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Wissenschaftliche Rätsel und Anomalien >
Die Unverletzbarkeit des Mirin Dajo


Der Niederländer Arnold Henske, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Mirin Dajo, sorgte zwischen 1946 und 1948 für großes Aufsehen, als er sich bei öffentlichen Vorführungen den Oberkörper von einem Florett und Schwertern durchbohren ließ. Dabei blieb er vollkommen unverletzt.


Inhaltsübersicht:

  1. Wer war Mirin Dajo? Finden Sie hier kurze biografische Informationen zu seinem Leben und Wirken.
  2. Video-Dokumentationen: Das Schweizer Fernsehen war mit einem Filmteam vor Ort, als Mirin Dajo seine Unverletzbarkeit in einem Krankenhaus vor Ärzten demonstrierte und sich einer medizinischen Untersuchung (inkl. Röntgenaufnahmen) unterzog. Sehen Sie hier die Aufnahmen von damals.
  3. Theoretische Deutungen von Thomas Campbell und Anmerkungen von Neil Kramer: In einem Matrixwissen-Interview haben wir den Physiker Thomas Campbell mit dem Fall Mirin Dajo konfrontiert und ihn darum gebeten, das Phänomen der Unverletzbarkeit vor dem Hintergrund seines virtuellen Realitätsmodells verständlich einzuordnen. 
  4. Weiterführende Informationen und Buchtipps

1) Wer war Mirin Dajo?

Mirin Dajo (Künstlername, eigentlich: Arnold Henske) wurde am 6. August 1912 in Rotterdam als ältester Sohn eines Postbeamten geboren. Bekannt wurde er in den Jahren 1946 bis 1948 durch eine Reihe von Vorführungen, bei denen er sich den Oberkörper von einem Florett und Schwertern durchbohren ließ, ohne dabei irgendeine Art von Verletzung davonzutragen. Auch vor einer Reihe von Ärzten und Medizinstudenten führte er seine Unverwundbarkeit vor und ließ sich dabei sogar röntgen, um zu beweisen, dass das Florett wirklich seinen Körper durchbohrt (siehe Aufnahmen hierzu in Abschnitt 2: "Video-Dokumentationen").

In seiner Jugend hatte Mirin Dajo häufig Vorahnungen bezüglich Ereignissen, die sich dann auch erfüllten.
Er studierte an der Akademie für bildende Künste und arbeitete bis zur Besetzung Hollands durch deutsche Truppen als Grafiker. Da er sich weigerte, unter der Besatzungsmacht Arbeitsdienst zu verrichten, wurde er verhaftet und erlitt auf einem Gefangenentransport schwere Verletzungen, die ihm aber nur wenig zusetzten. Dadurch wurde er sich über die in ihm schlummernden übernatürlichen Kräfte bewusst und lernte sie schnell zu nutzen.

Im Januar 1946 stellte er seine Unverwundbarkeit zum ersten Mal öffentlich vor. 1947 zog er in die Schweiz, wo er mehrere hundert Vorführungen vor breitem Publikum abhielt, inklusive Ärzten und Professoren. Da es immer häufiger zu Ohnmachtsfällen im Publikum kam, verboten die schweizer Behörden schließlich seine öffentlichen Vorführungen.

Die von Dajo durchgeführten Experimente wurden immer tollkühner. So verschluckte er am 11. Mai 1948 einen 35 cm langen Dolch, um ihn in seinem Körper zu dematerialisieren. Nachdem er den Dolch zwischen Hals und Mageneingang positioniert hatte, erlitt er jedoch Krämpfe und spuckte Blut. Nachdem der Dolch zwei Tage in dieser Position in seinem Körper verblieb, stimmte Dajo einer Operation zu, um den Dolch aus der Magenröhre zu entfernen. Nach der Operation konnte er das Krankenhaus zwar verlassen, starb dann aber am 26. Mai 1948 in Winterthur an seinen Verletzungen. Seine ungewöhnlichen Fähigkeiten hatten also offenbar auch Grenzen.

2) Video-Dokumentationen 

Von den Vorführungen Mirin Dajo's gibt es gut erhaltene Archivaufnahmen des Schweizer Fernsehens. Im Folgenden finden Sie zunächst ein Video, in dem mehrere Szenen und Vorführungen zusammengeschnitten wurden. Darunter befinden sich auch die Untersuchungen durch Ärzte in einem Krankenhaus. Anschließend finden Sie eine Reportage jüngeren Datums vom Schweizer Rundfunk. Darin kommt auch ein Skeptiker zu Wort, der Mirin Dajo keine übersinnlichen Kräfte zuschreiben möchte und auf Tierversuche verweist.

