Quellen Highlights  

Verstand, Gehirn und Bewusstsein

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Eine Gruppe renommierter Neurowissenschaftler und Ärzte präsentierte ihre neusten Erkenntnisse bezüglich Verstand, Gehirn und Bewusstsein bei den Vereinten Nationen in New York. Ihre Forschungsergebnisse sind revolutionär und deuten auf das Entstehen eines neuen wissenschaftlichen Paradigmas hin. Einige sehenswerte Videos wurden deutsch synchronisiert.

Link zu einigen ausgewählten Videos des UNO Symposiums

Holographisches Universum

00156eAutor Michael Talbot interessierte sich für Parallelen zwischen Mystik und Physik. Ein von Wissenschaftlern entwickeltes holographisches Realitätsmodell kann zahlreiche bisher unerklärliche Phänomene erklären. Michael stellt das Modell vor und spricht über persönliche Erfahrungen, die seine Weltsicht diesbezüglich geprägt haben. Das Interview wurde komplett deutsch synchronisiert.

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Untersuchung von Nahtod-Erfahrungen

00102cDr. Pim van Lommel ist holländischer Kardiologe und hat begonnen Nahtod-Erlebnisse mit wissenschaftlichen Methoden zu erforschen, nachdem zahlreiche seiner Herzstillstands-Patienten ihm von Beobachtungen erzählten, die sie machten, als sie klinisch tot waren. Das gesamte Interview wurde deutsch synchronisiert.

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Wissenschaftswahn

00325tBiochemiker Dr. Rupert Sheldrake untersuchte irre- führende Aspekte der Wissenschaft, speziell Annahmen auf denen die moderne Wissenschaft basiert. Dafür erforschte er die Historie einiger wissenschaftlicher Dogmen und präsentiert seine unbequemen Entdeckungen dazu. 30 Minuten seines englischen Vortrags wurden deutsch synchronisiert.

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Die Macht des Unterbewusstseins

00103dBruce Lipton war Biologie-Professor. Während seiner Forschung mit Genen machte er beeindruckende Entdeckungen. Seine Kernbotschaft : Ihre unterbewussten Überzeugungen bestimmen ihr Leben. Die ersten 24 Minuten des Interviews wurden deutsch synchronisiert.

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Struktur der Realität

00136kThomas Campbell ist Physiker und arbeitete für die NASA. Während der letzten 30 Jahre entwickelte er seine "Theorie von Allem" in der er Physik und Metaphysik in einer ganzheitlichen Theorie zusammenführt. 18 Minuten seines englischen Vortrags wurden deutsch synchronisiert.

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PSI-Forschung

00224vDr. Dean Radin hat sowohl Elektro-technik als auch Psychologie studiert und erforscht seit 12 Jahren PSI-Effekte wie Telepathie und Vorahnungen über die Zukunft. Die von ihm dokumentierten Messergebnisse zeigen, dass diese Phänomene real sind. Ein Interview mit Dean wurde deutsch synchronisiert.

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Wege zum Erwachen

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In diesem englisch-sprachigen Vortrag identifiziert Neil Kramer unterschiedliche Bewusstseinsfilter, die unsere Wahrnehmung der Welt, wie sie wirklich ist, verschleiern und er gibt Hinweise, wie man die Filter abbauen kann Die interessantesten Teile des Vortrags wurden deutsch synchronisiert.

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Kinder erinnern frühere Leben

00101bDr. Jim Tucker ist Psychiater an der Universität von Virginia. Er hat insgesamt 2500 Fälle von Kindern untersucht, die detailierte Erinnerungen an frühere Leben haben. In diesem komplett deutsch synchronisierten Interview spricht er über Fälle, wo Kinder überprüfbare Informationen wie Namen und Lebensumstände genannt haben.

Link zum Interview im Quellen-Bereich

Erlebnisbericht eines Schlaganfalls

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Neuroanatomistin Jill Bolte Taylor bemerkte eines morgens, dass sie gerade einen massiven Schlaganfall erlitt. Während des Schlaganfalls studierte und merkte sich jeden Augenblick dieser Erfahrung. Dieser englische Vortrag mit deutschen Untertiteln ist ihr Erfahrungsbericht.

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Informationsfilterung im Internet

00118sIn diesem englischen Vortrag spricht Eli Pariser über Internetfilter, die eine nutzerspezifische Vorselektierung von Informationen bei Suchmaschinen oder auch bei Facebook durchführen. Diese Vorfilterung stellt nur solche Informationen bereit, die zum Verhaltensprofil des Nutzers passen und bestätigen somit sein bestehendes Weltbild.

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Kornkreise

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Dieser prämierte englische Dokumentarfilm untersucht das Kornkreisphänomen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Präsentiert wird wissenschaftliche Forschung zusammen mit Videos und Bildern der eindrucksvollsten Kreise.

Link zum Dokumentarfilm im Quellen-Bereich

The Day Before Disclosure

02063mDieser englische Dokumentarfilm behandelt das Thema der Präsenz von UFOs und außerirdischer Intelligenz auf der Erde. Es werden Beweise der letzten 60 Jahre zusammen mit Interviews von Zeugen aus Militär und Regierung gezeigt. Eine Sammlung ungewöhnlicher Informationen. Teile des Films stehen auf deutsch zur Verfügung.

Link zur Dokumentation im Quellen-Bereich

   

00136k

Thomas Campbell ist sowohl Physiker als auch Forscher in den Bereichen Bewusstsein und Struktur der Realität. Während der letzten 35 Jahre hat er seine "Theorie von Allem" entwickelt, in der er sowohl Physik als auch Metaphysik in einem ganzheitlichen Modell zusammenbringt. Tom war so nett mir am 27.Oktober 2011 ein Interview zu geben, in dem ich ihm einige tiefgründige Fragen stellen konnte, über die ich schon länger nachgedacht habe.

Update : Die deutsch-synchronisierte Fassung des Interviews wurde inzwischen ergänzt. 

Dieses Interview ist nicht als Einführung in Tom's Realitätsmodell gedacht. Falls Sie bisher noch nichts über Thomas Campbell und die Grundideen bezüglich seines Realitätsmodells wissen, wäre es sinnvoll zunächst einen Blick auf einige der folgenden Links zu werfen. Es handelt sich dabei zum Teil um Mitschnitte von Tom's Vorträgen, von denen ich einige Auszüge deutsch synchronisiert habe, sowie einige Links zu weiterführenden Informationen :

 

Englische Originalfassung des Interviews

Während des Interviews behandelte Themen :

  00:04 Relevanz von neuen Ideen im globalen Gesamtbild - Was macht eine gute Idee aus ?
  08:32 Nullpunkt-Energie und der Kalte-Fusions-Generator von Andrea Rossi - Real oder nicht ?
  18:00 Könnte es sein, dass die Menschheit noch nicht bereit ist für "Freie Energie" ?
  21:18 Bedarf es einer tiefgreifenden Weltbild-Erschütterung damit Veränderung möglich wird ?
  25:45 Verschwörungstheorien als materielle Rechtfertigungen für starre Überzeugungen ?
  31:50 Ist Angst immer negativ oder kann sie auch als Katalysator für Wachstum dienen ?
  34:50 Das Dilemma von Angst die durch erschreckende Wahrheiten ausgelöst wird
  43:30 Wieso konnte ich während meiner außerkörperlichen Erfahrungen nicht atmen ?
  48:22 Werden bewusste Computer auf die Bewusstseins-Datenbank zugreifen können ?
  56:48 Welche Bedeutung haben Filme über virtuelle Realitäten im realen Leben ?
  64:00 Einfluss elektromagnetischer Felder auf menschliches Bewusstsein (Wissenspool-Artikel)
  80:07 Was sind Tom's tiefgründe Gedanken zu den momentan globalen Ereignissen ?
  88:22 Bonusfrage : Welche Bedeutung haben außergewöhnliche Lebenserfahrungen anderer ?
  99:35 Infos zu Tom's kommendem Workshop in Spanien und seinem Vortrag in Atlanta
101:57 Ende des Interviews

Download MP3 (englisch) : 2011-10-27_Matrixwissen.de_Tom-Campbell.mp3 (Rechte Maustaste und dann "Ziel speichern unter" um die MP3-Datei herunterzuladen)

  • Überarbeitete Fassung vom 7.12.2011

Deutsche Übersetzung (Audio-Synchronfassung & Text)

1. Die Relevanz von neuen Ideen und Konzepten im globalen Gesamtbild

Matrixwissen : Welche Rolle spielen neue Ideen und Konzepte dabei, Veränderungen auf globaler Ebene auszulösen ? Viele Forscher haben sich mit ungewöhnlichen Phänomenen in Randbereichen unserer Realität beschäftigt und haben dadurch Ideen entwickelt, die unser kollektives Weltbild tiefgreifend verändern könnten. Wo liegt die kritische Masse von Anhängern einer neuen Idee, damit diese Idee sichtbare Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft hat und welche Kriterien muss so eine Idee erfüllen, um diese kritische Masse erreichen zu können ?

Tom Campbell : Zunächstmal müssen wir definieren, was das Ungewöhnliche ausmacht, denn das Ungewöhnliche existiert nur im Bezug zum Gewöhnlichen bzw. zur Mitte. Die Mitte besteht aus den gedanklichen Konzepten, die von der Mehrheit geteilt werden. Alle neuen Ideen kommen stets aus Randbereichen. Somit entsteht jede Idee, die es irgendwann zu einem Durchbruch schafft, zunächst in einem Randbereich. Der Zweck von Randbereichen ist, außerhalb vorgegebener Normen zu denken und neue Ideen zu entwickeln. Die Aufgabe der Mitte besteht nicht darin kreativ zu sein, sondern sie stellt Infrastruktur und Resourcen bereit und gewährleistet außerdem die Stabilität des Gesamtsystem vor allem durch ihre Trägheit und ihren Widerstand gegenüber neuen Ideen. Eine neue Idee muss sich also langsam in die Mitte vorarbeiten und die Mitte von innen heraus verändern, bis die neue Idee akzeptiert wurde. Die Mitte bewegt sich aufgrund ihrer Trägheit allerdings nur sehr langsam.

Dieses Verhalten ist aber sinnvoll, denn wenn der Mitte diese Trägheit fehlte, würden wir als Gesellschaft permanent zwischen aufkommenden neuen Ideen hin und her springen und solche dauerhafte Unruhe wäre keine gute Vorausetzung für produktive Weiterentwicklung. Eine neue Idee entsteht also in Randbereichen und muss die Mitte schrittweise für sich gewinnen bis die Mitte irgendwann die neue Idee akzeptiert. Dann ist eine ehemals als schräg angesehene Idee plötzlich völlig normal und dann macht sich auch schon die nächste Idee auf den Weg vom Randbereich in die Mitte.

Natürlich ist nicht jede Idee, die aus Randbereichen kommt, auch eine gute Idee. Da gibt es viele verrückte oder schlicht schlechte Ideen und die schlechten Ideen überwiegen dabei wahrscheinlich die guten. Im Grunde kann sich jeder hinstellen und seine Idee verbreiten, aber um erfolgreich zu sein, muss die Idee Sinn machen. Speziell auf ihrem Weg vom Randbereich in die Mitte muss die Idee für immer mehr Menschen nicht nur Sinn machen sondern auch nützlich sein. Das Kriterium, das ich hier benutze, um eine Idee als nützlich zu bewerten, ist das gleiche, das auch in der Wissenschaft angewendet wird : Eine wissenschaftliche Theorie ist nützlich, wenn sie die bekannten wissenschaftlichen Fakten erklären kann und darüber hinaus Aussagen über bisher Unbekanntes erlaubt, die sich danach durch Experimente verifizieren lassen.

Das Kriterium, was eine gute Idee ausmacht ist also das gleiche Kriterium, das eine gute wissenschaftliche Theorie ausmacht. Man kann eine vermeintlich gute Idee haben, aber wenn sie zu viele Annahmen als gegeben voraussetzt, dann kommt Ockham's Ökonomieprinzip (Ockham's Razor) zum Tragen, denn mit einer langen Liste von Annahmen, kann man so ziemlich alles erklären. Das Ziel muss stets sein, Zusammenhänge mit so wenig Annahmen wie möglich zu erklären. In der Wissenschaft spricht man dann von einer eleganten Theorie, wenn sie viel erklären kann und dafür nur wenige Annahmen braucht. Diese Eleganz macht auch gute Ideen aus, denen dann ein Durchbruch aus dem Randbereich in die Mitte gelingen kann. Kreative Denker leben in diesem Randbereich wohingegen Gewohnheitsmenschen - die an Universitäten deutlich in der Mehrheit sind - die Infrastruktur bilden, welche die Existenz des Randbereichs erst ermöglicht.

Hat das die Frage soweit beantwortet ?

Matrixwissen : Im Wesentlichen ja, aber mich würde doch noch interessieren, ob man den Kipppunkt genauer spezifizieren kann, an dem eine Idee aus dem Randbereich die kritische Masse erreicht, um die Mitte zu erobern. Gibt es eine kritische Masse der Anhänger einer Idee - z.B. 10 Prozent der Bevölkerung - ab der es kein zurück mehr gibt ?

Tom Campbell : Ja klar gibt es diesen Effekt. Die neue Idee dringt aus dem Randbereich in die Mitte ein und weckt das Interesse einiger Menschen, die gefallen an der Idee finden, weil sie bekannte Probleme löst und diese Menschen setzen sich dann dafür ein, dass die Idee ernstgenommen wird. Diese Gruppe von Aktivisten wächst zunächst langsam, aber irgendwann ist der Punkt erreicht, wo eine Kettenreaktion ausgelöst wird. Ab diesem Punkt hält allein das Interesse an der Idee, den Prozess der Verbreitung der Idee am Leben.

In der Nuklearphysik kennt man den Begriff der Kettenreaktion, wenn es genügend freie Neutronen gibt, welche durch ihr Herumschwirren immer mehr Fusionsreaktionen auslösen, die dann wiederum immer mehr freie Neutronen erzeugen und der Prozess verselbstständigt sich. Da gibt es auch einen Kipppunkt, ab dem der Prozess von alleine weiterläuft. Das gleiche muss auch bei einer Idee passieren : Sie muss genügend Interesse auslösen, um zum Selbstläufer zu werden. Ab diesem Moment wächst sie von alleine solange weiter, bis sie die komplette Mitte eingenommen hat. Wenn die Idee diesen Kipppunkt nicht erreicht und nicht zum Selbstläufer wird, dann schläft sie im Lauf der Zeit wieder ein. Es gab dann zwar eine Untergruppe, welche diese unkonventionalle Idee angenommen hat, aber wenn die Idee nicht ausreichenden Wert in sich trägt, um zum Selbstläufer zu werden, dann bleibt sie eine Randerscheinung.

Wo genau die Prozentzahl dabei liegt - ob es 10, 20 oder 50 Prozent sind - weiß ich nicht, es geht aber auch weniger darum eine bestimmte Prozentzahl zu erreichen, sondern was zählt, ist die Qualität der Idee. Sie muss genügend Anziehungskraft in sich tragen und sie muss genügend Antworten auf offene Fragen liefern, um als Theorie erfolgreich genug zu sein und kontinuierlich mehr Leute für sich zu gewinnen. Das geschieht im wesentlichen durch Mundpropaganda, also dadurch dass Menschen, welche die Idee für genial halten, mit anderen darüber sprechen. Es kann auch gut sein, dass eine Idee es nicht schafft genügend Fahrt aufzunehmen und Jahre - im Extremfall vielleicht sogar Jahrzehnte - ein Schattendasein führt und dann plötzlich den Durchbruch schafft und zum Selbstläufer wird. Nur weil eine Idee den Durchbruch nicht sofort schafft, heisst das nicht, dass es sich um eine schlechte Idee handelt. Es gibt einen permanenten Wettbewerb guter Ideen und eine Idee muss einfach einen deutlichen Vorteil liefern, wenn sie die Mitte in kurzer Zeit für sich begeistern will.

 

2. Seltsame Wissenschaft

Matrixwissen : Erfinder wie Nikola Tesla scheinen eine Energieform entdeckt zu haben, die in der Mainstream-Wissenschaft bis heute unbekannt ist und oft als Nullpunktenergie bezeichnet wird. Was denken Sie über diese Energieform, ist sie real oder ist das alles ein schlechter Witz ? Außerdem würde mich interessieren, was Sie von den jüngsten Vorführungen von Andrea Rossi und seinem Kalte-Fusions-Katalysator an der Universität von Bologna in Italien halten. Bei diesen Vorführungen präsentierte Andrea Rossi zusammen mit einigen der dortigen Universitätsprofessoren ein Gerät, das mehr Wärmeenergie abgibt als es an elektrischer Energie aufnimmt.

Tom Campbell : Interessant, wie war denn die Reaktion der Universität ?

Matrixwissen : Die Reaktion war geteilt. Die meisten der anwesenden Professoren sind bereits im Ruhestand und diese Professoren sprechen offen darüber, dass sie die Erfindung für eine geniale Idee halten, dass es sich um einen Durchbruch handelt, dass das Gerät funktioniert und dass Beweise durch Messungen dafür vorliegen. Andererseits gibt es viele, die einfach sagen, das brauchen wir uns doch gar nicht ansehen. Die Behauptung verletzt die bekannten physikalischen Gesetze der Energieerhaltung und mit sowas brauchen wir doch nicht unsere Zeit vergeuden.

Tom Campbell : (lacht) Ich habe davon bisher noch nichts gehört und habe mich deshalb nicht damit auseinandergesetzt. Ich kann mir schon vorstellen, dass man sowas im Internet findet aber in einem Internetvideo kann man so ziemlich alles zeigen, da gibt es auch Videos von fliegenden Schweinen und rosa Elefanten, die Ballettröckchen tragen und tanzen. Im Internet kann man all diese Dinge finden. Es ist deshalb schwierig eine wissenschaftliche Beurteilung abzugeben, es sei denn, man ist direkt beteiligt, kann sich sowas vor Ort im laufenden Betrieb ansehen und in den Kasten reinschauen. Nur dann kann man eine Beurteilung abgeben, aber offentsichtlich hat ja genau das an der Universität von Bologna stattgefunden. Deshalb habe ich eben nach der Reaktion der Universität gefragt, denn diese Leute waren schließlich vor Ort. Wenn die, die bereits im Ruhestand sind, die Sache super finden, und die, die noch für die Universität arbeiten, sich da nicht so sicher sind oder glauben, dass es nicht funktioniert, dann macht mir das große Hoffnung, dass das Gerät genau das ist, was es behauptet zu sein.

Man muss diese Art von Fragestellungen mit vorurteilsfreiem Zweifel angehen : Man muss offen für die Idee sein, dass es vielleicht genau so funktioniert, wie der Erfinder behauptet. Also muss man die Sache untersuchen. Aber man muss auch skeptisch sein, dann vielleicht wurde dabei getrickst und solange man nicht in den Kasten reinschauen kann und sieht wie das Gerät genau funktioniert, kann man sich dabei nicht sicher sein. Die Professoren, die vor Ort waren - und ich denke die durften in den Kasten reinschauen, um den Aufbau genau zu untersuchen - müssen verstanden haben, wie das Gerät funktioniert. Die Tatsache, dass einige so ein Gerät nicht akzeptieren selbst wenn es funktioniert, hängt wiederum mit der Trägheit bezüglich neuer Ideen zusammen, die ich bei der Beantwortung der ersten Frage erwähnt habe. Es ist schwer die Mitte dazu zu bekommen, sich in eine neue Richtung zu bewegen. Die Mitte ist skeptisch aber nicht vorurteilsfrei, das führt dazu, dass sie glaubt alles zu wissen. Wenn man glaubt allwissend zu sein und etwas nach den Regeln, die man selbst für wahr hält, nicht funktionieren kann, dann darf es auch nicht funktionieren. Das ist ein typischer Standpunkt der Mitte.

Die bestehende wissenschaftliche Theorie besagt, dass jedes Gerät weniger Energie abgeben muss als es aufnimmt, weil das Gerät selbst Energie verbraucht, sonst hätte man ein Perpetuum mobile. Wenn ein Gerät aber mehr Energie abgibt als es aufnimmt, könnte man diese Energie zurückführen und dadurch den Energieverbrauch des Geräts ausgleichen und das Gerät endlos weiterlaufen lassen. So etwas widerspricht aber den bestehenden physikalischen Gesetzen, wie wir sie kennen. Aber wir kennen ja gar nicht alle geltenden physikalischen Gesetze, es wäre anmaßend zu glauben, dass wir wissen, wie alles funktioniert. Wir wissen ziemlich wenig. Wir müssen aber vorurteilsfrei sein. Wenn so ein Gerät funktioniert, dann denke ich wird es gedeihen und sich durchsetzen. Dies würde so viele Probleme der Menschheit lösen, Energie, Öl, Umweltverschmutzung, usw., dass so ein Gerät deshalb Erfolg haben würde. Selbst wenn die Professoren aus dem Mainstream damit nichts zu tun haben wollen, irgendwo gibt es immer einen reichen Investor, der mit so einem Energieerzeuger die etablierten Energielieferanten unterbieten und damit viel Geld verdienen könnte. Die bestehende Kultur nimmt so eine Technologie auf und benutzt sie.  

Natürlich besteht die Möglichkeit, dass ein großer Energielieferant die Technologie aufkauft, um sie verschwinden zu lassen. Das funktioniert aber nur, wenn sich der Erfinder ausbezahlen lässt dadurch erlaubt, dass seine Erfindung für immer verschwindet. Wenn der Erfinder sich aber Gedanken, um das Wohlergehen der Menschheit macht, dann würde er das nicht machen sondern dafür sorgen, dass eine unabhängige Firma sein Gerät auf den Markt bringt. Vielleicht erstmal nur im Kleinen, zunächst nur für ein Dorf, dann für eine Stadt und dann für mehrere Städte. Wenn so eine Technologie über einen inneren Wert verfügt, sollte sich dieser innere Wert im Erfolg der Technologie zeigen. Man braucht dazu nicht die Zustimmung der Professoren aus dem Mainstream. Es bedarf aber einiger Menschen, welche sich der Technologie annehmen, anderen Menschen zeigen, was damit möglich ist und der Technologie ermöglichen, zu wachsen und sich durchzusetzen.

Wenn man ein Perpetuum mobile hätte, wäre es sehr schwierig, diese Technologie zu unterdrücken. Natürlich kann es Erfinder geben, die sich nicht drum scheren, ob alle Menschen Zugang zu günstiger Energie haben und die sich einfach 10 Millionen Dollar ausbezahlen lassen. Aber die meisten Erfinder sind anders gestrickt. Die meisten erfinden etwas, weil sie Probleme lösen und einen nützlichen Beitrag zur Gesellschaft leisten wollen. Gerade bei einer Lösung des Energieproblems würde sich kaum jemand ausbezahlen lassen, solche Erfinder wollen anderen Menschen helfen, sie wollen dass ihre Erfindung genutzt wird. Wenn die Erfindung [von Andrea Rossi] also real ist, dann sollen wir in 3, 4 oder 5 Jahren - je nachdem wie lange es halt dauert die Herstellung zu realisieren - sichtbare Auswirkungen wahrnehmen. Wenn diese Auswirkungen hingegen ausbleiben, dann wäre ich eher skeptisch und würde vermuten, dass die Erfindung von Anfang an nicht real war. Natürlich wäre es möglich, dass jemand die Erfindung aufkauft und verschwinden lässt, aber das halte ich nicht für sehr wahrscheinlich. So sind Erfinder einfach nicht, sie wollen dass ihre Erfindung genutzt wird und für andere Mensche nützlich ist. Deshalb sind sie Erfinder geworden.

Das sind meine Gedanken dazu. Ich weiss nicht, ob die Erfindung real ist, aber in 5 Jahren sollten wir das herausfinden, denn bis dahin sollte die Technologie Elektrizität erzeugen und wunderbare Dinge vollbringen, die für die breite Masse sichtbar sind. Im Moment ist das nur eine schwarze Kiste mit einem Eingang und einem Ausgang und wir wissen nicht was genau in der Kiste passiert. Es könnte sein, dass etwas Zwielichtiges in der Kiste vor sich geht. Die Hürde, die genommen werden muss, ist nicht, die Leute an der Universität zu überzeugen, sondern ein Produkt zu präsentieren, dass funktioniert.    

Matrixwissen : Lassen Sie mich dazu eine metaphysische Anschlussfrage stellen. Ich habe mich mit einigen solcher Erfinder in der Vergangenheit beschäftigt und selbst wenn man mal annimmt, dass 80 oder 90 Prozent davon Betrüger sind, einige dieser Erfindungen haben bei mir den Eindruck hinterlassen, dass sie real sind aber sie haben nie den Durchbruch geschafft. Meine metaphysische Frage dazu ist : Wenn die Auswirkungen, welche die Einführung einer solchen Technologie auf unsere gesamte Realität hätte, zu groß wären und wir vielleicht noch einige Dinge als Gesellschaft zu lernen haben, die gewisser Limitierungen bedürfen, wäre es dann denkbar, dass unsere Realität solchen Erfindungen entgegenwirkt und sie unterdrückt damit die Auswirkungen auf die Gesellschaft abgeschwächt oder zumindest temporär verzögert werden bis die noch ausstehenden Lektionen gelernt wurden und dann der Durchbruch der Technologie zugelassen wird ?

Tom Campbell : Das ist eine Möglichkeit. Denn das, was ich als "das System" bezeichne - womit ich das Bewusstseinssystem meine, von dem wir Menschen ein Teil sind und innerhalb dessen unsere Realität eine Untermenge in Form einer virtuellen Realität darstellt - dieses System hat die Aufgabe sich weiterzuentwickeln und wir sind ein Teil dieses Evolutionsprozesses. Es ist denkbar, dass das System solche Technologie unterdrückt, wenn die Einführung der Technologie unserer Entwicklung mehr schadet als nützt. Ich halte das aber in diesem Fall für unwahrscheinlich, denn wir reden hier von einem Perpetuum mobile, das mehr Energie abgibt als es aufnimmt und diese Technologie würde viele Probleme lösen. Die Auswirkungen auf unsere Bewusstseinsentwicklung sehe ich dabei als nicht so kritisch an. Natürlich würde diese Technologie viele bestehende Konzepte und auch sonst vieles in unserer Realität verändern, aber ich denke nicht, dass es dadurch für die Menschheit schwieriger würde sich weiterzuentwickeln und "erwachsen zu werden" (to grow up). Im Lauf der vergangenen 200 Jahre haben wir so ungeheuer viele neue Technologien in der Welt eingeführt und viele davon haben unsere Realität tiefgreifend verändert, aber wir haben trotz allem immernoch die Möglichkeit nett zu einander zu sein, gute Taten zu vollbringen, uns gemeinsam weiterzuentwickeln, zu lieben und mehr Mitgefühl zu entwickeln. Diese Wahlmöglichkeiten haben wir immernoch. Obwohl wir jetzt das Internet haben, das alles verändert und noch viel mehr in Zukunft verändern wird, hat das Internet unsere Möglichkeiten uns persönlich weiterzuentwickeln nicht wesentlich verändert.

Es ist also eine Möglichkeit, dass das System so reagiert, aber ich halte es für unwahrscheinlich. Es sei denn, dass etwas direkt einen negativen Einfluss auf unsere persönliche Weiterentwicklung hätte. In diesem Fall wäre eine Unterdrückung gut denkbar, aber ich denke nicht, dass etwas, das primär auf Technologie basiert in diesen kritischen Bereich fällt.

 

3. Glaubenssysteme und Realität

Matrixwissen : In den letzten Jahren sind viele der bestehenden Strukturen in unserer Welt erschüttert worden. Ereignisse, die in naher Zukunft auf uns zukommen, könnten sowohl religiöse Fundamentalisten als auch Hardcore-Materialisten perplex und hilflos zurücklassen, weil das Ausmaß der Ereignisse von ihren Weltbildern einfach nicht erklärt werden kann. Könnte diese Entwicklung ein Weg sein, den unser Realitätskonstrukt gewählt hat, um unsere kollektiven Glaubenssysteme umzuformen und dadurch zu ermöglichen, dass die Begrenzungen unserer Realität selbst verändert werden können ?

Tom Campbell : Ja, die kurze Antwort darauf wäre, das ist gut möglich. Ich bin Physiker und in der Wissenschaft gibt es den Glaubenssatz, dass unsere Realität objektiv ist. Das ist aber eben nur ein Glaube. Wir glauben in der Wissenschaft, dass unser Universum mit dem Big Bang plötzlich aus dem Nichts entstanden ist, aber was hat zum Big Bang geführt ? Den Auslöser kann man nicht innerhalb unseres Universums suchen, denn das gab es erst nach dem Big Bang. Wenn der Grund aber nicht in unserem Universium zu finden ist, wo dann ? Es muss sich dabei um einen nicht-physischen Auslöser gehandelt haben, denn wir definierten physisch als alles was sich innerhalb unseres Universums befindet, alles was außerhalb unseres Universiums liegt ist nicht-physisch. Das ist zumindest die zur Zeit gültige Definition von physisch und nicht-physisch.

