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Wissenschaftliche Rätsel und Anomalien >
Archäologische Funde, die nicht ins Geschichtsbild passen


Hier finden Sie einige Beispiele für archäologische Funde, deren Herkunft und Zweck bislang nicht überzeugend erklärt werden konnten. Es gibt dazu spekulative Theorien, aber noch kein gesichertes Wissen.


Inhaltsübersicht:

  1. Die Ostsee-Anomalie: Professionelle Taucher fanden 2011 am Meeresboden der Ostsee eine Struktur, die bis heute Rätsel aufgibt.
  2. Wie wurden die Pyramiden gebaut? Über die konkrete Art und Weise, wie die Pyramiden von Gizeh gebaut wurden, gibt es weder schriftliche Quellen noch experimentell bestätigte Theorien. Neuere Untersuchungen mit modernster Messtechnik verschärfen die Erklärungsnot der Historiker: Die Pyramiden wurden offenbar exakter errichtet, als man das mit den technischen Möglichkeiten der alten Ägypter überhaupt hätte messen bzw. ausführen können.
  3. Autoren und Archäologen, die unser Geschichtsbild hinterfragen: Hier finden Sie eine kleine Auswahl unorthodoxer Autoren und Archäologen, deren Interpretation rätselhafter Funde und Überlieferungen unsere gängige Vorstellung von der Entwicklung der Menschheit ins Wanken bringt.
  4. Weiterführende Informationen und Buchtipps

1) Die Ostsee-Anomalie

Vorausgesetzt, die Taucher des Teams "Ocean X" führen die Weltöffentlichkeit nicht seit 2011 an der Nase herum, ist die folgende Geschichte wirklich mysteriös:

Die professionellen Taucher Peter Lindberg und Dennis Åberg aus Schweden betreiben unter dem Namen "Ocean X Team" ein Bergungsunternehmen, das sich auf die Unterwassersuche nach versunkenen antiken Schätzen spezialisiert hat. Nach eigenen Angaben kehrten sie im Sommer 2011 von einer Expedition in der Ostsee zwischen Schweden und Finnland mit einem „verschwommenen, aber interessanten“ Sonarbild zurück, als sie nach einem alten Schiffswrack suchten. Das Bild zeige ihrer Deutung nach ein 60 Meter langes, kreisförmiges Objekt mit Merkmalen, die Rampen, Treppen und anderen Strukturen ähneln, die kaum von der Natur hätten hervorgebracht werden können. Die Gruppe besuchte die Fundstelle im folgenden Jahr erneut, um sich ein klareres Bild zu machen, stellte dann aber fest, dass "mysteriöse elektrische Interferenzen" sie daran hinderten.

Bei einer weiteren Expedition im Jahr 2019 fanden die Taucher ganz in der Nähe eine weitere ungewöhnliche, rechteckige Struktur. Auch bei dieser Expedition gab es ihren Angaben zufolge Störungen der elektrischen Geräte an Bord (siehe nachstehendes Video).

Was genau sich dort auf dem Meeresboden befindet, kann bislang niemand genau sagen. Skeptiker gehen von einer natürlichen Gesteinsformation aus (können damit aber die angeblichen Störungen der elektrischen Geräte nicht erklären oder müssten diese auf andere Ursachen zurückführen), andere Theorien reichen von Spekulationen über eine unbekannte historische Hochkultur bis hin zu einer UFO-Absturzstelle.