VIDEO: Mirin Dajo - der unverletzbare Prophet

15:11 Minuten, deutsch

Dies ist ein Video von Mirin Dajo's Vorführungen, unter anderem in einem Krankenhaus mit anschließender ärztlicher Untersuchung. Menschen mit schwachen Nerven seien vorgewarnt: Sie werden darin sehen, wie Mirin Dajos Körper ohne jeden Zweifel durchbohrt wird. Das Video hat einen kurzen Textvorspann, der interessante Teil beginnt bei 2:40. Falls Sie sich nicht das ganze Video ansehen wollen - die überzeugendsten Aufnahmen sind wohl die von 6:50 bis 8:50.

VIDEO: Mirin Dajo – Wunder oder Scharlatan?

7:58 Minuten, schwiitzerdütch/deutsch

In dieser Reportage beleuchtet ein Fernsehteam des Schweizer Rundfunks den Fall Mirin Dajo 60 Jahre später noch einmal. Dabei kommt ab Minute 4:03 auch ein Skeptiker zu Wort, der in diesem Zusammenhang keine übersinnlichen Kräfte am Werk sieht. Entscheiden Sie selbst, wie plausibel Ihnen seine Erklärung erscheint und ob die von ihm als Beleg angeführten Tierversuche in dieser Form auf den Fall Mirin Dajo übertragbar sind.

3) Theoretische Deutungen von Thomas Campbell und Anmerkungen von Neil Kramer

Thomas Campbell ist Physiker und Bewusstseinsforscher. Er hat eine "Big Theory Of Everything" entworfen, welche unser materielles, raumzeitliches Universum und die darin geltenden physikalischen Gesetze als eine Untermenge bzw. als eine virtuelle Realität innerhalb eines übergeordneten Bewusstseinssystems beschreibt. Im folgenden Video haben wir Thomas Campbell gebeten, denn Fall Mirin Dajo auf Basis seiner Theorie zu deuten. Falls Sie mehr Hintergrundinformationen zu Campbell und seiner Theorie wünschen, schauen Sie gerne in der Rubrik Philosophie und Metawissenschaft > Thomas Campbell's "My Big Theory of Everything" nach.

Neil Kramer ist ein englischer Autor, Philosoph und Referent in den Bereichen Bewusstsein, Metaphysik, Schamanismus und alter mystischer Traditionen. Er ist häufig zu Gast in alternativen Radiosendungen und Internetshows. Neil hat auf vielen internationalen Konferenzen Vorträge zur Natur des menschlichen Bewusstseins gehalten. Er reiste durch die USA und Kanada und hielt Vorträge in Los Angeles, San Francisco, Portland und Seattle. Mehr Informationen zu Neil Kramer finden Sie in der Rubrik Philosophie und Metawissenschaft > Die Macht des eigenen Weltbildes.

VIDEO: Interview mit T. Campbell und N. Kramer - Auszug: Der Fall Mirin Dajo

23:48 Minuten, deutsch

Dies ist ein Auszug eines Matrixwissen-Interviews mit Neil Kramer und Tom Campbell. Darin sprechen sie über den Fall Mirin Dajo. Tom und Neil sehen in diesen Vorführungen einen Weckruf, um Menschen zu zeigen, dass Realität anders funktioniert, als wir denken und sie betrachten Kornkreise als ein vergleichbares Weckruf-Phänomen.


Schriftliche Fassung des Interviews:

Matrixwissen:
Zur Vorbereitung des heutigen Interviews hatte ich Sie gebeten, sich ein kurzes Video vom holländischen Fakir Mirin Dajo anzusehen, der im Jahr 1948 gestorben ist. Nach meiner Meinung hat Mirin Dajo mit seinen öffentlichen Vorführungen bezüglich der Macht des Geistes über die Materie neue Maßstäbe gesetzt und er hat gezeigt, dass der Regelsatz unserer Realität ausgetrickst werden kann, wenn man erstmal gelernt hat, wie das geht. Meine Frage dazu ist: Was war Ihr erster Eindruck, als Sie das Video von Mirin Dajo gesehen haben und was ist Ihre Vermutung, wieso das größere Bewusstseinssystem ihm erlaubt hat, solche Vorführungen durchzuführen?