Die Wissenschaft hört an dem Punkt einfach auf [nach einer Ursache zu suchen]. Die Wissenschaft glaubt, dass unser Universum mit dem Big Bang aus dem Nichts entstanden ist. Das ist ein Glaube und der macht keinen Sinn. Der Glaube daran, dass wir in einer objektiven Realität leben macht vor dem Hintergrund von Quantenmechanik und Doppelspalt-Experiment genauso wenig Sinn. Das Doppelspalt-Experiment hat uns gezeigt, dass wir nicht in einer objektiven Realität leben, trotzdem hält die Wissenschaft an ihrem Glauben an eine objektive Realität fest.  

Zwischen Glauben im religiösem Fundamentalismus und Glauben im wissenschaftlichen Fundamentalismus gibt es keinen Unterschied. Beide sind im Grunde das gleiche. Glauben ist der Ursprung allen Übels und das Problem. Sobald man etwas glaubt, hört man auf sich mit den Fakten auseinanderzusetzen. Man ist nicht länger offen für neue Informationen. Vorurteilsfreier Zweifel ist hier der richtige Ansatz, Glauben hingegen ist engstirnig. Man muss sich des Glaubens auf allen Ebenen entledigen : Kulturelle Glaubenssätze führen zu Rassismus und Nationalismus und wir wissen, dass beides nicht gut für unseren Planeten ist. Religiöse Glaubenssätze, welche es erlauben Menschen zu töten, die anderer Meinung wie wir sind, schaden uns genauso. Glauben ist hier das Problem.

Wir müssen aber aufpassen, dass wir nicht einfach einen Glaubenssatz mit einem anderen Glaubenssatz ersetzen. Das Ziel ist vorurteilsfrei und skeptisch zu sein und an gar nichts zu glauben. Man hat einfach nur Informationen und davon sieht man einige als wahrscheinlich wahr und andere als wahrscheinlich nicht wahr an, aber absolut sicher sein kann man sich dabei nie. Dadurch bleibt man offen für neue Informationen und zum jeweiligen Zeitpunkt haben die bekannten Informationen eben bestimmte Wahrscheinlichkeiten. Wenn man hingegen etwas analysiert und einfach sagt "Das ist nicht so wie es nach meiner Auffassung sein sollte, also glaube ich es nicht" oder wenn man sagt "Das fühlt sich gut an, das glaube ich" dann ist beides der falsche Ansatz. Unglauben ist im Grunde das gleiche wie Glauben.

Ich glaube ich habe damit noch nicht die gesamte Frage beantwortet

Matrixwissen : Lassen Sie mich an dieser Stelle einfach noch eine weiterführende Frage stellen : Wenn man durch die eigene Erziehung in einem engen Glaubenssystem aufwächst und dieses Glaubenssystem durch eine Extremerfahrung - sei sie persönlich oder global - auf den Kopf gestellt wird und wenn man in einer materialistischen Gesellschaft aufgewachsen ist, dann dürfte es extrem schwierig sein, sich für spirituelle oder transzendentale Erklärungen für dieses Extremereignis zu öffnen. Ein Risiko, das ich dabei sehe, ist, dass viele Menschen sich in diesem Fall Verschwörungstheorien zuwenden, die materialistische Erklärungen für Extremereignisse bereit halten, die sich eigentlich nicht auf einfache Weise erklären lassen. Vielleicht würde eine spirituelle Erklärung Sinn machen, aber wenn man nicht an Spiritualität glaubt, liegt diese Erklärung außerhalb des nutzbaren Lösungsraums für Erklärungen. Verschwörungstheorien bieten hingegen einfache Antworten, da gibt es z.B. diese kleine Gruppe von dubiosen Menschen, die für die schlimmen Dinge in der Welt verantwortlich sind und wir müssen diese Menschen drankriegen. Sehen Sie eine Gefahr für das soziale Gefüge, wenn das System durch ein Extremereignis durcheinandergewürftel wird, die meisten Menschen aber für transzendentalen Erkärungen nicht offen sind und sich deshalb Verschwörungstheorien zuwenden und anfangen sich untereinander zu bekriegen, was kein guter Lösungsansatz wäre ?

Tom Campbell : Das wäre allerdings kein guter Ansatz. Für alle streng Gläubigen - egal ob religiös-fundamentalistisch oder wissenschaftlich-fundamentalistisch - gilt, dass sie jede noch so abstruse Geschichte erfinden, um ihr Glaubenssystem zu rechtfertigen. So ticken diese Menschen eben. Vor einiger Zeit hat z.B. eine religiös-fundamentalistische Gruppe behauptet, dass unser Universum nicht älter als 7000 Jahre sein kann. Dies begründen sie damit, dass das irgendwo in ihrem heiligen Buch steht. Wenn dann jemand daher kommt und sagt, aber Dinosaurier sind mehrere Millionen Jahre alt oder dass eine Sonne 50 Millionen Jahre braucht, um den Zyklus zu durchlaufen um eine Sonne zu werden oder dass das Universium viele Milliarden Jahre alt ist und hier ist eine lange Liste mit Beweisen dafür, dann stellt sich ein religiöser Fundamentalist einfach hin und sagt "Nein, das stimmt alles nicht. Dinosaurier-Knochen wurden da absichtlich platziert, das ist eine Verschwörung". Sie erfinden einfach eine Verschwörungstheorie, die erklären kann, wieso ihr Glaubensystem trotzdem stimmt. Physiker sind da nicht anders, wenn die von jemandem damit konfrontiert werden, dass das Doppelspalt-Experiment zeigt, dass unsere Realität nicht objektiv ist, dann erfinden sie einfach Dinge, welche die Realität objektiver erscheinen lassen und behaupten "Ach, das Doppelspalt-Experiment ist doch nur seltsame Physik, keiner versteht es und es ist bedeutungslos. Wir müssen das einfach als etwas Unerklärliches akzeptieren und die Welt ist und bleibt objektiv".

Streng Gläubige tun sich schwer darin ihre Glaubenssätze loszulassen. Ihnen das Leben schwer zu machen, indem man sie mit Fakten konfrontiert, die im Widerspruch zu ihrem Glauben stehen, ist unvermeidbar. Es handelt sich dabei um einen notwendigen Teil des Entwicklungsprozesses und dabei kommt es im Verstand zu einigen Turbolenzen. Menschen klammern sich an Verschwörungstheorien, um Erklärungen dafür zu finden, wie die Welt ihrer Ansicht nach funktioniert. Wieso ? Weil das eine einfache Lösung ist. Man kann ALLES durch eine Verschwörungstheorie erklären. Man kann ein beliebiges Thema aufgreifen und dafür eine Verschwörungstheorie erfinden, die erklärt, warum die Dinge so sind, wie sie sind. Eine Verschwörungstheorie ist eine der Lösungen, die eine große Anzahl an Annahmen in sich trägt. Da nimmt man zum Beispiel an, dass es diese kleine Gruppe von schlauen Menschen gibt, die alles kontrolliert, nun, das ist eine Annahme. Dann gibt es da die unterbelichtete Masse, die sich leicht manipulieren lässt und alles macht was die kleine schlaue Gruppe ihnen sagt, nun auch das ist eine Annahme. So bastelt man sich eine lange Kette von Annahmen zusammen und schon hat man eine super Verschwörungstheorie, die das Problem erklären kann. Fakt ist, es ist schwierig für eine Regierung etwas dauerhaft geheim zu halten. Es ist schwierig für eine kleine Gruppe ein System zu kontrollieren, das aus vielen sich unberechenbar verhaltenden Teilen besteht.

Verschwörungstheorien sind ein natürlicher Weg, den Menschen wählen, um ihr Glaubenssystem vor sich selbst zu rechtfertigen. Das ist nichts, was wir unbedingt vermeiden müssen. Es ist Teil unseres Entwicklungsprozesses. Irgendwann kommt man nämlich dahinter, dass das eigene Glaubenssystem die Welt nicht wirklich gut erklären kann und dass es da Lücken und Probleme gibt. Umso länger man darüber nachdenkt, umso größer werden die Lücken. Zwischenzeitlich kann man die Lücken mit etwas Flickschusterei schließen, aber irgendwann geht das nicht mehr und dann wächst man über die eigenen Glaubenssätze hinaus und lässt sie hinter sich. Für jeden Menschen, der seine Glaubenssätze hinter sich lässt, gibt es vielleicht 10 Menschen, die Sachen erfinden, um an ihrem Glauben festhalten zu können. So ist das eben im Leben, wir müssen durch diese Phase unserer Entwicklung durch. Ja, es ist eine labile Phase aber da müssen wir durch.

 

4. Angst und Wahrheit

Matrixwissen : Angst als permanent vorherrschende Emotion verhindert zweifellos die eigene Weiterentwicklung. Aber kann Angst, die in Form eines kurzen Schocks auftritt und Menschen aus ihrem Alltagstrott herauswirft, eine akzeptabele oder sogar nützliche Maßnahme darstellen, um einen Weiterentwicklungsprozess loszutreten, speziell wenn diese Menschen sich in einem starren Glaubenssystem festgefahren haben ? Oder ist Angst immer schlecht für unser Wachstum, egal in welcher Form sie in unser Leben tritt ?

Tom Campbell : Das hängt davon ab, ob es sich um kurzfristige oder die langfristige Angst handelt. Längere Angstzustände sind aus Sicht des großen Ganzen immer negativ. Unter speziellen Umständen und wenn Angst nur kurzfristig auftritt, kann sie einen Schubs in Richtung Weiterentwicklung darstellen. Ein Beispiel dafür wäre, wenn jemand ein besonders oberflächliches Leben führt, in dem nichts wirklich zählt außer wieviel Geld man verdient, wieviele Spielsachen man sich dafür kaufen kann und wenn diese Person auch nicht besonders mitfühlend mit anderen Menschen ist. In diesem Fall bekommt die Person vielleicht Krebs und ihr wird gesagt, dass sie nur noch 8 Monate zu leben hat. Sowas verändert schlagartig das komplette Weltbild. Plötzlich tritt die Angst vor dem Tod ins eigene Leben und bringt die Person dazu alles bisher erlebte neu zu bewerten. Plötzlich ist der ganze angehäufte Krempel nicht mehr so wichtig und Beziehungen gewinnen an Bedeutung. Man sieht auf einmal Aspekte, die wirklich über langfristigen Wert verfügen, anstatt sich nur für oberflächliche Ego-Werte zu begeistern. Ist diese Angst förderlich ? Ja, unter diesen Umständen schon, die Todesangst ermöglicht ein Überdenken des Wertesystems, weil sie eine neue Sichtweise eröffnet hat. Aber wäre es gut, wenn alle Menschen mit der Angst leben würden, in 8 Monaten zu sterben ? Nein, vermutlich nicht. Ein Massenphänomen bei dem alle Menschen mit so einer Angst leben wäre auf lange Sicht gesehen nicht gut. Angst ist das Gegenteil von Liebe. Wenn mehr Angst in unser Leben tritt, führt das zu weniger Liebe. Kann Angst ein Katalysator für Wachstum sein ? Ja, vor allem weil sie ernüchternd auf Menschen wirkt. Angst bewirkt, dass Menschen die Dinge nicht länger nur oberflächlich betrachten.

Matrixwissen : In engem Zusammenhang dazu habe ich eine Anschlussfrage, denn als ich mir über die Existenz einer umfassenderen Realität bewusst geworden bin und versucht habe über diese Dinge, die ich auf einmal wahrgenommen habe, mit anderen zu reden, da musste ich feststellen, dass die davon gar nichts wissen wollten. Diese Erfahrung führt mich zu folgender Frage : Eine bestimmte Wahrheit mag auf den ersten Blick Angst machen und somit einer Weiterentwicklung entgegenwirken. Das Ignorieren dieser Wahrheit hingegen könnte zu noch größerem Schaden führen, weil dieses Verhalten zu zunehmend gefährlicheren Lebensumständen führt. Welche Aspekte sollten in diesem Dilemma Berücksichtigung finden ?

Tom Campbell : Die von ihnen beschriebene Erfahrung ist völlig normal. Die meisten Menschen sind nicht an größeren Zusammenhängen oder tiefgründigen Gedanken interessiert. Die Mehrheit ist damit zufrieden in einer oberflächlichen Kultur von Konsumterror, Materialismus und Religion zu leben. Diese Menschen wollen sich ihr Weltbild nicht erschüttern zu lassen, weil sie mit ihm gut leben können. Wenn man versucht solchen Menschen größere Zusammenhänge zu erklären, wollen sie davon nichts hören, weil diese Zusammenhänge im Widerspruch zu ihrem Glaubenssystem stehen. Fragen wie "Was bringt mir das ?" oder "Warum sollte ich mich damit beschäftigen ?" machen vor dem Hintergrund eines Wertesystem in dem es im Wesentlichen darum geht mehr Geld und Sachen anzuhäufen keinen Sinn.

Am besten geht man dieses Problem an, indem man wahrnimmt, dass sich jeder Mensch auf einem unterschiedlichen Entwicklungsstand der Bewusstseins-Evolution befindet. Die meisten Menschen machen das Bestmögliche mit ihren Fähigkeiten. Diese Menschen sind noch nicht bereit [für gewisse Informationen]. Wenn man versucht sie zu drängen, wenn man sie am Hemd packt, sie durchschüttelt und sagt "Hört mir zu, was ich zu sagen habe ist wichtig, du führst ein oberflächliches Leben und du musst die größeren Zusammenhänge verstehen", dann ist alles, was man durch solches Verhalten erreicht, dass die Bereitschaft zuzuhören noch geringer wird, als sie vorher schon war. Diese Menschen ziehen sich dann in ihr Glaubenssystem und ihre Komfortzone zurück und entfernen sich dadurch noch mehr von einem. Mit dem Versuch andere aufzuwecken, indem man ihnen kaltes Wasser ins Gesicht spritzt, macht man die Situation also nur schlimmer. So ein Erzwingen wollen, führt nur dazu, dass diese Personen sich darüber ärgern, dass man sie nass gemacht hat und ihren deshalb jetzt kalt ist.

Man muss Menschen an dem Punkt abholen, wo sie sich gerade in ihrer Entwicklung befinden. Wenn sie also ein bestimmtes Glaubenssystem angenommen haben, muss man sie dort abholen und ihnen einen kleinen Schritt aufzeigen, der sie zum Nachdenken bringt. Dann sollte man ihnen erstmal Zeit geben - vielleicht sogar ein paar Monate - um an dem aufgezeigten Schritt für sich alleine zu arbeiten. Wenn sie dann soweit sind und sich trauen den Schritt zu gehen, dann merken sie, dass es da vielleicht mehr gibt als nur diesen einen Schritt und dann kann man ihnen wieder etwas zum drüber nachdenken mit auf den Weg geben. Das ist etwas anderes als jemandem einfach die eigene Wahrheit um die Ohren zu hauen, denn das führt nur zur Entfremdung. Voraussetzung ist natürlich, dass jemand ein Eigeninteresse entwickelt, diese kleinen Schritt auch zu gehen. Dann kann man gemeinsam Fortschritt erzielen und das ist eine sinnvolle Sache.

Wenn jemand allerdings nicht bereit dazu ist und man versucht ihm die kleinen Schritte aufzuzeigen und dies mangels Interesse aber nicht funktioniert, dann muss man so jemand in Ruhe lassen. Jeder Mensch kann sich nur dann weiterentwickeln, wenn er dazu bereit ist. Man kann niemanden zum Lernen zwingen. Alles Lernen muss aus einem inneren Antrieb heraus geschehen. Wenn der innere Antrieb fehlt, kann man sich den Mund fusselig reden und es führt zu nichts, denn gegen Überzeugungen kommt man mit rationalen Argumenten nicht an. Menschen glauben nicht, was sie glauben, weil sie etwas auf intellektueller Ebene für richtig befinden. Wenn das so wäre, könnte man einen streng Gläubigen mit schlagkräftigen Argumenten umstimmen. Der Grund, warum intellektuelle Argumente einen streng Gläubigen nicht von seinem Glauben abbringen können, liegt darin, dass sein Glauben nicht intellektuellen Ursprungs ist. Es ist ein Glauben, der auf Gefühlen basiert. Ein Gläubiger glaubt innerlich zu wissen, wie die Zusammenhänge sind und er hat Angst davor, dass er damit falsch liegt. Seine Überzeugungen sind die Grundlage seiner Lebensführung und wenn mit diesen Überzeugungen etwas nicht stimmt oder er seine Zeit mit etwas Sinnlosem verschwendet, will er davon nichts wissen. Solches Verhalten basiert auf Angst.

Man sollte einfach das Bestmögliche machen [um anderen in ihrer Entwicklung zu helfen]. Vorträge zu halten ist meistens keine gute Idee, es sei denn man weiß, dass die meisten Anwesenden soweit sind, sich weiterzuentwickeln. Man nimmt sich Zeit für Interessierte und lässt sie in Ruhe, wenn man merkt, dass sie noch nicht soweit sind. Menschen sind individuell ganz unterschiedlich. Dem einen gibt man eine kleine Anregung und er will sofort mehr wissen, anderen kann man mit so viel Geduld wie möglich begegnen aber es hilft einfach nichts. Die Mehrheit gehört leider der letztgenannten Gruppe an, diese Menschen haben sich in ihrem Glaubenssystem verschanzt und es ist sehr schwer ihnen zu helfen, größere Zusammenhänge zu erkennen.
 
Wenn diese spirituellen Konzepte zur Natur unserer Realität langsam mehr Interesse bei den Menschen wecken und sich immer mehr damit beschäftigen, dann arbeiten sich diese Konzepte dadurch aus dem Randbereich unseres Weltbilds in seine Mitte vor. Dadurch werden immer mehr Menschen für diese Ideen gewonnen. Es gibt diesen Effekt des hundertsten Affen (hundredth monkey effect), der besagt, dass wir Konzepte auf nicht-kausale Weise miteinander teilen, also dass sie sich verbreiten, ohne dass wir darüber reden müssen. Unser Verstand ist mit dem Verstand anderer Menschen vernetzt, denn wir sind im Grunde alle Bewusstseinseinheiten die Teil eines kollektiven Bewusstseinssystems sind. Umso mehr Menschen "aufgewacht" sind, umso leichter wird es für andere auch "aufzuwachen", weil sie es [auch auf nicht-kausalem Weg] von den bereits Aufgewachten aufschnappen. Da kommen wir wieder zurück zu dem Thema neuer Ideen und wie sie sich vom Randbereich in die Mitte vorarbeiten. Die Idee muss einfach wertvoll und nützlich genug für die Menschen in der Mitte sein, damit sie sie aufgreifen und annehmen. Das kann ein langsamer Prozess sein, aber nur weil der Prozess langsam ist, bedeutet das nicht, dass wir nicht weiter versuchen sollten, unseren Teil dazu beizutragen.

Den besten Beitrag, den man zur Entwicklung anderer Menschen leisten kann, ist, sich selbst weiterzuentwickeln. Am besten man wird selbst zum Vorbild dafür, was es bedeutet liebevoll und voller Mitgefühl zu sein, denn dieses Vorbild wird mehr Menschen auf der Ebene von Bewusstsein zu Bewusstsein für eine Änderung ihres Verhaltens gewinnen, als man das je durch intellektuelle Argumente erreichen könnte.

Matrixwissen : Es wäre sehr hilfreich gewesen, die Zusammenhänge, die Sie gerade erklärt haben, vor ein paar Jahren zu kennen, als ich selbst "aufgewacht" bin. Aber ich hab das alles durch Erfahrung herausfinden müssen.

Tom Campbell : Ja, das muss jeder für sich selbst herausfinden. Menschen können dieses Wissen mit einem teilen und manchmal ist das sogar hilfreich, Voraussetzung ist, dass man bereit ist zu lernen. Man wird zum Suchenden, wenn man gemerkt hat, dass das eigene Glaubenssystem eben nicht alle Antworten für die existierenden Probleme liefert und man die Lücken im eigenen Glaubenssystem wahrnimmt. Man sucht dann nach Antworten und wird aufgeschlossener für Neues, dabei kann man sich durch viel Material durcharbeiten, das auch keine Antworten liefert und es braucht Zeit, das alles auf seine Nützlichkeit hin zu bewerten. Diese Bewertung muss aber jeder für sich selbst machen. Wenn jemand in dem Moment parat gestanden hätte, wo man bereit war sich für Neues zu öffen und gesagt hätte "Ich kenne alle Antworten, ich sag dir einfach was du machen musst", dann hätte einem das zwar Informationen bereitgestellt, die man sich anschauen könnte, aber man kann nicht die Wahrheit eines anderen einfach so als eigene Wahrheit übernehmnen. Solange etwas nicht durch die eigene Erfahrung verifiziert ist, kann es nicht zur eigenen Wahrheit werden und bleibt ein Glaube. Wenn also jemand kommt und einem sagt "Ich erkläre dir jetzt, was du für wahr halten solltest", dann ist das nicht hilfreich.    

 

5. "Aufwachen" und außerkörperliche Erfahrungen

Matrixwissen : An dieser Stelle möchte ich eine Frage zu meinem eigenen Aufwach-Prozess stellen, denn einen speziellen Aspekt davon, habe ich noch nicht verstanden. In meinem Leben sind damals ein paar sehr drastische Dinge alle auf einmal passiert, eins davon waren außerkörperliche Erfahrungen, die ich in keinsterweise beabsichtigt hatte und mir auch nicht erklären konnte, denn damals hatte ich ein rein materialistisches Weltbild. Ein Aspekt dieser außerkörperlichen Erfahrungen war, dass ich nicht aktiv atmen konnte. Ich war damals nicht vollständig außerhalb meines Körpers, denn teilweise war ich noch mit meinen Körperempfindungen verbunden. Dadurch hat es sich so angefühlt, als ob jemand anderes meinen Körper beatmet. Ich konnte also nicht mehr aktiv steueren, wann ich einatme und wann ich ausatme, allerdings hat mein Körper von alleine weitergeatmet und ich konnte auch sehen [und natürlich fühlen] dass er das tat. Während die außerkörperlichen Wahrnehmungen an sich ohne Zweifel eine sinnvolle Erfahrung waren, um mein materialistisches Weltbild zu sprengen und mich dazu zu bringen, über viele Dinge nachzudenken, habe ich noch nicht wirklich verstanden, wieso ich diese Angst-Erfahrung machen musste, nicht mehr aktiv atmen zu können. Haben Sie eine Idee, wieso ich das erlebt habe ?

Tom Campbell : Ja, ich kann Ihnen dazu ein paar Möglichkeiten aufzeigen, wieso Ihnen das wiederfahren sein könnte : Erstens könnte das ein Weg gewesen sein, um Ihnen zu helfen und Ihnen zu zeigen, dass Sie jetzt nicht mehr in der physischen Realität sind und sich außerhalb ihres Körpers befinden. In diesem Zustand braucht man nicht atmen. Die außerkörperliche Realität ist kein Ort, der voll mit Luft zum Atmen ist. Man ist dort nicht mehr physisch und braucht deshalb nicht atmen. Natürlich hat man noch die Gewohnheit zu atmen und spürt ein Bedürfnis danach, weil man denkt, dass man atmen muss, weil man sonst stirbt. Trotzdem ist atmen nicht notwendig, wenn man sich im außerkörperlichen Zustand befindet. Im außerkörperlichen Zustand gibt es keinen drei-dimensionalen Raum, diese Realität funktioniert anders. Die Aufmerksamkeit auf Ihre Atmung zu richten, könnte also der Versuch gewesen sein, Ihnen klarzumachen, dass Sie sich jetzt in einem anderen Realitätssystem befinden. Der Körper befindet sich noch in der physischen Realität und er atmet ganz normal weiter, was Sie ja auch wahrnehmen konnten, der Brustkorb hebt und senkt sich also atmet der Körper. Aber das war nicht, wo Sie sich in diesem Moment befunden haben.

Die zweite Möglichkeit - und diese Möglichkeiten können alle gleichzeitig zutreffen - ist folgende : Wenn Menschen spontan zum ersten Mal ihren Körper verlassen, treffen sie oft auf etwas, das ihnen Angst macht. Das kann ein Monster mit Hörnern sein oder die Angst, nie mehr in ihren Körper zurückkehren zu können - also eine Art Todesangst - oder auch die Angst vor Kontrollverlust, weil plötzlich befinden sie sich in einem ihnen vollkommen fremden Umfeld. Wenn man dieses unbekannte Umfeld nicht kontrollieren kann, fühlt man sich verletzbar. Solche Ängste sind vollkommen normal für Menschen, die zum ersten mal eine außerkörperliche Erfahrung machen. Das hängt damit zusammen, dass sie ängstliche Menschen sind. Menschen sind allgemein ängstlich und wir müssen lernen mit unseren Ängsten umzugehen. Wenn man die außerkörperliche Realität betritt, tendiert man dazu, die eigenen Ängst zu manifestieren. Ängste stellen somit eine unmittelbare Herausforderung dar - im Gegensatz zum Beispiel zu einer Todesangst in der physischen Realität, die eher diffus im Hintergrund existiert und die mein einfach ignoriert - "ja irgendwann werde ich sterben aber nicht jetzt und auch nicht bald" - also verdrängt man diese Angst. Im außerkörperlichen Zustand materialisieren sich diese Ängst unmittelbar und man muss sich direkt mit ihnen auseinandersetzen.

Wenn man zu ängstlich ist, sind außerkörperliche Erfahrungen keine gute Idee, weil man die eigenen Ängste dort manifestiert. Manchmal erschreckt das System Menschen, die spontan ihren Körper verlassen einfach, um sicherzustellen, dass sie - falls sie zu ängstlich sind - sofort wieder in ihren Körper zurückkehren und sowas nicht nochmal versuchen. Solche Menschen sind einfach noch nicht so weit, das wäre ein schlechter Trip für sie. Es ist besser zu warten, bis sie sich etwas weiterentwickelt haben, anstatt sie einen schlechten Trip erleben zu lassen.

Die Erklärung dürfte also in diesem Bereich zu suchen sein. Solche Erfahrungen sind keineswegs ungewöhnlich. Das ist normal, dass Menschen bei ihrer ersten außerkörperlichen Erfahrung mit Ängsten konfrontiert werden. Viele Menschen haben einfach Angst, dass sie nicht mehr in ihren Körper zurückkehren können oder dass sie vielleicht sterben könnten. Solche Menschen sind einfach noch nicht so weit.


6. Die Datenbank der realisierten Vergangenheit und der wahrscheinlichen Zukunft

Matrixwissen : In ihrem Monroe-Vortrag haben Sie gesagt, dass Computer in Zukunft über Bewusstsein verfügen könnten. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob es dann möglich wäre, mit Hilfe eines physischen Computers in einer quasi-objektiven Weise Zugriff auf die [Bewusstseins-]Datenbank der realisierten Vergangenheit zu bekommen ? (Diese Frage macht vermutlich nur Sinn, wenn man Tom's Realitätsmodell kennt)

Tom Campbell : Das ist eine interessante Frage. Wenn man einen Computer hätte, der über Bewusstsein verfügt, dann hätte dieser Computer Zugriff auf die Datenbank - aber diesen Zugriff hat man als Mensch ja direkt - also hätte man dadurch erstmal nichts gewonnen. Außer vielleicht, wenn man denkt, dass das Bewusstsein des Computers geschickter darin ist, Daten aus der Datenbank auszulesen. Da wäre ich mir aber nicht so sicher, ob das stimmt. So ein Computer würde über ein Ich-Bewusstsein verfügen, das allein befähigt den Computer aber nicht automatisch dazu, außerkörperliche Erfahrungen zu machen, Auras zu sehen oder Remote Viewing zu betreiben. All diese Dinge bedeuten einfach, dass man Daten aus der Datenbank ausliest. Bewusstsein alleine ermöglicht dem Computer keinen besseren Zugriff auf die Datenbank als wir Menschen ihn selbst haben. Der Zugriff auf die Daten hängt von der [Qualität der] Absicht ab. Man bekommt Zugriff auf diese Daten, indem man sie durch [das Entwickeln einer präzisen] Absicht abruft. Man müsste also einem bewussten Computer erstmal die Bewusstseinsqualität beibringen, damit er in der Lage ist, sein Bewusstsein so zu fokussieren, dass er seine Absicht entwickelt, um dadurch Zugriff auf die Datenbank zu bekommen. Erst dann könnte der Computer einem die gewünschten Daten liefern.

Ich denke nicht, dass ein Computer dabei irgendwie geschickter wäre, als wir Menschen es bereits sind.  
 
Matrixwissen : Viele Menschen könnten sich aber vermutlich nicht mal vorstellen, dass sowas überhaupt möglich ist. Wenn man noch mit einem materialistischen Weltbild lebt und man sich dann an einen Computer setzten könnte und auf dem Computer einfach eine Webseite aufruft und dort könnte man dann durch die "wahre" Geschichte der Welt surfen...

Tom Campbell : Die Daten liegen zwar vor, aber sie sind nicht vergleichbar mit Daten in einer physischen Datenbank. Das Abrufen der Daten erfordert [das Formulieren einer] Absicht. Man müsste also erstmal einen Computer mit einem qualititiv-hochwertigen Bewusstsein entwickeln, der in der Lage ist die Absicht zu formulieren, um Zugriff auf die Daten zu bekommen. Wenn man eine Absicht formuliert, um Daten aus der Bewusstseinsdatenbank abzurufen, macht man das in der Regel nicht, weil jemand einen danach fragt. Wenn mich zum Beispiel jemand fragt "Tom, ich wüsste gerne etwas über meine früheren Leben, kannst Du nicht mal schnell in die Datenbank für mich schauen", würde ich das machen ? Ich habe zwar Zugang zur Datenbank, aber bin ich deshalb bereit in diesem Fall für jemand anderes nachzuschauen ? Ich bin eher abgeneigt so etwas zu machen, denn der Antrieb des Fragestellers die Antwort wissen zu wollen, stammt von seinem Ego. Die Antwort ist nicht wirklich wichtig. Das Interesse ist nicht wirklich hilfreich, es ist unterhaltsam aber es trägt nichts zum Entwicklungsprozess der Person bei.

Ein Computer, der in seinem Bewusstsein so weit entwickelt wäre, würde die Information also vermutlich gar nicht bereitstellen. Denn wenn ein Computer über Bewusstsein verfügt, hat er auch freien Willen. So ein Computer wäre kein Sklave, zumindest was sein Bewusstsein betrifft, hätte er freien Willen und würde sich nicht wesentlich vom Bewusstsein eines Menschen unterscheiden. Es gibt hier keine Abkürzung. Um auf diese Informationen zugriff zu bekommen, muss man sich [spirtuell] weiterentwickeln. Ein Computer könnte sich auch weiterentwickeln und zu diesem Entwicklungsstand gelangen, aber dann wäre er eher abgeneigt, die Informationen überhaupt bereitzustellen, nur weil jemand ihn danach fragt.

Matrixwissen : Ja, das war nämlich einer der Aspekte, über den ich beim Stellen der Frage auch nachgedacht habe : Wenn wir Zugriff auf die Datenbank der aktualisierten Vergangenheit hätten, dann hätten wir ja auch Zugriff auf die Datenbank der wahrscheinlichen Zukunft. Und wenn plötzlich eine große Menge von Menschen aus dieser Datenbank Informationen über die wahrscheinliche Zukunft abrufen könnten, hätte das erhebliche Auswirkungen auf unseren freien Willen...

Tom Campbell : Das wäre eine ganz schön verrückte Welt, wo diese ganzen Dinge möglich wären. Es gibt das Konzept des PSI-Ungewissheits-Prinzips (psi uncertainty principle). PSI steht dabei für alles, was sich nicht aus einem objektiven Kausalzusammenhang ableiten lässt, also das Paranormale. Daten aus der Bewusstseins-Datenbank abzurufen, fällt in diese PSI-Kategorie, obwohl das eigentlich nur darauf basiert, wie unsere Realität funktioniert. Es gibt ein PSI-Ungewissheits-Prinzip das besagt, dass wir nichts tun können, was die Glaubwürdigkeit unserer Realität beschädigt. Das bedeutet, jede paranormale Erscheinung muss stets mit einer gewissen Ungewissheit gekoppelt sein, um überhaupt auftreten zu dürfen.

Anwälte würden dazu sagen es muss plausibel abstreitbar sein. Wenn das nicht der Fall wäre, könnten Menschen Zugang zu Fähigkeiten [oder Informationen] bekommen, die sie sich noch nicht verdient haben. Wenn Menschen noch nicht weit genug entwickelt sind, um gewissenhaft mit ihren Fähigkeiten umzugehen, würden solche Fähigkeiten deutlich mehr Probleme als Vorteile mit sich bringen.

Selbst wenn der Computer seinen freien Willen dafür nutzen wollte, um Menschen Informationen aus der Datenbank der realisierten Vergangenheit oder der wahrscheinlichen Zukunft bereitzustellen, würde ihm wahrscheinlich der Zugriff auf die Datenbank verweigert, denn das wäre für die Entwicklung der Menschheit nicht hilfreich.

An einigen Orten auf der Welt hat die Menschheit sogar etwas Vergleichbares erschaffen : Es gibt Kulturen an beiden Küsten von Afrika, die glauben, dass Realität grundsätzlich auf Bewusstsein basiert, dass Realität nicht physischer Natur ist und dass man Realität durch [das Forumulieren einer] Absicht verändern kann. Dort ist das eine allgemein bekannte Tatsache. In unserer Kultur hingegen klingt das nach faulem New-Age-Zauber und wird nicht ernst genommen. Da dies in diesen afrikanischen Kulturen hingegen eine akzeptierte Tatsache ist, gibt es dort auch Menschen, die Geld damit verdienen, anderen zu drohen "Gib mir Geld oder ich mache dich mit einem Voodoo-Zauber krank". Statt geistigen Heilern gibt es dort geistige Krankmacher, die Gaunereien betreiben, indem sie anderen Menschen drohen, ihnen mit Geisteskraft zu schaden.

Das ganze Drohen mit Voodoo-Zauberei hat sich dort ungezügelt ausgebreitet, sodass die spirituelle Entwicklung der Menschen darunter leidet. Die ganze Angst, die dadurch erzeugt wird, hat sich wie eine kollektive Depression auf die Weiterentwicklung der Kultur ausgewirkt. Somit hat das Konzept [Bewusstsein beeinflusst Materie] dort negative Auswirkungen gezeigt. Es wäre also nicht wünschenswert, dass sich diese Idee weiter ausbreitet. Das PSI-Ungewissheits-Prinzip unterdrückt in diesem Fall die weitere Verbreitung solcher Konzepte. Deshalb ist es gut, wenn Menschen, die noch nicht "erwachsen" genug sind, glauben, dass das alles Blödsinn ist. Sie sollten so denken, denn sie haben sich noch nicht die Fähigkeit erarbeitet, mit diesen Informationen weise umzugehen. Deshalb ist es besser, wenn sie erst gar nichts davon wissen.


7. Kinofilme übers Transzendieren der Realität

Matrixwissen : In den letzten 15 Jahren wurde eine Reihe von Filmen produziert, die sich mit transzendentalen Themen beschäftigt haben. Filme, wie "Matrix", "Die Truman Show" oder "The 13th Floor" - also Filme, wo die Hauptfigur plötzlich merkt, dass sie in einem virtuellen Realitäts-Simulator lebt. Welche Bedeutung schreiben Sie solchen fiktionalen Filmen zu, um der Bevölkerung neue Konzepte zu vermitteln und welche Rolle könnten solche - ursprünglich als Fantasie angesehene Konzepte - in Zukunft in der "realen Welt" spielen ?

Tom Campbell : Ich finde es wunderbar, dass es Filme wie "Matrix" oder "The 13th Floor" gibt und dass Millionen von Menschen sie gesehen haben. Diese Filme helfen Menschen dabei, offener für solche Ideen werden, auch wenn sie natürlich wissen, dass das nur eine erfundene Geschichte ist. Trotzdem wird dadurch den Zuschauern ein [transzendentales] Konzept in ihrem Verstand platziert. Wie kommt es, dass wir gerade jetzt solche Filme sehen ? Zum Teil liegt das dran, dass wir im Moment an dem Punkt angekommen sind, wo wir selbst virtuelle Realitäten erschaffen. In Wirklichkeit leben wir selbst in einer virtuellen Realität, genau darum geht es im Film Matrix. Da gibt es die virtuelle Realität in der alle leben und dann gibt es da noch die "wirkliche Welt", im Film war das glaube ich in Zion.

Ursprünglich hat alles damit angefangen, dass wir virtuelle Realitäten als Computerspiel programmiert haben und dann Menschen begonnen haben, Simulatoren für virtuelle Realitäten zu benutzen - nicht nur zum Spaß sondern auch zum Training. Als Pilot lernt man in einem Simulator wie man in Extremsituationen reagieren muss. Man begibt sich in einen Flugsimulator und dann ist man auf einer Höhe von 10.000 Fuß und die Triebwerke fallen aus und jetzt muss man irgendwie darauf reagieren. Sowas möchte niemand direkt in unserer Realität mit einem 10 Millionen Dollar teuren Flugzeug und echten Menschen ausprobieren, weil das ziemlich gefährlich ist, dabei könnte jemand zu Schaden kommen. Deshalb macht man das alles in Simulatoren.

Wir haben im Lauf der letzten 30 Jahre immer komplexere digitale Realitäts-Simulationen geschaffen, die fast schon eine eigene kleine Welt also ein eigenes kleines Universum bilden. Das hat zum Konzept einer virtuellen Realität geführt. Dann kommen Filme in die Kinos, die dieses Konzept einer virtuellen Realität aufgreifen, Matrix war dabei einer der ersten. Ich habe erst vor kurzem den Film "The 13 Floor" zum ersten mal gesehen, in dem Film geht es darum, dass die Hauptfiguren im Film einen virtuellen Realitätssimulator entwickeln und dann rausfinden, dass sie selbst in einem virtuellen Realitätssimulator leben. Diese Idee hat mir sehr gut gefallen, denn im Grunde funktioniert unsere eigene Realität genauso. Ich denke, das Entstehen solcher Filme ist eine gute Sache und ich denke, ihr Entstehen ist darauf zurückzuführen, dass unsere Kultur selbst virtuelle Realitäten entwickelt hat. Wenn sich einerseits das Konzept virtueller Realitäten verbreitet und andererseits sich die Menschen spirituell weiterentwickeln, dann werden gedankliche Verbindungen hergestellt. Das führt dazu, dass das virtuelle Realitätskonzept "realer" wird, es wird wahrscheinlicher. Wenn Menschen, die solche Filme gesehen und entsprechende Computerspiele gespielt haben, mit wissenschaftlichen Forschungsergebnissen konfrontiert werden, die besagen, dass es in der Physik ein sinnvoller wissenschaftlicher Ansatz ist unsere Realität selbst als virtuelle Realität zu betrachten, dann macht das alles auf einmal Sinn.

Einer meiner Anhaltpunkte dafür, dass es mehr Sinn macht, ist die Reaktion auf meine Vorträge, in denen ich Menschen erkläre, wieso unsere Realität selbst eine virtuelle Realität ist. Ältere Menschen tun sich dabei extrem schwer mit dem Konzept einer virtuellen Realität. Jüngere Menschen hingegen tun sich da viel leichter. Ich bin selbst 66 Jahre alt, also wenn ich von jüngeren Menschen rede, meine ich Menschen bis 50. Jüngere Menschen, die damit aufgewachsen sind, entsprechende Computerspiele zu spielen, verstehen das Konzept sofort. Die Jüngeren haben Filme wie "Matrix" oder "The 13th Floor" gesehen und tun sich deshalb mit solchen Konzepten viel leichter als ältere Menschen, die diese Filme nicht gesehen haben.  

Diese Filme sind also wunderbar, sie sind eine Reflektion der virtuellen Realitätskonzepte, die wir in unserer Kultur haben und diese Filme machen es Menschen leichter, die Struktur der Realität zu verstehen, in der sie leben. Alles in allem also eine wirklich gute Sache.

Matrixwissen : Mir persönlich hat es auf jeden Fall geholfen, denn als ich "aufgewacht" bin, war der Film "Matrix" der einzige Bezugspunkt in meinem Leben, um meine Erfahrung irgendwie zu erklären. Ich habe mich damals wie in der Matrix gefühlt und zumindest kannte ich dieses Konzept - selbst wenn es nur ein Film war - aber dadurch konnte ich zumindest sagen, es fühlt sich so an [wie aus der Matrix auszusteigen]. Das hat sehr geholfen...

Tom Campbell : Ja, das hilft wirklich. Im Film "Matrix" wurden natürlich ein paar Fehler bei der Abbildung unserer Realität gemacht, aber der Film war ja nur erfunden und er war unterhaltsam. Die Bösen waren im Film die Computer und so ist das natürlich in Wirklichkeit nicht oder man musste sich etwas in den Kopf stecken, um in die virtuelle Realität einzusteigen. In Wirklichkeit funktioniert das nur durch Bewusstsein. Der Film ist zwar fehlerhaft, wenn man ihn als Abbild unserer Realität betrachtet, aber die Konzepte, die vermittelt wurden, die waren super. Zum Beispiel das Konzept, dass, was man wahrnimmt, sieht, fühlt und hört, nicht unbedingt der fundamentalen Realität entspricht, sondern dass es sich dabei nur um eine Ableitung (Projektion) handelt. In Wirklichkeit besteht alles aus Information und das hat der Film "Matrix" ganz klar rübergebracht. Das war wirklich ein prima Film - ich habe alle drei Teile gesehen und sie haben mir gut gefallen. Den Film "The 13th Floor" haben ich gerade erst vor ein paar Monaten zum ersten mal gesehen und der war auch sehr unterhaltsam.


