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Die Rolle des Bewusstseins bei Heilungsprozessen


Vom Placeboeffekt wissen wir, dass auch ohne jegliche medikamentöse Behandlung und allein durch die positive Erwartungshaltung eines Patienten Linderung von Schmerzen und Fortschritte im Heilungsprozess erzielt werden können. Doch wie sieht es mit darüber hinausgehenden Möglichkeiten aus, mittels Bewusstsein Heilung zu bewirken? Gibt es belastbare Hinweise, dass so etwas funktionieren kann? Oder ist so etwas wie "Geistheilung" per se Scharlatanerie? 


Inhaltsübersicht:

  1. Forschung: Lernen Sie hier Forschungsarbeiten zu bewusstseinsbasierten Heilmethoden kennen
  2. Interessante Fallbeispiele: Hier finden Sie einige Beispiele und Anwendungen von bewusstseinsbasierten Heilmethoden aus der Praxis
  3. Weiterführende Informationen und Buchtipps

1) Forschung

In diesem Artikel geht es nicht darum, eine Debatte zwischen "Schulmedizin" und "Alternativmedizin" zu eröffnen. Erst recht sollten die hier aufgeführten Inhalte keinesfalls als medizinische Ratschläge oder Empfehlungen missverstanden werden! Hinweise darauf, dass alternative medizinische Methoden in bestimmten Fällen funktionieren, bedeuten außerdem keinesfalls im Umkehrschluss, dass die "Schulmedizin" keine Berechtigung habe. Am Sinnvollsten ist es wahrscheinlich, beide Ansätze einfach als komplementär zu betrachten.

Der ausschließliche Zweck der folgenden Inhalte ist es, aus wissenschaftlicher Neugier heraus Forschungsarbeiten zu präsentieren, die der Frage nachgehen, ob Heilung grundsätzlich auch bewusstseinsbasiert (statt allein materialistisch mittels Verabreichung bestimmter Medikamente) möglich sein kann. Wie bei allen wissenschaftlichen Studien sollten auch die hier präsentierten Forschungsresultate kritisch hinterfragt werden, sie sollten aber auch nicht vorverurteilt werden und verdienen wie jede andere ernst gemeinte Forschungsarbeit eine unvoreingenommene, ergebnisoffene Auseinandersetzung.


1.1 Placebos: Funktionieren sie auch, wenn der Patient Bescheid weiß?



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Autoren:

(1) Prof. Ted J. Kaptchuk (et al.), Harvard Medical School, USA et. al.
(2) Dr. Darwin A. Guevarra (et al.), University of Michigan, USA 

Zusammenfassung:
Placebo-Verabreichungen bieten ein kostengünstiges Instrument zur Behandlung einer Vielzahl von klinischen Erkrankungen und nichtklinischen Symptomen. Ein wichtiges ethisches Problem verhindert jedoch ihre weit verbreitete Verwendung: die allgegenwärtige Überzeugung, dass Placebos nur dann wirksam sein können, wenn eine Person getäuscht werden muss, dass sie glaubt, eine aktive Behandlung zu erhalten. Und Patienten bewusst zu täuschen, ist eben ethisch nicht vertretbar.
Inzwischen gibt es aber schon mehrere Studien, in denen Placebos auch ohne Täuschung erfolgreich genutzt wurden, sofern nämlich den Patienten erklärt wurde, was Placebos sind, wie die Wissenschaft ihre Wirkungsweise erklärt und dass Placebos auch positive Wirkungen haben können, selbst wenn die Menschen wissen, dass sie es einnehmen sie. Dieser Ansatz der verbalen Suggestion löste offenbar den psychologischen Mechanismus aus, der auch sonst von Placebos bekannt ist: Die Erwartung einer Person, dass sich ihr Zustand verbessern wird, führt zur erwarteten Verbesserung.
Allerdings wurden diese Studien meist unter Verwendung von Selbstberichtsmessungen dokumentiert, fragten also das subjektive Befinden der Patienten ab. Objektivierbare biologischen Ergebnisse wurden kaum dokumentiert. Daher bleibt unklar, ob die vorteilhaften Wirkungen, die mit nicht täuschenden Placebos verbunden sind, auch tatsächlich körperliche Effekte haben oder "nur" das psychologische, subjektive Wohlbefinden steigern.