Die Ostsee-Anomalie ist übrigens nicht die einzige Unterwasserstruktur, die aufgrund ihrer Geometrie unnatürlich wirkt. Eine ähnlich rätselhafte Struktur ist das sogenannte "Yonaguni Monument" im japanischen Meer. Manche halte sie für eine ungewöhnliche natürliche Gesteinsformation, andere interpretieren sie als Werk einer versunkenen Hochkultur - die es aber nach unserem aktuellem Geschichtsbild an dieser Stelle eigentlich gar nicht geben dürfte: https://de.wikipedia.org/wiki/Yonaguni-Monument

VIDEO: Expedition des "Ocean X Team" 2019

3:01 Minuten, englisch

In diesem kurzen Video berichtet das "Ocean X Team" von einer Expedition aus dem Jahr 2019. Dabei wurde in der Nähe der ursprünglichen Fundstelle der Ostsee-Anomalie eine weitere ungewöhnliche Struktur entdeckt. Erneut kam es dabei zu Störungen der elektrischen Messgeräte - ein mysteriöser Effekt, den das Team in diesem Video als "Fakt" bezeichnet.

2) Wie wurden die Pyramiden gebaut?

Bis heute herrscht Unklarheit darüber, wie genau die große Pyramide in Gizeh (Cheops-Pyramide) gebaut worden ist. Es existieren leider keine schriftlichen Überlieferungen aus der Zeit der Bauarbeiten. So rätseln die Historiker, wie diese gewaltige Bauleistung in so kurzer Bauzeit (Historiker schätzen 20-30 Jahre) vonstatten gehen konnte.

In etlichen Studien hat man versucht herauszufinden, mit welchen Hilfskonstruktionen und Rampen die Ägypter die tonnenschweren Steine an ihren jeweiligen Bestimmungsort positioniert haben könnten - gesichertes Wissen haben wir in dieser Frage aber bis heute nicht.

Stattdessen ist das Rätsel noch größer geworden, seit sich nicht nur Historiker, sondern auch Steinmetze, Statiker, Architekten und Ingenieure mit dem Bau der Cheops-Pyramide befassen. Denn mittels modernster Messtechnik konnten sie z.B. herausfinden, dass:

... die Pyramide nahezu perfekt in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet ist. Die Abweichung beträgt nur fünf Hundertstel Grad.
... die Königskammer im Inneren der Pyramide perfekt ausgelotet ist und maximale Abweichungen nur im Zehntelmillimeter-Bereich (!) aufweist.
... die 4 Außenflächen der Pyramide in der Mitte symmetrisch leicht abgewinkelt sind, sodass es eigentlich 8 gleichmäßige Flächen sind. Genau zweimal im Jahr, nämlich zur Tag-und-Nacht-Gleiche (Äquinoktium) im Frühjahr und Herbst, ergibt sich hierdurch für einige Sekunden ein charakteristisches Schattenspiel, das erst durch Luftaufnahmen sichtbar gemacht werden konnte.

Natürlich gibt es darüberhinaus noch viele weitere erstaunliche Merkmale der großen Pyramide - und auch andere monumentale Gebäude aus dem Altertum weisen erstaunliche Charakteristiken und schier unglaubliche Präzisionsleistungen auf. Der nachstehend verlinkte Dokumentarfilm beleuchtet diese Besonderheiten ausführlich und lässt dabei viele verschiedene Experten zu Wort kommen, z.B:

- Pier Luigi Copat - Architekt (u.a. Potsdamer Platz Berlin)
- Chris Wise - Bauingenieur (u.a Millennium Bridge London)
- Éric Gonthier - Geologe und Mineraloge am Musée de l'Homme in Paris
- Prof. Jean Leclant (emeritierter Ägyptologe)
- Jean-Pierre Martin (Projektleiter Millau-Viadukt, höchste Brücke Frankreichs und längste Schrägseilbrücke der Welt)
- Prof. Joseph Davidovids (Chemiker mit Schwerpunk Geopolymere)
- Chris Dunn (Ingenieur für zivile und militärische Luftfahrt)
- Dr. Arlan Andrews (Ingenieur und wissenschaftlicher Berater der US-Regierung)
- Dr. Rainer Stadelmann (emeritierter Ägyptologe)
- Claude Genzling (Mathematiker und Architekt)
- Prof. Jean-Louis Basdevant (Physiker)
- Ieoh Ming Pei (Architekt und Designer der Pyramide vor dem Louvre in Paris)
- und viele mehr...

