so komplexe Realität nicht mal eben so nebenbei. So eine Realität zu erschaffen bedarf erheblicher Ressourcen, selbst mit Computern, die millionenfach schneller sind als unsere heutigen Computer, wäre das keine triviale Aufgabe. Es ist mit erheblichem Aufwand verbunden - eine so umfangreiche virtuelle Realität bedeutet Milliarden von Entscheidungen und Veränderungen und dazu muss irgendein Zweck verfolgt werden. Das muss ein verdammt guter Grund sein, wieso wir in der Zukunft oder irgendwelche außerirdischen Hacker oder wen man sonst als Designer annimmt, sich so viel Arbeit gemacht haben.

Was hätten sie davon? Wieso würden sie so viele Ressourcen, die man auch anderweitig verwenden könnte, ins Erzeugen dieses Universums stecken? Das einzige Argument, welches ich dazu von der Gruppe um Bostrom gehört habe, ist, naja die sind an unserer Geschichte interessiert und wollen sehen, wie sich ihre eigene Geschichte entwickelt hat.

Das ist ein sehr schwaches Argument und scheint mir wie etwas aus dem Hut zu zaubern wie den Grinch. Das ist aber keine gute logische wissenschaftliche Antwort und eine sehr schwache Erklärung dafür, warum unsere Realität so ist, wie sie ist. Obwohl es nicht unbedingt unmöglich ist, halte ich es für einen sehr unwahrscheinlichen Weg, wieso wir hier sind. Dem ganzen Erklärungsmodell fehlt die Basis bzw. der logische Unterbau, der erklärt, warum es so sein muss.

Wenn man hingegen vom digitalen Bewusstseinsmodell ausgeht, dann kann man mit einem Stückchen ursprünglichen Bewusstseins beginnen und daraus ableiten, wieso das gesamte System genau so ist, wie es ist. Und warum es nicht anders sein kann. Das sind logische Schlussfolgerungen aus der Existenz von Bewusstsein. Aus Bostrom‘s Sicht handelt es sich um Menschen oder irgendwelche anderen Wesen aus der Zukunft, die das alles machen weil... aber danach kommt nicht wirklich viel, was Sinn ergibt.

Wenn eine Theorie auf einer schwachen Annahme basiert, z.B. darauf dass Menschen oder irgendwelche Außerirdischen aus der Zukunft das machen würden, dann ist dies zwar möglich, aber es ist einfach extrem unwahrscheinlich, eben aufgrund der schwachen Annahme.

Jim Elvidge: Ich stimme alle dem zu. Ich liebe virtuelle Realitätstechnik, die man heute kaufen kann, aber ich finde das alles relativ schnell langweilig. So faszinierend es am Anfang ist, nach einer Weile ist man davon gelangweilt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich Menschen in der Zukunft sagen „Lass uns doch mal die Uhr 30 Jahre zurückdrehen“ um dadurch profane Dinge zu erleben wie z.B. den Müll rauszubringen. Das macht für mich einfach keinen Sinn. Aber das ist alles, was sie dazu zu sagen haben.

Tom Campbell: Das macht besonders wenig Sinn, wenn man betrachtet, wieviel Aufwand dies bedeuten würde. Wenn das ohne viel Aufwand machbar wäre, würde es vielleicht jemand mal zu Spaß ausprobieren bis er davon gelangweilt wäre, aber wenn es dabei um etwas geht, das riesige Mengen an Ressourcen verschlingt, dann wäre es deutlich unwahrscheinlicher, dass es überhaupt jemand macht.

Es wäre auch ziemlich langweilig, sich das alles quasi als Programmierer des Ganzen nur anzugucken. Da würde sehr vieles passieren, was nicht wirklich interessant wäre. Von daher denke ich, das Modell basiert auf einer schwachen Annahme und es liefert keine Antworten auf drängende Fragen. Es ist also ein schwaches Modell, das auf vielen spekulativen Aspekten basiert.

Jim Elvidge: Wenn ich darf, würde ich gerne Tom mal eine Frage stellen: Ich wurde kürzlich von jemandem interviewt, der mich etwas zum Konzept eines Gefängnisplaneten gefragt hat. Damit ist gemeint, dass wir alle völlig kontrolliert werden und in einer virtuellen Realität leben, die uns kontrolliert und durch Ablenkung beschäftigt hält.

Das ist wieder so eine Prämisse, die zwar plausibel ist, aber keinerlei Erklärung für Nahtoderfahrungen oder spirituelle Erfahrungen liefert. Wenn ich meditiere, erlebe ich ein extrem positives Gefühl von Verbundenheit mit etwas Höherem. Welchen Sinn würde das machen, quasi durch Meditation aus der Matrix aussteigen zu können, wenn es doch eine so gut kontrollierte Situation ist. Ich weiß nicht, ob Sie schon mal etwas von diesem Konzept gehört haben…

Tom Campbell: Ich habe davon schon länger gehört und es ist eine der Verschwörungstheorien, mit denen ängstliche Menschen alle möglichen Dinge auf eine sehr angsterfüllte Weise erklären. Diese Menschen haben die Idee, dass es eine umfassendere Realität gibt und wir in einer virtuellen Realität leben, genommen und haben den Schöpfer dieser Realität in etwas Böses und Schlechtes verwandelt, das uns ausnutzt.

Das liegt daran, dass sie alles, was sie nicht selber kontrollieren können, als böse, schlecht und sie ausnutzend ansehen. Das ist eine auf Angst zurückzuführende Idee. Sie haben gesagt, es könnte sein, dass es so ist, aber das glaube ich nicht mal. Kurzfristig wäre so etwas zwar denkbar, aber angstbasierte Systeme sind grundsätzlich instabil, sie zerstören sich früher oder später selbst. Das ist eine Folge der Negativität, die in diesen Systemen steckt. Man säht damit die Saat der eigenen Selbstzerstörung. Das ist eine Folge von Negativität. Von daher stufe ich die Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios als so klein ein, dass es nahezu unmöglich ist. Ich denke das ist eher eine alberne Idee, die angsterfüllte Menschen erfunden haben. Ängstliche Menschen tun so etwas und im Internet findet man deshalb Verschwörungstheorien zu so ziemlich jedem erdenklichen Thema.

Es ist auch eine Verschwörungstheorie, dass sich die gesamte Wissenschaft dazu verschworen hat, die minderbemittelten Bevölkerung hinters Licht zu führen und glauben zu lassen, dass die Erde rund ist, wo sie doch in Wirklichkeit flach ist. Das ist eine super Verschwörungstheorie. Die gesamte Wissenschaft hat gemeinsam mit der NASA die arme, dumme Bevölkerung mit dem Globus-Modell der Erde Gehirngewaschen. Aber jetzt kommen endlich Fakten raus, dass die Erde in Wirklichkeit flach ist. Aber auch dabei muss man sich fragen, wieso sollte jemand das versuchen? Warum so viel Aufwand betreiben, um die „Wahrheit“ zu verdrehen?

Wir können alles Mögliche erfinden und diese Ideen gehören zu den Dingen, die weniger Sinn machen als andere Theorien. Sie basieren nur auf den ganzen Ängsten, die in der Welt existieren.


Teil 2 der deutschen Übersetzung des Interviews als Text:

Matrixwissen: Ok dann würde ich gerne zum nächsten Thema übergehen und dabei geht es ums Thema Materie als Information. Können Sie uns eine kurze Zusammenfassung darüber geben, wie sich die Dichte von Materie im Lauf der letzten 200 Jahre nach gängiger Mainstreamwissenschaft verändert hat und welche Schlüsse haben Sie aus diesem Trend über den Aufbau unserer Realität gezogen?

Jim Elvidge: Ich bin froh, dass Sie die Formulierung „nach gänginger Mainstreamstreamwissenschaft“ verwendet haben, denn Materie hat sich vielleicht überhaupt nicht verändert. Aber umso tiefer wir in die Struktur unserer Realität eintauchen, umso mehr entdecken wir. Die alten Griechen hatten bereits die Vorstellung, dass Atome die ultimativen Bausteine von Materie darstellen. Diese Betrachtungsweise, dass alles aus kleinen Billardkugeln besteht, hatte durchs Mittelalter hindurch bis zu John Dalton im 19. Jahrhundert Bestand. Das war die gängige Sichtweise, wie Realität funktioniert. Wenn man einen dichten Materieklumpen hatte, dann waren darin die ganzen Atome eng zusammengepackt - Atom an Atom. Es bestand praktisch alles nur aus Materie, allerdings mit kleinen leeren Zwischenräumen zwischen den einzelnen kugelförmigen Atomen. Also der echte Anteil der Materie lag deshalb bei etwa 70 Prozent.

Dann hat Ernest Rutherford zusammen mit einigen anderen Wissenschaftlern Versuche durchgeführt und dadurch herausgefunden, dass das Atom selbst fast komplett aus leerem Raum besteht. Das Atom besteht aus Protonen und Neutronen im Zentrum und einer Wolke aus Elektronen um den Kern herum. In diesem neuen Modell kamen auf einen Anteil echter Materie 10^15 Anteile, die aus leerem Raum bestanden. 10^15 bedeutet eine Billiarde Anteile leeren Raums, also das Atom besteht fast nur als leerem Raum.

In den 60er Jahren wurde es möglich durch Teilchenbeschleuniger tiefer in die Struktur von Protonen und Neutronen vorzudringen und diese in weitere einzelne Bestandteile (genannt Quarks) zu zerlegen. Dadurch entdeckte man, dass auch Protonen und Neutronen ihrerseits fast nur aus leerem Raum bestehen. Ich verwende hier gerne den Begriff „Zeugs“, wenn ich über den Anteil echter Materie spreche. Also auf einen Anteil „Zeugs“ kamen nach diesen neuen Erkenntnissen nun 10^30 Anteile leeren Raums.

Stringtheoretiker kamen in den 90er Jahren daher und sie haben dafür zwar keine Beweise, aber sie sagen, dass die Quarks wiederum aus vibrierenden Strings bestehen, die einen Durchmesser von einer Plancklänge haben. Wenn man das Stringtheorie-Modell durchrechnet, dann kommen jetzt auf einen Anteil „Zeugs“ 10^52 Anteile von leerem Raum. Bei diesem Trend zu immer mehr leerem Raum kommt man irgendwann zu der Schlussfolgerung, es gibt eigentlich keine Materie.

Umso tiefer wir in die Realität eintauchen, umso dünner wird das Fundament des Materialismus. Nach den Stringtheoretikern basieren die Eigenschaften der aus Strings besteheneden Teilchen auf der Frequenz mit der die Strings schwingen. In dem Fall braucht man aber gar kein „Zeugs“ mehr, alles was man braucht, ist die Schwingungsfrequenz. Die Frequenz bestimmt die Materie.

Menschen tun sich schwer damit, die Idee loszulassen, dass Materie etwas Solides ist, denn wenn sie auf einen Tisch klopfen, dann spüren sie, dass er solide ist. Aber alles, was sie spüren, sind die Kräfte, die zwischen den Molekülen ihrer Fingerknöchel und den Molekülen des Tischs wirken. Aber die Moleküle berühren sich nie, sie tauschen nur Signale aus und diese Signale können auf unterster Ebene digital übertragen werden. Das ist also ein digitales Signal, welches besagt, sie sind auf etwas Solides gestoßen. Es gibt also keine Beweise dafür, dass es überhaupt irgendwelches „Zeugs“ gibt und umso mehr die Zeit voranschreitet, umso weniger bleibt von dem „Zeugs“ übrig.

Die Theorie, die Tom entwickelt hat und die ich selber für richtig halte, ist: Auf unterster Ebene ist alles nur Information. Information entspricht Daten und es gibt keine echtes „Zeugs“. Die Materie und die Kräfte, die zwischen Materieteilchen wirken, werden durch Informationen beschrieben und folgen bestimmten Regeln. Die Regeln beschreiben einfach, wie sich die Materie verhält. So etwas lässt sich relativ leicht über ein programmierbares Realitätsgerüst bzw. Substrat beschreiben.

Tom Campbell: Ich möchte dazu etwas aus einer ganz anderen Perspektive sagen. Die Physik vertritt die Ansicht, dass Realität aus kleinen Teilchen besteht, die sich zu etwas größeren Teilchen zusammensetzen, was sich mehrfach wiederholt bis wir dann bei Dingen der Makrowelt ankommen. Es gibt Quarks, die Protonen und Neutronen bilden, die dann wiederum Atome bilden, die dann Moleküle bilden, die wiederum die Dinge bilden, die wir wirklich sehen und anfassen können.

Dieses Aufbaumodell, in dem kleine Teilchen größere Teilchen bilden, entspricht dem materialistischen Standpunkt. Das bedeutet aber, dass die Makrowelt aus der kleineren Mikrowelt besteht. Man muss dabei also den Makroteilchen dieselben Eigenschaften zuordnen, die man den kleineren Mikroteilchen zugeordnet hat. Wenn man aber sich diese kleinsten Teilchen genauer betrachtet, dann sind das eigentlich alles nur Ideen bzw. Gedankenkonstrukte. Das sind keine wirklichen Teilchen. Lassen Sie mich genauer erklären, wie ich das meine. Wenn Wissenschaftler ein Elektron messen, dann messen sie den Effekt eines Elektrons.

Niemand misst jemals ein Elektron oder ein Quark oder auch ein Atom. Niemand hat diese Teilchen je direkt gemessen, was gemessen wurde sind Auswirkungen oder Wechselwirkungen. Man misst etwas und es scheint so als ob ein Elektron für den Effekt verantwortlich ist.

In den Anfängen des letzten Jahrhunderts hat man Millikan-Tropfen-Experimente durchgeführt. Dabei hat man zum ersten Mal die Ladung eines Elektrons gemessen. Dabei haben sie die Ladung von einem kleiner Öltropfen, der in Wasser nach unten sinkt gemessen, während ein elektrisches Feld darauf wirkt. Durch das Feld wird der Tropfen beschleunigt und bewegt sich entsprechend.

Dann haben Sie definiert, dass das was sie da gemessen haben ein Elektron mit einer Ladung ist. Das bedeutet aber weder, dass sie ein Elektron oder seine Ladung gemessen haben. Es bedeutet nur, dass sie „irgendwas“ gemessen haben und das Ergebnis sieht danach aus als ob da ein Teilchen mit einer Ladung war. Das gilt für alle Teilchen. In Rutherford‘s Experimenten sah es so aus als ob sich Materie im Zentrum befand und von leerem Raum umgeben war.

Das sieht aber nur so aus. Am Anfang waren sich Wissenschaftler noch darüber bewusst, dass es nur eine Theorie war. Es schien so, als ob es da einen Atomkern gab. Irgendwann haben sie aber vergessen, dass das nur eine Theorie war und betrachten Ihre Theorie plötzlich als Tatsache und sehen diese kleinen Teilchen nun als etwas an, das tatsächlich existiert.

Wir haben nie die Teilchen selber gemessen nur ihre Effekte bzw. Auswirkungen. Die Effekte sind real, wir haben sie gemessen. Die Teilchen hingegen sind etwas, das wir erfunden haben, um die gemessenen Effekte zu erklären. Alle Teilchen sind nur Gedankenkonstrukte. Wir haben sie aus dem Hut gezaubert, um die Effekte zu erklären, die wir gemessen haben. Eigentlich könnte man sagen, es gibt keine Teilchen und auch keine Masse. Das sind nur Theorien, die zum Erklären der Effekte da sind.

In der Quantenphysik … naja lassen Sie mich das nochmal anders formulieren. Wenn Sie sich heute mit Teilchenphysikern unterhalten, dann werden die Ihnen sagen, dass sie Elektronen nicht länger als Teilchen mit einer Ladung betrachten. Denn wenn man diese Annahme macht, erhält man nicht die richtige Antwort. Man kann dann nicht das berechnen, was man in einem Teilchenbeschleuniger misst. Der einzige Weg, das gemessene Ergebnis zu berechnen, ist der, anzunehmen, dass ein Elektron ein Punkt ist, der über die Eigenschaften einer Ladung verfügt.

Jetzt sieht man langsam, wie sich alles zusammenfügt. Physiker haben die Idee eines Elektrons als Teilchen erfunden und das hatte natürlich eine bestimmte Masse, so wie jedes Teilchen über eine Masse verfügt. Das entspricht zumindest der Standard-Physik-Theologie. Dann glauben sie, dass es wirklich so ist, obwohl sie es gerade erst als Erklärungsmodell für die Effekte erfunden haben. Wenn sie dann aber Experimente auf einer tieferen Realitätsebene durchführen, auf die man vordringt, wenn man diese Teilchen aufeinander schmettern lässt, dann stellen sie fest, dass das bisherige Modell nicht länger anwendbar ist.

Ein Teilchen als Materieklumpen mit einer Ladung ist Blödsinn. Ein Elektron ist ein Punkt mit den Eigenschaften von Masse und Ladung. Genau so würde man auch ein Elektron in einer Computersimulation modellieren. Es ist ein Punkt mit den Eigenschaften von Masse und Ladung. So modelliert man ein Elektron auf digitalem Weg. Diese Experimente zeigen uns, dass es so aussieht, als ob diese Teilchen existieren und sich entsprechend verhalten.

Es sieht so aus, als ob es einen Atomkern gibt und als ob sich der Atomkern aus Quarks zusammensetzt. Wir erfinden diese Dinge, weil wir etwas gemessen haben und die Teilchen werden zu unserer Theorie, welche die Messergebnisse erklärt. Aber nichts davon ist real. Das ist alles nur Information. Wenn man diese Teilchen jedoch individuell Teilchen für Teilchen genauer analysiert, so wie man das im Teilchenbeschleuniger in Cern gemacht hat, dann stellt man fest, dass die alten Teilchenmodelle nicht länger funktionieren.

Jetzt muss man die Teilchen als Information betrachten und nicht als Materieklumpen mit einer Ladung. Die Ladung ist Information, die Masse ist Information. Deshalb hat die Idee, dass wir in einer Realität leben, die auf Information basiert, enormen Zuwachs in der Welt der Physik erlebt.

Vor 15 Jahren wäre man mit dieser Idee für verrückt erklärt worden. Heute sagen 20-30 Prozent der Physiker, die an größeren Universitäten forschen, dass wir in einer auf Information basierten Realität leben. Das liegt einfach daran, dass sie nur mit diesem Ansatz in der Lage sind, den Ausgang ihrer Physikexperimente richtig vorherzusagen.

Es ist aber nicht so, dass die Physiker plötzlich sagen, das informationsbasierte Realitätsmodell ist ne super Sache und es ist jetzt modern und populär. Es ist keine Modeerscheinung, sondern die Ergebnisse der Experimente zwingen die Physiker zu dieser Schlussfolgerung. Wenn man die Teilchen als etwas mit Masse und Ladung und vielleicht auch Spin betrachtet, dann funktioniert das Erklärungsmodell einfach nicht. Es funktioniert nur, wenn man Teilchen als Information betrachtet.

Das ist vermutlich das die Physik am stärksten verändernde Konzept der vergangenen 100 Jahre. Es ist die große neue Idee, dass Realität auf Information basiert. Die Physiker sagen allerdings nicht, dass Realität auf digitalem Bewusstsein basiert oder dass Bewusstsein dabei dem Ursprung der Information entspricht. Soweit gehen Sie nicht und sie wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen, dass Realität auf Information basiert. Sie wissen, dass es stimmt aber sie wissen nicht, was sie mit dieser Erkenntnis anfangen sollen.

Jim Elvidge: Ich bin froh, dass Sie das Gespräch in diese Richtung gelenkt haben, denn wenn wir die Position von etwas genau wissen wollen, dann beschreiben wir diese Position über eine Wahrscheinlichkeitsfunktion. Das kann eine Funktion sein, wie z.B. eine Gaußsche Glockenkurve. Wahrscheinlichkeitsfunktionen lassen sich in einer berechneten Realität sehr leicht modellieren bzw. umsetzen, aber in einer materialistischen kontinuierlichen Realität gibt es keine sinnvolle Möglichkeit, das zu realisieren.

Ein anderes interessantes Thema sind John Wheeler‘s Experimente mit einzelnen Elektronen, durch die er die von ihm beobachteten quantenmechanischen Anomalien erklären wollte. Irgendwann hat er dabei zum Telefon gegriffen und hat Richard Feynman angerufen und gemeint: „Jetzt hab ich endlich verstanden, wieso alle Elektronen exakt gleich aussehen: Wir leben in einer Welt in der es eigentlich nur ein einziges Elektron gibt“

In gewisser Weise hatte er vermutlich recht, denn wie er schon sagte, ein Elektron ist ein Punkt mit einer Ladung und bestimmten Verhalten. So etwas lässt sich einfach über einen Zustandsautomat modellieren. Es folgt bestimmten Gesetzen und zeigt bestimmtes Verhalten abhängig von bestimmtem Input. Der Zustandsautomat ist immer das selbe Elektron, das einfach immer wieder neu instanziert wird.

Tom Campbell: Genau, es ist kein Wunder, dass es John Archibald Wheeler war, der die Redewendung „It from Bit“ also alles geht auf Bits zurück geprägt hat. Das Universum geht eben auf Bits – also auf Information – zurück. Wheeler war einer der ersten, die verstanden haben, dass wir in einer informationsbasierten Realität leben. Er hat etwas gesagt, das ich sehr interessant finde:

Er meinte: „Als ich jung war, hab ich geglaubt, alles besteht aus Teilchen, dann hab ich eingesehen, dass das unmöglich stimmen kann und dass alles aus Wellen besteht, aber dann hab ich eingesehen, dass auch das unmöglich stimmen kann und dass alles in Wirklichkeit auf Information basiert". Das war die Kompaktzusammenfassung der Lebenseinsichten seiner Karriere. Sie verlief von Teilchen über Wellen zu Information.

Jim Elvidge: John Neumann kam vom Standpunkt, dass alles berechnet wird. Er glaubte, dass die Welt nicht aus Materieteilchen sondern aus Wissensbits besteht, also subjektives bewusstes Wissen. Diese großen Denker kamen vor Jahrzehnten zu diesen Einsichten, aber die Mehrheit der Mainstream-Wissenschaft sträubt sich noch dagegen.


Matrixwissen: Dann gehen wir zu nächsten Frage über: In Kapitel 6 Ihres Buchs berichten Sie über die Forschung von Physikprofessor Anton Zeilinger von der Universität Wien. Er hat durch Versuche gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit für die Existenz einer objektiven Realität bei 1 zu 10^80 liegt. Das ist eine Zahl mit 80 Nullen und extrem unwahrscheinlich. Was können Sie uns zu Zeilinger‘s Forschung sagen?

Jim Elvidge: Das ist nur eins aus einer Reihe von Experimenten, die mit dem Doppelspaltexperiment in Zusammenhang stehen. Dabei schießt man Elektronen oder Photonen durch zwei Schlitze hinter denen sich ein Schirm befindet, auf dem sich entweder ein Interferenzmuster bildet oder eben nicht. Das Doppelspaltexperiment hat so viele Implikationen und hat zu so viel Kopfzerbrechen geführt, dass es wirklich faszinieren ist und viele weitere Experimente angestoßen hat.

Wenn man dabei einen Detektor am Spalt anbringt, der misst durch welchen des zwei Spalte das Elektron geflogen ist, dann verschwindet das Interferenzmuster. Sobald man genau weiß, welchen Weg die Elektronen gewählt haben, gibt es keine Wechselwirkung mehr. Man kennt dann ihre definitive Position. Wenn es hingegen keine Detektoren am Spalt gibt, dann bilden sie ein Interferenzmuster, wie das Wellen tun würden. Damit wären wir wieder bei der Wahrscheinlichkeitsfunktion und der Wahrscheinlichkeit, dass sie sich hier oder dort befinden.

Es wurden viele Versuche dazu durchgeführt und es hat viele Jahre gedauert, bis bestimmte Gedankenexperimente wirklich im Labor durchgeführt werden konnten. Es gibt eine Theorie von John Bell, die besagt, dass diese Quantenanomalien nur eintreten können, wenn eins von drei Dingen zutrifft:

  • Erstens: Es gibt keinen Realismus, sprich es gibt keine objektive Realität.
  • Zweites: Es gibt keine Lokalität, sprich Dinge scheinen schneller als mit Lichtgeschwindigkeit interagieren zu können.
  • Oder drittens: Es gibt keinen freien Willen.

Leute wie Einstein glauben, dass es auf unterster Realitätsebene so etwas wie verborgene Variablen geben muss, die bestimmen, ob ein Teilchen sich auf diese oder jene Weise verhält. Einstein hasste die Idee von Wahrscheinlichkeiten und ist berühmt für seinen Ausspruch „Gott würfelt nicht“.

Einstein und Nathan Rosen entwickelten das Einstein-Rosen-Paradox, das zur Idee der Quantenverschränkung geführt hat. Da steckt viel historische Entwicklung dahinter. Aber basierend auf diesen Theoremen, dem Bell-Theorem oder auch dem Leggett-Theorem – wurde versucht durch neue Experimente immer mehr der Schlupflöcher zu stopfen, die existieren. Einige Leute meinen z.B., dass es ein Samplingproblem gab oder dass es eine Möglichkeit zur Interkommunikation gab oder dass der Detektor die Messung verfälscht hat. Inzwischen ist man sogar so weit, dass man den Detektor hinter den Schirm verlegt hat, um Interaktion des Detektors auf dem Pfad zum Schirm ausschließen zu können. Das nennt sich das Delayed Choice Quantum Erasor-Experiment.

Im Jahr 2007 hat Anton Zeilinger am IQOQI-Institut in Österreich ein Experiment durchgeführt, wo sie endgültig alle Schlupflöcher gleichzeitig gestopft haben. Dadurch wurde praktisch ausgeschlossen, dass verborgene Variablen existieren und sich dahinter eine objektive Realität verbirgt. Seine Schlussfolgerung aus dem Experiment war: Es gibt keine objektive Realität, die festgelegt ist und auf die wir uns verlassen können. Es sagte wörtlich: „Wir müssen die Idee von Realismus in deutlich höherem Maße aufgeben als die meisten Physiker dazu heute bereit sind“.

Zeilinger hat in seiner Versuchsauswertung einen Fehlerbalken von 1 zu 10 noch 80, also eine 1 gefolgt von 80 Nullen. Die meisten Wissenschaftler betrachten bereits ein Experiment mit einem Ergebnis von 1 zu 1000 also mit nur 3 Nullen als starken Beweis für die Richtigkeit ihrer Annahme. Hier sprechen wir von einer Zahl mit 80 Nullen, die dafür spricht, dass die objektive Realität nicht existiert. Das ist ein erstaunliches Ergebnis und es wurde seit dem mehrfach reproduziert auch auf deutlich verbesserte Weise.


Matrixwissen: Ok kommen wir zur nächsten Frage: In Kapitel 8 verwenden Sie die digitale Bewusstseinstheorie, um alle in den vorherigen Kapiteln vorgestellten Anomalien zu erklären. Ich würde gerne speziell auf die Erklärung des Quanten-Zeno-Effekts eingehen. Können Sie uns zunächst erklären, worum es nach gängiger Mainstreamwissenschaft bei diesem Effekt geht und dann darauf eingehen, wie die digitale Bewusstseinstheorie die beobachteten Effekte erklären kann.


Jim Elvidge: Ich würde zur Beantwortung der Frage gerne etwas weiter ausholen, um meine Erklärung herzuleiten. Was würde ich machen, wenn ich eine komplette Realität erzeugen wollen würde. Würde ich jedes Detail der gesamten Realität bis auf subatomare Ebene erzeugen? Quasi jedes Atom erzeugen, dass sich in einem Baum oder einer Kaffeetasse befindet? Nein, das würde ich nicht, denn es wäre extrem ineffizient.

Aus programmiertechnischer Sicht wäre es viel sinnvoller das Prinzip „dynamischer Realitätserzeugung“ anzuwenden. Man erzeugt Realität nur, wenn sie benötigt wird. Das impliziert, dass der zur Realitätserzeugung verwendete Algorithmus effizient arbeitet. Was der Quanten-Zeno-Effekt eigentlich aussagt ist: Wenn man den Zustand eines Systems nur häufig genug misst, ändert es nie seinen Zustand.

Diese Theorie geht bis auf Zeno‘s Paradoxon zurück, das Tom vorhin im Zusammenhang mit den alten Griechen erwähnt hat. Damals hat man sich Gedanken über den Verlauf der Zeit gemacht. Inzwischen ist man in der Lage Versuche durchzuführen, die zeigen, dass man durch ausreichend häufige Messung den Zustand des Systems immer wieder in seinen Ausgangszustand zurückversetzt.

Betrachten wir als Beispiel ein Experiment, dass sich zum Zeitpunkt x im Zustand A befindet und nach 2 Sekunden befindet es sich statistisch betrachtet fast immer im Zustand B. Wenn man aber jede Sekunde eine Messung durchführt, wird der Zustand immer wieder auf den Ursprungszustand zurückgesetzt. Das validiert den Zeno-Effekt, dass ständige Messungen quasi den Zustand einfriert.

Man könnte fragen: Wieso sollte das so sein. Es gibt dabei ein wichtiges Detail zu beachten. Der Quanten-Zeno-Effekt funktioniert nur für Systeme mit Gedächtnis. Ein Beispiel für ein Systen ohne Gedächtnis wäre exponentieller Zerfall. Denn zu jedem Zeitpunkt sieht die Zerfallskurve gleich aus, der Zerfall verläuft immer ähnlich und verfügt über keinen Zustandsspeicher und ist unabhängig von häufig wiederholten Messungen. Wenn hingegen ein System über einen Zustandspeicher verfügt, wo ein Startzustand und Zwischenzustände existieren und gespeichert werden, z.B. wie viel Zeit vergangen ist, seit ein Prozess begonnen hat, dann funktioniert der Quanten-Zeno-Effekt.

Nach meiner Ansicht macht dies in einem digitalen auf Bewusstsein basierten Universum bzw. einer programmierten Realität Sinn, denn man möchte nicht den Zustand so vieler Systeme zwischenspeichern müssen, es ist viel einfacher die Uhr bei jeder Messung in den Anfangszustand zurückzusetzen. Dabei Zwischenzustände zu speichern würde bedeuten, dass sich der Zustandsbaum in alle möglichen Äste verzweigt und so etwas würde man auf jeden Fall verhindern wollen.

Der einfachste Weg die Speicherung von Zwischenzuständen zu vermeiden, ist bei einer Messung das System in den Anfangszustand zurückzuversetzen. Solches Vorgehen impliziert ein Maß an Effizienz des Systems, was wiederum impliziert, dass es programmatischer Natur ist. Dieser Effekt ist sehr ähnlich zu Effekten wie Quantenverschränkung und Quantenanomalien oder dem Beobachtereffekt. Ich habe in den letzten Jahren in meinem Blog Pseudo-Code entwickelt, der über Software diese Effekte modelliert und erklärt. In einem programmatischen Realitätskonstrukt machen diese Dinge einfach Sinn. Wissenschaftler könnten sich das ganze Kopfzerbrechen über diese Effekte ersparen, wenn sie sich nur mal mit informationsbasierten Realitätsmodellen beschäftigen würden.


Tom Campbell: Ok, ich würde das Thema gerne aus einer anderen Perspektive kommentieren. In meinem Realitätsmodell – ähnlich wie bei Jim‘s Modell - geht es nicht um eine deterministische bottom-up Simulation. Mein Modell basiert auf einer wahrscheinlichkeitstheoretischen top-down Simulation. Der Regelsatz nach dem unsere Realität funktioniert ist vermutlich weitgehend deterministisch, aber mit einigen wahrscheinlichkeits-basierten Aspekten, wodurch sie dann wegen der Ungewissheit doch nicht mehr deterministisch ist.

Wenn man in so einer Realität durch eine Messung etwas bisher Unbekanntes misst und dadurch eine neue Information in unsere Realität kommt, dann wird dabei auf die Wahrscheinlichkeitsfunktion der Möglichkeiten zugegriffen. Dabei findet eine zufallsbasierte Auswahl einer dieser Möglichkeiten statt, wodurch das Ergebnis der Messung bestimmt wird.

Wenn ein Astrophysiker mit einem neuen Teleskop Bereiche erkundet, die noch nie jemand vorher gesehen hat, dann gibt es vielleicht 10.000 Möglichkeiten, was er dort stehen könnte, ohne dass dadurch zu Konflikten mit bereits vorhandenem Wissen kommt. Da sich alles an die geltenden physikalischen Gesetze halten muss, müssen dabei Beschränkung durch bisheriges Wissen berücksichtigt werden. Aber es bestehen viele Möglichkeiten dazu, was man sieht und die werden über eine Wahrscheinlichkeitsfunktion beschrieben. Dann wird per Zufall eine dieser Möglichkeiten ausgewählt und die sieht dann der Astrophysiker.

Beim Zeno-Effekt hat man zum Beispiel ein Atom, das seinen Zustand verändert. Nehmen wir dabei an, dass jede Minuten irgendein Teilchen oder eine Welle von dem Atom emittiert wird z.B. Strahlung. Wenn man dann alle 5 Minuten misst, wird man fast jedes Mal eine Veränderung feststellen. Auch wenn man nach einer Minute misst, hat es sich meistens verändert, aber wir reden hier eben nur über statistische und keine absoluten Werte, denn ich versuche diese Zusammenhänge stark verkürzt zu erklären. Wenn man hingegen jede Sekunde misst, dann verhindert man dadurch, dass das Teilchen jemals seine Ladung ändert. Denn bei jeder Messung kehrt man zur gleichen Wahrscheinlichkeitsverteilung zurück, die alle Wahrscheinlichkeiten beinhaltet und sich nicht verändert.

Das sind einfach alle Ergebnismöglichkeiten und man wählt eine davon zufällig aus. Wenn man dann im Sekundenabstand neue Zustandsabfragen stellt, wird man dabei praktisch immer dasselbe Ergebnis vorfinden, denn jedes mal wird dieselbe Anfrage mit denselben Wahrscheinlichkeiten gestellt. Die Zufallsabfrage kann nur im gewählten Zeitfenster variieren, denn Teilchen werden nicht immer exakt nach einer Minute emittiert. Die Minute stellt nur den Mittelwert da und der tatsächliche Wert liegt leicht darüber oder darunter. Man wird also Schwankungen um diesen Mittelwert beobachten, aber nur im Rahmen der Zufallsvariationsmöglichkeiten. Da nur zwei Zustände möglich sind, kann es sich im Zustand A oder B befinden.

Es liegt eine binäre Verteilungsfunktion vor, A oder B. Es gibt nur diese beiden Möglichkeiten. Wenn bei der Verteilungsfunktion durch die häufige Messwiederholung nie genug Zeit vergeht, dass sie sich von A nach B verändern konnte, dann ist das Ergebnis immer A. Wenn man zu schnell hintereinander misst, wird es eine einheitliche Verteilung sein, und man wird jedes mal A als Antwort erhalten. B zu messen ist nach einer Sekunde noch nicht möglich, weil noch nicht genug Zeit verstrichen ist, um B als Ergebnis zu ermöglichen.   Nach einer Sekunde liegt die Wahrscheinlichkeit für B bei 10^-20 also extrem unwahrscheinlich und auf diesem Mechanismus basiert der Zeno-Effekt.

Der selbe Mechanismus kann auch andere quantenmechanische Paradoxien wie das Messproblem erklären, alles lässt sich nach demselben Prinzip erklären. Das funktioniert nicht nur mit Teilchen sondern auch in der Makrowelt. Worüber sich auch viele ungewöhnliche Effekte der Makrowelt erklären lassen. Auf diese Weise führt unser Realitätssystem Messungen von Dingen durch, für die viel Ungewissheit vorliegt. Alle Möglichkeiten, welche durch die Ungewissheit denkbar sind, können ausgewählt werden, aber die Wahrscheinlichkeiten legen fest, welche Möglichkeit am wahrscheinlichsten ausgewählt wird. Das ist der Mechanismus, nach dem das Realitätssystem das Ergebnis von jeder unserer Messungen festlegt, wodurch das Messproblem gelöst ist.

Matrixwissen: Ok ich habe eine kurze Frage und zwar schreiben Sie in Kapitel 6 über Schleimpilz – das ist ein einzelliger Organismus mit ungewöhnlicher Intelligenz. Können Sie kurz über die Fähigkeiten dieses Schleimpilzes berichten und wie würden Sie diese Fähigkeiten im Vergleich zur Mainstreamwissenschaft erklären?


Jim Elvidge: Es gibt einiges an Forschung zu Schleimpilzen. Das sind ganz einfache Organismen ohne zentrales Nervensystem und ohne die Möglichkeit Erinnerungen zu speichern. Trotzdem zeigt der Schleimpilz erlerntes Verhalten. Bei einigen der Experimente sollte sich der Schleimpilz ausbreiten und wurde an bestimmten Stellen durch Hindernisse bzw. durch Stoffe, die negativ auf den Pilz wirken, an der Ausbreitung gehindert. Nach mehreren Wiederholungen des Versuchs, lernte der Schleimpilz mit der Zeit sich erst gar nicht in Richtung des Hindernisses auszubreiten.

Das hat viele Wissenschaftler verblüfft, denn sie gehen eben davon aus, dass der Pilz über keinerlei Bewusstsein oder die Fähigkeit Erinnerungen zu speichern verfügt. Das Problem dabei ist die Annahme, dass ein Organismus über ein voll ausgebildetes Nervensystem verfügen muss, um sich so zu verhalten. Wenn man aber mal genau analysiert, welche Fähigkeiten der Schleimpilz wirklich dazu benötigt, dann ist das nur Fähigkeit Hindernisse zu bemerken, denen er aus dem Weg gehen möchte. Dies zu verarbeiten, kann hingegen auf einer anderen Realitätsebene erfolgen.

Ein Teil von Tom‘s und meinem Modell ist die Annahme, dass Bewusstsein sich auf einer anderen Ebene - also außerhalb der physischen Realität – befindet. Wir befinden uns in dieser physischen Realität, aber unser Bewusstsein befindet sich nicht hier oben in unserem Kopf. Wir verfügen über eine Avatarvorlage für unser Gehirn, welche es uns ermöglicht bestimmte Dinge einfacher machen zu können. Eine Analogie, die ich dazu gerne heranziehe, ist: Wir befinden uns in einem virtuellen Computerspiel und unser Avatar versucht darin, einen Stein zu bewegen. Vielleicht gibt es eine bestimmte Tastenkombination mit der man dafür sorgen kann, dass wir nach dem Stein treten und sich der Stein basierend auf den physikalischen Gesetzen von unserem Avatar weg bewegt und irgendwo landet. Wenn der Avatar allerdings über einen Arm verfügen würde, mit dem er den Stein greifen kann, dann verfügt er über deutlich bessere Möglichkeiten, den Stein gezielt mit einer bestimmten Geschwindigkeit in eine ganz bestimmte Richtung zu werfen.

Das Konzept einer Vorlage, welche die physischen Eigenschaften unseres Avatars beschreibt, macht deshalb Sinn. Auch die Avatarvorlage unseres Gehirns ist eben nur Teil der virtuellen Realität. Der Schleimpilz benötigt also kein Gehirn bzw Nervensystem. Die bewussten Entscheidungen können auf einer anderen Ebene getroffen werden. Der Pilz muss nur mit seinem Umfeld interagieren können.

Das selbe gilt für Forschung zum Bewusstsein von Pflanzen. Diese Ergebnisse verblüffen ebenfalls die Wissenschaft, aber über den Mechanismus eines unabhängig vom Physischen existierenden Bewusstsein, kann man diese Beobachtungen erklären. Für mich ist das ein Beispiel, das gut ins digitale Bewusstseinsmodell passt, aber es passt überhaupt nicht zum deterministischen Materialismus.


Tom Campbell: Ich habe dazu nur eine Anmerkung: Die Funktion unseres physischen Körpers und unseres Gehirns liegt darin, die Beschränkungen festzulegen, was unser Bewusstsein mit unserem Avatar tun kann. Das ist die Aufgabe unseres Körpers. Es gibt diesen Regelsatz – primär meine ich damit die physikalischen Gesetze - nach dem sich untere physische Realität entwickelt hat und der Körper repräsentiert diesen Regelsatz, der fest legt, was möglich und was unmöglich ist.

Der Regelsatz legt Beschränkungen fest, was Bewusstsein mit unserem Körper bzw. Avatar oder auch mit dem Schleimpilz tun kann. Der Körper ist nur der Avatar, er trifft keine Entscheidungen. Die Entscheidungen werden – wie Jim bereits gesagt hat – auf einer anderen Realitätsebene getroffen. Das ist eine Grundeigenschaft virtueller Realitäten: Der Entscheider befindet sich immer außerhalb der erzeugten virtuellen Realität.


Jim Elvidge: Für mich sind dies echt gute Beweise, die für ein virtuelles Realitätsmodell sprechen.


Matrixwissen: In Kapitel 8 schreiben Sie auch über die Vorteile von Meditation und Intuition. Ich fand dabei insbesondere Ihre Aussage interessant, dass sie unser Unterbewusstsein als Portal zum größere Bewusstseinssystem ansehen. Können Sie diese Aussage mal etwas ausführlicher erklären.


Jim Elvidge: Ja klar. Wir betrachten unseren bewussten Verstand als den Teil von uns, der permanent mit Eindrücken bombardiert wird: Alltagsaktivitäten verarbeiten, erinnern, was andere gesagt haben oder rekapitulieren, was alles passiert ist. Wir leben hier in einem Lernumfeld. Tom nennt es das virtuelle Realitäts-Lernlabor, ich nenne es in meinem Buch nur Realitäts-Lernlabor. In diesem Lernumfeld entsprechen diese Aktivitäten dem Prozess, durch den wir lernen.

Wir lernen durch Interaktion mit anderen Menschen, durchs Problemlösen und durch unterschiedliche subjektive Erfahrungen. Wir nehmen das alles so ernst, weil die gesamte Realität uns real und solide erscheint und weil es dabei einen Konsens mit der von anderen Menschen erlebten Realität gibt. Aber es gibt da draußen auch eine tiefere, wirklichere Realität. Das ist ein anderer Ort, aber wie gelangt man dort hin? Ein Weg besteht darin, das mentale Geplapper in unserem Verstand loszuwerden, mit dem wir in dieser virtuellen – scheinbar physischen - Realität konfrontiert sind.

Meditation ist einfach ein Werkzeug, um den Verstand zur Ruhe zu bringen. Dadurch verschiebt sich unser Fokus bzw. unsere Aufmerksamkeit auf die Ebene der umfassenderen Realität, die ich „Alles was ist“ nenne, Tom nennt es glaube ich nicht-physische Realität. Meditation ermöglicht es uns, unsere Aufmerksamkeit von der scheinbar physischen virtuellen Realität in einen anderen Bereich zu verlagern. Das ermöglicht uns Erfahrungen, die sonst unmöglich wären und darin sehe ich den Wert der Meditation.

Tom Campbell: Ich verwende zwar etwas andere Metaphern, aber die dahinterstehende Idee ist die selbe: Ich spreche von der Ebene des Intellekts und von der Seinsebene. Auf der Ebene des Intellekts werden Entscheidungen getroffen. Das ist unser lokales Bewusstsein bzw. was wir als unser persönliches Bewusstsein und unseren Intellekt ansehen, aber es gibt noch einen anderen Bewusstseinsaspekt, der dafür steht, wer bzw. was die Person ist. Das ist die Seinsebene, die Essenz, die Bewusstseinsqualität und etwas völlig anderes als die Ebene des Intellekts. Die intellektuelle Ebene ist oft mit dem Ego, unseren Überzeugungen und anderen dysfunktionalen Aspekten beschäftigt. Auch auf den Seinsebene kann man Überzeugungen und Ängste haben, aber die sind einfach da.    

Man könnte sagen, beide Ebenen sind zwar kognitiv, aber die eine ist eher analytisch und beurteilend während die andere eher fühlend und intuitiv ist. Jeder Mensch verfügt also über zwei Aspekte und Jim und ich sehen, das im Grunde sehr ähnlich. Unsere Verbindung zur umfassenderen Realität und die Möglichkeit aus dieser virtuelle Realität auszusteigen, muss beides von dieser intuitiven Seinsebene ausgehen.

Aber man kann auf der Seinsebene auch denken. Es ist nicht so, dass alles Denken ausschließlich im Intellekt stattfindet. Die Seinsebene hat auch kognitive Fähigkeiten aber diese Fähigkeiten liegen im intuitiven Bereich und können uns eine Richtung vorgeben, sie treffen jedoch keine Urteile und analysieren nicht. Das sind zwei unterschiedliche Aspekts des Modells unseres Verstandes. Mein Modell unterscheidet sich dabei von dem von Freud, aber die Unterschiede zu erklären, würde an dieser Stelle zu weit führen, deshalb lasse ich das mal.


Jim Elvidge: Ich stimme Tom voll zu: Modelle sind eben nur Modelle. Sie sind Wege über Realität zu sprechen. In meinem neuen Buch wollte ich ein visuelles Modell entwickeln, das wirklich einfach ist. Die Realität könnte in Wirklichkeit viel komplexer sein als mein Modell, aber die Grundidee meines Modells ist: Bewusstsein befindet sich auf einer höheren Realitätsebene, dem was ich „Alles was ist“ nenne.

Dabei gibt es unterschiedliche Datenspeicher. Einer davon enthält alles, worum sich unser Alltagsleben dreht. Ein anderer Speicher umfasst unsere Werte, über die Tom gesprochen hat. Dieser zweite Speicher ist dauerhafter als der erste. Wenn wir reinkarnieren wird der Alltagsleben-Speicher gelöscht, aber es gibt einzelne Menschen, die trotzdem Zugriff auf diese Erinnerungen aus früheren Leben bekommen können. Im Normalfall erinnern wir uns aber nicht mehr an diese Details aus unseren früheren Leben.

Wir können später nochmal aufs Thema Reinkarnation eingehen, aber auch dafür gibt es relativ gute Beweise. Wenn man zahlreiche Reinkarnationszyklen durchlaufen hat und immer in neue Körper bzw. Avatarvorlagen inkarniert, dann bleiben dabei unsere Wertevorstellungen aus früheren Leben erhalten.

Für mich liegt genau darin die Erklärung für bestimmte Persönlichkeitseigenschaften, die in Versuchen weder durch Genetik oder Umwelteinflüsse erklärt werden konnten. Man hat beispielsweise Versuche mit eineiigen sowie zweieiigen Zwillingen durchgeführt als auch mit völlig Fremden, die nur im selben Umfeld aufgewachsen sind, wie z.B. Adoptivkinder. Darüber wollte man herausfinden, welche Eigenschaften sich auf welche Ursachen zurückführen lassen. Beispielsweise die Neigung ein Verbrechen zu begehen oder die Neigung extrovertiert oder introvertiert zu sein.

Durch die Experimente ließen sich einige Eigenschaften relativ eindeutig auf Genetik zurückführen, da reden wir von der Avatarvorlage, die Tom erwähnt hat. Sie legt die Beschränkungen fest, die uns bestimmte Fähigkeiten ermöglichen oder eben nicht. Andere Eigenschaften lassen sich auf die Umwelt zurückführen, aber es gibt auch Eigenschaften, die weder mit der Genetik noch mit der Umwelt korrelieren. Es kommt immer wieder vor, dass eineiige Zwillinge völlig unterschiedliche Eigenschaften an den Tag legen. Das betrifft die Neigung, ein Verbrechen zu begehen oder die sexuelle Orientierung. Wie erklärt man das? Sie sind im selben Umfeld aufgewachsen und haben praktisch identische Gene, aber es gibt da eben diesen dritten Faktor der Datenbank, die Erfahrungen aus vielen früheren Leben beinhaltet und die sich in jedem neuen Leben auf die Entwicklung unserer Wertevorstellungen auswirkt.

Diese Versuchsergebnisse zeigen einfach, dass es noch etwas anderes als Gene und Umwelteinflüsse gibt, worüber sich erklären lässt, warum Menschen bestimmtes Verhalten an den Tag legen und wie sie Entscheidungen treffen.


Teil 3 der deutschen Übersetzung des Interviews als Text:

Matrixwissen: Die bisherigen Fragen haben sich alle auf Jim‘s neues Buch bezogen, jetzt möchte ich den Fokus etwas erweitern und allgemeinere Fragen stellen:

Könnte die Erkenntnis der Teilnehmer einer simulierten, virtuellen Realität, dass die von ihnen bewohnte Realität virtueller Natur ist, ein fundamentaler Teil des Evolutionsprozesses sein oder wird diese Erkenntnis stets eine schräge Einsicht, einiger weniger bleiben und nie ins Bewusstsein der Gesamtbevölkerung vordringen, weil dies negative Auswirkungen auf die Lernerfahrungen haben könnte, zu deren Zweck die gesamte Simulation erschaffen wurde.

Tom Campbell: Ist die Frage an uns beide gerichtet, oder soll Jim anfangen?

Jim Elvidge: Fangen Sie doch mal an, wenn Sie möchten, Tom.

Tom Campbell: Ok, ich denke zunächst trifft die zweitgenannte Option zu, aber langfristig läuft es auf die erste Option hinaus. In einer frühe Stufe der Evolution schützt uns das größere Bewusstseinssystem in gewisser Weise vor Fakten und Informationen, die außerhalb dessen liegen, womit wir auf sinnvolle Weise umgehen können. Es ist nicht gut mehr zu wissen, als man sinnvoll und auf positive Weise verarbeiten kann. Deshalb tendiert das größere Bewusstseinssystem dazu, unser Wissen zu limitieren, denn man möchte ja nicht das Pferd von hinten aufzäumen.