Tom Campbell:
(lacht) Das ist eine interessante Frage. Ich habe mir das Video angeschaut, allerdings nicht bis zum Ende. Man hat irgendwann genug davon zu sehen, wie Schwerter und Degen durch den Körper eines Menschen gestoßen werden, aber ich habe genug gesehen, um zu verstehen, worum es dabei ging. Falls also irgendwas spezielles am Ende des Videos passiert, was relevant für die Beantwortung der Frage ist, dann müssten Sie mich darauf hinweisen. Ich denke aber, dass ich genug des Videos gesehen habe, um die Frage beantworten zu können.
Sie fragen, warum das größere Bewusstseinssystem Mirin Dajo das alles erlaubt hat. So funktioniert die Sache aber nicht. Es ist nicht so, dass das Ganze gegen den Willen des größeren Bewusstseinssystems geschah und es diese Dinge "erlaubt" hat, sondern ich würde sagen, dass diese Vorführungen vom größeren Bewusstseinssystem unterstützt und gefördert wurden. Es hat die Vorführungen nicht erlaubt, sondern dafür gesorgt, dass sie stattfinden.
In Ihrer Vorstellung von Neil erwähnten Sie, dass er in jungen Jahren einige wegweisende paranormale Erlebnisse hatte, die ihm gezeigt haben, dass Realität mehr ist, als wir gewöhnlich glauben und dass es noch mehr gibt als nur diese physische Realität. Viele Menschen haben solche Erlebnisse, sie sind weit verbreitet. Solche Erlebnisse sorgen dafür, dass sich Menschen weiterentwickeln und wachsen.
Wenn wir die geschichtliche Entwicklung betrachten, finden wir eine Vielzahl solcher Anomalien, wie die von Mirin Dajo, der sich Schwerter durch den Körper stoßen ließ und dadurch nicht zu Schaden kam. Ein gewöhnlicher Mensch wäre dabei verblutet oder hätte sich die inneren Organe verletzt, aber solche Anomalien wurden im Lauf der Geschichte immer wieder dokumentiert.
Diese Anomalien geschehen regelmäßig. Neben dem Artikel auf Ihrer Webseite mit dem Video von Mirin Dajo habe ich einen Hinweis auf ein Video über Kornkreise gesehen, das ich mir danach angesehen habe. Kornkreise sind eine weitere Anomalie, die regelmäßig auftritt und dadurch Menschen wachrüttelt. Ich würde sagen, dass das größere Bewusstseinssystem, welches unsere Realitätssimulation betreut, versucht, uns wachzurütteln. Schließlich ist unsere Weiterentwicklung gleichbedeutend mit seiner eigenen Weiterwicklung.
Wir sind Bewusstsein und somit sind wir selbst ein Teil des größeren Bewusstseinssystems. Wenn wir unsere Bewusstseinsqualität verbessern, uns also in Richtung Liebe bzw. spirituellem Wachstum weiterentwickeln, denn entwickelt sich das größere Bewusstseinssystem auch weiter, denn wir Menschen und das größere Bewusstseinssystem sind im Grunde ein und dasselbe.
Es versucht uns also in unserem Lern- und Wachstumsprozess zu unterstützen und dabei sorgt es für gewisse Anregungen und ermuntert uns dabei zu realisieren, dass Realität mehr ist, als wir glauben und dass es mehr gibt, als nur die physikalischen Gesetze. Wie konnte Mirin Dajo seine Vorführungen überleben? Wie können riesige Kornkreise über Nacht in einem Feld entstehen und teilweise sogar mitten am Tag, während Kameras mitlaufen?
Wie kann das alles sein? Es gibt eine Vielzahl solcher Anomalien und sie dienen dazu, die Menschen aufzuwecken. Ich glaube deshalb nicht, dass Mirin Dajo seine paranormalen Fähigkeiten gegen den Willen des größeren Bewusstseinssystems entwickelt und offen zur Schau gestellt hat. Ich denke, das Ganze war Teil eines Plans bzw. Prozesses, um andere Menschen aufzuwecken.
Man sollte dabei auch nicht übersehen, dass er über 500 dieser Auftritte absolviert hat und dabei mehrfach gefilmt wurde. Daher kann man das Ganze schlecht abstreiten. Wenn er nur ein einziges Mal aufgetreten wäre, könnte man vielleicht behaupten, dass alles nur vorgetäuscht war. Aber bei 500 Vorführungen vor unterschiedlichstem Publikum und den ganzen Filmaufnahmen, da müsste man schon eine riesige Verschwörung vermuten, um das Ganze wegzuerklären und in den Bereich der Fantasie einzuordnen.
Man müsste dann auch annehmen, dass die ganzen Zuschauer und alle anderen Beteiligten Teil der Verschwörung sind, dass die Röntgenaufnahmen, wo man den Degen in seinem Körper sieht, manipuliert sind, und um das anzunehmen, müsste man schon sehr darauf versessen sein, den Status Quo um jeden Preis aufrecht zu erhalten. Aber es gibt Menschen, die so reagieren.