1.2 Dr. Francois Dufresne et al.: Fallstudien zur Wirksamkeit geistiger Heilung (Journal of Alternative and Complementary Medicine, Volume 21, Nummer 6, 2015) 



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Autoren:

- Dr. Francois Dufresne, MD, NYU Lutheran Medical Center, Brooklyn, NY
- Dr. Bonnie Simmons, DO, NYU Lutheran Medical Center, Brooklyn, NY
- Dr. Panagiotis J. Vlachostergios, MD, PhD, NYU Lutheran Medical Center, Brooklyn, NY
- Zachary Fleischner, St. George’s University School of Medicine
- Dr. Ramsey Joudeh, MD, NYU Lutheran Medical Center, Brooklyn, NY
- Jill Blakeway, LAc, YinOva Center, New York, NY
- Dr. Kell Julliard, MA, NYU Lutheran Medical Center, Brooklyn, NY

Zusammenfassung:

Geistige Heilung/Energiemedizin (EM) basiert auf dem Konzept, dass ein geschulter geistiger Heiler durch mentale Fokussierung bzw. Absicht positiven Einfluss auf die physische Gesundheit von Patienten nehmen kann. Für diese am NYU Lutheran Medizinzentrum in Brooklyn (New York) durchgeführte Studie wurden sowohl Patienten mit chronischen Schmerzproblemen, als auch Patienten mit nicht schmerzbezogenen Problemen kostenlos durch den geistigen Heiler Charlie Goldsmith behandelt (siehe zu Charlie Goldsmith auch auf Video dokumentierte Fallbeispiele in Abschnitt 2.1: Charlie Goldsmith: Ein moderner "Wunderheiler"?).

Für die Studie wurden insgesamt 32 Patienten untersucht. 24 von ihnen wurden wegen Schmerzproblemen behandelt, diese 24 Patienten hatten insgesamt 50 unterschiedliche Arten von Schmerzproblemen. Nach der Behandlung durch Energiemedizin - die in der Regel nur wenige Sekunden gedauert hat - wurden für 38 (76%) dieser 50 Probleme eine deutliche Besserung berichtet, für 5 (10%) gab es keine Verbesserung und für die verbleibenden 7 gab es entweder eine leichte (8%) oder eine moderate (6%) Verbesserung.

Die 32 Patienten berichteten ebenfalls über 29 unterschiedliche nicht-schmerzbezogene Probleme. Für 23 (79%) dieser Probleme wurde eine deutliche Verbesserung erzielt, 3 (10%) zeigten keine Verbesserung und für die verbleibenden 11% ergab sich eine leichte bis moderate Verbesserung.

Die Behandlungen wurden am Krankenhaus in New York durch Ärzte begleitet, die attestierten, dass die Verbesserungen während der Behandlung durch Energiemedizin und unmittelbar eintraten.

Zur Illustration werden an dieser Stelle zwei dieser 32 Fälle genauer beschrieben:

 - Eine Patientin war eine 45jährige Frau, bei der im Jahr 2003 Brustkrebs diagnostiziert wurde - und der seitdem gestreut hatte. Sie litt gegenwärtig an starken Unterleibsschmerzen. Vor der Behandlung bewertete die Frau die Stärke ihrer Unterleibsschmerzen mit 6 von 10 Punkten, außerdem hatte sie Schmerzen in der Mitte ihres Rückens, die sie mit 7 von 10 Punkten bewertete. Der EM-Heiler platzierte seine Hand für 20 Sekunden etwa 25cm über den Oberbauch der Frau. Unmittelbar danach berichtete die Frau, dass ihre Schmerzen völlig verschwunden waren (0 von 10 Punkten). Daraufhin wurde die EM-Behandlung am Rücken der Frau wiederholt und auch dort verschwanden die Schmerzen völlig (0 von 10 Punkten). Die Patientin wurde nach 15 Minuten erneut befragt und bestätigte die anhaltende Befreiung von Schmerzen.
- Eine andere Patientin war eine 72jährige Frau mit sich verschlimmernden Schmerzen im Knie. Sie konnte dadurch nicht mehr laufen und auch beide Knie nur noch um etwa 5 Grad bewegen. Sie bewertete ihre Schmerzen in beiden Knien mit 10 von 10 Punkten. Nach der EM-Behandlung bewertete sie ihre Schmerzen mit 0 von 10 Punkten, konnte beide Knie voll bewegen, stand auf und konnte mit Hilfe einer Krücke wieder gehen.
Die Autoren der Studie (die mehrheitlich ausgebildete Ärzte sind und während der Durchführung der Studie am genannten Krankenhaus in New York gearbeitet haben) bewerten diese Ergebnisse als vielversprechend und denken, dass ein EM-Heiler in einem Krankenhaus sowohl auf die physischen als auch die emotionalen Probleme von Patienten positiv einwirken könnte.

VIDEO: Meet Charlie Goldsmith - The Healer

2:05 Minuten, englisch

In diesem Kurzvideo wird Charlie Goldsmith vorgestellt, dessen Fähigkeit zur Geistheilung in der oben präsentierten Studie untersucht wurde. Ab Minute 0:47 kommt Dr. Kell Julliard zu Wort, der an der Studie beteiligt war.