Aber auf fundamentalerer Ebene trifft die erste Option zu: Langfristig ist vorgesehen, dass wir uns über die virtuelle Natur unserer Realität bewusst werden. Wir sollen erkennen, dass es eine fundamentalere Realität als uns und unsere physische Realität gibt. Dieser fundamentalere Realitätsaspekt ist Bewusstsein. Wir entwickeln uns in diese Richtung. Die Evolution wird dafür sorgen, dass die breite Mehrheit irgendwann zu dieser Einsicht gelangt.

Diese Einsicht wird es uns ermöglichen, friedlich zusammen zu leben und für andere Menschen zu sorgen, denn das entspricht der Natur unserer Realität. Irgendwann werden wir also aufwachen und es ist Teil des Evolutionsprozesses, dieses Aufwachen zu lernen. Aber wir brauchen nicht aufwachen, bevor wir dafür bereit sind. Wenn man noch nicht bereit ist aufzuwachen und dann trotzdem aufwacht, ist das meistens keine so profitable Erfahrung, sondern führt eher dazu, dass sich unser Ego dadurch aufplustert, dass wir neue Glaubenssätze entwickeln und eine Reihe anderer Dinge, die dysfunktionell sind.

Also ich glaube, dass das größere Bewusstseinssystem ein starkes Interesse daran hat, dass wir aufwachen, wenn wir denn reif dafür sind und das System hilft uns dabei, indem es uns Erfahrungen machen lässt, die uns in unserem Aufwachprozess helfen und größere Zusammenhänge erkennen lassen. Wir entwickeln uns also in diese Richtung und irgendwann wird auch die breite Masse der Bevölkerung zu dieser Einsicht gelangen. Aber im Moment sind wir einfach noch nicht bereit dafür.

Einige Menschen sind aber schon so weit und haben verstanden, was läuft, sie haben die größeren Zusammenhänge verstanden und können auch gut in diesen neuen Einsichten umgehen und sie in ihre Leben integrieren. Es wird aber in naher Zukunft kein Mainstream-Phänomen werden, dafür muss die Menschheit erst noch etwas erwachsener werden und einige Ängste überwinden. Das ist einfach die Voraussetzung, um mit dieser Einsicht profitabel umgehen zu können. Es ist also beides. Das Letztgenannte zuerst und dann das Erstgenannte.


Jim Elvidge: Ich stimme Tom‘s Sichtweise voll zu. Ich denke, unser Realitätssystem zeigt uns immer genau das, was wir benötigen, um den nächsten Entwicklungschritt machen zu können, wenn man eben für bereit ist. Ich habe schon so oft gehört, wie andere Menschen ähnliche Aussagen gemacht haben. Nach dem Motto: Wenn sie eine Erfahrung machen, die außerhalb des materialistischen Paradigmas liegt, dann öffnen sich die Schleusen für immer mehr solcher ungewöhnlicher Erfahrungen.

Für mich macht es einfach Sinn, dass man mit bestimmten Prüfungen konfrontiert wird und wenn man so eine Prüfung erfolgreich besteht und durch die Erfahrung nicht auf einen Egotrip abrutscht, dann ist man bereit für den nächsten Entwicklungsschritt und kann sich auf diese Weise immer weiter entwickeln. Für mich scheinen diese schrittweisen Einsichten Teil eines evolutionären Prozesses zu sein.


Tom Campbell: Man nimmt eben keine Drittklässler und steckt sie in einen Erstsemesterkurs an der Universität. Wenn man Menschen mit Dingen konfrontiert, die ihr bisheriges Wissen und Verständnis deutlich übersteigen, dann wird das nicht gut ausgehen, weder für diese Menschen noch für das gesamte Realitätssystem. Das meinen wir, wenn wir sagen, man muss „bereit“ dafür sein. Es gibt keine geheime Abkürzung, um möglichst schnell „bereit“ zu werden, sondern es geht einfach um schrittweise Weiterentwicklung und profitablen Umgang mit allen Informationen, über die man verfügt.

Das ist ein Wachstumsprozess, es geht ums erwachsen werden und mit jeder weiteren Stufe, die man dabei erreicht, kann man immer mehr neues Wissen integrieren. Nach meiner Ansicht gibt es dabei keine Begrenzung und man kann immer mehr und mehr lernen und verstehen. Es gibt also nicht die, die „fertig“ sind und die, die „Anfänger“ sind. Wir sind alle hier, um zu lernen. Wir sitzen alle in einem Boot und jeder macht dabei das beste, was ihm aufgrund seiner Situation möglich ist. Wir versuchen alle zu wachsen und uns zu verbessern.


Matrixwissen: Die nächste Frage ist wieder eine für Jim: In ihrem Buch in Kapitel 2 geben Sie einige Beispiele für das „30-Jahre-bis-zur-Akzeptanz“-Syndrom. Damit meinen Sie die Zeit, die es in der Wissenschaftsgemeinde dauert, bis man sich dort mit den Ergebnissen von radikal neuen Experimenten angefreundet hat. Die meisten genannten Beispiele sind so zwischen 50 und 150 Jahre alt. Tom arbeitet zur Zeit an einer Reihe von Experimenten, um dadurch die virtuelle Natur unserer Realität nachzuweisen. Gehen wir mal temporär davon aus, dass zumindest einige der von ihm vorgeschlagenen Experimente die ungewöhnlichen Ergebnisse zeigen, die Tom erwartet.

Könnte es dabei diesmal schneller gehen, weil das Internet als Beschleunigungsfaktor wirkt und sich die Botschaft dadurch schneller verbreitet oder wird Tom wirklich bis zu seinem 100. Geburtstag warten müssen, bis die Ergebnisse seiner Experimente ernst genommen werden?


Jim Elvidge: Die Uhr hat ja nicht mit Tom‘s Ankündigung seiner Experimente begonnen loszulaufen, denn sie läuft schon etwas länger. Es gibt dabei auch nicht nur die zwei binäre Zustände des bevor es alle glauben und dem danach. Ich habe in meinem Buch den Fall von Georg Ohm beschrieben. Nachdem er das Ohm‘sche Gesetz entwickelt hatte, galt er zunächst als Scharlatan. Es hat 30 Jahre gedauert, bis er endlich ernst genommen wurde. Einige der ersten Theorien zu Höhlenmalereien in Frankreich und Spanien, die besagten, dass diese Malereien deutlich älter seien als es die damalige Mainstream-Archäologie erlaubte, wurden auch zunächst als ketzerisch eingestuft.

Jedes Mal, wenn so eine neue Idee daher kommt, die dem Fundament gängiger Mainstreamwissenschaft widerspricht, dann scheint es immer so um die 30 Jahre zu dauern, bis sie angenommen wird. Das könnte einfach daran liegen, dass die Karriere von Wissenschaftler, deren Ansehen auf dem bisherigen Fundament der Wissenschaft basiert, in der Regel so um die 30 Jahre dauert. Wenn diese alten Wissenschaftler abtreten, rücken neue Wissenschaftler nach, die offener für diese neue Ideen sind. Tom hat vorhin erwähnt, dass immer mehr Physiker an Universitäten das informationsbasierte Realitätsmodell akzeptieren. Das ist eine langsame aber stetige Entwicklung, die in Richtung der Akzeptanz eines digitalen Bewusstseinsmodells und der MyBigTOE-Theorie läuft.

Was den Start der Uhr für Tom‘s Experimente angeht: Diese neuen Ideen sind bereits seit Anfang des neuen Jahrtausends im Umlauf. Mein erstes Buch dazu habe ich von 2005 bis 2007 geschrieben, Tom‘s Buch ist 2003/2004 erschienen. Es gibt ein weiteres Buch dazu von Steven Kaufman.

Wir reden hier über 20 oder 30 Jahre bis solche neuen Konzepte besser vom Mainstream absorbiert werden. Ich denke, Tom‘s Experimente werden dazu beitragen, diese Ideen besser zu verbreiten und gleichzeitig einige Detailfragen zu klären, die in diesem Bereich zur Zeit noch unklar sind. Eine diese offenen Frage wäre: Ist das Bewusstsein eines Menschen notwendig, um die Instanzierung einer Realität auszulösen oder reicht es bereits aus, dass das Experiment durchgeführt und aufgezeichnet wird. Das sind zwei ganz unterschiedliche Dinge und Tom‘s Experimente werden darauf eine Antwort liefern. Das wird echt spannend und egal wie es ausgeht, ist es Teil der Philosophie die von Tom und mir vertreten wird.


Tom Campbell: Ein Konzept, das bei der Beantwortung dieser Frage hilft, ist: Umso mehr man weiß, umso leichter fällt es einem noch mehr Wissen zu integrieren. Lernen ist ein akkumulativer Prozess. Ein Aspekt baut auf einem anderen auf. Umso mehr man weiß, umso leichter kann man Neues lernen. Das Prozess startet sehr langsam aber nimmt zunehmend Geschwindigkeit auf.

Durch das Internet stehen uns heute so viel Informationen zur Verfügung. Diese riesige Wissens-Bibliothek des Internet ist nur einen Tastendruck entfernt. Für das, was wir heute in einem Tag über das Internet herausfinden können, wäre früher ein ganzer Monat akribischer Nachforschung in Bibliotheken notwendig gewesen. Heute können wir das einfach googlen und Google sucht uns die ganzen Informationen aus tausenden von Bibliotheken zusammen und sortiert die Suchergebnisse für uns.

Ich denke also, dass wir zunehmend mehr Dinge herausfinden und sich dieser Prozess beschleunigt. Man muss sich dazu nur mal die Technologieentwicklung und die neusten Erfindungen anschauen. Am Anfang der Geschichte gab es vielleicht eine bahnbrechende Erfindung pro Jahrhundert, dann jedes Jahrzehnt und wo stehen wir heute? Vermutlich bei Dutzenden dieser Erfindungen pro Jahrzehnt. Die Technologieentwicklung beschleunigt sich aus dem selben Grund: Umso mehr man weiß, umso leichter lernt man Neues dazu.

Umso mehr Technologie es gibt, umso schneller werden wir noch bessere Technologie erschaffen. Ich denke wir stehen erst am Anfang dieses Beschleunigungsprozesses. Aber es wird wohl immer noch 30 Jahre dauern, bis ein neues bahnbrechendes Konzept in den Mainstream Einzug hält. 30 Jahre scheint mir eine passende Zahl zu sein. Wenn mich wer danach fragt, wie lange es dauern wird, antworte ich meistens „wenigstens einige Jahrzehnte“. Von daher klingen 30 Jahre nach einer passenden runden Zahl dafür, wie lange es dauert, bis eine Idee in den Mainstream vordringt.

Ich denke, solange wird es dauern, aber ich glaube diese Zeitdauer verkürzt sich. In 30 Jahren wird es noch schneller gehen als heute. Heute geht es auf jeden Fall schneller, als es vor 100 Jahren gegangen wäre. Die Zeitdauer verkürzt sich also, aber um die breite Masse zu bewegen, muss man erstmal die Masseträgheit überwinden. Dazu ist entweder kurzfristig extrem viel Kraft notwendig oder es dauert eben länger. Eins dieser beiden ist erforderlich oder eben beides.


Jim Elvidge: Ich bin mir nicht so sicher, ob sich diese Entwicklung wirklich beschleunigt, denn mir liegen dazu zu wenige Daten vor. Aber ein Beispiel ist das Thema Kalte Fusion. Bei Kalter Fusion geht es um die ungewöhnliche Erzeugung von Wärme und Isotopen in einem Umfeld, wo keine extreme Hitze vorherrscht. Um das Jahr 1991 haben Fleischmann und Pons eine Studie über ihre Versuche dazu veröffentlicht. Danach wurden sie Scharlatane genannt, einer oder beide haben ihren Lehrstuhl verlassen und sie sind nach Süd-Frankreich gezogen. Zehn Jahre später gibt es Bücher in denen man sich mit Kalte-Fusions-Witzen über die beiden lustig macht. Weitere 10 Jahre später beginnen Toyota, MIT, das Verteidigungsministerium und einige andere Institutionen erneut mit Experimenten dazu aber unter anderem Namen.

Statt Kalte Fusion heißt das Ganze jetzt Kernreaktionen bei niedriger Energie. Das ist ein Weg einem Thema mehr Akzeptanz zu verschaffen, man gibt dem Ganzen einfach einen neuen Namen. Es kam häufiger vor, dass Dinge unter neuen Namen wieder auftauchen. Im Jahr 2012 gab es ein Kolloquium, wo Vertreter von CERN sagten, dass das Thema besser erforscht werden muss. Bis 2012 waren etwas über 20 Jahre vergangen und wir sind immer noch nicht ganz bei allgemeiner Akzeptanz angekommen.

Trotz des Internets und der Geschwindigkeit mit der wir Neues lernen, liegt das wohl einfach an unserer menschlichen Natur, jeglicher Veränderung mit Widerstand zu begegnen.


Matrixwissen: Ok jetzt habe ich eine Frage zu einem hypothetischen Szenario und das ist eine Frage für Tom: Nehmen wir an, eine virtuelle Realität wie die unsere kommt an einen Punkt ihrer Entwicklung, wo es Milliarden individueller Bewusstseinseinheiten gibt, aber nur etwa 5 bis 10 Prozent davon befinden sich auf einem Entwicklungsstand, der Frieden und Freiheit favorisiert. Die breite Mehrheit hingegen befindet sich immer noch in einer Mentalität von Krieg und Kontrolle. Nehmen wir auch mal an, die Geschichte würde sich in Richtung eines globalen Krieges entwickeln, weil die Mehrheit der Meinung ist, dass „die anderen“ etwas besitzen oder ihnen etwas weggenommen haben. Da dies eigentlich ihnen gehört, sieht die Mehrheit Krieg als den besten Weg an, es sich zurück zu holen.

Wäre es in so einer Situation möglich, dass das größere Bewusstseinssystem eine Aufspaltung der gesamten Realität in zwei parallele Realitäten zulässt. In Realität A läuft alles nach dem Willen der Mehrheit und die friedliche Minderheit gerät dabei unter die Räder. In Realität B hingegen stellt sich das Bewusstseinssystem auf die Seite der 5 bis 10 Prozent und hilft ihnen dabei, einigermaßen unbeschadet zu überleben, während sich die gewalttätige Mehrheit selbst auslöscht.

So eine Aufspaltung in zwei Realitäten würde bedeutet, dass jede Bewusstseinseinheit mit freiem Willen sich entscheiden müsste, in welcher der beiden Realitäten sie in Zukunft weiterspielen möchte. In der anderen Realität würde dieser Avatar dann einfach als NPC also als vom größeren Bewusstseinssystem gesteuerte Spielfigur weiter existieren.

Würden Sie so ein Szenario einer Realitätsaufspaltung als Werkzeug sehen, dass vom größeren Bewusstseinssystem genutzt wird? Hat es dieses Werkzeug vielleicht in der Vergangenheit bereits eingesetzt?


Tom Campbell: Nun, wenn wir von der Annahme ausgehen, dass das größere Bewusstseinssystem ein digitales Realitätssystem ist und wir in einer virtuellen Realität leben, dann würde ich basierend auf dem Wissen, was in digitalen Realitätssystemen möglich ist, sagen, dass praktisch alles denkbar ist. Digitale Realitätsysteme sind extrem flexibel. Mein Sohn hat früher das Computerspiel Age of Empires gespielt. Es gab dabei einen Cheatcode und wenn er den eingegeben hat, hatte er plötzlich einen Mercedes Benz auf dem ein Nuklearraketenwerfer montiert war.

Dadurch hatte er die Möglichkeit, das gesamte Spiel zu dominieren. Das war ein Cheatcode, den die Entwickler ins Spiel eingebaut hatten. Wahrscheinlich waren das junge Programmierer, die sich einfach einen Spaß erlaubt haben. Aber solche Dinge sind in virtuellen Realitäten eben möglich. Wenn die Fragestellung ist, ist so eine Realitätsaufspaltung möglich, dann ist die Antwort ja. Das System könnte einen Zweig bzw. Ableger erzeugen, weil in virtuellen Realitäten ist so etwas möglich und dann lässt man beide Zweige unabhängig voneinander weiterlaufen. Das System kann dann in einem der beiden Zweige Änderungen vornehmen. Dies geht, solange die Eingriffe im Rahmen der vorherrschenden Ungewissheit erfolgen. Man könnte also einen Zweig ohne einzugreifen weiterlaufen lassen und im anderen Zweig lässt man ein Ereignis eintreten, dass zu tiefgreifenden Veränderungen des Weltbilds aller Beteiligten führt. Vielleicht führt ein Meteoriteneinschlag zu einer drastischen Bevölkerungsreduktion, dadurch bleibt der Plan sich durch einen Krieg Dinge von den anderen zurück zu holen erst mal auf der Strecke, weil das schlicht nicht länger praktikabel ist. All diese Dinge sind möglich.

Und was Bewusstseinseinheiten angeht, die zu diesem Zeitpunkt inkarniert sind und sich für eine Realität entscheiden müssen, das ist auch denkbar. Alles ist Bewusstsein, alles ist Information. Bewusstsein arbeitet an bestimmten Problemstellungen und auf dieser höheren Systemebene ist es kein Problem Bewusstseinseinheiten zwischen Realitätsystemen hin und her zu verschieben.

Nehmen wir zum Beispiel das Computerspiel „World of Warcraft“ und es würde sich dabei ein Realitätsportal zum Spiel „Die Sims“ auftun. Jeder könnte sich entscheiden, ob er wie bisher mit seinem Barbar oder Elf weiter kämpfen will oder ob er zu den Sims wechselt und dort ein Bier in der Bar eines Nachtclubs trinken geht. Das System könnte die frei gewordenen Avatare von Spielern, die wechseln wollen, temporär als NPCs übernehmen bis neue Bewusstseinseinheiten sie übernehmen wollen. Also denkbar ist so ein Szenario. Wenn es möglich ist, ist es dann schon passiert? Wer weiß? Möglicherweise.

Nochmal: In einem digitalen Realitätsystem ist praktisch alles möglich. Aber es wäre vielleicht aufwändig und man muss sich fragen: Hätte das System einen Grund dazu, diese Option zu nutzen. Ist es wahrscheinlich? Gibt es einen Grund dies zu tun? Es könnte schon einen Grund dafür geben, denn in unserer Realitätssimulation geht es um Weiterentwicklung und Entropiereduktion im Gesamtsystem.

Wenn es dabei plötzlich zu rapiden Rückschritten im Entwicklungsprozess kommt, würde es Sinn machen zu einem Zeitpunkt der Vergangenheit zurückzugehen, wo die Chancen für eine positive Entwicklung noch gut waren und von diesem Zeitpunkt erstellt man eine Kopie der Realität und lässt sie als neuen Zweig weiterlaufen. Das könnte eine ziemlich gute Strategie sein, um stets einen funktionsfähigen Entropiereduktionstrainer verfügbar zu haben. Andererseits könnte sich das System auch sagen, lassen wir es einfach laufen wie es sich entwickelt. Egal ob die Realität dabei überlebt oder sich selbst zerstört.

Es könnte in dem Fall einfach eine völlig neue Realität starten oder es wählt einen beliebigen Zeitpunkt der Vergangenheit, der günstig erscheint und startet die Simulation ab diesem Zeitpunkt neu. In Computersprache nennt man das Check-Point-Restart – also Neustart von einem Kontrollpunkt. Man nimmt dabei einfach einen Zustandsvektor aus der Vergangenheit und startet ihn neu. Dabei kann das System die existierenden Avatare solange selber steuern, bis sie von interessierten individuellen Bewusstseinseinheiten übernommen werden.

All diese Dinge sind möglich – vermutlich sogar mehr als wir uns das vorstellen können. Digitale Computersimulationen und virtuelle Realität sind sehr offen und haben enorm viele Möglichkeiten, wie in sie eingegriffen werden kann. Das sind also alles Möglichkeiten und das System muss sich eben entscheiden, wie es diese virtuellen Realitäten erzeugen und betreiben möchte, um dadurch die Weiterentwicklung des Gesamtsystems zu optimieren.

Wir Menschen sind nur Teil dieses Entwicklungsprozesses. Wir entwickeln uns als Individuen weiter, aber unsere individuelle Weiterentwicklung ist auch Teil der Entwicklung des Gesamtsystems. Wenn wir uns verbessern, verbessert sich auch das Gesamtsystem. Unsere individuelle Entropiereduktion trägt zur Entropiereduktion des Gesamtsystems bei. Wir sind Teil der Strategie des Systems sich weiterzuentwickeln.

Die wesentliche Motivation des Systems wäre also die Optimierung seiner eigenen Weiterentwicklung. Momentan machen wir dies, auf dem von uns gewählten Weg, aber wenn wir uns dabei in die falsche Richtung entwickeln, könnte das System einen anderen Entwickungspfad erzeugen, der besser zu seinen Entwicklungszielen passt und es kann dies nahtlos tun, ohne dass es irgendjemandem in der virtuellen Realität auffällt.


Jim Elvidge: Ich möchte dazu auch noch was ergänzen. Ich stimme zu, dass praktisch alles möglich ist. In meinem ersten Buch habe ich über den „Ausgleichseffekt“ geschrieben. Die Idee dahinter ist Folgende: Wir habe diese Zeitperioden durchlebt – die industrielle Revolution war eine davon – die Atomkriegsuhr und ein mögliches nukleares Armageddon in den frühen 60er Jahren war eine andere Zeitperiode. Die potenzielle Bevölkerungsexplosion in den 70er Jahren war ebenfalls eine, aktuell gehts um die globale Erwärmung. Jedes mal ist da etwas Furchtbares und es gibt keinen Ausweg es zu verhindern. Aber irgendwie kommt es am Ende dann doch nie zur Katastrophe.

Wenn man einen Zufallszahlengenerator programmieren würde und die Zufallszahl entscheidet, ob es zu einem positiven oder einem negativen Ereignis kommt, dann scheint es am Ende trotzdem stets zu diesem Ausgleichseffekt zu kommen, der alles wieder in normale Bahnen lenkt. Die Bevölkerungsexplosion wurde abgebremst, das nukleare Armageddon ist wegen dem Gleichgewicht des Schreckens atomarer Zerstörung nicht eingetreten. Das Gray-Goo-Szenario außer Kontrolle geratener Nanobots wird vielleicht auch nie eintreten.

Dass es stets zu diesem Ausgleichseffekt kommt, deutet darauf hin, dass unser Realitätssystem solche extremen Katastrophen einfach grundsätzlich verhindert. Die andere von Tom erwähnte Möglichkeit ist, dass die Katastrophe doch eingetreten ist, aber unsere Realität wurde danach auf einen Vor-Katastrophenzustand zurückgesetzt. Beides würden wir nicht voneinander unterscheiden können.

Alles würde genauso aussehen wie vorher, unsere Erinnerungen wären identisch, wodurch wir uns nicht mehr an die ursprünglich eingetretene Katastrophe erinnern und das System würde ein paar Parameter anpassen, damit es im zweiten Anlauf nicht mehr zur Katastrophe kommt. Könnte also eine Realitätsaufspaltung schon eingetreten sein? Die Frage hat mich an einige anekdotische Erfahrungen von Leuten von Bob Monroe oder William Buhlman erinnert, die den „anderen Raum“ erlebt haben. Diesen Raum zwischen zwei Leben – sei es durch Rückführung in ein früheres Leben, durch außerkörperliche Erfahrungen oder Nahtoderfahrungen. Sprechen sie davon in eine andere Realität eingestiegen zu sein, anstatt in unserer Realität neu zu inkarnieren? Nein, keiner von ihnen sagt das. Das könnte einfach daran liegen, dass alle Bewusstseinseinheiten auf die sie gestoßen sind, eben alle in der selben Realität mitspielen. Das würde aber nicht ausschließen, dass es eine parallele Realität gibt, die ein von uns völlig unabhängiges Lernumfeld ist.


Matrixwissen: Ok, vielen Dank. Ich würde die verbleibenden 15 Minuten gerne für zwei Dinge nutzen. Erstens: Gibt es ein Thema in Ihrem Buch, das wir heute noch nicht angesprochen haben und wo sie sagen würden, darüber müssen wir unbedingt noch kurz sprechen? Wenn es so ein Thema gibt, dann dürfen Sie es gerne jetzt adressieren. Und der zweite Punkte wäre, dass sie bei sich gegenseitig Fragen stellen könnten. Wir könnten also die verbleibende Zeit für diese beiden Dinge nutzen…


Jim Elvidge: Na klar, es gibt ein paar Themen, die ich gerne kurz ansprechen würde und ich hab dann auch noch eine Frage an Tom. Ein Teil meines Buchs behandelt Ähnlichkeiten zu östlichen spirituellen Lehren bzw. Religionen der Vergangenheit. Ich finde es faszinierend, dass sich bestimmte Themen in der Weltgeschichte in unterschiedlichen Kulturen zu wiederholen scheinen. Diese Themen passen genau zu dem, worüber Tom und ich sprechen.