VIDEO: Das Geheimnis der Pyramiden

121 Minuten, deutsch

Dieser Dokumentarfilm beleuchtet die außergewöhnlichen Merkmale der großen Pyramide und stellt sie auch in den Kontext anderer monumentaler Bauwerke des Altertums. Der Bericht wirkt zwar etwas tendenziös, ist aber in den ersten 80 Minuten durchweg faktenbasiert und lässt eine Reihe teils hochkarätiger Experten zu Wort kommen. Ab Minute 81 nimmt der Film dann eine spekulative Wendung, weil ab hier die bis dahin präsentierten Fakten interpretiert werden. Die Autoren des Films gehen von der "Lost-Zivilisation-Hypothese" aus, nehmen also an, dass eine verschollene Hochkultur der wahre Erbauer der Pyramiden ist. Dies lässt sich natürlich nicht beweisen und stellt nur eine von mehreren möglichen Deutungen der Fakten dar.

3) Autoren und Archäologen, die unser Geschichtsbild hinterfragen:

Auch wenn manche alternativen Deutungen archäologischer Funde zugegebenermaßen spekulativ und kaum empirisch zu prüfen sind, gebietet doch allein die unbestreitbare Rätselhaftigkeit gewisser archäologischer Strukturen selbst, eine offene Debatte ohne Denktabus zu führen - ob das nun die Pyramiden von Gizeh oder weniger bekannte Bauwerke und Fundstücke betrifft.

In diesem Sinne wird hier nicht behauptet, dass die alternativen Deutungen der nachstehend präsentierten Autoren und Archäologen wahr sind. In Anbetracht der Unerklärlichkeit vieler archäologischer Funde verdienen die Thesen dieser unorthodoxen Forscher unserer Meinung nach aber zumindest, dass man sich kritisch und ergebnisoffen mit ihnen auseinandersetzt.


3.1 Graham Hancock: Die Hypothese einer verschollenen Hochkultur


Graham Hancock ist ein britischer Schriftsteller und Journalist. Seine Interessengebiete sind historische Mysterien, steinerne Monumente, Megalithkulturen, historische Mythologie und astronomische und astrologische Zeichen aus der Vergangenheit. Eines der beherrschenden Themen mehrerer seiner Bücher ist der von ihm vermutete globale Zusammenhang aller historischen Kulturen mit einer untergegangenen Hochkultur, die, infolge einer Art von kollektiver Amnesie, in der historischen Überlieferung keine Erwähnung mehr findet.
Hancocks Bücher wurden weltweit über fünf Millionen Mal verkauft und in 27 Sprachen übersetzt. Allerdings werden seine unkonventionellen Methoden und die von ihm gezogenen Schlussfolgerungen in der wissenschaftlichen Diskussion mehrheitlich nicht geteilt, sondern als Pseudoarchäologie kritisiert.

VIDEO: Graham Hancock im Interview mit David Wilcock

98 Minuten, englisch

In diesem Interview werden verschiedene Funde und Überlieferungen diskutiert: Was ist die Bundeslade? Wieso ist ihr Verschwinden das größte Rätsel der Bibel? Hat man ihre Ruhestätte bereits entdeckt? Was können wir von den ägyptischen Pyramiden und der Sphinx lernen? Was ist die Funktion vom Osireion in Abydos und anderer megalithischer Anlagen in Ägypten, deren Ursprung unbekannt ist? Kam hohes und magisches Wissen des alten Ägpytens vor etwa 12500 Jahren an den Nil durch die Überlebenden einer früheren Zivilisation ("Atlantis")?
Ebenso wird das Mysterium das Maya Kalenders behandelt sowie Unterwasserruinen aus der Zeit vor der letzten Eiszeit, die man laut Hancock überall in der Welt gefunden hat.