Aber man muss sich auch fragen, was hat das Ganze gebracht? Mirin Dajo hat auf 500 Auftritten seine paranormalen Fähigkeiten demonstriert, das Ganze wurde gefilmt, das Video davon steht vermutlich schon längere Zeit im Internet, aber hat das zu irgendwelchen Veränderungen geführt?
Wenn Menschen sich das ansehen, sagen sich nur wenige von ihnen, "Super, das ist der Beweis, den ich so lange gesucht habe. Jetzt weiß ich, dass Realität in Wirklichkeit anders funktioniert und dass andere Regeln gelten, als die meisten Menschen glauben. Diese paranormalen Dinge sind wirklich real". Die breite Mehrheit reagiert aber nicht so, das sind nur ganz Wenige.
Wenn wir die ganze Bevölkerung betrachten, also zumindest den Teil davon, der von solchen Dingen gehört oder sie gesehen hat, dann machen vielleicht 5 Prozent dieser Menschen etwas Sinnvolles mit diesem Wissen. Sie erkennen, dass Realität anders funktioniert als sie bisher dachten und sie werden zu Wahrheitssuchenden. Sie versuchen zu verstehen, wie solche paranormalen Dinge möglich sind.
Wenn solche Menschen so etwas gesehen haben, dann wollen Sie verstehen, wie das Ganze funktioniert und dadurch beginnen sie, sich weiterzuentwickeln und genau darum geht es im Grunde. Allerdings die breite Mehrheit der Bevölkerung ist nicht so weit, so etwas als Anstoß für einen Wachstumsprozess anzunehmen. Sie schauen sich das an, schütteln den Kopf, sagen sich, "komisches Zeugs", verdrängen das Ganze und leben ihr Leben unverändert weiter.
Für die meisten Menschen sind diese Dinge bedeutungslos, sie wissen damit nichts anzufangen, sie können diese Informationen nicht verarbeiten und deshalb schieben sie sie beiseite. Zu sagen, dass sie das Ganze verleugnen, wäre vielleicht eine etwas harte Formulierung, es ist eher so, dass man eben Informationen, die man nicht verarbeiten kann, beiseite schiebt.
Das gleiche gilt auch für Kornkreise. Da haben wir z.B. diese Vereinigung von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt, die ihren Sitz in England hat und die Kornkreise untersucht. Diese Wissenschaftler untersuchen akribisch den Erdboden von Kornkreisen auf Veränderungen oder sie untersuchen genau wie das Getreide umgebogen wurde.
Dabei kommen sie alle zur gleichen Schlussfolgerung: Einige der Kornkreise sind Fälschungen und wurden von Menschen gemacht, andere Kornkreise hingegen fallen nicht in diese Kategorie und können mit den bekannten physikalischen Prozessen nicht erklärt werden. Kornkreise sind also etwas ähnliches wie die Auftritte von Mirin Dajo.
Es ist nicht so, dass das größere Bewusstseinssystem das Auftreten von Kornkreisen "erlaubt" sondern es ist ein Weg, wie das Bewusstseinssystem die Aufmerksamkeit von Menschen, die bereit für solche Themen sind, auf Aspekte lenkt, die ihnen zeigen, dass die Welt komplexer ist, als sie bisher dachten.
Darum geht es also bei der ganzen Sache. Und was machen wir nun mit dieser Erkenntnis? Wenn wir die Vorführungen von Mirin Dajo betrachten, dann können die meisten Menschen diese Information nicht verarbeiten und sie ignorieren deshalb das Ganze. 20, 30 oder 40 Jahre später schauen sich Menschen diese Videos an und sagen sich, ach, das kann man doch nicht ernst nehmen, das ist bestimmt alles nur erfunden und ist nie wirklich passiert.
Was Kornkreise betrifft, das ist etwas anderes, denn dieses Phänomen tritt ja immer noch auf. Dafür muss man sich also irgendeine Erklärung aus den Fingern saugen, denn irgendwer muss sie ja gemacht haben, sie können ja schlecht einfach so von alleine entstanden sein. Und wenn die uns Menschen zur Verfügung stehende Technologie die Kornkreise nicht erzeugen kann, dann müssen es wohl Außerirdische sein, die für Kornkreise verantwortlich sind.
Das ist aber nur ein Glaubenssystem, weil wir glauben, dass irgendwer die Kornkreise erzeugt haben muss und wenn einige der Kornkreise nicht von Menschen erzeugt worden sein können, dann müssen sie eben von irgendeinem anderen Wesen erzeugt worden sein. Das ist aber nur eine Schlussfolgerung, die allerdings viele Menschen ziehen. Ich persönlich glaube, dass vieles, was mit Außerirdischen zutun hat, einfach Artefakte von Bewusstsein sind.
Insofern denke ich, dass man nicht sagen kann, dass das größere Bewusstseinssystem diese ganzen paranormalen Dinge "erlaubt", sondern es unterstützt sie bzw. es ermöglicht sie. Es ermöglichte also Mirin Dajo, dass er sich Schwerter durch den Oberkörper bohren lassen konnte und es beeinflusste auch seine persönliche Einstellung zu dem Ganzen, damit er seine Fähigkeiten vor Publikum zur Schau stellte.
Wieso sollte er, nachdem er herausgefunden hat, dass er sie Fähigkeiten hat, losziehen und das Ganze anderen Menschen vorführen. Das ist also alles Teil unseres Entwicklungsprozesses und was den Dokumentarfilm über Kornkreise betrifft, den ich mir angesehen habe, da gab es diese Forscherin mit Doktortitel, die gerade auf einer Kornkreisforschungsreise war und dabei hat sie abends gesehen, wie ein riesiger Lichtkegel aus dem Himmel auf ein Kornfeld vor ihrem Fenster schien.
Und genau an der Stelle, wo der Lichtkegel aufs Feld schien, war im selben Moment ein Kornkreis entstanden. Dann wurde aber auch über andere Fälle berichtet, wo Menschen Fußball-große Lichtkugeln über ein Kornfeld fliegen sahen und kurz darauf war in dem Feld ein Kornkreis entstanden.
Der Prozess ist also nicht der gleiche. Im einen Fall ein großer Lichtkegel, der aus großer Entfernung sichtbar war, im anderen Fall nur kleine Lichtkugeln und in wieder anderen Fällen sah man gar nichts und plötzlich war ein Kornkreis im Feld. Es ist also nicht so, dass eine spezielle Technologie zum Einsatz kommt, sondern hier läuft ein Prozess ab, der das Ziel verfolgt, Menschen aufzuwecken und ihnen die Augen für größere Zusammenhänge im Leben zu öffnen.
Die meisten Menschen können mit diesen Informationen nichts anfangen. Und wenn sie die Informationen über Kornkreise nicht verarbeiten können, dann sagen sie sich einfach, ach die Kornkreise werden nachts von Menschen erzeugt, die durchs Feld stampfen. Das macht zwar keinen Sinn, denn zum einen würde das viele Stunden dauern und man würde sie dabei beobachten können und zumindest die wirklich komplexen Kornkreise kann niemand nachts in Dunkelheit erzeugen.
Aber sie können diese Informationen nicht verarbeiten, also tun sie einfach so, als wäre das Ganze nicht real und sie ignorieren diese Themen. Eine der Fragen, die jemand in dem Dokumentarfilm stellte war: "Wie kann die Presse, wie können die ganzen Menschen dieses Phänomen einfach ignorieren? Schauen Sie sich doch mal die Beweise hier im Feld an." Der Grund ist ganz einfach: Sie ignorieren das Ganze, weil sie nicht wissen, was sie sonst damit anfangen sollen.
Diese Menschen sind noch nicht so weit, mit der Realität dieser Phänomene umzugehen, denn eine solche Realität entspricht nicht ihrer Erwartungshaltung. So kann man also die Vorführungen von Mirin Dajo erklären und dass er Dinge überlebt hat, die normalerweise tödlich sein sollten und ohne dass dabei seine inneren Organe zu Schaden gekommen sind oder er innerlich verblutete.
Das Ganze war einfach ein von der Norm abweichendes Verhalten. Es gibt andere solche Fälle, z.B. kenne ich einen Ingenieur, der in einem Traum ein Flugzeug voller Menschen sah und alle Menschen in diesem Flugzeug waren in schwarz/weiss bis auf ein kleines Mädchen, das in Farbe sichtbar war. Zwei Tage nach seinem Traum, stürzte ein Flugzeug ab und alle starben bis auf ein kleines Mädchen. Da er Ingenieur war, kannte er den genauen Flugzeugtyp und alle Details seines Traums passten zu dem Absturz des Flugzeugs.
Wieso hat dieser Ingenieur das erlebt? Naja, er brauchte eben einen Tritt in den Hintern, damit er endlich anfing, an der Qualität seines Bewusstseins zu arbeiten. Vor diesem Traum war das alles für ihn kein Thema, also musste etwas in seinem Leben passieren, das ihn wachrüttelte. Solche Erlebnisse sind meistens sehr individuell und persönlich aber manchmal passiert es eben auch, dass jemand 500 undenkbare Vorführungen macht. Kornkreise sind dabei nur ein weiter Aspekt. Es gibt hunderte von anderen Phänomenen, die in dieselbe Kategorie fallen.

Matrixwissen:
Neil, möchtest Du etwas zu Tom's Ausführungen ergänzen?

Neil Kramer:
Ja klar. Ich habe mir auch das Video angeschaut, dass Du mir geschickt hast. Mirin Dajo ist glaube ich Holländer und sein wirklicher Name ist Arnold Henske, oder?

Matrixwissen:
Ja, das stimmt.

Neil Kramer:
Tom hat gemeint, dass solche paranormalen Dinge immer wieder passieren und ich denke, dass diese Anomalien aus gutem Grund existieren, nämlich um Menschen zu zeigen, dass man auch andere Wege beschreiten kann. Die Auseinandersetzung mit solchen Anomalien ist aber verschwindend gering. Ich denke, dass Tom sehr großzügig war mit seiner Schätzung, dass 5 Prozent der Menschen, die von diesen Dingen erfahren, damit etwas anzufangen wissen.

Tom Campbell:
(lacht) Ja

Neil Kramer:
Ich denke das sind eher 0.0001 Prozent

Tom Campbell:
Da hast Du wahrscheinlich recht.

Neil Kramer:
Was diesen speziellen Fall betrifft, fand ich es besonders bemerkenswert, dass Mirin Dajo es für notwendig ansah, das Ganze immer und immer wieder vorzuführen. Leider ist mir nicht bekannt, was er um seine Vorführungen herum gesagt hat aber nach dem Günstigkeitsprinzip nehme ich mal an, dass er sich mehr für die spirituellen Aspekte hinter dem ganzen Phänomen interessiert hat.
Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass er gestorben ist, nachdem er einen 35 Zentimeter langen Dolch verschluckt hat, was letztenendes zu seinem Tod geführt hat. Diese Tatsache an sich ist interessant, denn er hat 500 Vorführungen problemlos absolviert aber am Ende funktionierte irgendwas nicht so wie bei früheren Vorführungen.
Man kann sich viele solcher Fälle anschauen. Der Normalbürger schaut sich das Ganze an, erfährt, dass Mirin Dajo am Ende durch das Schlucken eines Dolchs ums Leben kam und hakt damit den ganzen Fall umgehend ab. Das gleiche gilt für Kornkreise: Nur weil man mal einige Menschen dabei erwischt hat, wie sie einen Kornkreis ins Feld gestampft haben, schließen viele Menschen sofort daraus, dass alle Kornkreise Fälschungen sein müssen.
Das ist eben eine einfache Lösung. Viele Aspekte meiner Arbeit beschäftigen sich damit, was mit einer Bevölkerung passiert, die mit unwiderlegbaren Phänomenen konfrontiert wird. Phänomene, die im Widerspruch zu den normalen Regeln unserer Realität stehen und somit ein Paradoxon bezüglich des Alltagslebens darstellen.
Die Reaktion, welche die meisten Menschen an den Tag legen, wenn sie mit solchen paranormalen Phänomenen konfrontiert werden, ist ein Symptom von etwas, das ich gerne metaphysische Konservativität nenne. Dieses Verhalten rührt daher, dass die meisten Menschen tief in ihrem Herzen wissen, dass wir in einer tiefgründigen, magischen und fantastischen Welt leben.
Ich glaube, dass viele Menschen ebenfalls wissen, dass unsere dreidimensionale Erfahrungswelt mit ihrem Ursache-Wirkungs-Prinzip und den Newton'schen Gesetzen nur ein Teilaspekt einer in Wirklichkeit viel komplexeren Realität ist. Auch wenn viele das vielleicht nicht in Worte fassen können, aber sie verfügen über ein inneres Wissen dazu.
Allerdings leben wir im Westen mit einem dominierenden kulturellen Paradigma das besagt "Du solltest schöne Dinge besitzen und nach ihnen streben" - dieses Paradigma hat keinen Platz für paranormale Phänomene. Wenn man dann auf einen Menschen stößt, der sich Schwerter durch den Oberkörper bohren lässt oder man sich Kornkreise in England anschaut - was ich in meinem Leben schon häufig gemacht habe - wenn man solche paranormalen Dinge sieht, dann muss man das irgendwie ins eigene Weltbild integrieren.
Wenn das eigene Weltbild aber auf dem Motto basiert "Ich möchte schöne Sachen besitzen", dann gibt es in diesem Weltbild keinen Platz für so ein Phänomen, denn es liefert keinen Beitrag dazu wie man am besten mehr Zeug anhäufen kann. Ganz im Gegenteil, es macht vieles deutlich komplizierter und es zwingt einen dazu, gewisse Dinge zu hinterfragen.
Wenn Menschen mit so einem "Schöne Sachen haben wollen"-Weltbild auf ein solches Paradoxon treffen, dann entspricht das einem kräftigen Tritt in den Hintern. So ein Erlebnis schüttelt einen gewaltig durch und dabei spielt es keine Rolle, wie alt man ist oder ob man über eine akademische Ausbildung verfügt oder ob man besonders sprachgewandt ist. Diese Aspekte sind dafür nicht relevant.
Das Bewusstseinssystem, in dem wir leben, ist sich zu einem gewissen Grad über all seine Teilaspekte bewusst. Letztenendes kann sich niemand diesem Entwicklungsprozess entziehen, indem er sich unter dem Bett versteckt. Viele Menschen glauben aber, dass es erstrebenswert ist, sich das ganze Leben lang vor diesen Themen erfolgreich drücken.
Nach dem Motto : "Jippie, ich habs geschafft, ich bin gestorben und habe mein ganzes Leben in einem Zustand unabhängiger Ignoranz verbracht". Einige Menschen sind da auch noch stolz drauf. Aber man kann sich nicht vor Weiterentwicklung drücken. Das Universum, das höhere Selbst, die göttliche Quelle, das größere Bewusstseinssystem, wie auch immer man es bezeichnen will, lacht sich darüber nur kaputt.
Allerdings glaube ich nicht, dass man für solches Verhalten unbedingt bestraft wird. Man kann ruhig für eine Weile im Entwicklungsprozess stagnieren. Wenn man diese ungewöhnlichen Phänomene analysiert... Also durch meine Workshops und persönliche Gespräche höre ich viele Erfahrungsberichte von anderen Menschen.
Neben einer gewissen Verwunderung über diese Erlebnisse finde ich es wirklich faszinierend wie perfekt diese ungewöhnlichen Phänomene auf die persönlichen Lebensumstände der Betroffenen zugeschnitten sind. Diese Phänomene verdeutlichen ganz spezifische Aspekte, um dadurch das Weltbild der betroffenen Personen zu erschüttern.
Ein bestimmter Typ von Ereignis, zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben, mit einer ganz speziellen Beschaffenheit und Tonart, kann entweder dazu dienen, die Betroffenen komplett aus der Bahn zu werfen oder ihnen mal einen metaphysischen Schauder über den Rücken laufen zu lassen, den sie nicht einfach so ignorieren können.
Ich könnte ein Buch über die ganzen Fälle schreiben, von denen ich in den letzten Jahren erfahren habe. Aber einfach mal die Gemeinsamkeiten dieser Fälle zu analysieren und quasi den Rückkopplungsmechanismus des Bewusstseinssystems wahrzunehmen, ist etwas, das etwas mehr unserer Aufmerksamkeit verdienen würde.
Ich mache das in meiner Arbeit und Tom macht das gleiche. Wenn man im Alltagsleben diese Dinge aufmerksam beobachtet, stellt man fest, dass es sich dabei um ein Zweiwegesystem handelt. Es ist keineswegs so, dass es da eine Bühne gibt, auf der man landet und alles ist bereits vorgegeben. Sondern es handelt sich dabei um einen permanenten Rückkopplungsprozess zwischen Individuum und dem Bewusstseinssystem.
Diese Phänomene, Paradoxien und Anomalien spielen eine wichtige Rolle im Gesamtsystem, nämlich dafür zu sorgen, dass das, was Terrence McKenna als Neuerung bzw. Innovation bezeichnete, also diesen Kreativitätsmotor, am Laufen zu halten. Dadurch lässt sich auch erklären, warum es sich stets nur um eine kleine Gruppe von Menschen handelt, welche dieses Wissen auf einer tieferen Ebene verstehen und diesen Themen mit Ernsthaftigkeit begegnen.
Wir verfügen alle über solche wegweisenden Erfahrungen. Der Unterschied besteht jedoch darin, wie ein Mensch mit solchen Erfahrungen umgeht. Der eine Mensch sagt sich, "hmmm, das ist ja witzig, naja, keine Ahnung was das jetzt grad sollte, also vergessen wir das ganze doch einfach" oder man tritt ein paar Schritte zurück, neigt den Kopf etwas zur Seite und sagt sich "Moment mal, das hier ist eine ernstzunehmende Panne, was ich da grade erlebt habe, ist der helle Wahnsinn, das ist in hohem Maße faszinierend und ich werde das Ganze als Anstoß für eine Veränderung in meinem Leben annehmen".
Einige Menschen handeln so und wenn man sich entscheidet, so eine Erfahrung ernst zu nehmen, dann kann das das ganze Leben verändern. Diejenigen, die meine Arbeiten bereits kennen, wissen bestimmt, was jetzt kommt. Diese mögliche Veränderung des ganzen Lebens ist der Hauptgrund, warum so viele Menschen solche Erfahrungen und Phänomene einfach ignorieren.
Die meisten Menschen wollen nämlich gar keine Veränderung in ihrem Leben. Denn sie setzen Veränderung mit Ungewissheit gleich und Ungewissheit bedeutet für sie Angst. Diese Erfahrungen können das eigene Leben transformieren. Die meisten Menschen begegnen Transformation jedoch mit Unbehagen. Vielen dieser Menschen geht es darum, ein Wertesystem von vor 50 Jahren aufrecht zu erhalten.
Im Jahr 2000 schienen die 50er Jahre eine wunderbare Zeitperiode gewesen zu sein. Und im Jahr 2062 wird das Jahr 2012 als wunderbare Zeitperiode angesehen werden. Es ist sehr verlockend Neuerung und Innovation stets etwas auf Abstand zu halten, nach dem Motto "Ja schon klar, dass das notwendig ist, aber ich persönlich will nix damit zu tun haben, denn das ist mir alles etwas unheimlich und ich fühle mich nicht wohl bei er ganzen Sache. Schicken wir doch einfach die verrückten Mystiker und Physiker vor, um sich damit auseinanderzusetzen."
Das Ganze hat aber unweigerlich eine Veränderung zu Folge und für alle, die das kulturelle Paradigma der USA, Englands und Europas verinnerlicht haben, ist Veränderung keine wünschenswerte Sache.
Veränderung ist in ihren Augen eine unternehmerisch gemanagte Strategie und kein sich organisch entwickelnder Prozess. Bei diesen Menschen liegt ein Missverständnis vor, worum es bei Veränderung wirklich geht. Insofern halte ich unsere Reaktion auf solche Phänomene für deutlich interessanter als die Phänomene selbst. Wie wir das ganze interpretieren und wie wir es in unser Alltagsleben integrieren ist das, worum es bei dieser Lernerfahrung wirklich geht.
Das ist etwas, das jeder für sich alleine machen muss. Es geht nicht darum, wie andere Menschen damit umgehen, aber es ist menschlich, sich dafür zu interessieren, wie andere Menschen darauf reagieren und dann über die Gründe für ihre Reaktion nachzusinnen; und das zu tun, kann sehr lehrreich für uns selbst sein.

4) Weiterführende Informationen und Buchtipps