8. Einfluss elektromagnetischer Felder auf menschliches Bewusstsein

Matrixwissen : Die folgende Frage ist etwas länger, denn es geht dabei um ein sehr interessantes Konzept, auf das ich vor einiger Zeit gestoßen bin und nachdem ich es kurz erklärt habe, hätte ich gerne ihre Meinung dazu. Es geht dabei um den Einfluss elektromagnetischer Felder auf menschliches Bewusstsein. Ich bin auf dieses Konzept durch das Lesen des Buchs eines deutschen Biophysikers gestoßen. Der hatte Versuche zu den Einflüssen schwacher elektromagnetischer Felder auf biologische Systeme gemacht. Nachdem er das zunächst mit Zellen gemacht hat, begann er dann die Auswirkungen dieser Felder auf das menschliche Gehirn zu untersuchen. Dabei fand er ein spezielles Signal mit einer Grundfrequenz von 150MHz und einem darauf moduliertem Informationsignal von 8 Hertz, welches, wenn man es direkt ins Gehirn sendet, dazu führt, dass die Versuchsperson in einen außergewöhnlichen Bewusstseinszustand eintritt. Er vergleicht diesen Zustand damit, an der Schwelle zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein zu stehen, also vergleichbar mit dem Moment direkt nach dem Aufwachen oder unmittelbar vor dem Einschafen. Dieser Zustand kann aber mit dieser Methode langfristig aufrecht erhalten werden. Durch die Verwendung dieses Signals in Therapiegeräten wurde es Patienten ermöglich, in diesem veränderten Bewusstseinszustand zu einem tiefgründigen Verständnis bezüglich den bisher unbewussten Ursachen für ihre [chronischen] Krankheiten zu gelangen. Das beschriebene Verfahren ist bereits fast 30 Jahre alt und so lange werden auch die Therapiegeräte schon verwendet. Das alleine ist schon mal sehr interessant aber jetzt kommt der wirklich interessante Teil : Vor wenigen Jahren entdeckte dieser Biophysiker nämlich, dass Veränderungen im elektromagnetischen Feld der Erde - welche durch solare Aktivität ausgelöst werden - ein Signal erzeugen, was dem Signal dieser Therapiegeräte sehr ähnlich ist. Allerdings wird dieses Signal dadurch global auf alle Menschen angewendet. Er betrachtet das als eine globale Therapie für die ganze Menschheit - ausgelöst durch die Sonne - und er glaubt, dass dies in naher Zukunft zu einer kollektiven Bewusstseinsveränderung der Menschheit führen könnte. Er macht sich allerdings Sorgen darüber, wie Menschen darauf reagieren werden, wenn sie das gerade beschriebene Konzept nicht kennen und plötzlich eine spontane Bewusstseinsveränderung erfahren und vielleicht mit [bisher verdrängten] Themen konfrontiert werden, mit denen sie nicht umgehen können. Dadurch wäre zu befürchten, dass diese Menschen eine angstbasierte und somit negative Erfahrung machen und dass der positive Effekt von Einsicht und Heilung nicht eintritt. Was sind ihre Gedanken zu dem hier beschriebenen Konzept ?

Tom Campbell : Die beschrieben Technologie kannte ich bisher noch nicht, aber sie überrascht mich keineswegs, ich wäre sehr aufgeschlossen bezüglich dieser Technologie. Es gibt optische und akustische Technologien, die ähnliche Effekte erzeugen, also kann man die Effekte bestimmt mit elektromagnetischen Feldern auch erzeugen. Vielleicht haben sie von der "Binaural Beats"-Technologie gehört, das ist ein akustisches Signal, wo man einen Ton erzeugt und jemandem [mit Kopfhörern] im linken Ohr diesen Ton und im rechten Ohr einen um +/- 4 Hertz verschobenen Ton vorspielt. Dadurch entsteht in der Mitte des Gehirn am Gehirnbalken (corpus callosum) eine Überlagerungsfrequenz von 4 Hertz. Diese Frequenz wirkt sich dann auf die Gehirnwellen aus, was abhängig von der Überlagerungsfrequenz zu einem Alpha- oder einem Theta-Bewusstseinszustand führt.

Das war ein Beispiel für eine akustische Technologie. Etwas ähnliches kann man auch optisch erzielen, indem man in jedes Auge leicht verschiedene Lichtsignale gibt. Mit entsprechenden Frequenzmustern kann man auch so das Gehirn in einen anderen Bewusstseinszustand bringen. Es geht also darum, Energie aufs Nervensystem wirken zu lassen, damit das Nervensystem mit einem speziellen Bewusstseinszustand in Resonanz geht, der in irgendeinerweise nützlich ist. Im Grunde sind das Hilfmittel, um zu lernen, wie man meditiert. Man kann das gleiche Ergebnis völlig ohne Technologie erreichen, wenn man sich nur lange genug in Meditation übt. Man kann den eigenen Verstand durch Meditation in veränderte Bewusstseinszustände bringen und auf diesem Weg hat man das auch die letzten 5000 Jahren gemacht. Jetzt haben wir Technologie, um Menschen in diese Zustände zu bringen, ohne dass sie sich dafür Jahrzehnte in Meditation üben müssen. Mit elektromagnetischen Feldern müsste man theoretisch den gleichen Effekt erzielen können, schließlich ist unser Körper im Grunde ein elektro-chemisches Instrument. Neuronen im Nervensystem tragen elektrische Ladung in sich. Wenn Licht auf unsere Netzhaut trifft, werden elektrische Impulse erzeugt. Das gleiche gilt für unsere Ohren. Wenn ein Ton aufs Trommelfell trifft, erzeugt dies elektrische Impulse, die im Gehirn verarbeitet werden. Von daher gilt das gleiche für ein elektromagnetisches Feld, das wirkt sich auf vorhandene Ladungen aus. Jede Ladung auf die ein elektromagnetisches Feld wirkt, wird hin und her bewegt, abhängig von der Frequenz des Feldes. Die Effekte sind also alle vergleichbar und hängen von speziellen Frequenzen ab, die zu einem veränderten Bewusstseinszustand führen - ähnlich dem bei Meditation.

Ich sehe diese Technologien als Stützräder an. Es handelt sich dabei um ein Werkzeug, welches einem dabei helfen kann in einen Meditationszustand zu gelangen, damit man ihn danach leichter [auch ohne diese Stützräder] erreichen kann. Solche Hilfsmittel sind nicht dazu gedacht, sie für immer zu verwenden, ähnlich wie Stützräder sind sie nur für den Anfang gedacht. Aber das ist ein Thema für sich. Also zurück zum Kernthema.

Auch die Verbindung dieser Effekte mit dem Erdmagnetfeld macht für mich absolut Sinn. Der menschliche Körper hat sich auf der Erde an die vorliegenden Gegebenheit angepasst z.B. an den Tag/Nacht-Zyklus. Diese Umwelteinflüsse haben zu Veränderungen im Körper geführt. Die elektrochemischen Prozess in unserem Körper kennen den Tag/Nacht-Zyklus. Wenn man jemand in einem Raum steckt, in dem es immer hell oder immer dunkel ist, dann durchläuft der Körper zunächst trotzdem weiter den [antrainierten] Tag/Nacht-Zyklus - bis der Körper nach einiger Zeit dann doch aus dem Rhythmus gerät. Unser Körper repräsentiert unser Umfeld und nimmt deshalb diese Eigenschaften in sich auf. Auf der Erde aufgewachsene Menschen sind also vermutlich auch an die Zyklen der elektromagnetischen Felder der Erde angepasst. Wenn man mit diesen Feldern aufgewachsen und an sie angepasst ist, ist es kein Wunder, dass man auch auf künstlich erzeugte elektromagnetische Felder reagiert und auf diese Weise auf den Körper Einfluss nehmen kann. Man kann einen künstlichen Tag/Nacht-Zyklus in einem Labor erzeugen, indem man es im Raum manchmal hell und manchmal dunkel macht. Das hat Auswirkungen auf die Biochemie des Körpers. Nach einiger Zeit passt sich der Körper an die hell/dunkel Phasen im Laborraum an, anstatt sich am Tag/Nacht-Zyklus zu orientieren. Auf die gleiche Weise kann man ein elektromagnetisches Feld nutzen, um den Körper in einen Bewusstseinszustand zu bringen, in dem Menschen verstehen, wieso sie krank geworden sind. In diesem Zustand kann man größere Zusammenhänge verstehen, man kann sich besser in die [Bewusstseins-]Datenbank einklinken. Diese ganzen Zusammenhänge sind für mich schlüssig.   

Was hat das alles aber mit dem Gehirn zutun ? Wie ist der Zusammenhang zwischen Gehirn und Bewusstsein ? Das ist der andere Teil der Frage, die hier noch beantwortet werden muss. Das Gehirn ist nicht der Ort, wo Bewusstsein entsteht. Bewusstsein befindet sich nicht im Gehirn. Bewusstsein wird auch nicht vom Gehirn erzeugt. Das Gehirn speichert keine Daten oder Erinnerungen, die werden im Bewusstsein gespeichert. Denkprozesse laufen auf der Ebene des Bewusstseins ab. Das Gehirn ist ein virtuelles Gehirn, wir leben in einer virtuellen Realität, es gibt nicht wirklich ein physisches Gehirn. Da Gehirn ist virtuell, genauso wie unser Körper nur virtuell ist.

Betrachten wir für einen Moment die Entwicklung des Universums. In unserer virtuellen Realität gab es den "digitalen" Big Bang, das bedeutet im Computer [auf dem unsere Realität läuft] hat jemand auf den Start-Knopf gedrückt und diese Realität beginnt sich zu entwickeln. Die Anfangsbedingungen waren sehr viel Energie auf sehr kleinem Raum mit sehr hohem Druck und hohen Temperaturen und dann wird diese Realität gestartet. Dann dehnt sich die Energie mit der Zeit aus und kühlt sich ab, Sonnen entstehen und der ganze Entstehungsprozess unseres Universums über den Physiker reden läuft ab. Aber es passiert eben alles in einem Computer, es läuft alles digital ab. Eine Sonne hatte Planeten, die günstige Bedingungen zur Entwicklung von Leben hatten, dann entwickelten sich erste Zellen, dann erste Lebensformen und schließlich Menschen. Aber das ist alles Teil einer Simulation, genauso wie World of Warcraft. Aber im Gegensatz zu einem Computerpiel, wo Programmier die Menschen, das Gras und die Bäume durch Programmcode erschaffen, leben wir in einer Simulation, die einfach läuft, sich eigenständig weiterentwickelt und abwartet, was passiert. In unserem Fall wird die Bühne bzw. die virtuelle Realität durch den Evolutionsprozess erzeugt. Jetzt sind wir an dem Punkt, wo es Wesen gibt, die ein Gehirn entwickelt haben und dieses Gehirn repräsentiert die geltenden Regeln, genauso gilt das für den Körper oder das Wetter. Die entsprechen alle den geltenden Regeln für diese Realität, deshalb haben sie sich so entwickelt. Die Regeln entwickeln sich im Lauf der Zeit, dabei spielen Zufallsprozesse eine Rolle und schließlich sind wir dort angekommen, wo wir uns heute befinden, eben in einer riesigen Realitätssimulation. Das Gehirn - präziser gesagt das virtuelle Gehirn - stellt dabei die Verkörperung der geltenden Regeln dar. Es bestimmt somit, was ein Bewusstsein maximal tun kann, welches in unserer Realität [in einem menschlichen Körper] lebt. Das gleiche gilt für unseren Körper. Das Bewusstsein wird also durch das virtuelle Gehirn begrenzt. Es kann keine Erfahrungen machen, die dieses virtuelle Gehirn nicht ermöglichen kann. Auf diesem Weg ist Bewusstsein mit dieser virtuellen Realität verbunden. Um in diese Realität einzusteigen, benutzt das Bewusstsein das Gehirn, wobei Gehirn, Körper und das Umfeld die Beschränkungen repräsentieren, die aufgrund der geltenden Regeln existieren. Das Bewusstsein kann also nichts erleben, was das Gehirn nicht erleben kann. Es kann nicht mehr Informationen speichern, wie das Gehirn speichern kann.

Unser Körper kann nicht 6 Meter in die Luft springen, weil er sich in dieser Realität [aufgrund der geltenden Regeln also den physikalischen Gesetzen] nicht so entwickeln kann, um das zu können. Menschen können sowas also nicht und deshalb kann es das Bewusstsein auch nicht. Die geltenden Regeln beschränken, wie sich die Realität entwickeln kann und das Gehirn wird somit zur Repräsentation der Begrenzungen unseres Bewusstseins.   

Wenn jemand unserem virtuellen Körper mit einer Metallstange den Kopf einschlägt, dann trägt zwar unser Bewusstsein keinen Schaden davon, aber aufgrund der Schädigung des Gehirns ist es nun deutlich stärker eingeschränkt bezüglich dem, was es erleben und wie es sich ausdrücken kann. Oder wenn unser Gehirn zum Beispiel einen Schlaganfall hat, dann verändern sich dadurch die Eigenschaften des virtuellen Spielers in dieser Realität, er kann jetzt weniger machen wie vor dem Schlaganfall. Bewusstsein kann auch nicht die gesamte Differenzial- und Integralrechung innerhalb einer Stunde lernen, denn unser Gehirn kann das nicht, also kann Bewusstsein das genauso wenig. Die Beschränkungen fürs Bewusstsein liegen also in jeder Hinsicht im Gehirn. So funktioniert das in unserer Realität, das Bewusstsein hat quasi einen virtuellen Spieler und der kann nur das machen, was die geltenden Begrenzungen ihm ermöglichen.

Wenn man also elektromagnetische Signale hat oder auch akustische Signale wie "Binaural Beats" oder auch optische Signale, dann wirken die aufs Gehirn und beeinflussen die Funktionsweise des Gehirns, denn das Gehirn besteht aus elektromagnetischen Impulsen. Wenn man also elektromagnetische Felder aufs Gehirn einwirken lässt, dann verändert man dadurch, wie sich unser Bewusstsein in dieser Realität ausdrücken kann, denn man hat die Begrenzungen des Bewusstseins verändert. Durch akustische Signale wie die "Binaural Beats" werden die Begrenzungen des Gehirns gelockert, wodurch das Bewusstsein die Möglichkeit bekommt, sich in andere Realitätssystem zu begeben. Mit den elektromagnetischen Signalen ist es genauso, sie verändern die Begrenzungen, denn sie verändern das Gehirn und somit verändern sie was das Bewusstsein erleben kann.

Also kurz zusammengefasst : Es gibt elektromagnetischen Felder, die beeinflussen wie das Gehirn funktioniert. Das Gehirn hat Auswirkungen aufs Bewusstsein, nicht weil Bewusstsein vom Gehirn erzeugt wird, sondern weil das Gehirn die Begrenzungen des Bewusstseins bezüglich der mentalen Fähigkeiten repräsentiert.

Matrixwissen : Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Das war wirklich hilfreich, denn jetzt können die Zuhörer verstehen, wieso das beschriebene Konzept wirklich funktionieren könnte, die elektromagnetischen Felder verändern also die Begrenzungen unseres Gehirns...

Tom Campbell : Genau, die Begrenzungen unseres Bewusstseins werden von den Feldern verändert. Das gleiche gilt für die "Binaural Beats", es verändert die Begrenzungen, genauso wie ein Schlaganfall die Begrenzungen verändert. Wenn man das Gehirn verändert, verändert man, was das Bewusstsein, das sich durch diesen virtuellen Spieler ausdrückt, machen kann. Wenn das Gehirn des Spielers verändert wird und der Spieler quasi der Avatar des Bewusstseins ist, dann verändert man die Begrenzungen des Bewusstseins, das sich durch diesen Spieler ausdrückt.