Ein Beispiel dafür wäre, dass Bewusstsein Realität erzeugt. Im Hinduismus wird Brahman als ultimative Realität des Universums angesehen. Die Bedeutung davon wird in philosophischer Schriften wie den Upanishaden beschrieben und kann als „Bewusstseinsglückseeligkeit“ übersetzt werden. Das entspricht in etwa dem, was wir in diesen anderen Realitäten vermuten. Andrei Linde‘s Theorie eines fraktalen Universums, in dem es immer wieder zu BigBangs kommt, erinnert stark an das, was Guru Nanak der Gründer des Sikhismus gesagt hat: „Genauso wie sich in kochendem Wasser Blasen bilden, aufsteigen und dann verschwinden, so wird das Universum erschaffen“.

Einige mögen da sagen, naja da haben sie halt bestimmte Korrelationen zwischen diesen Aussagen bemerkt, aber viele dieser Menschen hatten spirituelle Erfahrungen – aus welchem Grund auch immer. Manchmal kommt es durch Meditation dazu, manchmal durch eine Schockerfahrung oder auch durch anderes wie rituelle Tänze. Es ist zumindest eine Form von Beweis, dass altertümliche Mystiker in unterschiedlichen Kulturen trotzdem ähnliche Erfahrungen gemacht haben bzw. zu einer ähnliche Realitätsauffassung gelangt sind. Nämlich dass wir alle miteinander verbunden sind, dass wir alle Teil etwas Größerem sind, dass sich Gott in uns befindet, dass wir reinkarnieren. All diese Themen tauchen kulturunabhängig immer wieder auf.

Es ist bemerkenswert, dass wir im Westen unser Bildungssystem ziemlich stark auf den deterministischen Materialismus ausgerichtet haben und dass unsere Religionen, die grundsätzliche Botschaft vermitteln, dass wir nur einmal leben. Dadurch herrscht bei vielen im Westen stärkerer Widerstand gegen diese alternativen Weltbilder vor als in östlichen Kulturen. Aber selbst wenn wir die Frühgeschichte in unseren eigenen Religionen betrachten – wie z.B. die esoterischen Strömungen des Islams, des Judentums und des Christentums – dann haben die auch Reinkarnation gelehrt, dass sich Gott in uns befindet und wir alle miteinander verbunden sind.

Dann wurde aber Religion dazu genutzt, um dadurch Kontrolle über die Bevölkerung auszuüben. Diese Idee, Du musst Dich so und so verhalten, sonst kommst Du nicht in den Himmel, führt dazu, dass Du brav zur Kirche gehst, Deine Kollekte abdrückst, die Kirche dadurch reich wird und sich von dem ganzen Geld Grundbesitz kaufen kann.

Wenn man den Gnostizismus oder andere esoterische Strömungen wie Sufismus im Islam anschaut, dann lehren die etwas völlig anderes und das passt sehr gut zu dem, worüber Tom und ich sprechen. Ich denke, das ist eine kraftvolle Weise, um über altertümliche Weisheiten Bestätigung für unsere Ideen zu bekommen, deshalb gehe ich darauf in meinem Buch genauer ein.

Ein anderes wichtiges Thema ist, was bedeutet das Ganze für uns? Man könnte ja einfach sagen: „Naja dann ist Realität eben virtuell, super, ich muss trotzdem mein Leben genauso weiterleben“. Diese Einsicht könnte aber große Auswirkungen haben: Wenn man an ein Leben nach dem Tod glaubt und dass man noch viele weitere Inkarnationen auf der Erde vor sich hat, dann würde man vielleicht weniger Geld für lebenserhaltende Maßnahmen ausgeben. Der Fokus könnte aufs Heilen von Krankheiten gelegt werden, aber eben nicht auf krampfhafter Instandhaltung.

Oder die Einsicht, dass es einen Sinn hinter unserem Leben gibt, würde zu respektvollerem Umgang mit anderen Menschen und auch Tieren führen. Wir sehen schon eine Entwicklung in diese Richtung. Die Tatsache, dass wir nicht in einem ständigen Wettkampf miteinander um Ressourcen stehen müssen, bedeutet, dass Kriege einfach keinen Sinn machen. Wenn wir alle verbunden sind, macht Krieg einfach keinen Sinn. Wenn man diese Ideen akzeptiert – basierend auf den von uns angeführten Beweisen – dann hat man eine andere Einstellung dazu, wie die Welt funktioniert. Ich denke, dies ist eine sehr positive Botschaft und das möchte ich einfach den Zuschauern klar machen.

Was meine Frage an Tom betrifft: Ich habe den aktuellen Status Ihrer Experimente nicht genau verfolgt. Zwar habe ich einiges darüber gelesen und gesehen, dass sie Ihr Kickstarter-Ziel erreicht haben, aber mich würde interessieren, ob es einen konkreten Zeitplan dazu gibt in welcher Reihenfolge die Experimente durchgeführt werden und was sie sich von den Experimenten erhoffen.


Tom Campbell: Ich möchte zunächst kurz auf die vorher angesprochenen Punkte eingehen und am Ende komme ich dann auf meine Experimente zu sprechen. Dass altertümliche Mystiker sehr ähnliche Ideen über unsere Realität hatten, wie Sie, ich und tausende andere Menschen sie in der heutigen Zeit haben, liegt vermutlich an Folgendem: Es braucht zwar enorm viel Aufwand, um die äußere Welt zu erforschen, aber die Erforschung der Innenwelt stand uns schon immer offen.

Selbst vor 10.000 Jahren bestand für jeden die Möglichkeit zur Erforschung seiner Innenwelt. Ich vermute, sobald damals Menschen etwas freie Zeit hatten und es nicht mehr rein ums Überleben von Stunde zu Stunde ging, haben sie damit begonnen ihre Innenwelt zu erforschen. Sie hatten damals nicht mal ansatzweise so viel Ablenkung, wie wir sie heute haben und die uns von der Innenwelterforschung abhält. Der Buddha hat damals seine Innenwelt erforscht und ist dadurch zu Einsichten über die Eigenschaften unserer Realität gelangt. Auch die unterschiedlichen mystischen Strömungen sind dadurch zu ähnlichen Schlüssen gelangt.

Ich habe Tausende Stunden im Nicht-Physischen verbracht, um diese anderen Welten zu erforschen und komme zu sehr ähnlichen Einsichten wie sie. Diese Schlussfolgerungen machen einfach Sinn in einem größeren Realitätsgesamtbild. Dadurch sind das mehr als nur nette Geschichten sondern eher Wissenschaft. Ich denke, das ist der Grund, warum wir Ähnliches zu sagen haben wie die altertümlichen Philosophen und Religionen – naja zumindest die Untermenge der mystischen Schulen dieser Religionen.

Das ist eben, was man vorfindet, wenn man seine Innenwelt und sein Bewusstsein erforscht. Ich würde sagen, das gilt für jeden Menschen, der die nächsten Jahrzehnte mit der Erforschung seiner Innenwelt verbringen will. Er wird auf Informationen stoßen und Erfahrungen machen, die ihn in dieselbe Richtung leiten werden. Das ist der Grund wieso so viele Menschen heute und in der Vergangenheit zu ähnlichen Schlüssen gelangt sind. Die Innenwelt stand uns schon immer offen und ich stimme Ihnen auch in ihrem zweiten Punkt zu. Ich würde ihn als „Es geht nicht nur um Wissenschaft“ zusammenfassen.

Es geht nicht nur um Bewusstseinsmodelle, Physikmodelle und um die Demontage der Ideen des Materialismus, um ihn durch ein netteres und gutmütigeres Modell zu ersetzen. In Wirklichkeit geht es um Individuen, um individuelle Leben, darum wie man glücklich wird. Wie findet man Bedeutung und Sinn im eigenen Leben? Wieso sind Sie hier und was müssen sie tun, um in diesem virtuellen Realitätsspiel erfolgreich zu sein? Das sind Fragen, die Menschen dazu führen, ein Leben zu leben, das einen Beitrag zum großen Ganzen liefert.

Umso besser Menschen diese Konzepte verstehen – sei es durch Erforschung ihres eigenen Bewusstseins, durchs Lesen ihres oder meines Buchs, oder wie auch immer sie dorthin gelangen – es wird gut für uns alle sein, wenn sie dies tun. Es ist ein besser und behutsamerer Weg mit anderen Menschen umzugehen und genau darum geht es dabei wirklich. Das ist die Quintessenz. Ja, ich bin Physiker und ja ich mache diese Experimente aber der Physikaspekt steht dabei nicht im Zentrum. Es geht um den Sinn und um unsere Absicht. Warum sind wir hier? Es geht um Entropiereduktion. Das ist die Quintessenz. Physik ist dabei nur ein Hilfsmittel, um dorthin zu gelangen. Ein Hilfsmittel, um Menschen ein besseres Verständnis zu vermitteln und die neuen Möglichkeiten zu aufzuzeigen, die sich dadurch ergeben. Denn wenn die Physiker irgendwann zusammenkommen und verkünden: „Ja wir leben wirklich in einer virtuellen Realität“, dann verändert dies alles. Auch wenn sie es bei der Verkündung noch nicht verstanden haben, aber damit sagen sie, dass wir eine Untermenge von etwas Größerem sind. Und das ist eine ziemlich tiefgründige Aussage, wenn sie von Physikern kommt, die normalweise über sehr hohe Glaubwürdigkeit verfügen wenn es ums Verkünden der Wahrheit geht. Physik ist dabei aber mehr ein Hilfsmittel, um zu diesem liebevolleren Zustand unserer Welt zu gelangen. Und zum letzten Punkt – der Frage nach meinen Experimenten…

Da gibt es gute Neuigkeiten. Vor wenigen Wochen hat sich ein Team von Wissenschaftlern – naja Team ist vielleicht der falsche Begriff – aber das ist eine Gruppe bestehend aus einem Professor und einigen wissenschaftlichen Mitarbeitern, die zugestimmt haben, einige unserer Experimente durchzuführen. Wie es momentan aussieht, werden sie eine leicht abgewandelte und einfachere Methodik dazu verwenden als ich sie ursprünglich vorgeschlagen haben. Ich hatte meine Methodik in einem Vortrag im Jahr 2016 in Los Angeles präsentiert. Sie finden diesen Vortrag auf Youtube, wenn sie auf meinem Youtubekanal nach dem Begriff „MBT-LA 2016“ suchen. Da finden sie alle Videos aus Los Angeles. Ich hatte damals eine Methodik gewählt, die leicht zu verstehen aber nicht unbedingt leicht praktisch umsetzbar ist. Das sind zwei unterschiedliche paar Schuhe und diese Wissenschaftler haben einen Weg gefunden, die Experimente günstiger und einfacher umzusetzen.

Ich habe mir deren Ansatz angeschaut und er funktioniert sehr gut für einige meiner Experimente aber nicht so gut für die restlichen Experimente. Einige der Experimente werden also gemacht und eines davon dreht sich um die vorhin angesprochene Fragestellung, welche Rolle genau der Beobachter dabei spielt. Was muss die Beobachtung genau umfassen? Das Messproblem – Was genau muss gemessen werden? Messungen können nur durch Bewusstssein erfolgen. Klar kann ein Messgerät etwas messen, aber es war Bewusstsein, welches das Messgerät gebaut hat und Bewusstsein liest auch die gemessenen Daten des Geräts ab. Bewusstsein ist also an der Messung beteiligt und die große Frage ist: Wie genau ist es daran beteiligt? Das wird mein erstes Experiment klären und diese Wissenschaftler werden es durchführen.

Die Experimente werden an einer Universität in … durchgeführt. Das ist die Universität von … Dort werden sie durchgeführt und los geht es in diesem Frühling. (Anmerkung: Land und Ort der Universität werden bis zur Veröffentlichung erst mal geheim gehalten, damit die Wissenschaftler in Ruhe forschen können, ohne vorschnell von außen beeinflusst zu werden. Deshalb wurde diese Information aus dem Video entfernt)

Wenn alles nach Plan verläuft werden sie im Januar Zugang zum Labor bekommen, falls es noch nicht anderweitig belegt ist und dann werden sie vermutlich von Januar bis April brauchen. Also ich hoffe diesen Frühling erste Ergebnisse der Experimente vorliegen zu haben. Leider nicht von allen und auch nicht von den Experimenten mit tiefgreifendsten Auswirkungen – die müssen leider noch etwas warten. Aber die Experimente zu den Grundfragestellungen und somit auch die wertvollsten Experimente, was die durch sie gelieferten Informationen und Einsichten betrifft, die werden diesen Frühling durchgeführt.

Sie und Oliver sind jetzt die ersten beiden Menschen außerhalb meines inneren Kreises von Vertrauten, die davon erfahren. Denn diese Entwicklungen haben sich erst in den letzten Wochen ergeben. Wir starten also gerade erst und die Details sind noch nicht alle geklärt. Die Wissenschaftler müssen jetzt erst mal Zugang zu den Laborräumen bekommen und die notwendigen Messgeräte organisieren. Es könnte also noch ein paar Monate dauern, bis die Experimente wirklich durchgeführt werden, denn die Vorbereitung braucht viel Zeit.

Aber im Lauf oder gegen Ende dieses Frühlings – spätestens im Mai oder Juni – sollten wir erste Ergebnisse vorliegen haben. Das sind wirklich gute Neuigkeiten und ich freue mich darauf. Aber es müssen noch viele der Details geklärt werden. Wir sind noch in der Anfangsphase wo die sagen „Ja diese hier können wir durchführen“ und wir sagen „Super“ aber es wurden noch nicht so viele Detailinformationen ausgetauscht dazu, was genau wir von ihnen erwarten. Bisher beschränkten sich die Gespräche mehr auf Grundsatzfragen. Aber das sind gute Neuigkeiten und es wird bald Ergebnisse geben.

Jim Elvidge: Super, freut mich das zu hören.

Matrixwissen: Ok dann vielen Dank Jim und vielen Dank Tom, dass sie sich beide die Zeit für dieses Gespräch genommen haben. Ich fand es klasse, gleichzeitig mit Ihnen beiden sprechen zu können. Und für die Zuschauer noch der Hinweis auf Jim‘s neues englisches Buch: Es heißt „Digital Consciousness – A transformative vision“. Mir hat es wirklich Spaß gemacht, sein Buch zu lesen. Und für alle, die Tom Campbell‘s Buch noch nicht kennen: Es heißt „My Big TOE – Meine große Theorie von Allem“ und ist vor 15 Jahren erschienen und definitiv auch wert gelesen zu werden. Vielen Dank nochmal an Sie beide.

Tom Campbell: Danke Oliver dafür, dass Sie uns zusammengebracht haben. Es hat Spaß gemacht. Und danke auch an Sie Jim. War schön einige Stunden mit Ihnen zu verbringen.

Jim Elvidge: Ja geht mir genauso Tom. Das war ein toller Austausch. Ich wollte schon länger mal wieder mit Ihnen sprechen und freue mich über jede Gelegenheit mich mit Ihnen auszutauschen.


An dieser Stelle war zwar das Interview zu Ende aber Tom und Jim haben sich noch etwas weiter unterhalten. Aus diesem Nachgespräch wurden noch einige kurze Szenen am Ende des Interviews angefügt:


Tom Campbell: Ja es gibt vieles, was wir hätten sagen können, aber kann nicht alles sagen. In einem Interview, das nur wenige Stunden dauert, kann man nicht wirklich in die Tiefe gehen. Aber ich denke wir machen Fortschritte. Es gibt Jim, mich und vielleicht noch 10.000 weitere Menschen, die ähnliche Dinge wie wir zu sagen haben. Sie haben zwar andere Metaphern und ein anderes Verständnis, aber sie alle bringen Menschen dazu, über größere Zusammenhänge nachzudenken. Ich denke, das ist ein wirklich gutes Zeichen. Umso mehr, umso besser. Hoffentlich gibt es bald weitere 10.000 Menschen, die mit ihren eigenen Metaphern und auf ihre eigene Weise mehr Menschen zum Nachdenken bringen. Wenn man erst mal genügend Menschen hat, die sich geistig für neue Möglichkeiten geöffnet haben, dann ist dadurch die Veränderung des Mainstreams möglich. Ich hoffe, dazu wird es irgendwann kommen.

Jim Elvidge: Es scheint immer die ultimativen Skeptiker zu geben. Menschen, die stets nach jedem erdenklichen Grund suchen, wieso etwas Neues falsch ist. Die wirs wohl immer geben.

Tom Campbell: Oh ja, diese ultimativen Skeptiker sind oft sehr emotional bezüglich ihres Standpunkts. Sie vertreten ihn laut, unnachgiebig und oft auf unhöfliche Weise, aber es wird sie immer geben. So ist das eben. Aber letztendlich wenn es erst mal genügend Menschen verstanden haben, werden diese Skeptiker zunehmend auf Unverständnis stoßen. Auch wenn sie weiterhin glauben, das wäre alles Blödsinn, irgendwann kommt der Punkt, wo dies auszusprechen keinen positiven sondern einen negativen Eindruck hinterlässt. Da es diesen Leuten primär darum geht, Eindruck zu schinden, wird sich dieses Problem irgendwann von alleine lösen. Also ja es wird sie immer geben diese – wie sagt man dazu – Internettrolls – das gehört wohl zum Leben dazu.

Jim Elvidge: Ich glaube G.B.S. Haldane hat vier Stufen der Akzeptanz einer neuen Theorie definiert: 1. Das ist wertloser Schwachsinn, 2. Das ist ein interessanter aber pervertierter Standpunkt, 3. Das ist wahr aber unwichtig, 4. Hab ich doch schon immer gesagt.

Tom Campbell: Ja, das stimmt. Aber das ist schon ok so. Ich mache das ja nicht um Anerkennung zu bekommen sondern weil es ein besserer Weg ist sein Leben zu leben. Es ist ein besser verständliches Modell und ich ermutige jeden dazu, die Lorbeeren dafür einzuheimsen schon immer gewusst zu haben, dass es so ist. Ich kriege immer wieder Briefe von Leuten, die sagen: Ich habe gerade ihr Buch gelesen und ich wusste schon immer, dass es so ist. Das ist ok so. Umso mehr solcher Leute es gibt, umso besser. Weil sie sehen die größeren Zusammenhänge und darin sehe ich nur Positives. Soll ruhig jeder denken, er hätte es schon immer gewusst.

Tom Campbell: Ich bin jetzt 74 und ich arbeite viel zu viel für jemand der 74 ist. Ich reise für Interviews und Vorträge durch die Welt und bin permanent eingespannt. Ich würde lieber weniger machen und mehr Zeit mit meiner Frau und meinen Enkelkindern verbringen. Sobald ich dieser Tretmühle entkommen kann und andere das für mich übernehmen – und sie können das ruhig auf ihre eigene Weise machen – dann freue ich mich schon auf die Zeit danach. Aber solange mache ich diese notwendigen Dinge eben weiter. Dem zu entkommen steht aber auf meiner Liste noch zu erledigender Dinge. Ich muss das nicht machen, bis ich irgendwann tot umfalle. Ich hoffe, ich hab danach noch ein paar Jahre, um das Leben mit den Menschen zu genießen, die mir wichtig sind.

Jim Elvidge: Ich wünsche Ihnen, dass das klappt.

Tom Campbell: Das war gut heute. Danke Oliver fürs Organisieren und danke Jim für die Gelegenheit, sich mit Ihnen auszutauschen. Mal schauen, wie beliebt dieses Gespräch am Ende auf Youtube wird und was für Feedback wir darauf bekommen. Wenn es gut ankommt, machen wir vielleicht einen Teil 2. Solange wir damit Leute zum Nachdenken bringen, sollten wir einfach weitermachen.

Jim Elvidge: Genau. Danke Tom und danke Oliver

Matrixwissen: Danke an Sie beide. Das hat Spaß gemacht.

   

Zitat  

Der gesunde Menschenverstand entspricht einer Anhäufung von Vorurteilen, die man bis zum achtzehnten Lebensjahr erworben hat

00208i

 

Albert Einstein

(1879-1955)

 

 

 

 

   

Sonnenaktivität  

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Im Rampenlicht  

00407a

Jill Price ist eine von etwa 20 Personen auf der Welt mit dem hyperthymestischen Syndrom – dies bedeutet sie kann sich an das exakte Datum für jedes Ereignis in ihrem Leben als auch für Ereignisse im Weltgeschehen erinnern. Tests durch Universitäten ergaben, dass ihre Fähigkeiten echt sind.

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Quellen Highlights  

Wie funktioniert Geld ?

00398rBernard Lietaer war belgischer Zentralbanker, Hedgefondsmanager und Professor für Finanzwirtschaft. Er verfügt über 30 Jahre an Erfahrung im Finanzbereich. In diesem deutschen Interview spricht er Klartext zu Geld, Euro, Dollar und deren Zukunft.

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Fließband-Journalismus

00390jNick Davies arbeitet seit über 35 Jahren als investigativer Journalist. In diesem deutschen Vortrag spricht er über seine Einsichten dazu, wie das Pressegeschäft wirklich abläuft. Er zeigt, wieso objektive Berichterstattung unmöglich ist und welche Interessenskonflikte wahrheitsgemäßen Journalismus zunehmend torpedieren.

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Geld & Zeitenwende

00108iIn seinem Vortrag spricht Autor Charles Eisenstein über die Funktion von Geld und wie es die Beziehung der Menschen zur Welt verändert hat. Er teilt seine Vision über eine Gesellschaft, in welcher die Menschen ihre Beziehung zur Natur neu entdecken und Wertschätzung nicht mehr nur in Geld ausgedrückt wird. Ein Teil wurde deutsch synchronisiert.

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Wirtschaftsmafia & globales Imperium

00100a 120John Perkins arbeitete viele Jahre als Chef-Ökonom eines großen Be- ratungsunternehmens. Im Lauf der Jahre wurde er sich immer mehr über die massive Korruption bewusst, auf der das Imperium der USA basiert. Einige Zeit spielte er das Spiel mit, schließlich kündigte er und erzählte, was er erlebt hat. Ein wirklich sehenswertes englisches Interview !

Link zum Interview im Quellen-Bereich

9/11 - Untersuchung eines schweizer Historikers

00104e

Dr. Daniele Ganser ist schweizer Historiker, der an der Universität Basel unterrichtet. In diesem Vortrag stellt er die Ereignisse von 9/11 aus Sicht eines Historikers vor. Ein sehenswerter Überblick zu Themen und Beweisen, welche die Massenmedien nicht erwähnen.

Link zum Vortrag im Quellen-Bereich

Crashkurs

00106gChris Martenson's "Crashkurs" aus dem Jahr 2009 wurde vor kurzem komplett deutsch synchronisiert. In diesem Vortrag werden die systemimmanenten Probleme von Wirtschaft, Finanzsystem und Gesellschaft auf verständliche Weise erklärt.

Link zum Vortrag im Quellen-Bereich

The Story of Stuff

02016p
The Story of Stuff ist ein deutsch-synchronisierter 20-minütiger Dokumentarfilm, der einen kritischen Blick auf die westliche Konsumkultur wirft und dabei auch das Thema versteckter Kosten bei der Produktion billiger Waren beleuchtet.

Link zur Dokumentation im Quellen-Bereich

Problema - 100 tiefgründige Fragen

02055e
Im September 2006 trafen sich über 100 große Denker zu einem Gespräch in Berlin. Während dieses 9-stündigen Tages wurden allen Teilnehmern 100 tiefgründige Fragen gestellt und ihre Antworten wurden gleichzeitig gefilmt.

Link zur Dokumentation im Quellen-Bereich

Wahrheitssuche

02006f
In dieser englischen Vortragsreihe gibt Mark Passio eine umfassende Übersicht über seine Suche nach Wahrheit. Mark deckt dabei ein breites Spektrum ab, er ist ein exzellenter Sprecher und die Vorträge sind übersichtlich strukturiert. Sehr empfehlenswert !

Link zur Vortragsreihe im Quellen-Bereich

Propaganda in einer Demokratie

02058hDer englisch-sprachige Dokumentarfilm Psywar untersucht wie Propaganda und Öffentlichkeitsarbeit zu einem machtvollen Werkzeug westlicher Demokratien geworden sind. Die Beeinflussung der Wahrnehmung ersetzte ausgewogene Berichterstattung in den Medien und Sie sollten verstehen, wie Sie manipuliert werden.

Link zur Dokumentation im Quellen-Bereich

9/11 - Brisante Beweise - Experten sagen aus

02002b
Die Gruppe "Architekten und Ingenieure für die Wahrheit zu 9/11" produzierte diesen Dokumentarfilm, in dem 53 Experten zu den wissenschaftlichen Fakten bezüglich 9/11 interviewt werden. Das Ergebnis ist eine fesselnde Sammung an Beweisen, warum die Regierungsversion der Ereignisse nicht stimmen kann.

Link zum Dokumentarfilm im Quellen-Bereich

Architekten zu 9/11

00160iRichard Gage arbeitet seit über 20 Jahren als Architekt und hat in dieser Zeit mehrere Hochhäuser gebaut. In seinem deutsch-synchronisierten Vortrag informiert er über Nachforschungen zu 9/11, die er gemeinsam mit 1900 anderen Architekten angestellt hat. Dabei ist er auf erhebliche Widersprüche gestoßen.

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