Themenbereich
Bewusstseinsforschung

Forschung an Kindern, die vorgeben, frühere Leben zu erinnern (1/5)
Hintergründe und beteiligte Professoren


Über die Pionierarbeit von Prof. Ian Stevenson und die Fallstudien weiterer Forscher


1) Reinkarnationsforschung: Professoren, Methoden, Studien

Die Spontanerinnerungen kleiner Kinder an frühere Leben ist ein besonders gut dokumentiertes Forschungsfeld. Gleich fünf renommierte Professoren haben sich diesem Thema intensiv gewidmet und dabei hunderte von hochinteressanten Fallstudien veröffentlicht. Die entsprechenden Quellenangaben finden Sie wie immer am Ende der Artikelseite (Weiterführende Informationen und Buchtipps).


1.1 Prof. Ian Stevenson


Vorreiter der Erforschung kindlicher Erinnerungen an Vorleben war der kanadische Psychiater Prof. Ian Stevenson. 

Als Stevenson Mitte der 1950er Jahre sein Interesse an dieser ungewöhnlichen Thematik entwickelte, befand er sich als leitender Psychiater der Universitätsklinik der University of Virginia auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Seine Reinkarnationsforschung konnte er zu dieser Zeit nur nebenbei betreiben. Erst Mitte der 1960er Jahre wurde die Reinkarnationsforschung zu Stevensons Hauptbeschäftigung, nachdem die University of Virginia eigens für diesen Forschungszweck einen entsprechenden Lehrstuhl einrichtete. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2002 produzierte Stevenson als Inhaber dieses neuen Lehrstuhls eine riesige Fülle an gut dokumentierten Falluntersuchungen. Allein sein Werk „Reincarnation and Biology“ aus dem Jahr 1997 enthält auf über 2200 Seiten 225 Fallstudien. Zuvor hatte Stevenson schon etliche weitere Untersuchungen publiziert, vornehmlich solche von Kindern aus dem asiatischen Raum wie zum Beispiel Indien, Sri Lanka, dem Libanon und der Türkei sowie Thailand und Myanmar.

VIDEO: Vortrag von Prof. Stevenson (2004)

71 Minuten, englisch

Prof. Stevenson, Jahrgang 1918, hielt diesen Vortrag im hohen Alter, etwa drei Jahre vor seinem Tod. Ab Minute 9:18 beschreibt Stevenson einige konkrete Fallbeispiele. Ab Minute 56:55 beantwortet er Publikumsfragen.


1.2 Folgestudien weiterer Professorinnen und Professoren


Eine Reihe weiterer Professoren replizierten Stevensons Untersuchungen und steuerten ebenfalls einige interessante Falluntersuchungen bei: 

Die kanadische Anthropologin Prof. Antonia Mills und die indische Psychologin Prof. Satwand Pasricha spürten neue Fälle in Indien auf, der isländische Psychologe Prof. Erlendur Haraldsson überprüfte kindliche Spontanerinnerungen auf Sri Lanka und der deutsch-australische Psychologe Prof. Jürgen Keil stellte eigene Nachforschungen unter anderem in Thailand, in Myanmar und in der Türkei an.

Als Skeptiker könnte man nun einwenden, dass Menschen im asiatischem Raum kulturell bedingt dazu neigen, mit Erzählungen über frühere Leben nicht gerade kritisch umzugehen. Eltern, die aus religiösen Gründen ohnehin von der Wiedergeburt überzeugt sind, könnten entsprechende kindliche Fantasien vielleicht sogar bewusst oder unbewusst unterstützen und verstärken, sodass ihre Kinder irgendwann wirklich glauben, schon einmal gelebt zu haben. Zumindest für die Türkei als islamisch geprägtes Land sowie für den Libanon, in dem neben verschiedenen muslimischen Religionsgruppen auch christliche Glaubensgemeinschaften beheimatet sind, kann dieser Verdacht jedoch nicht geltend gemacht werden. Ein besonderes Interesse Stevensons und der übrigen Forscher galt außerdem körperlichen Merkmalen wie Muttermalen, Narben und anderen Besonderheiten, über die sowohl die untersuchten Kinder als auch die Personen verfügten, die sie im erinnerten Vorleben gewesen sein wollen, oder die sie aber mit den Todesumständen aus dem Vorleben in Verbindung brachten (zum Beispiel auffällige Geburtsnarben an der Stelle, an denen man eine tödliche Verletzung im mutmaßlichen Vorleben erfuhr). Das Besondere an solchen körperlichen Merkmalen ist, dass sie eben nicht mit kulturellen und religiösen Überzeugungen zusammenhängen und als objektiv sichtbare Indizien auch nicht von den Kindern erfunden werden können. Ein Beispiel für einen besonders bemerkenswerten Fall dieser Art finden Sie auf unserer Artikelseite zum indischen Jungen Titu Singh. Im Übrigen hat Stevenson nicht nur asiatische Kinder überprüft. Es gibt von ihm auch einige wenige Untersuchungen von Kindern aus Europa. Des Weiteren sind mittlerweile immer mehr Fallstudien aus den USA bekannt, für die zuvorderst Stevensons Nachfolger, der Kinderpsychiater Prof. Jim Tucker, verantwortlich zeichnet.