Weitere (und ausführlicher) auf Video dokumentierte Fallbeispiele mit Charlie Goldsmith finden Sie weiter unten in Abschnitt 2.1: Charlie Goldsmith: Ein moderner "Wunderheiler"?).


1.3 Dr. Marilyn Schlitz et al.: Studie zur Fernheilung von Operationswunden (Explore, Juli/August 2012, Band. 8, Nr. 4)  



Download:


Autoren:

- Dr. Marilyn Schlitz, Institute of Noetic Sciences (Institut für noetische Wissenschaften), Petaluma, USA
- Prof. Harriet W. Hopf, MD, Abteilung für Anästhesie und perioperative Medizin, Universität von Kalifornien, San Francisco, USA
- Loren Eskenazi, MD, FACS, Plastic Surgery Associates, San Francisco, USA
- Dr. Cassandra Vieten, Institute of Noetic Sciences (Institut für noetische Wissenschaften), Petaluma, USA
- Dr. Dean Radin, Institute of Noetic Sciences (Institut für noetische Wissenschaften), Petaluma, USA
Zusammenfassung:
Bei Fernheilung (Distant healing intention, DHI) handelt es sich um eine der am häufigsten angewandten Heilbehandlungen der ergänzenden und alternativen Medizin. Bisher durchgeführte klinische Studien weisen jedoch ambivalente Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit dieser Heilbehandlung auf. Ein möglicher Grund hierfür ist, dass die Wirkung der Fernheilung Variablen umfasst, die empfindlich auf unbekannte, unkontrollierte und unkontrollierbare Faktoren reagieren.
Ziel:
Ziel dieser Studie ist es, zwei dieser potentiellen Variablen – Erwartung und Glaube – zu untersuchen. Hierzu wurde bei 72 Frauen, die sich einer plastischen Operation unterzogen hatten, eine Wirksamkeitsprüfung der objektiven und psychologischen Maßnahmen in der Behandlung der Operationswunden durchgeführt.
Ausführung:
Die Probandinnen wurden unter Verwendung eines Zufallsmechanismus einer der folgenden drei Gruppen zugeordnet: „blinde“ Versuchspersonen, die behandelt wurden, „blinde“ Versuchspersonen, die nicht behandelt wurden (Kontrolle), und Versuchspersonen, die wussten, dass sie behandelt wurden (Erwartung).
Die Ergebnisse wurden mit Hilfe der Kollagenablagerung in den Wunden und mit Hilfe von Selbstbeurteilungen der Patienten ausgewertet.
Die Fernheilung wurde von erfahrenen Fernheilern durchgeführt. Die Probandinnen wurden mit den gleichen Heilsystemen behandelt.
Ergebnisse:
Der Glaube, den die Probandinnen bisher an die Wirksamkeit der Fernheilung hatten, korrelierte negativ mit der psychischen Verfassung, in der sie sich am Ende der Studie befanden (P=.04, zweiseitig). Die Wahrnehmung der Fernheiler hinsichtlich der Qualität ihres subjektiven „Kontakts“ mit den Probandinnen stand in negativer Korrelation mit der Änderung deren Gemütslage (P=.001) und den Kollagenablagerungen in den Wunden (P= .04). Eine post-hoc Analyse ergab, dass unter den „blind“ behandelten Frauen diejenigen, die sich nach einer Brustkrebsbehandlung einer rekonstruktiven Operation unterzogen hatten, sich in einer erheblich positiveren Gemütslage befanden als diejenigen, die sich freiwillig einer Schönheitsoperation unterzogen hatten (P= .004).
Fazit:
Sollten zukünftige Experimente zur Fernheilung die nachträglich gewonnenen Erkenntnisse bestätigen, werden sich einige der in vorherigen Studien festgestellten Ambiguitäten vielleicht auf die Interaktion zwischen dem Glauben, den Erwartungen und der Motivierung der Patienten und der Heiler zurückführen lassen.
Zwei Auszüge aus der Studie
- Nachträgliche Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass die Motivation, sich einem chirurgischen Eingriff zu unterziehen, bei der Modulation der Wirkung der Fernheilung eine wichtige Rolle spielen kann. Die Fernheilung trug nur bei Frauen, die sich nach einer Brustkrebsbehandlung einer rekonstruktiven Operation unterzogen hatten, zu einer positiven Änderung der Gemütslage bei, und nicht den Probandinnen, die sich einer Schönheitsoperation unterzogen hatten […] Diese Erkenntnis lässt darauf schließen, dass die Motivation, sich einer Operation zu unterziehen, sich als eine positive Variable für zukünftige Studien erweisen kann.
- Eine Erklärung dafür, dass sich aus Meta-Analysen ambivalente Schlussfolgerungen hinsichtlich der Wirksamkeit von Fernheilungen ziehen lassen, ist, dass die Fernheilung nicht wirksam ist. Aus dieser Perspektive betrachtet lässt sich die gelegentlich positive Berichterstattung einer ordnungsgemäßen Durchführung dieser Heilbehandlung mit statischen falsch positiven oder selektiven Berichten erklären. Eine alternative Erklärung hierfür ist, dass Fernheilung zwar wirksam ist, die maßgeblichen Variablen zur Modulation der Wirkung jedoch nicht hinlänglich nachvollziehbar sind oder auf komplexe Weise interagieren. Letztendlich werden zukünftige empirische Studien oder neu entwickelte Theorien erforderlich sein, um entscheiden zu können, welche dieser Erklärungen der Wahrheit näher kommt.


1.4 Prof. Dr. William Bengston: Erforschung alternativer Heilmethoden 



Dr. William Bengston ist Professor für Gesellschaftswissenschaften am St. Josephs College in New York. Er erhielt seinen Doktortitel im Jahr 1980 von der Fordham Universität in New York. William hat über Jahrzehnte hinweg wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet alternativer Heilmethoden betrieben und hat in fünf unterschiedlichen Universitätslaboren der Fachbereiche Biologie und Medizin die Wirksamkeit mentaler Heilmethoden untersucht.

AUDIO: William Bengston on Healing

72 Minuten, englisch, mp3-Download

http://media.blubrry.com/skeptiko/s/content.blubrry.com/skeptiko/skeptiko-185-william-bengston.mp3

0:00:00 Einführung in die Forschung von Dr. Bengston
0:03:10 Beginn des Interviews, Bildungshintergrund von Dr. Bengston
0:06:50 Wie Dr. Bengston begann sich für paranormale Phänomene zu interessieren
0:13:05 Klinische Studien mit Mäusen zur Heilung von Krebs durch Handauflegen
0:22:30 Die Rolle des Glaubens beim Handauflegen, Gespräche mit Skeptikern
0:26:40 Skeptiker und Gläubige, die Psychologie des Glaubens
0:29:10 Gesellschaft für wissenschaftliche Forschung - Untersuchung ungewöhnlicher Themen
0:34:00 Dr. Bengston's Experimente zu Gehirnwellen und Telepathie
0:42:50 MRT-Doppelblind-Studien von Dr. Bengston zu Telepathie
0:46:00 Nahtod-Forschung, Effektivität mentaler Heilung wenn man nicht daran glaubt
0:54:25 Moral und Tierversuche, Probleme bei der Forschung mit Menschen
1:01:50 PEAR Labs Versuche
1:02:40 Experimente dazu, dass Absicht auch das Krebswachstum beschleunigen kann
1:05:50 Informationen zu Dr. Bengston's wissenschaftlichen Veröffentlichungen
1:08:50 Ende des Interviews


1.5 Dr. Noemi Kempe: Informationsmedizin und Epigenetik 


Die Physikerin Dr. Noemi Kempe wurde 1939 in Moskau geboren und arbeitete 28 Jahre lang an der Deutschen Akademie der Wissenschaften. Seit 1991 lebt sie in Österreich und forscht im Auftrag von Joanneum Research. Nachdem sie zunächst im Bereich Mikrowellentechnik und Lasertechnik gearbeitet hatte, fokussiert sie jetzt ihre Forschung auf Informationsmedizin, Bisensorik sowie die Anwendungen des IMEDIS-Systems. Im folgenden Interview mit dem Sender CROPfm spricht sie über Informationmedizin, Epigenetik und zahlreiche andere grenzwissenschaftliche Themen.

AUDIO: Informationsmedizin mit Dr. Noemi Kempe (Interview CropFM)

56:34 Minuten, deutsch, mp3-Download

http://cropfm.at/mp3/sendung_informationsmedizin.mp3

01:05 Einführung in Informationsmedizin & Epigenetik, Vorstellung Dr. Kempe
05:25 Beginn des Interviews, Informationsmedizin, Felder und Frequenzen
08:45 Messungen mit IMEDIS, Historie der Entwicklung von Messmethoden für Symptome
14:55 Homöopathie ist Informationsmedizin, Wasser als Informationsträger
19:30 Forschung zu Rutengängern und Wasseradern - Auswirkungen auf Gesundheit
21:30 Bewusstsein, das Unbewusste, Wahrnehmungsfilter, Informationsmedizin
25:15 Epigenetik, Übergang von Information ohne Masse zu massebasierter Information
28:30 Darwin vs. Lamarck, Humangenomprojekt, Junk-DNA, Schnittstelle Feld-Materie
33:45 Resonanzprinzip, Esoterik, Fritjof Capra's Tao der Physik
36:55 Quantenphysik, digitale Information, Realität als Computersimulation
39:05 Ray Kurzweil & Transhumanismus, unerklärliche Phänomene, Kornkreise
42:40 C.G.Jung & Archetypen, Wilhelm Reich & Orgon, Cloudbuster
48:45 Wissenschaft und Intuition, Hawaii's Kahuna Lehre
52:00 Ende des Interviews


1.6 Prof. Leonard Leibovici: Auswirkungen zeitlich rückwirkender Fürsprechgebete (British Medical Journal, Ausgabe 323, Dezember 2001)



Download:


Autor:

- Prof. Leonard Leibovici, Medizinprofessor, Universität von Tel-Aviv, Israel

Zusammenfassung:
- Ziel: Untersuchung, ob zeitlich rückwirkende Fürsprechgebete sich positiv auf den Gesundheitszustand einer Gruppe von Patienten mit Blutvergiftung auswirken. Genauere Erklärung: Die Patienten, die geheilt werden sollten, waren bereits mehrere Jahre bevor dieser Versuch durchgeführt wurde, wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Es wurde versucht zeitlich rückwirkend einen positiven Einfluss auf ihren Gesundheitszustand auszuüben.
- Versuchsdesign: Doppelblind, parallele Kontrollgruppe, Versuch mit per Zufall ausgewählten Patienten, zeitlich rückwirkende Beeinflussung
- Ort des Versuchs: Universitätskrankenhaus Rabin Medical Center in Israel
- Versuchsgruppe: 3393 erwachsene Patienten bei denen zwischen 1990 und 1996 eine Blutvergiftung im Universitätskrankenhaus diagnostiziert wurde.
- Einflussnahme (Durchführung des Versuchs): Im Juli 2000 wurden die Patienten per Zufall in eine Kontrollgruppe und eine zu beeinflussende Versuchsgruppe eingeteilt. Für die zu beeinflussende Versuchsgruppe wurden (zeitlich rückwirkend) Gebete für ihre schnelle Genesung gesprochen.
- Messgrößen: Sterberate, Länge des Krankenhausaufenthalts, Dauer des Fiebers
- Ergebnisse: Sterblichkeit lag bei 28.1% (475/1691) in der zu beeinflussenden Gruppe gegenüber 30.2% (514/1702) in der Kontrollgruppe (P = 0.4). Länge des Krankenhausaufenthalts und Dauer des Fiebers waren in der zu beeinflussenden Gruppe signifikant niedriger (P=0.01 und P=0.04)
- Fazit: Zeitlich rückwirkende Fürsprechgebete führen zu kürzeren Krankenhausaufenthalten und einer kürzeren Fieberphase bei Patienten mit Blutvergiftung und sollten deshalb als Heilmethode in Krankenhäusern in Betracht gezogen werden.
Anmerkung von Matrixwissen.de: Diese Untersuchung ist besonders schräg, weil sie so konzipiert ist, dass vergangene Ereignisse zeitlich rückwirkend beeinflusst werden sollten. Selbst wenn die Abweichungen nicht zufällig sein sollten und tatsächlich mit den Gebeten in Verbindung stehen sollten, stellt sich hier die Frage nach den Kausalitäten - und ganz grundsätzlich nach dem Wesen der Zeit...


1.7 Dr. John Astin et al.: Die Effizienz von "Fernheilung" (Annals of Internal Medicine, Ausgabe 132, Juni 2000)



Download:


Autoren:

- Dr. John A. Astin, Kernan Hospital Mansion, Baltimore (USA)
- Dr. Edzard Ernst, Fachbereich Komplementärmedizin, Universität von Exeter (UK)
- Elaine Harkness, Fachbereich Komplementärmedizin, Universität von Exeter (UK)

Zusammenfassung:
- Ziel: Systematische Analyse unterschiedlicher Formen von „Fernheilung“
- Quellen: Studien aus den Datenbanken MEDLINE, PsychLIT, EMBASE, CISCOM und Cochrane Library
- Auswahlkriterien: Zufällige Zuordnung, Placebokontrolle oder andere adäquate Kontrolle, Publikation in durch Experten geprüften Journalen, Menschen als Versuchspersonen
- Datenauswertung: Durch zwei unabhängig voneinander arbeitende Forscher
- Datensynthese: 23 Versuchsreihen mit 2774 Patienten erfüllten die Auswahlkriterien
- 5 Versuchsreihen zu Gebeten als Fernheilungsmethoden
- 11 Versuchsreihen zu berührungsloser therapeutischer Heilung
- 7 Versuchsreihen zu anderen Formen von Fernheilung
- Ergebnis: Von den 23 Studien zeigten 13 (57%) statistisch signifikante Heilerfolge, 9 zeigten keine Verbesserung gegenüber der Kontrollgruppe und 1 Studie zeigte einen negativen Effekt gegenüber der Kontrollgruppe
- Fazit: Aufgrund der methodologischen Limitierungen einiger Studien gestaltet sich das Ziehen eines definitiven Fazits zur Effizienz von Fernheilung schwierig. Da etwa 57% der Versuchsreihen positive Heilerfolge aufzeigen, ist dieser Effekt es wert, weiter erforscht zu werden.

2) Interessante Fallbeispiele


2.1 Charlie Goldsmith: Ein moderner "Wunderheiler"?


Charlie Goldsmith aus Australien verfügt nach eigenen Angaben über "energetische Heilkräfte". Mehrere hunderttausend Follower in sozialen Netzwerken sowie unzählige Menschen, die sich von Charlie helfen ließen, sind von seinen Fähigkeiten überzeugt. Auch eine wissenschaftliche Studie aus dem Jahre 2015 kam zu dem Resultat, dass seine Heilmethode funktioniert (siehe oben Abschnitt: 1.2 Dr. Francois Dufresne et al.: Fallstudien zur Wirksamkeit geistiger Heilung). Mehrere Millionen Aufrufe hat zudem die unten verlinkte Reportage eines örtlichen TV-Senders, der Charlies Fähigkeiten vor laufender Kamera testen wollte.

VIDEO: Healer or Hoax? ‘The Healer’ Charlie Goldsmith put to the test

26:12 Minuten, englisch

Ein TV-Sender wollte mit diesem Bericht herausfinden, ob Charlies Fähigkeiten echt sind oder nicht. Dazu wurden Charlie eine Reihe von Patienten mit verschiedenen Beschwerden vorgeführt, denen er - unter kritischer Beobachtung eines Arztes - allesamt helfen konnte.

VIDEO: Revisiting energy healer Charlie Goldsmith's work one year on

4:51 Minuten, englisch

Nachdem Charlie Goldsmith für einen TV-Bericht überraschende Spontanverbesserungen bei verschiedenen Patienten bewirken konnte (siehe oben), vermuteten Skeptiker einen vorübergehenden Placebo-Effekt seitens der Betroffenen. Der Fernsehsender hat darum eine der Patientinnen nach einem Jahr Abstand noch einmal besucht, um herauszufinden, ob die Verbesserung ihres Gesundheitszustandes nur vorübergehend oder tatsächlich nachhaltig war.


2.2 Dr. Mark Hyman: Funktionelle Medizin



Dr. Mark Hyman ist Arzt und Experte auf dem Gebiet Funktioneller Medizin, die einen ganzheitlichen Ansatz bezüglich Gesundheit und Krankheit verfolgt. Er behandelt seine Patienten basierend auf diesem Modell in seiner Praxis und ist Autor zahlreicher "New York Times - Bestseller", in denen er sein Wissen über Funktionelle Medizin und wie man es ins eigene Leben integrieren kann, veröffentlicht. Dr. Hyman ist ebenfalls Vorstandsvorsitzender des Instituts für Funktionale Medizin und sitzt im Aufsichtsrat zahlreicher medizinischer Institutionen.

Im obigen englischen TED Talk beschreibt er, wie er durch seine eigene Krankheit gelernt hat, dass ein ganzheitlicher Ansatz zur erfolgreichen Therapie jeder Krankheit erforderlich ist und dass dazu seines Erachtens eine Symptom-basierte Medizin durch eine Ursachen-basierte Medizin abgelöst werden muss.

VIDEO: Mark Hyman at TEDMED 2010

19:09 Minuten, englisch

In diesem knapp 20-minütigen Video wirbt Mark Hyman für die sogenannte Funktionale Medizin, welche über die medikamentöse Behandlung von Symptomen hinausgeht und die (auch nicht-materiellen) Ursachen von Krankheiten in den Blick nehmen möchte.


2.3 Dr. Madan Kataria: Lachen als Medizin



Dr. Madan Kataria ist Arzt aus Mumbai (Indien) und der Gründer des internationalen Lachclubs. Er ist auch bekannt als der "kichernde Guru" und hat sein auf Lachen basierendes Yoga im Jahr 1995 erfunden. Inzwischen hat sich diese Bewegung durch tausende von Lachclubs auf der ganzen Welt verbreitet.

AUDIO: Dr. Madan Katarie on Laughter Yoga 

64 Minuten, englisch, mp3-Download

http://www.shrinkrapradio.com/images/275-Madan-Kataria-MD-on-Laughter-Yoga.mp3

In diesem Interview spricht Dr. Kataria über seine Erkenntnisse dazu, wie wichtig Lachen für unsere Gesundheit ist und dass es bei der Heilung von Krankheiten helfen kann. Neben seinen Erkenntnissen gibt es von Dr. Kataria während des Interviews auch eine kurze Einführung dazu, wie man Lach-Yoga selbst ausprobieren kann.

VIDEO: Laughter Yoga on Discovery Channel

5:33 Minuten, englisch

Ergänzend finden Sie hier einen fünfminütigen Dokumentarfilm über Lach-Yoga.


2.4 Rupert Isaacson: Autistische Kinder und deren Beziehung zu Tieren


Rupert Isaacson ist Autor, Journalist und Menschenrechtsaktivist für eingeborene Völker, die von ihrem Land vertrieben wurden. Bei Rupert's Sohn Rowan wurde im Alter von zwei Jahren Autismus diagnostiziert. Mehr oder weniger durch Zufall entdeckte Rupert, dass Rowan eine besondere Beziehung zu Pferden besitzt und sich in der Gegenwart von Pferden beruhigt und sogar sprechen kann. Als Rowan 5 Jahre alt wurde, entschieden sich Rupert und seine Frau Kristen mit Rowan in die Mongolei zu reisen, da es dort Schamanen gibt, die traditionell ebenfalls eine tiefe Beziehung zu Pferden pflegen.

Seine Erfahrungen in der Mongolei hat Rupert in seinem Buch "Horse Boy" veröffentlicht, das auch ins deutsche übersetzt wurde ("Der Pferdejunge") und das Sie weiter unten in Abschnitt 4 "Weiterführende Informationen und Buchtipps" verlinkt finden. Unter dem gleichen Namen ist auch ein Film erschienen, der als DVD aber inzwischen vergriffen ist und nur noch gebraucht bezogen werden kann.

VIDEO: Rupert Isaacson presenting at Arizona Autism United's 2014 conference

90 Minuten, englisch

In diesem Vortrag berichtet Rupert Isaacson über seine Erlebnisse während der Reise in die Mongolei. Obwohl Rowan auf der Reise nicht von Autismus geheilt wurde, hat sich Rowan's Lebensqualität durch die Reise deutlich verbessert, z.B. hat er gelernt nicht länger in die Hose zu machen, seine Schreikrämpfe sind verschwunden und nach der Rückkehr in die USA freundete er sich mit Kindern aus der Nachbarschaft an. Ab Minute 34:00 spricht Rupert übrigens auch kurz über seine Nahtoderfahrung im Jahr 2012.


2.5 Dr. David Servan-Schreiber: Medizin der Emotionen, körpereigene Heilkräfte und Krebs


Dr. David Servan-Schreiber wurde 1961 in Neuilly-sur-Seine (Frankreich) geboren. 1984 erhielt er seinen Doktortitel als Arzt von der Laval Universität in Kanada. 1990 folgte ein Doktortitel in Erkenntnistheorie von der Carnegie Mellon Universität. Über die Jahre hat David Servan-Schreiber mehrere Positionen bekleidet, unter anderem war er Professor für Psychiatrie an der Universität von Pittsburgh. Seit 2004 ist er auch Bestsellerautor - sein Buch "Die Neue Medizin der Emotionen - Stress, Angst, Depression: Gesund werden ohne Medikamente" hat sich weltweit über 1,3 Millionen mal verkauft und wurde in 28 Sprachen übersetzt.

Während einer Reise für Ärzte ohne Grenzen nach Tibet kam David Servan-Schreiber mit lokalen Heilmethoden wie Meditation, Akupunktur und Umstellung der Ernährung in Kontakt. Nach seiner Rückkehr in die USA probierte er diese Methoden aus und war überwältigt von ihrer Wirksamkeit.

David Servan-Schreiber verstarb am 24. Juli 2011 an dem Gehirntumor, der bereits in 1992 bei ihm diagnostiziert wurde.

Im folgenden Vortrag spricht David Schreiber-Servan über seine klinische Forschung zu alternativen Heilmethoden und darüber, wie wichtig unsere Geisteshaltung für den Heilungsprozess ist. Er gibt eine kurze Einführung zum Gehirn und zeigt, dass es eigentlich aus zwei Hauptteilen besteht: Dem kognitiven Gehirn und dem emotionalen Gehirn. David erklärt, dass wir normalweise unsere Erlebnisse während des Tages in der darauffolgenden Nacht im Traum verarbeiten. Dieser Verarbeitungsprozess funktioniert aber nicht bei extrem traumatischen Erlebnissen. In diesem Fall könne die EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) Methode helfen, die er kurz vorstellt.
Außerdem thematisiert er unsere Herzfrequenz-Variabilität als Indikator für allgemeine Gesundheit: Es sei vollkommen normal, dass unser Herz mal schneller und mal langsamer schlägt. Diese Veränderung könne aber ein chaotisches Muster aufweisen oder eher der Form einer Sinuskurve gleichen, letzteres sei ein Indikator für körperliche Gesundheit.
Im weiteren Verlauf des Vortrags geht David Sevan-Schreiber auf den Einfluss der Ernährung auf die mentale Gesundheit ein. Und gegen Ende seines Vortrags unterstreicht er anhand von Gehirnuntersuchungen, wie wichtig sozialer Austausch und Beziehungen für unser Gehirn sind.

VIDEO: David Servan-Schreiber - Lecture on Healing

121 Minuten, englisch

12:40 Das kognitive und das emotionale Gehirn
17:30 Die Methode des "Eye Movement Desensitization and Reprocessing"
27:35 Herz-Kohärenz
38:45 Ein Live-Versuch zu Herz-Kohärenz
48:45 Einfluss der Ernährung auf die mentale Gesundheit
60:15 Emotionale Kommunikation
65:00 Fragen und Antworten

VIDEO: Dr. David Servan-Schreiber's Remarkable Story

10:20 Minuten, englisch

Im Jahr 1992 entdeckte Dr. David Servan-Schreiber bei sich einen Gehirntumor, der erst 2011 zu seinem Tod führte. Wie er seit Entdeckung seines Tumors damit umgegangen ist, erzählt dieses kurze Video.


David Servan-Schreiber ließ sich nach der Entdeckung seines Hirntumors im Jahr 1992 mit konventionellen Methoden therapieren. Er wusste aber, dass es einiger Änderungen in seiner Lebensweise bedarf, um das Risiko eines Rückfalls zu verringern. Als David begann, sich Statistiken zur Verbreitung von Krebs in westlichen Gesellschaften anzusehen, fiel ihm sofort der Zusammenhang mit der westlichen Lebensweise auf, denn in nicht-westlichen Gesellschaften sind Krebsraten deutlich niedriger.
Im folgenden Vortrag spricht David Servan-Schreiber über sechs wesentliche Faktoren, die aus seiner Sicht zur westlichen Krebsepidemie beigetragen haben und er untermauert seine Ergebnisse mit zahlreichen Studien zu diesem Thema. Dann spricht er darüber, was wir besser machen können, um unser Risiko, Krebs zu bekommen, zu minimieren bzw. unsere Heilungschancen zu verbessern, wenn wir bereits Krebs haben. Gegen Ende des Vortrags geht David dann auf die Forschung mit Ratten ein und wie negativ sich Stress auf ihre Gesundheit auswirkt. Wenn den Ratten die Möglichkeit gegeben wird, eigenständig ihr Stresslevel zu reduzieren, führt das Zurückerlangen der Kontrolle zu enormen Heilerfolgen. Das gleiche scheint auch für Menschen zu gelten - wobei der wichtigste Faktor dabei in der Verbesserung der sozialen Beziehungen liegt.

VIDEO: Natural Defenses in Preventing and Treating Cancer

58:21 Minuten, englisch

04:00 Statistiken zu Krebs in westlichen Gesellschaften
11:45 Sechs Faktoren, die zur Krebsepidemie beitragen
28:10 Verbesserung der Gesundheit - was kann man tun
48:00 Negativer Einfluss von Stress und Hoffnungslosigkeit


2.6 Dokumentarfilm "Alive Inside": Die außergewöhnliche Wirkung von Musik bei Demenzpatienten



Das Dokumentarfilm-Projekt "Alive Inside" untersucht die positiven Effekte, die Musik auf Menschen in Pflegeheimen haben kann. Durch das Vorspielen von Musik, welche die Patienten in ihrer Jugend liebten, schaffte es der Dokumentarfilmer Michael Rossato-Bennett ein kleines Wunder zu vollbringen: Menschen, die seit Jahren geistig abwesend waren, waren plötzlich wieder voll da.

VIDEO: Alive Inside (Auszug) - Henry's Story

6:44 Minuten, englisch

Henry ist ein 94jähriger Demenzpatient, der nicht mal mehr seine eigene Tochter erkennt, geschweige denn weiß, wie viele Töchter er hat. Nachdem ihm Musik aus seiner Jugend vorgespielt wurde, "erwacht" er augenblicklich und spricht in zusammenhängenden Sätzen über seine Lieblingsmusik.

VIDEO: Interview with Filmmaker Michael Rossato-Bennett

33:39 Minuten, englisch

Dies ist ein interessantes Interview mit dem Filmemacher von "Alive Inside", Michael Rossato-Bennett

VIDEO: Film-Trailer "Alive Inside"

2:17 Minuten, englisch

Um einen noch besseren Eindruck von der Doku zu bekommen, schauen Sie sich gerne diesen kurzen Filmtrailer an.

3) Weiterführende Informationen und Buchtipps