9. Tiefgründige Gedanken zur globalen Lage

Matrixwissen : In dem Video des Treffens mit Mitgliedern ihres Internetforums beantworteten Sie eine Frage bezüglich der globalen Lage und sagten dabei, dass sich die Menschenheit momentan auf Messers Schneide befindet, dass wir vor wesentlichen Entscheidungen stehen, was unsere unmittelbare Zukunft angeht und dass noch nicht sicher ist, wie wir uns dabei entscheiden werden. Vor diesem Hintergrund würde ich gerne Ihre Meinung zu den jüngsten Ereignissen in Europa hören, speziell zu der ganzen Staatsschuldenproblematik, den Schuldzuweisungen von Staaten untereinander und dieser seltsamen Situation, dass die Staaten gezwungen sind, zusammenzuarbeiten, aber das im Grunde gar nicht wirklich wollen. Haben Sie dazu eine Meinung oder ein paar tiefgründige Gedanken darüber, was wir aus der Situation lernen werden ?

Tom Campbell : Ja, lassen Sie mich dazu zunächst etwas aus der Sicht des großen Ganzen sagen : Alles was wir erleben, spiegelt uns unseren Seinszustand. Wenn man unsere Kultur, die Bevölkerung und die Menschheit als ganzes betrachtet, wenn man die Zeitung aufschlägt und die Nachrichten in Fernsehen schaut und all die schrecklichen Dinge sieht, wenn es so scheint, als ob wir alle nicht besonders gut miteinander klarkommen und wenn es so aussieht, als ob wie alle von Egomotiven und Angst getrieben sind, dann spiegelt uns das alles, wo wir bezüglich unserer Bewusstseinsentwicklung stehen. Wir sind kollektiv gesehen schlecht entwickelte Bewusstseinseinheiten, die voller Angst und Ego sind. Was wir in unserer Kultur erleben spiegelt uns diesen Zustand.

Die einzige Möglichkeit das zu verändern, besteht darin, die Menschen zu verändern, womit wir zu einer Ihrer früheren Fragen bezüglich das "Aufwachsens" zurückkommen. Wie kriegt man die Menschen dazu "aufzuwachen" ? Wie bekommt man sie dazu einzusehen, dass Kooperation und ein liebevoller Umgang miteinander wichtig sind und dass Liebe die Antwort ist. Man kann niemanden dazu zwingen, irgendwas zu lernen. Die Menschen müssen diese Dinge von innen heraus lernen. Genauso sind Regierungen im Grunde eine Repräsentation des kollektiven Bewusstseins der Menschen, welche die Regierung bilden. Ein Mob hat auch ein kollektives Bewusstsein. Wenn 50 Menschen einen Mob bilden und diese Menschen von Ego und Angst getrieben sind, dann verhält sich der Mob als ganzes schlimmer als jeder der an ihm Beteiligten einzeln agieren würde.   

Wenn man jemanden betrachtet, der besonders weit bezüglich seines Bewusstseins entwickelt ist und der voller Liebe, Mitgefühl und Freude ist, denn wirkt sich der Zustand dieser Person auf alle Menschen in seinem unmittelbaren Umfeld aus, allein weil sie sich in seiner Nähe aufhalten. Das ist das genaue Gegenteil von einem Mob. Das liegt daran, dass wir Menschen alle Bewusstseinseinheiten sind. Das Bewusstsein jedes Menschen kommuniziert [auf unbewusster Ebene] mit dem Bewusstsein der Menschen im unmittelbaren Umfeld. In einer früheren Frage hatten wir darüber gesprochen, wie sich Ideen verbreiten [ohne dass man über sie sprechen muss].

Wenn viel Angst, viel Ego und viel Selbstinteresse zusammenkommt, bringt das die negativen Eigenschaften [der beteiligten Menschen] hervor. Eine Regierung als ganzes kann so Taten vollbringen, die keiner der an der Regierung beteiligten Menschen je alleine tun würde. In dem Fall einigt man sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Beim Mob orientiert sich das Verhalten des Mobs an der Qualität des am geringsten entwickelten anwesenden Individuums. Regierungen verhalten sich oft genauso. Wir haben in der ganzen Welt Regierungen, die aus gut ausgebildeten und erfahrenen Menschen bestehen, aber sie verhalten sich wie Fünfjährige im Kindergarten. Sie versuchen sich gegenseitig die Spielsachen wegzunehmen, sie regen sich auf und verhalten sich wie Kleinkinder. Das spiegelt unseren kollektiven Zustand als Gesellschaft wieder. Die Menschheit befindet sich nicht an einer Universität sondern noch im Kindergarten für Bewusstseinsentwicklung. Wir verhalten uns wie Kinder, denn was unsere Bewusstseinsentwicklung betrifft, sind wir Kleinkinder.

Was wir in der Welt sehen, spiegelt uns unseren Seinzustand wider. Um den zu verändern, muss die Menschheit erwachsen werden. Das beste, was man zum Wachstum anderer Menschen beitragen kann, besteht darin, an sich selbst zu arbeiten und sich selbst weiterzuentwickeln. Wenn man selbst [in spiritueller Hinsicht] erwachsen wird, verändert man dadurch mehr Menschen, als man durch Vorträge oder andere Aktivitäten erreichen könnte. Wenn man selbst "erwachsen" geworden ist und man mit anderen spricht, dann spüren diese Menschen das, sie sehen, dass man [authentisch ist und] für das steht, was man sagt. Diese Menschen spüren dann, dass das wahr ist, es handelt sich dabei nicht nur um hohle Worte. Man muss also zunächst selbst zum Vorbild werden und damit hilft man der Welt am besten.

Was kann man also konkret machen ? Wir müssen an diesen Dingen kontinuierlich arbeiten, wir müssen Menschen helfen größere Zusammenhänge zu erkennen, wir müssen Filme wie "Matrix" oder "The 13th floor" in Erinnerung behalten, wir müssen Menschen dabei helfen zu erkennen, dass Realität mehr ist, als sie bisher dachten, wir müssen der Wissenschaft dabei helfen die Ergebnisse [der Quantenphysik] zu verstehen und zu erkennnen, dass [die digitale Physik und] das Modell einer virtuellen Realität die Grundlage für eine bessere Wissenschaft bilden. Dieser Prozess braucht Zeit. Wir kommen damit wieder zurück zur Thematik wie sich neue Ideen und Konzepte in die Mitte [des gesellschaftlichen Weltbilds] vorarbeiten.

Wenn man sich die Nachrichten anschaut und dabei sieht, dass sich die Regierungen wie eine Horde von egozentrischen Kleinkindern verhalten, dann spiegelt das den Zustand der Gesellschaft wider. Solange die Bevölkerung sich nicht ändert, wird sich auch die Regierung nicht ändern, denn die Regierung ist nur eine Verkörperung der Bevölkerung.

Wenn die Bevölkerung anders wäre, wäre auch die Regierung anders. Die Regierung stellt eine Auswahl der Bevölkerung da und sie repräsentieren uns.  Wir wählen diese Menschen, weil sie wie wir sind. Wir sind Herdentiere, wir vertrauen Menschen, die wie wir sind. Menschen, die anders als wir sind, denen vertrauen wir nicht. Wenn man jemand betrachtet, der deutlich anders ist als der Normalbürger, dann hätte diese Person es sehr schwer gewählt zu werden. Wenn diese Person mehr Integrität hätte, mehr Liebe und mehr Mitgefühl als der Durchschnittsbürger, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie gewählt würde, sehr gering. Alles was irgendwie anders ist, macht den Menschen Angst. Was wir sehen, ist eine Reflektion von dem, was wir sind. Traurig aber wahr.

[An dieser Stelle wurde ein kurzer Dialog aus dem Interview nicht übersetzt, dann eigentlich waren das alle Fragen, die ich vorbereitet hatte und ich wollte Tom an dieser Stelle für das Interview danken. Er meinte dann aber, wenn ich noch weitere Fragen habe, können wir das Interview ruhig noch etwas fortsetzen. Daraufhin habe ich ihm dann noch die folgende und wirklich letzte Frage gestellt]


10. Die Signifikanz außergewöhnlicher Lebenserfahrungen

Matrixwissen : Wie wichtig sind ungewöhnliche und einzigartige Lebenserfahrungen ? Nachdem ich "aufgewacht" bin, habe ich mich in der Welt umgeschaut und bin auf viele Sachen aufmerksam geworden, die ich früher einfach als verrücktes Zeug abgetan und ignoriert hätte. Durch die Veränderung meiner Weltsicht fühlte ich mich nun aber geradezu angezogen von Menschen, die über ihre außergewöhnlichen Erfahrungen berichtet haben - also z.B. außerkörperliche Erfahrungen oder sogar noch extremere Themen wie Entführungen durch Außerirdische. Ich fühlte mich davon irgendwie angezogen, einerseits weil es so extrem kurios war, andererseits weil es aber auch alles irgendwo im Gesamtbild seinen Platz hatte. Wenn man das ganze aber mal mit etwas Abstand betrachtet, wie wichtig sind dann ungewöhnliche Erfahrungen anderer Menschen für einen selbst ? Sind diese Erfahrungen vielleicht primär für die Person gedacht, die sie macht damit diese Person sich dadurch weiterentwickelt und geht es vielleicht weniger darum, nach so einer Erfahrung durch die Welt zu reisen, um allen davon zu berichten, wie toll diese einzigartige Erfahrung war ? Wo liegt hier die sinnvolle Mitte zwischen einerseits die Erfahrungen anderer als irrelevant fürs eigenen Leben einzustufen oder andererseits sie als extrem wichtig einzustufen, denn wenn diese Erfahrung wahr ist, dann würde das unsere gesamte Weltsicht verändern ?

Tom Campbell : Der Grund, warum Sie sich von diesen Erfahrungsberichten angezogen fühlen, hängt damit zusammen, dass Sie durchs "Aufwachen" von einem engstirnigen Mensch zu einem vorurteilsfreien Mensch geworden sind. Wenn man der Welt auf einmal vorurteilsfrei begegnet, möchte man mit dieser neuen Sichtweise experimentieren, man möchte sie praktisch anwenden. Stellen Sie sich vor, sie wären ihr ganzes bisheriges Leben querschnittsgelähmt gewesen und hätten im Rollstuhl gesessen. Wenn Sie dann plötzlich geheilt würden und funktionierende Muskeln hätten, dann würden Sie auch sofort ausprobieren wollen, wie es ist, zu rennen und zu springen. Körperliche Aktivitäten hätten dann eine sehr anziehende Wirkung für Sie, weil das alles neu ist und Sie in diesem Bereich neue Erfahrungen machen könnten.

Wenn man plötzlich der Welt aufgeschlossen begegnet und merkt, wie sehr einen das eigene Glaubenssystem bisher in einem bestimmten Bereich eingeschränkt hat, dann beginnt man sich zu wundern, ob es einen vielleicht auch noch in anderen Bereichen einschränkt. Man muss also offen für Neues sein und sich in den Randbereichen der Realität umschauen, um zu sehen, welche interessanten Informationen man dort findet und ob diese irgendwie wertvoll [für einen selbst] sind.   

Andererseits haben Sie absolut recht, ein Großteil dieser ungewöhnlichen Erfahrungen sind etwas rein Persönliches. Die meisten paranormalen Erfahrungen, die Menschen machen - wie z.B. außerkörperliche Erfahrungen, bei denen jemand auf ein Lichtwesen trifft und dabei von dessen Liebe überflutet wird - sind rein persönliche Erfahrungen, die speziell für den Menschen gedacht sind, der sie macht. So eine Erfahrung ist als Stups gedacht, um einen Wachstumsprozess bei diesem Menschen anzustoßen. Wenn dieser Mensch dann über seine Erfahrung mit anderen spricht, ist das vollkommen in Ordnung. Manchmal ist es sogar hilfreich, denn dadurch können andere Menschen darüber lesen und es bringt sie vielleicht zum Nachdenken darüber, was in unserer Welt alles möglich ist. Solange es beim darüber Nachdenken bleibt, könnte das sich vorteilhaft auswirken. Sobald man jedoch die Erfahrung eines anderen überbewertet und sie als signifikant für unsere Sicht der Welt einstuft, läuft man Gefahr, die Erfahrung des anderen selbst wiederholen zu wollen. Diese eine Erfahrung wird dann als relevant für alle anderen Menschen angesehen und das ist sie einfach nicht. Man muss selbst eigene Erfahrungen machen. Man sollte selber diese Erfahrung machen und zum Beispiel das Lichtwesen treffen und von dessen Liebe überflutet werden. Wenn das aber keine eigene Erfahrung ist, dann kann es interessant sein zu wissen, dass sowas passieren kann, aber man sollte das ganze nicht überbewerten. Es überzubewerten ist nicht gut, denn dann ist man wieder beim Thema Glauben. Glaubt man dem Erfahrungsbericht oder glaubt man ihm nicht ? Beide Extreme sind hier keine gute Lösung. Man sollte es als Möglichkeit in Betracht ziehen und durch eigene Erfahrung herausfinden, ob es stimmt. Einige Erfahrungen kann man aber nicht selbst machen. Wenn jemand eine spezielle Erfahrung gemacht hat, ist das seine Erfahrung und man kann die nicht unbedingt selbst genauso machen. In dem Fall kann man sich nur sagen "vielleicht stimmts" und das Thema zu den Akten legen.

Also zusammenfassend gesagt : Die meisten paranormalen Erfahrungen sind persönlicher Natur und man sollte nie die persönliche Erfahrung eines anderen zu etwas heiligem erheben. Denn dadurch wird es zu einem Glauben und etwas zu glauben ist [für die eigene Entwicklung] nicht unbedingt hilfreich. Man muss selbst lernen und sich weiterentwickeln. Man entwickelt sich nicht selbst weiter, weil man zuschaut, wie sich jemand anderes weiterentwickelt oder weil man glaubt, dass diese Person eine außergewöhnliche Erfahrung gemacht hat. Man entwickelt sich nur weiter, wenn man selbst Erfahrungen macht und dabei gute Entscheidungen trifft.

Matrixwissen : In dieser Hinsicht leben wir wirklich in interessanten Zeiten, denn mit der Verfügbarkeit des Internet und der Möglichkeit, dass jeder Mensch seine persönliche Erfahrung dort mit anderen teilen kann und alle haben die Möglichkeit, sich die Erfahrungsberichte anderer anzusehen ... das ist eine einmalige Chance zur [kollektiven] Weiterentwicklung. Die Frage ist nur, werden wir diese Chance sinnvoll nutzen ?

Tom Campbell : Genau, was macht man mit dieser Möglichkeit. Wie wertvoll sind die Erfahrungen anderer für einen selbst. Es geht nicht darum, ob man den Erfahrungen anderer glaubt oder nicht glaubt. Die eigentliche Frage ist "Was kann ich damit anfangen ?". Wenn man nichts damit anfangen kann, dann ist der Erfahrungsbericht für einen selbst nicht wirklich wichtig. Dann ist egal ob er wahr ist oder nicht. Wenn der Bericht hingegen einem beim eigenen Wachstum helfen kann, dann ist er wertvoll und dann kann es sogar egal sein ob der Bericht wahr ist oder nicht. Die Fragestellung, ob ein Erfahrungsbericht wahr ist oder nicht, ist also nicht sinnvoll. Es geht darum, ob man selbst daraus einen Impuls fürs eigene Wachstum ziehen kann.  

Selbst wenn man einen Erfahrungsbericht gelesen hat und zu dem Fazit gelangt, das der Bericht einen in der eigenen Entwicklung nicht weiterbringt, dann bedeutet das nicht, dass der Bericht für immer irrelevant ist. Vielleicht stößt man 5 Jahre später wieder auf den Bericht und dann ist man soweit, dass man etwas damit anfangen kann. Man kann also kein Thema jemals ein für allemal abhaken, sondern man muss stets offen bleiben, dass sich diese Bewertung ändern kann.

Umso mehr man seine persönliche Theorie von Allem entwickelt, umso besser versteht man, wie diese ganzen Erfahrungen andere Menschen einzuordnen sind. Man lernt dadurch diese Berichte zu interpretieren und kann Rückschlüsse auf eventuelle Ursachen ziehen. Alles was man erhält, wenn man den Erfahrungsbericht eines anderen Menschen liest, sind Metaphern und Symbole. Also was diese Erfahrung für den anderen bedeutet hat. Das ist alles, was sich aus einem Erfahrungsbericht herausholen lässt. Man kann keine Erfahrung mit einem anderen Menschen direkt teilen - also zumindest nicht innerhalb unserer physischen Realität. Alles was man tun kann, ist die Erfahrung unter Zuhilfenahme von Metaphern und Symbolen - also Wörtern und Sprache - zu beschreiben. Man kann also nur die Wörter weitergeben, die entsprechen aber nie der Erfahrung selbst. Wenn man eine Erfahrung macht, kann man die nur durch die eigenen Metaphern und Symbole beschreiben. Diese Metaphern und Symbole hat man selbst im Lauf des eigenen Lebens aufgebaut. Wenn man aber diese Metaphern zur Beschreibung einer Erfahrung benutzt, kann der Zuhörer die Metaphern nur vor dem Hintergrund seiner eigenen Lebenserfahrung und somit sein eigenen Metaphern und Symbolen interpretieren.

Wenn man die größeren Zusammenhänge verstanden hat und erkennt, wie unsere Realität funktioniert, dann kann man die Metaphern und Symbole von anderen Menschen besser interpretieren. Anstatt ihre Metaphern wörtlich zu nehmen, erkennt man die tieferen Zusammenhänge, die den Metaphern zugrundeliegen. Das ist extrem hilfreich.

Matrixwissen : Ja, aber da muss man erstmal hinkommen. Wenn man so eine außergewöhnliche Erfahrung macht und noch keine tiefgründigen Zusammenhänge erkannt hat, dann klammert man sich an die Erfahrung. Vielleicht trifft man ein Lichtwesen und es hat mit einem gesprochen und das wird dann zur eigenen Realität und man muss sofort andere Menschen davon überzeugen, dass dieses Lichtwesen real und wichtig ist. Wenn man die Erfahrung in dem Moment nicht als Symbol oder Metapher sehen kann, dann blockiert man sich selbst.

Tom Campbell : Genau, dann hängt man quasi fest, denn jetzt glaubt man und dadurch wird der Glaube zu einer Falle, weil man sich selbst durch diesen Glauben limitiert. Unser eigener Glaube limitiert uns. Wenn man also so eine Erfahrung macht und man sie Erfahrung wörtlich nimmt, dann blockiert man sich selbst. Man tut sich dann sehr schwer damit die größeren Zusammenhänge zu erkennen und über die Erfahrung hinauszuwachsen. Man ist dann mit der Erfahrung zwar etwas gewachsen, aber an dem Punkt hängt man dann fest und andere Menschen, die einem in dieses Glaubenssystem folgen, die hängen dann zusammen mit einem selbst dort fest. Aber so wachsen wir, klitzekleine Schritte, einer nach dem anderen. Vielleicht hängt man dann ein paar Jahre dort fest, aber irgendwann sagt man sich "das befriedigt mich alles irgendwie nicht mehr, ich möchte etwas neues erreichen" und dann öffnet man sich für Neues.

Viele Menschen, die sich auf der Suche [nach dem Sinn] befinden, sind schon 20 oder 30 Jahre unterwegs und sie haben immernoch nicht gefunden, wonach sie suchen. Sie schwenken von einem Thema zum nächsten und dann wieder zum nächsten aber sie kommen dabei irgendwie der Antwort, die sich suchen, nicht näher. Das liegt daran, dass sie mal an dies und mal an jenes glauben, aber sie schaffen es einfach nicht, die großen Zusammenhänge zu erkennen. Sie haben nur einen Haufen Puzzleteile, aber ihnen fehlt das Gesamtbild, wie sich alles zusammenfügt.

Menschen verhalten sich also so [dass sie Erfahrungen zu wörtlich nehmen] und sie limitieren sich dadurch selbst. Aber dann wachsen sie irgendwann wieder ein Stück und hängen dann wieder fest. Die meisten Menschen tun sich extrem schwer damit auch nur einen kleinen Schritt [in Richtung persönlicher Weiterentwicklung] zu machen. Aber wenn man nur genügend kleine Schritte nacheinander macht, dann kommt man irgendwann auch zum Ziel. Außer man läuft im Kreis, dann kommt man natürlich nirgendwo hin.

Hat diese Erläuterung geholfen ?

Matrixwissen : Ja sehr. Tom, nochmal vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben. Inzwischen haben wir über 90 Minuten miteinander gesprochen. Also vielen Dank dafür. Ich hoffe, Sie haben nächste Woche eine gute Reise, Sie erwähnten, dass sie nach Spanien fliegen...

Tom Campbell : Ja, nächsten Donnerstag fliege ich nach Spanien. Ich habe dort einen zweitägigen Workshop - der ist am 5. und 6. November 2011 also ein Samstag und ein Sonntag. Das wird auf jeden Fall interessant. Ich werde eine Einführung in meine Theorie geben und dann machen wir ein paar praktische Übungen : Ich werde Menschen beibringen, wie sie mit ihrem Verstand heilen oder Remote Viewing betreiben können. Das machen wir alles vor dem Hintergrund der tieferen Zusammenhänge [bezüglich der Struktur unserer Realität]. Das wird auf jeden Fall viel Spaß machen. Etwa zwei Wochen später werde ich dann einen Vortrag in Atlanta (Georgia) geben und dann gönne ich mir erstmal eine kleine Auszeit. Über Weihnachten und die folgenden Monate mache ich erstmal Pause vom Herumreisen und Vorträge halten. Das wird angenehm mal ein bisschen zu entspannen.

Matrixwissen : Ok, ich versuche dieses Interview in spätestens 2 Tagen ins Internet zu stellen, dann haben Menschen, die bisher noch nichts von Ihrem Workshop in Spanien oder dem Vortrag in Atlanta gehört haben, noch die Möglichkeit haben dort hinzukommen. Hoffentlich haben Sie reichlich Zuhörer...

Tom Campbell : Auf der Teilnehmerliste für den Workshop in Spanien stehen auch einige Leute aus Deutschland. Die Namen weiß ich natürlich nicht, aber man hat mir gesagt, dass Teilnehmer aus ganz Europa und sogar einige aus den USA in Spanien dabei sind.  

Matrixwissen : Dann wünsche ich Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in Spanien

Tom Campbell : Ja das wird es bestimmt wunderbar. Ich war noch nie an der Südküste von Spanien und ich freue mich schon richtig darauf.

Matrixwissen : Also dann nochmal vielen Dank für das Interview

Tom Campbell : Ich danke Ihnen ebenfalls, es war nett sich mit Ihnen zu unterhalten und es hilft, Texte in andere Sprachen zu übersetzen, damit mehr Menschen Zugriff auf mein Material bekommen. Deshalb schätze ich es sehr, dass Sie einiges davon ins Deutsche übersetzen.

Matrixwissen : Ja mir macht das Spaß, denn es ist etwas Sinnvolles und die Rückmeldungen, die ich bisher dazu bekommen habe, waren positiv. Einige Leute fanden es sehr interessant. Leider sind nicht allzuviele Menschen offen für diese großen Ideen und Konzepte, aber einer nach dem anderen [wird das Interesse daran geweckt]

Tom Campbell : Genau, einer nach dem anderen...

 

Ende des Interviews vom 27.10.2011

Kommentare   

0 #1 primal 2013-01-12 17:19
4.Angst und Wahrheit

Angst an sich ist bereits eine Wahrheit.

Aber ich will noch etwas anderes anmerken.Nämlich die Zeit.Nehmen wir an ein achttägiges Neugeborenes Wesen unter Jüdischem Religionsdiktat wird Beschnitten.Wie lange dauert die Beschneidung ? Offensichtlich nicht sehr lange.Für einen Aussenstehenden Erwachsenen jedenfalls nicht lange.

Für den Betroffenen dauert der Schmerz dieser Perfiden Folter ein ganzes Leben lang.Denn der Schmerz hat nun mal die Eigenschaft sich in Gedächtnisschleifen fortzubewegen und durch Erklärungsmodelle seitens der Erwachsenen Symbolismen zu Erzeugen.

Deswegen ist Schmerz der Tiefere Auslöser der Angst welche etwa in Wahnhaften Religiösen Symbolismen ihren Ausdruck findet.

Das sind Naturgesetze für deren Existenz ich Ursächlich leider keine Verantwortung tragen kann.

Deswegen ist die Antwort von Campbell aus meiner Sicht sozusagen etwas zu "Spät" im Alter angesiedelt.

Ich denke das es wichtig ist zu Verstehen das besonders Früher Schmerz Irrational Erscheinende Prägungen Verursacht.

Vielleicht wäre es deswegen auch nützlich etwas über die Primärtherapie Janovs zu Wissen.

Die Langjährige Kenntnis dieser Methode befähigt mich jedenfalls alles was Campbell sagt,gut zu Verstehen.

Die Zeitlinie geht so:Schmerz=Angst=Ego.
Und ist Entsprechend der Entwicklung des Gehirns Phylogenetisch als auch Ontogenetisch entsprechend.
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Vom Leiden einmal abgesehen, sind Krankheiten als Wegweiser durchaus gesund

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Oliver Hassencamp

(1921-1988)

 

 

 

 

   

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Wie funktioniert Geld ?

00398rBernard Lietaer war belgischer Zentralbanker, Hedgefondsmanager und Professor für Finanzwirtschaft. Er verfügt über 30 Jahre an Erfahrung im Finanzbereich. In diesem deutschen Interview spricht er Klartext zu Geld, Euro, Dollar und deren Zukunft.

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Fließband-Journalismus

00390jNick Davies arbeitet seit über 35 Jahren als investigativer Journalist. In diesem deutschen Vortrag spricht er über seine Einsichten dazu, wie das Pressegeschäft wirklich abläuft. Er zeigt, wieso objektive Berichterstattung unmöglich ist und welche Interessenskonflikte wahrheitsgemäßen Journalismus zunehmend torpedieren.

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Geld & Zeitenwende

00108iIn seinem Vortrag spricht Autor Charles Eisenstein über die Funktion von Geld und wie es die Beziehung der Menschen zur Welt verändert hat. Er teilt seine Vision über eine Gesellschaft, in welcher die Menschen ihre Beziehung zur Natur neu entdecken und Wertschätzung nicht mehr nur in Geld ausgedrückt wird. Ein Teil wurde deutsch synchronisiert.

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Wirtschaftsmafia & globales Imperium

00100a 120John Perkins arbeitete viele Jahre als Chef-Ökonom eines großen Be- ratungsunternehmens. Im Lauf der Jahre wurde er sich immer mehr über die massive Korruption bewusst, auf der das Imperium der USA basiert. Einige Zeit spielte er das Spiel mit, schließlich kündigte er und erzählte, was er erlebt hat. Ein wirklich sehenswertes englisches Interview !

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9/11 - Untersuchung eines schweizer Historikers

00104e

Dr. Daniele Ganser ist schweizer Historiker, der an der Universität Basel unterrichtet. In diesem Vortrag stellt er die Ereignisse von 9/11 aus Sicht eines Historikers vor. Ein sehenswerter Überblick zu Themen und Beweisen, welche die Massenmedien nicht erwähnen.

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Crashkurs

00106gChris Martenson's "Crashkurs" aus dem Jahr 2009 wurde vor kurzem komplett deutsch synchronisiert. In diesem Vortrag werden die systemimmanenten Probleme von Wirtschaft, Finanzsystem und Gesellschaft auf verständliche Weise erklärt.

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The Story of Stuff

02016p
The Story of Stuff ist ein deutsch-synchronisierter 20-minütiger Dokumentarfilm, der einen kritischen Blick auf die westliche Konsumkultur wirft und dabei auch das Thema versteckter Kosten bei der Produktion billiger Waren beleuchtet.

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Problema - 100 tiefgründige Fragen

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Im September 2006 trafen sich über 100 große Denker zu einem Gespräch in Berlin. Während dieses 9-stündigen Tages wurden allen Teilnehmern 100 tiefgründige Fragen gestellt und ihre Antworten wurden gleichzeitig gefilmt.

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Wahrheitssuche

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In dieser englischen Vortragsreihe gibt Mark Passio eine umfassende Übersicht über seine Suche nach Wahrheit. Mark deckt dabei ein breites Spektrum ab, er ist ein exzellenter Sprecher und die Vorträge sind übersichtlich strukturiert. Sehr empfehlenswert !

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Propaganda in einer Demokratie

02058hDer englisch-sprachige Dokumentarfilm Psywar untersucht wie Propaganda und Öffentlichkeitsarbeit zu einem machtvollen Werkzeug westlicher Demokratien geworden sind. Die Beeinflussung der Wahrnehmung ersetzte ausgewogene Berichterstattung in den Medien und Sie sollten verstehen, wie Sie manipuliert werden.

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