VIDEO: Interview mit Prof. Erlendur Haraldsson

74 Minuten, deutsch

Dank seines Studienaufenthaltes in Freiburg spricht Prof. Haraldsson sehr gut deutsch und so findet man im Netz auch einige seiner Interviews und Vorträge in deutscher Sprache. Keines dieser Videos ist jedoch allein auf das Thema Reinkarnation beschränkt, weil dieses Thema im langen Forscherleben Erlendur Haraldsson nur eines unter sehr vielen anderen war, denen er noch weit mehr Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Wer einen Eindruck von Prof. Haraldsson und seiner weitläufigen Forschungsarbeit bekommen möchte, kann dieses Interview als Einstieg nutzen.


1.3 Prof. Jim Tucker


Prof. Jim Tucker ist Kinderpsychiater, Professor für Psychiatrie und Verhaltenswissenschaften an der Universität von Virginia. Er ist der Nachfolger von Prof. Ian Stevenson, der seine Forschung auf dem Gebiet von Kindern, die sich an ihre früheren Leben erinnern, bereits Jahrzehnte zuvor begann.

Zwischen den beiden folgenden Interviews liegen fast 15 Jahre. Das erste Interview ist kürzer und fasst Hintergründe, Vorgehensweisen sowie einige Beispiele und Ergebnisse der Reinkarnationsforschung kompakt zusammen. Das zweite, längere Interview greift zusätzlich auch einige weiterführende Aspekte und Implikationen der Reinkarnationsforschung auf.

VIDEO: Interview mit Jim Tucker (2007)

21:46 Minuten, deutsche Übersetzung

In diesem Interview spricht Dr. Tucker über die Geschichte und die Finanzierung der Reinkarnationsforschung an der Universität von Virginia und über die überzeugendsten seiner 2500 gesammelten Fälle, in denen Detailinformationen wie Namen und Lebensumstände genannt wurden, wodurch es möglich wurde, die Aussagen der Kinder zu verifizieren.

VIDEO: Interview mit Jim Tucker (2021, Thanatos TV)