3.2 Erich von Däniken: Prä-Astronautik


Erich von Däniken ist ein international bekannter Buchautor aus der Schweiz, der im deutschsprachigen Raum als bekanntester Vertreter der sogenannten Prä-Astronautik gilt. Diese von den etablierten Wissenschaften als Pseudowissenschaft betrachtete Theorie geht von der Annahme aus, dass vor mehreren Jahrtausenden Außerirdische die Erde besucht und maßgeblichen Einfluss auf die biologische und kulturelle Entwicklung der Menschheit genommen hätten (Letzteres erkläre einige der rätselhaften archäologische Funde und Strukturen). Irrtümlich hätten die Menschen diese Wesen für Götter gehalten, was sich schließlich entsprechend in den alten Mythologien und Religionen niedergeschlagen habe.
Dänikens Bücher wurden in 32 Sprachen übersetzt und haben inzwischen eine Gesamtauflage von über 70 Millionen verkauften Exemplaren erreicht.

VIDEO: Erich von Däniken - ungelöste Rätsel der Vergangenheit

104 Minuten, deutsch

Däniken präsentiert hier einige erstaunliche Funde und Überlieferungen:
- ein Mini-Planetarium aus der Steinzeit
- eine Karte, welche die Antarktis zeigt zu einem Zeitpunkt, als diese noch nicht entdeckt war
- unverständlichen Ruinen im Hochland von Peru,
- Nazca-Linien
- Besonderheiten der Pyramide von Gizeh
- Die Geschichten des biblischen Propheten Hesekiel im Alten Testament


3.3 Michael Cremo: Verbotene Archäologie und menschliche Ursprünge


Michael Cremo hat Jahrzehnte seines Lebens mit der Erforschung archäologischer Funde verbracht. Er hat Vorträge vor dem Weltkongress der Archäologen, der europäischen Archäologen-Vereinigung, dem internationalen Kongress für Wissenschaftsgeschichte und zahlreichen anderen Universitäten in aller Welt gehalten. Er ist seit 1993 Mitglied des Weltkongresses der Archäologie.

VIDEO: Michael Cremo - Forbidden Archaeology (Talks at Google)

9:34 Minuten, englisch

Michael Cremo‘s Forschungen, für die er neben archäologischen Funden auch die Interpretation alter Mythologien wie den vedischen Schriften heranzieht, haben ihn zu alternativen Sichtweisen über die Geschichte der Menschheit geführt. Wie diese Sichtweise aussieht und worin sie sich vom gängigen Geschichtsbild unterscheidet, zeigt er ansatzweise in diesem Vortrag.


3.4 Klaus Dona: Die Welt des Unerklärlichen



Klaus Dona ist Kulturmanager und Ausstellungsorganisator und beschäftigt sich daneben mit archäologischen Funden, die besonders rätselhaft erscheinen. Seine Forschungen präsentiert er bei vielen Kongressen unter anderem in Österreich, Spanien, den USA, Italien und Frankreich. Er glaubt die Existenz einer uralten, globalen Zivilisation nachweisen zu können, die unter anderem die ersten Pyramiden erbaut habe.

VIDEO: Klaus Dona on strange Artefacts found in Ecuador

33:48 Minuten, englisch

In diesem Video gibt Klaus Donna Hintergrundinformationen zu einigen, sofern sie denn authentisch sind,
hochinteressanten Fundstücken aus Ecuador und stellt seine persönliche Interpretation diesbezüglich dar.

4) Weiterführende Informationen und Buchtipps

Es sei an dieser Stelle nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wir nicht behaupten, dass die in den folgenden Büchern verbreiteten Theorien wahr sind - zumal sich die darin vorgetragenen Spekulationen kaum verifizieren lassen (und deshalb als pseudowissenschaftlich gelten). Jedoch kann es im Sinne einer kritischen und offenen Wahrheitssuche zweckdienlich sein, sich mit den darin geäußerten Thesen, zumindest aber mit den darin präsentierten Funden/Überlieferungen ergebnisoffen auseinanderzusetzen: