Der Niederländer Arnold Henskes, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Mirin Dajo, sorgte zwischen 1946 und 1948 für großes Aufsehen, als er sich bei öffentlichen Vorführungen den Oberkörper von einem Florett und Schwertern durchbohren ließ. Dabei blieb er zum Erstaunen von Ärzten unverletzt.
Mirin Dajo stammte aus den Niederlanden und hieß eigentlich Arnold Henskes. Nach einem Kunststudium arbeitete er als Grafiker, ehe es ihn 1947 im Alter von 35 Jahren in die Schweiz verschlug. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits davon überzeugt, unverwundbar zu sein. Denn während der Kriegswirren des zweiten Weltkrieges hatte er wohl bemerkt, dass ihm selbst schwere Verletzungen nichts anhaben konnten. So begann er damit, seine Unverwundbarkeit unter dem Künstlernamen „Mirin Dajo“ öffentlich vorzuführen: Er ließ seinen Oberkörper von einem Assistenten wiederholt mit Stichwaffen wie einem Florett oder gar einem Dolch durchbohren und zeigte dabei weder Blutverlust noch innere oder äußerlich sichtbare Verletzungen. Auch Schmerzen schien er kaum zu verspüren. Und obschon die Stichwaffen vorab nicht desinfiziert wurden, bildeten sich im Nachgang keinerlei Infektionen heraus.
Klingt wie fake? Ja, das tut es. Tatsächlich ist die Geschichte aber nachweislich echt. Zum einen berichteten etliche Zeitungen und Zeitzeugen über den „Wundermann“ Mirin Dajo. Des Weiteren gibt es gut erhaltene Archivaufnahmen, in denen eindeutig zu sehen ist, wie Mirin Dajo seine Fähigkeiten in einem Baseler Hospital vor Ärzten demonstriert und sich anschließend medizinisch untersuchen lässt – Röntgenaufnahmen inklusive. Auch eine weitere Vorführung bei einem Ärztekongress in Zürich wird in den Archivaufnahmen dokumentiert.
15:11 Minuten, deutsch
Dies ist ein Video von Mirin Dajo's Vorführungen, unter anderem in einem Krankenhaus mit anschließender ärztlicher Untersuchung. Menschen mit schwachen Nerven seien vorgewarnt: Sie werden darin sehen, wie Mirin Dajos Körper ohne jeden Zweifel durchbohrt wird. Das Video hat einen kurzen Textvorspann, der interessante Teil beginnt bei 2:40. Falls Sie sich nicht das ganze Video ansehen wollen - die überzeugendsten Aufnahmen sind wohl die von 6:50 bis 8:50.
7:58 Minuten, schwiitzerdütch/deutsch
In dieser Reportage beleuchtet ein Fernsehteam des Schweizer Rundfunks den Fall Mirin Dajo 60 Jahre später noch einmal. Dabei kommt ab Minute 4:03 auch ein Skeptiker zu Wort, der in diesem Zusammenhang keine übersinnlichen Kräfte am Werk sieht. Entscheiden Sie selbst, wie plausibel Ihnen seine Erklärung erscheint und ob die von ihm als Beleg angeführten Tierversuche in dieser Form auf den Fall Mirin Dajo übertragbar sind.