45:34 Minuten, deutsche Übersetzung

01:42 Wie würden Sie das menschliche Bewusstsein definieren?
05:26 Wo kann die Persönlichkeit eines Menschen gefunden werden?
05:30 Wie entsteht sie? Benötigt sie die Funktionen eines biologischen Gehirns?
06:35 Bewusstsein als eine Reihe von Ereignissen, vergleichbar einem Film
08:49 Ist alles, was wir erleben, eine virtuelle Realität? Sind wir eine Seele?
09:40 Bestimmte Fälle scheinen zu dokumentieren, dass es ein höheres Bewusstsein gibt – und die Reinkarnation
14:48 Wie gehen Sie mit Skeptikern um?
16:24 Unterscheiden sich die Kinder mit solchen Erinnerungen von anderen Kindern?
18:01 Warum gibt es generell nicht mehr Kinder, die über vergangene Leben berichten?
20:44 Sind die Regressionstherapie und Hypnose aus Ihrer Sicht wissenschaftliche Methoden?
23:04 Wir verlieren die Erinnerung an unsere frühe Kindheit – was durch Rückführungen wieder auftaucht, ist also wahrscheinlich nur ein Produkt der Fantasie?
25:09 Gibt es in Ihrer Recherchearbeit eine Zahl, einen Grenzwert, eine Liste oder Skala, die Sie anwenden, um einen Fall als nachweisbar oder als „gelöst“ einzustufen?
29:38 Gibt es bei Kindern, die sich an vergangene Leben erinnern, bestimmte herausragende Merkmale oder Verhaltensmuster, die unüblich für deren Alter sind?
30:09 Konnten Sie Fälle wie Muttermale, die auf die Todesursache eines vergangenen Lebens hindeuten, verifizieren?
32:33 Wie können sich Erlebnisse aus früheren Leben im Körper manifestieren?
35:22 Die Schlussfolgerung ist also, dass der Geist die Materie informiert, bis hin zum genetischen Code eines Lebewesens?
35:53 Ein höheres Bewusstsein, das nicht an Materie oder irgendetwas Physisches gebunden sein muss
37:04 Gibt die Quantenphysik Hinweise auf die Eigenschaften des Bewusstseins, individuell und über das Persönliche hinausgehend?
37:58 Ein größeres Bild
40:04 Quantenzustände in den sogenannten Mikrotubuli im Körper: Was sagen Sie als Mediziner dazu?
41:29 Wir kommen von irgendwo her, aber wir müssen eine Schuld abarbeiten, Schicht für Schicht. Sind Sie mit solchen Gedanken jemals in Konflikt geraten, weil Ihre Arbeit andere Schlüssen nahelegt?
42:30 Wissenschaft, Religion und Spiritualität müssen nicht im Widerspruch zueinander stehen
43:15 Woran forschen Sie derzeit? Welche Visionen gibt es im „Department of Perceptional Studies“ für die Zukunft?

2) Warum sich die akademische Reinkarnationsforschung auf Kinder beschränkt

Das Interesse der akademischen Reinkarnationsforschung gilt in erster Linie Kindern, weil diese schlechter lügen können als Erwachsene. Im Vorschulalter können Kinder auch noch nicht lesen. Darum können sie sich keine Informationen über fremde Biografien aneignen, die sie dann als ihr eigenes Vorleben verkaufen. Sie sind auch nicht in der Lage, sich Biografien historischer Persönlichkeiten aus Dokumentarfilmen oder aus Erzählungen detailgetreu und widerspruchsfrei zu merken. Noch unwahrscheinlicher ist, dass sie überhaupt ein Interesse daran haben.

Wenn Kleinkinder also behaupten, schon einmal gelebt zu haben und detailreich über dieses vergangene Leben berichten, müsste sich schnell feststellen lassen, ob sie das einfach nur erfinden oder nicht. 

Hinzu kommt, dass die Kinder, für die sich Reinkarnationsforscher wie Professor Tucker interessieren, ihre Erinnerungen nicht nur verbal ausdrücken, sondern auch in Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Beispielsweise träumen sie immer wieder die gleichen Träume oder drücken ihre Erinnerungen im Spiel aus. Häufiger Gegenstand solcher Träume und Spielhandlungen sind die Todesumstände des erinnerten Vorlebens, was darauf hindeutet, dass diese besonders traumatisierend gewesen sein müssen.

Einige besonders gut dokumentierte und von der Indizienlage her sehr starke Fallbeispiele werden wir auf den nächsten Artikelseiten vorstellen (James Leininger, Titu Singh, Ryan Hammons).

3) Private Forschung mittels Rückführungen Erwachsener unter Hypnose

Neben der Überprüfung von kindlichen Spontanerinnerungen gibt es inzwischen tausende von Protokollen sogenannter Rückführungen in ein Vorleben mittels Hypnose. Dabei handelt es sich aber nicht um akademische Forschungsstudien, sondern um private Forschungsarbeiten von Ärzten oder Psychologen. 

Zwei Pioniere auf dem Gebiet der Rückführung, nämlich Dr. Brian L. Weiss und Dr. Miachel Newton, werden im Folgenden näher vorgestellt. Darüber hinaus finden Sie hier ein interessantes Fallbeispiel aus Deutschland und ein zwar nicht sehr wissenschaftlich angelegtes, aber dennoch sehr aufschlussreiches und unterhaltsames Selbstexperiment des Youtubers "Tomatolix".


3.1 Dr. Brian Weiss - Pionier der Rückführungstherapie


Dr. Brian L. Weiss ist ein Pionier der Rückführung Erwachsener mittels Hypnose. Er studierte an der Columbia University und an der Yale University School of Medicine, absolvierte ein Praktikum in Innerer Medizin am New York University Medical Center und kehrte dann für eine zweijährige Facharztausbildung in Psychiatrie nach Yale zurück. Anschließend wurde er Leiter der Psychiatrie am Mount Sinai Medical Center in Miami.

Laut Weiss begann 1980 eine Patientin namens Catherine unter Hypnose über Erfahrungen aus vergangenen Leben zu sprechen. Weiss glaubte damals nicht an Reinkarnation, aber nachdem er Informationen, die Catherine in Trance äußerte, verifizieren konnte, kam er zu dem Schluss, dass an der Idee der Wiedergeburt etwas dran sein müsse. Weiss hat seither über 4.000 Rückführungen vorgenommen und dabei die Überzeugung erlangt, dass viele unserer Phobien und Leiden in früheren Lebenserfahrungen verwurzelt sind. Konfrontieren sich Patienten unter Hypnose mit diesen Phobien, könne das eine heilende Wirkung haben.

VIDEO: Brian L. Weiss im Interview

14:18 Minuten, englisch

In diesem Interview aus dem Jahr 2013 berichtet Dr. Weiss in der Oprah Winfrey Show, warum er als akademisch und materialistisch ausgebildeter Kopfmensch schließlich von der Realität eines Lebens nach dem Tod und der Reinkarnation überzeugt wurde.


3.2 Dr. Michael Newton - Erkundung des "Lebens zwischen den Leben"


Dr. Michael Newton (1931-2016) war ein US-amerikanischer Psychologe, staatlich geprüfter Hypnotherapeut, Mitglied der American Counseling Association (ACA) und Gründer des The Michael Newton Institute for Life Between Lives Hypnotherapy (TNI), in dem eine von ihm entwickelte Form der Reinkarnationstherapie gelehrt wird. 

Neben der Arbeit in seiner Privatpraxis in Los Angeles war er lange Zeit Dozent an höheren Bildungseinrichtungen und trat als Studiogast in zahlreichen Radio- und Fernsehsendungen auf. Michael Newton ging nicht nur von der Existenz früherer Leben aus, sondern konzentrierte sich in seiner Technik der Rückführung unter Hypnose auf die jenseitige Welt zwischen den Leben. Er war Autor einer Reihe von Büchern über Fallstudien zu Rückführungen in frühere Leben und zur Reinkarnationstherapie. Seine Bücher waren Bestseller und wurden in 30 Sprachen übersetzt.

VIDEO: Interview mit Dr. Michael Newton

44:08 Minuten, englisch

Als akademisch ausgebildeter Psychologe glaubte Dr. Michael Newton nicht an Reinkarnation und ein Leben nach dem Tod. Ähnlich wie Dr. Brian Weiss setzte jedoch eine überraschende Hypnosesitzung mit einem seiner Patienten einen Weltbildwandel in Gang. In diesem Interview berichtet Dr. Michael Newton von seinen Erfahrungen mit Rückführungen und schildert seine persönlichen Schlussfolgerungen daraus.


3.3 Fallbeisiel aus Deutschland: Betriebswirtin erinnert Vorleben als Heilige Elisabeth von Thüringen


Die Betriebswirtin und Mutter Lisa Bach aus Süddeutschland träumte jahrelang den gleichen Traum, in dem sie sich in einem Kleid sah, das nicht in unsere heutige Zeit passt. Sie nahm Kontakt zu der Rückführungstherapeutin Ursula Demarmels (eine Schülerin von Michael Newton) auf, um ihrer Vermutung nachzugehen, ob dieser Traum vielleicht mit einem Vorleben in Verbindung stehen könnte.

Was dabei herauskam, überraschte: Lisa Bach erinnerte ein Vorleben als heilige Elisabeth von Thüringen aus dem Mittelalter - und zwar in sehr umfangreicher und detaillierter Weise. Da zu dieser berühmten Persönlichkeit reichlich biografische Informationen überliefert sind und zudem auch ihre Wohnorte und Wirkungsstätten die Jahrhunderte überdauert haben (Wartburg, Neuenburg, Marburg), ließen sich die Erinnerungen aus der Hypnosesitzung mithilfe von Historikern gut überprüfen. Ein Team des SWR dokumentierte diesen erstaunlichen Fall im Jahr 2009.

VIDEO: Historische Überprüfung von Erinnerungen aus einer Rückführungshypnose

28:32 Minuten, deutsch

00:20 Vorstellung Lisa Bach
01:30 Vorstellung der Rückführungstherapeutin Ursula Demarmels
02:33 Lisa Bach's Erinnerungen unter Hypnose und erste Spurensuche auf der Wartburg Eisenach
14:29 Weitere Überprüfungen mit Historiker Jörg Peukert auf der Neuenburg
21:12 Weitere Überprüfungen mit Historikerin Renate Lührmann in Marburg


3.4 Selbstexperiment eines Youtubers: Warum Erinnerungen aus Rückführungen nicht immer verifizierbar sind


VIDEO: Selbstexperiment von Youtuber "Tomatolix"

22:41 Minuten, deutsch

Der bekannte deutsche Youtuber Tomatolix hat eine Rückführung im Selbstexperiment durchgeführt und anschließend mithilfe von Mirko Drotschmann (MrWissen2go) seine Erinnerungen historisch zu verifizieren versucht - mit bescheidenem Erfolg. Rückführungstherapeuten deuten das so, dass historisch überprüfbare Fakten deshalb nicht präzise erinnert werden, weil sie auf Seelenebene nicht relevant seien. Stattdessen stünden stets emotionale Aspekte und Beziehungsaspekte im Zentrum der Erinnerungen unter Hypnose. Außerdem sind nicht alle Menschen leicht hypnotisierbar und die Trancezustände sind nicht immer ausreichend tief.

Wenn dennoch präzise und überprüfbare historische Details erinnert werden, dann handelt es sich dabei eher um Ausnahmen, die aus wissenschaftlicher Sicht natürlich umso erfreulicher sind.


3.5 Erfahrungsberichte der Autorin und Rückführungstherapeutin Carol Bowman


Carol Bowman ist psychologische Beraterin und Rückführungstherapeutin. Als ihre eigenen Kinder etwa fünf Jahre alt waren, begannen beide Kinder, sich an frühere Leben zu erinnern. Da die Auseinandersetzung mit den Erinnerungen beiden Kindern dabei half, gesundheitliche Probleme zu überwinden, begann Carol Bowman damit, weitere Fälle zu suchen und zu dokumentieren.

Dabei ging es ihr insbesondere um die Möglichkeit der Heilung von Problemen im gegenwärtigen Leben durch die Aufarbeitung dieser Erinnerungen. Sie arbeitete mehrfach mit Psychiater Dr. Ian Stevenson von der Universität von Virginia zusammen, der dort über 40 Jahre Reinkarnationsforschung betrieb (siehe Abschnitt 1.1).

Im folgenden Vortrag schildert Carol Bowman, wie sie durch ihre eigenen Kinder mit dem Thema Erinnerungen kleiner Kinder an frühere Leben konfrontiert wurde. Die Auseinandersetzung mit diesen Erinnerungen führte bei ihren Kindern zu physischer und psychischer Heilung, weshalb Carol begann weitere Fälle zu suchen und zu dokumentieren. Carol machte daraufhin selbst eine Ausbildung zur Rückführungstherapeutin und half in den vergangenen 25 Jahren vielen betroffenen Familien. Carol's Ansatz basiert darauf, durch die Auseinandersetzung mit den Erinnerungen an frühere Leben gesundheitliche Probleme in diesem Leben zu heilen.

VIDEO: Carol Bowman - Beispiele für Erinnerungen an frühere Leben

43:50 Minuten, deutsche Übersetzung

00:10 Einführung ins Thema, Heilung durch Aufarbeitung früherer Leben
03:15 Carol's Sohn Chase - Angst vor lauten Knallgeräuschen
05:55 Erinnerungen von Chase an sein Leben als Soldat im Bürgerkrieg 09:55 Heilung von Chase durch die Integration dieser Erinnerungen
15:05 Bilder von Chase an seine Erinnerungen
17:25 Ähnliche Faktoren in allen untersuchten Fällen
21:05 Forschung von Dr. Ian Stevenson zur Erinnerungen von Kindern an frühere Leben
26:45 Test von Carol's Modell zur Heilung am Fall des dreujährigen Blake
30:55 Reinkarnation in der Familie: Fallbericht von James & Chad
35:00 Fallbericht von James Leininger mit detailierte Erinnerungen
43:30 Ende des Vortrags

4) Weiterführende Informationen und Buchtipps